Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit / Wikipedia / Assmann

Berlin. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin macht zum Thema „Polendenkmal“ einen Vorstoß. Auch der renommierte Politiker Markus Meckel, eigentlich ein Gegner eines nach Nationen getrennten Gedenkens bezüglich der Opfer des Zweiten Weltkrieges könnte mit dem Standort leben:  das Gelände „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit“ als Ort des Erinnerns für die polnischen Opfer des 2. Weltkriegs.

Von Frank Bürger

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin schlägt das Gelände „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit“ als Ort des Erinnerns für die polnischen Opfer des 2. Weltkriegs vor.

Der Politiker Markus Meckel ist gedanklich mit dabei, wenn es um deutsch-polnische Themen geht. „Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Beziehungen zwischen Deutschland und Polen“, sagt er bei einem Telefonat.

Der langjährige Bundestagsabgeordnete meinte, er fände es schwierig, der NS-Opfer „nun nach Nationen getrennt zu gedenken“. Wer damit anfängt, müsse dann auch Denkmäler für die Opfer anderer Nationen und Ethnien errichten – für Ukrainer, Belarussen, Russen und viele andere.

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Wort zum Tag (Taizé):

Jesus sagte: Jeder, der um meines Namens willen alles verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.

Mt 19,27-29

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läutet die Glocke der evangelischen Kirche in Berlin-Falkenhagener Feld-Klosterfelde. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von dem uckermärkischen Pfarrer Ralf Schwieger, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Quelle: http://www.volganet.ru, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29879943

Ich habe nun den Klassiker „Unterleuten“ von Juli Zeh noch einmal intensiv in den letzten Tagen studiert. Das Thema „Windkraftanlagen“ hat mich intensiv beschäftigt in meiner Arbeit als Redakteur bei der einzigen deutschen Tageszeitung in der deutsch-polnischen Grenzregion nahe Stettin. Das Buch Zehs spielt zwar nicht in der Uckermark, aber Unterleuten erinnert an den Kampf der Dörfer in der „Goldgräberstimmung im Osten“. So titelte einst Professor Hans-Joachim Mengel den Kampf um das fette Geld. Dort war es nicht der Kampfläufer, der zu vielen Gemeindevertretersitzungen, Sitzungen des Amtsausschusses und Verhaftungen geführt hat. Es war die Großtrappe, die zur Seltenheit geworden ist. Ich persönlich habe Landwirte kennengelernt, die auf den Feldern Großtrappen beobachten konnten. Es ist immer ein Erlebnis, wenn diese Menschen auf ihren Mähdreschern durch die Dorfstraße sausen, es ist ein Gefühl der Erhabenheit, wenn ein Bauer auf seinem hohen Ross durch die Dorfstraße fährt.

Und das Ende, da will ich beginnen, war so dramatisch, wie es Zeh in ihrem Buch schildert. Am Ende stand nicht nur der Tod, sondern die Veränderung des gesamten Dorflebens, die Zerrüttung. Sogar Pfarrer waren mit in das Geschehen eingebunden, es war grenzüberschreitend.

Es ist die Sprache und die Empathie, die das Besondere des Buchs und der Verfilmung ausmacht.

Die Juristin Juli Zeh schafft es, sich in das Fühlen und Denken der Dörfler, der Immobilienmakler, des Ortsbürgermeisters, des Dorfchefs einzufühlen.

Da geht es um Existenzen.

Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten. Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

So wird es in der Buchwerbung geschildert.

Wer viele Jahre in der Uckermark gelebt hat, und mehrere Jahre den Kampf um die Windräder journalistisch, auch in Kommunikation mit dem Landgericht Neuruppin erleben durfte, der kennt die Antworten und zittert beim Ausgang des Buches.

Der Ball, den die Windkraftunternehmen zum Rollen gebracht haben, er rollt noch heute. „Unterleuten“ ist der Beweis dafür

Danke Juli ZehInformationen und Bestellung hier klicken

ARRIVAL-OF-THE-FOG-35.5-x-35.5cm-1422-x-1422-Acrylic-on-canvas-scaled / Holger Baehr

Wort zum Tag:

Schneeflocken sind die Schmetterlinge des Winters. 

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Viktor Weber. Es läutet die Glocke des evangelischen Gemeindezentrums in Berlin-Biesdorf. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von Religionslehrerin Susanne Bäsler, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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IRISH-HILL-SCENE-15-x-15cm-622-x-622-Acrylic-on-canvas / Holger Baehr

Wort zum Tag:

Wir schweigen am frühen Morgen des Tages,

weil Gott das erste Wort haben soll.

Und wir schweigen vor dem Schlafengehen,

weil Gott auch das letzte Wort gehört.

Schweigen heißt nicht stumm sein,

wie Wort nicht Gerede heißt.

Stummsein schafft nicht Einsamkeit

und Gerede schafft nicht Gemeinschaft.
Dietrich Bonhoeffer  

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Martin-Luther-Kirche in Zeuthen (LDS). Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von Pfarrer Ralf Schwieger, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin von Ingo Moy, Diakon und Sozialmanager, Geschäftsführer des Diakonischen Bildungszentrums, Dozent für Wortverkündigung sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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FROZEN-HILLS-IN-THE-WEST-30.5-x-30.5cm-1222-x-1222-Acrylic-on-canvas / Holger Baehr

Wort zum Tag:

Gebet
Gott, Du Quelle unserer Kraft, wir danken Dir.
Du verwandelst das Samenkorn zur Frucht.
Du nährst und erhältst uns.
Du bist bei uns auf einfachen und schwierigen Wegen und machst uns fähig, einander zu begleiten.
Wir bitten Dich, lass uns Deiner Kraft vertrauen, die sich des Kleinen annimmt
und die aus zaghaften Anfängen
Wunderbares wirken kann.
Sei uns nahe, leite und bewege uns.
Wie aus den Körnern vieler Felder das Brot wird, so mache aus uns vielen eine Gemeinschaft, Zeichen der Hoffnung in dieser Welt. Amen

Internationale Weltgebetstag Konferenz 2007

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Viktor Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Dorfkirche in Berlin-Britz. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von der eigenen Redaktion, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin und der Weihnachtskirche sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Worte zum Tag (Taizé)

Christus ist das Haupt des Leibes, der die Kirche ist. Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten; denn Gott wollte in seiner ganzen Fülle in ihm wohnen.

Kol 1,17-20

Berlin.  Gedanken kommen nach der Pause seit Oktober wieder von Pfarrer Viktor Weber . Es läuten die Glocken der evangelischen Neuen Dorfkirche in Berlin-Malchow. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von Pfarrer Ralf Schwieger. Wir stellen über das Jahr einen besonderen Kalender vor, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Worte zum Tag (Taizé):

Aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft — Gott hat es geschenkt.
Eph 2,1-10

In dem Video der Kirchengemeinde Schwetzingen wurden die von Musikdirektor Detlev Helmer vertonten Worte von Prälat Traugott Schächtele präsentiert, eine besondere Verbindung Baden – Berlin

Berlin.  Gedanken kommen vom Karlsruher Pfarrer Siegfried Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Jeremiakirche in Berlin-Falkenhagener Feld. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Musikempfehlung über YouTube für Jugendliche kommt dieses Mal von der Redaktion, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Wort zum Tag:

Das Lied vom Weihnachtssegen


Ich schau, mein Gott, dir selber ins Gesicht,
wenn ich dies ärmlich‘ Kind der Weihnacht sehe.

Im Schein der Engel strahlt dein Hoffnungslicht, auch auf den Wegen, die beschwert ich gehe.

Ganz neu kann ich den Blick ins Leben wagen,
weil Freudenworte mich durchs Leben tragen.
Aus fernen Landen kamen dir zu Ehr
die weisen Deuter deiner Himmelszeichen.

Und strahlend heller Glanz im Sternenmeer
lässt sie von dir beschützt ihr Ziel erreichen.
Voll Mut will ich den neuen Ufern trauen
und auch am fremden Ort mir Zelte bauen.
Augustus schickt die Menschen durch die Welt.

Der Armen Schicksal macht ihm keine Sorgen.
Ihn kümmert nur die Macht. Auf freiem Feld
bleibt oft der Schlafplatz nur, ihm ist’s verborgen.

Mit Menschen guten Willens mich vernetzen
will ich, und bösem Treiben Grenzen setzen.

Ein Engel achtsam mit Maria spricht.
Im Traum kann Josef gute Zukunft schauen.
Die Hirten blendet nachts der Engel Licht,
ihr Friedenslied lässt sie dem Leben trauen.
Gott gibt den Abstand auf, kommt mir entgegen und macht mich kühn – was für ein Weihnachtssegen!

Traugott Schächtele, Dezember 2020,

Traugott Schächtele  ist evangelischer Theologe und Prälat der Evangelischen Landeskirche Baden

Das Lied wurde von Musikdirektor Detlev Helmer vertont.

Archivfoto: Detlev Helmer (links) und Frank Bürger

Berlin.  Gedanken kommen vom Karlsruher Pfarrer Dirk Keller. Es läuten die Glocken der katholischen Pfarrkirche St. Josef in Berlin-Köpenick. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von der Pianistin Tatjana Worm-Sawosskaja, eine Musikempfehlung über YouTube für Jugendliche kommt dieses Mal von Ralf Schwieger, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Berlin Am Neujahrstag um 18 Uhr wirft Pfarrer Martin Stoelzel-Rhoden mit der Jahreslosung ein Blick auf das Gnadenbild „Mariahilf“ von Lucas Cranach dem Älteren. Dafür komponierte Enjott Schneider eine Elegie für Orgel und Oboe, die im Gottesdienst erklingen wird.

Von Frank Bürger

Jesus Christus spricht: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“ (Lukas 6,36). Das ist die Jahreslosung für das kommende Jahr. Pfarrer Martin Stoelzel-Rhoden predigt dazu am 1. Januar um 10 Uhr in der Stiftskirche und wirft einen Blick auf das Gnadenbild „Mariahilf“. Inspiriert von dem berühmten „Gnadenbild Mariahilf“ des Malers Lucas Cranach d.Ä., im Hochaltar des Innsbrucker Domes, das in unzähligen Kopien existiert, komponierte Enjott Schneider eine Elegie für Oboe und Orgel, die im Gottesdienst erklingen wird.

Das Bild wurde zum Inbegriff von „Maria, Hilfe der Christen“. Maria ist als Frau von zarter Schönheit dargestellt, die ein nacktes Kind an sich schmiegt.

Das Motiv wurde zu einem der am weitesten verbreiteten Marienbilder in Tirol, Süddeutschland und im Alpenraum.

Das Madonnenbild zeigt eine in der Art der einfachen Bevölkerung gekleidete, nach halblinks gewandt sitzende junge Frau in Dreiviertelfigur vor dunklem Hintergrund, die ein nacktes Kind auf ihrem Schoß hält. Die Frau trägt ein blaues Unterkleid und einen roten Überwurf, ihr langes blondes Haar ist nach hinten gekämmt und wird von einem Haarreif gehalten. Ihr Kopf ist von einem dünnen transparenten Schleier bedeckt, der auch über den Kopf des Kindes fällt, das aufgerichtet und zur Mutter gewandt ist und mit der Rechten nach deren Wange greift. Bis auf die für Mariendarstellungen typische rot-blaue Farbenkombination ihrer Kleidung hat die Frau kein erkennbares Marien- oder Heiligenattribut. Der Bildtypus geht jedoch auf die byzantinische Eleousa (Glykophilousa) zurück, einer Darstellungsform von Maria mit dem Kind, wobei dieses sich an das Gesicht der Mutter schmiegt.

Lucas Cranach, kursächsischer Hofmaler und Freund Martin Luthers, hatte das Bild für den sächsischen Hof in Dresden gemalt. Erzherzog Leopold V. wählte es als Gastgeschenk bei einem Besuch und brachte das Bild aus Dresden zuerst nach Passau, wo er Bischof war, und dann nach Innsbruck, wo er Regent war. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es bei Marienandachten öffentlich verehrt, und um 1650 erhielten es die Innsbrucker für ihre Pfarrkirche, den heutigen Dom.

Das Bild wurde zum Inbegriff der Maria, Hilfe der Christen und hat sich in unzähligen Kopien und Variationen vor allem im Alpenraum sehr weit verbreitet als Altarbild in Kirchen und Kapellen, als religiöse Fassadenmalerei und als privates Andachtsbild. Zu den frühen Kopien zählen die 1660 gestiftete Kopie für die Wiener Mariahilf-Kirche oder die 1671 gemalte Kopie in der Kirche St. Dionysus in Neunkirchen. Außerdem fand das Motiv auch Eingang in Votivbilder und andere Darstellungen mit erweitertem Kontext.

1989 war das Bild Briefmarkenmotiv der Österreichischen Post für das Motiv 25 Jahre Diözese Innsbruck.

Enjott Schneider ist ein deutscher Komponist für Konzertsaal, Bühne, Film und Geistliche Musik. Enjott träumt von einem universalen Erfassen von Welt und Menschen: Musik ist die Sprache des Universums und der Freiheit! Musik ist Kunst – gegen Kommerz und Kapitalismus gerichtet. In vielen Gremien – etwa als Präsident des Deutschen Komponistenverbandes DKV – setzt er sich für kulturelle Vielfalt, Nische und gegen die Dominanz des Mainstreams ein.

Enjott Schneider ist zudem Präsident des Deutschen Komponistenverbandes DKV, Mitglied im Aufsichtsrates der GEMA

Geboren ist er am 25.5.1950 in Weil am Rhein. Er studierte Musik, Musikwissenschaft, Germanistik, Linguistik in Freiburg i. Br. (Promotion Dr. phil. 1977).

Nach Lehraufträgen (Musikhochschule und Universität Freiburg) war er 1979-2012 Lehrer an der Hochschule für Musik München (Professor für Musiktheorie, seit 1996 für Komposition).

Er komponierte Orgelwerke, (u.a. 16 Orgelsinfonien, Orgelkonzerte) Liederzyklen, Kammermusik, Orchester- und Bühnenwerke (neun abendfüllende Opern).
Er schrieb die Musik zu über 500 Filmen, neben Kinofilmen wie „Herbstmilch“, „Stalingrad“, „Schlafes Bruder“, „Wildfeuer“, „Leise Schatten“, „Das Mädchen Rosemarie“ und „23 – Nichts ist so wie es scheint“ auch TV-Movies wie Stauffenberg, Die Flucht, Laconia, Schwabenkinder, Jahrestage, Nicht alle waren Mörder TV-Serien wie „City Eypress“, „Marienhof“ , „Jede Menge Leben“, oder „Weißblaue Geschichten“ und viele TV-Filme, vom „Tatort“ bis zu zahlreichen Dokufilmen („Wunder von Leipzig“, „Drama von Dresden“, „Vatikan – Die Verborgene Welt“).

1990 erhielt er den bayerischen Filmpreis für Filmmusik; 1991 Bundesfilmband in Gold für Filmmusik. Erhielt 2001 in Biarritz den „Fipa d’or“ (beste europaeische Filmmusik „series et feuilletons“) für den Soundtrack zum ARD-Vierteiler „Jahrestage“ (Regie: Margarethe von Trotta), 2009 Deutscher Fernsehpreis für „Die Flucht“ und „Nicht alle waren Mörder“, er erhielt den Preis für das Lebenswerk beim Filmfestival Soundtrack Cologne 2015.

Sein Werk ist u.a. in CDs dokumentiert beim Label WERGO/ Schott Music (Orchesterwerke) und beim Label Ambiente audio (Geistliche Musik).

Seit 2003 ist er Mitglied im Aufsichtsrat der Verwertungsgesellschaft GEMA, von 2012-2017 war er Aufsichtsratsvorsitzender, seit 2013 ist er Präsident des Deutschen Komponistenverbandes DKV

Typisch für das Schaffen ist eine extreme Vielseitigkeit von Avantgarde bis Film und das Charakteristikum, aus Gegensätzlichem kreatives Potential zu schlagen. Die kreative Arbeit geht dabei immer parallel mit schriftstellerischer Reflexion und kritischer Standortbestimmung ihres kulturpsychologischen und soziologischen Stellenwertes.

Ein Blick voraus:

Am Freitag, den 22.1.2021 um 19:30 in Regensburg St. Andreas findet statt: Uraufführung von MAYIM CHAIM – WASSER DES LEBENS für Chor a capella im gleichnamigen Konzert EN12 mit zeitgenössischer Kirchenmusik. Das Werk wird zweimal musiziert: zu Beginn mit dem Neuen Kammerchor Regensburg Ltg. Kunibert Schäfer, und am Ende gemeinsam mit der zusätzlichen Mädchen-Kantorei Regensburg Ltg. Eva-Maria Leeb. Dazwischen erklingen weitere Werke von Wolfgang Rihm, Elena Kats-Chernin, Daniel Toledo Guillén, Thomas Buchholz, Mary Goetze, Richard Kidd.

Am 1. Januar nimmt Dr. Martin Kückes an der Orgel Platz. Er ist mit dem Komponisten der Elegie bekannt. An der Oboe Kim Witt.