Der Prophet Jona wird vom Fisch bei Ninive ausgespien, aus „Hortus Deliciarum“ der Herrad von Landsberg (um 1180), Foto: Wikipedia

Gott macht Kleines groß, wir haben die alttestamentlichen Gestalten Mose und David kennengelernt. Sie sind prägend in der Geschichte des Gottesvolkes. Nun das Thema: Gott verzeiht.

Hier fällt der Fokus auf die Gestalt von Jona. Es ist ein Prophet und er bekommt die Aufgabe: Reise zur Stadt Ninive

Jona denkt: „Ausgerechnet nach Ninive? Da will ich nicht hin, die Menschen dort sind schlecht und böse…“

Jona will nicht auf Gott hören, will bis zum Ende der Welt fliehen. Doch auf dem Meer beginnt es zu stürmen. Die Wellen türmen sich auf. Die Matrosen schreien vor Angst. Jona sagt: „Gott schickt diesen Sturm, weil ich vor ihm geflohen bin. Werft mich ins Meer. Das ist eure Rettung.“

Die Matrosen werfen Jona in das tosende Meer. Der Sturm hört auf. Jona versinkt nicht. Ein großer Fisch verschlingt ihn.

Voller Angst fleht nun Jona zu Gott: „Rette mich!“

Nach drei Tagen spuckt der Fisch Jona auf das trockene Land.

Nun macht er sich auf den Weg nach Ninive. Er sagt: „So spricht der Herr. In vierzig Tagen zerstört Gott diese Stadt.“

Die Menschen erschrecken, der König tauscht seinen Mantel gegen ein Sackkleid und befiehlt dem Volk, demütig zu sein und Gott um Rettung zu flehen. Das Volk gehorcht. Den Menschen in der Stadt geschieht kein Übel.

Nun wird Jona aber böse und klagt zu Gott: „Warum tust du nichts. Sollen sie nicht bestraft werden?“

Er setzt sich müde und ermattet vor der Stadt in den Schatten einer Staude. Doch ein Wurm nagt an der Pflanze, sodass sie vertrocknet.

Jona ist wieder wütend: „Diese Staude hat mir Schatten gegeben. Nun ist sie verdorrt. Gott, bis ich sterbe, bin ich wütend auf dich!“

Doch da hört er Gottes Stimme: „Ich wir sagen, warum ich Ninive nicht zerstört habe…“

Schaut bitte in der Bibel nach, wie die Geschichte zu Ende geht.

Vielleicht helfen euch die Beiträge, die auf Grundlage der biblischen Geschichte gestrickt sind

In der Kirche treffen sich Menschen zum Gottesdienst. Sie beten zum Beispiel gemeinsam das Gebet, das alle Christen auf der Welt verbindet:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit, in Ewigkeit.

Amen.

Matthäus 6,9-13

REFLECTIONS-35.5-x-35.5cm-1422-x-1422-Acrylic-on-canvas-scaled / Holger Baehr

Worte zum Tag

„Dem Dichter und Weisen sind alle Dinge befreundet und geweiht, alle Erlebnisse nützlich, alle Tage heilig, alle Menschen göttlich.“
Ralph Waldo Emerson

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Dorfkirche in Altlandsberg-Wegendorf (MOL). Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal wieder von dem Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt dieses Mal wieder von der Religionspädagogin Katja Valentin, es gibt eine Buchempfehlung von Harald Geywitz, Präses der Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, einen Filmtipp über Klassikradio, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin. Die Andacht von Diakon Martin Howen ist besonders erwähnenswert. Es gibt Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Luftbild „Geschichtspark Altes Zellengefängnis Moabit“ (ggü. dem Berliner Hauptbahnhof)
(© euroluftbild.de/Robert Grahn)

Berlin (fb) Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin schlägt den „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit“ an der Invalidenstr.  (ggü. dem Berliner Hauptbahnhof) als Ort des Erinnerns für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs vor. Die Deutsch-Polnischen Nachrichten unterstützen das Projekt.

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Taufe Jesu, Ausschnitt aus dem Flügelaltar in der Pfarrkirche von Usterling, um 1500. Arbeit aus dem Umfeld von Hans Leinberger. Der Künstler verlegt die Szene an das reale Naturdenkmal Wachsender Felsen in Usterling.

Am Jordan, dem Fluss in Palästina, lebte Johannes der Täufer.

Immer wieder kamen Menschen zu ihm und versammelten sich am Fluss.

Wie die Propheten sagte er den Menschen, dass sie das in ihrem Leben ändern sollten, was nicht in Ordnung war.

Als Zeichen dafür, dass die Menschen wieder zu Gott gehören wollten, ließen sie sich von Johannes taufen. Dazu stiegen sie in den Jordan und ließen sich von Johannes untertauchen. „So möchte es Gott“, sagte Johannes. „Ihr gehört nun zu ihm. Gott ist euch ganz nahe.“

Jesus war inzwischen schon erwachsen. Auch er kam zu Johannes an den Jordan und wollte sich taufen lassen. Er sagte: „Johannes, taufe mich!“ Johannes aber wusste, dass Gott mit ihm Großes vorhat. Und er sagte: „Jesus, dich kann ich nicht taufen, du bist größer als ich. Gott ist bei dir. Du bist Gott nahe. Ich bin nur der, der den Weg bereit macht für Gott, du aber bist dieser Weg zu Gott. Wie kann ich dich also taufen?“

Jesus sagte: „Johannes, es ist dein Auftrag, die Menschen zu taufen. Taufe auch mich. Ich bin ein Mensch so wie diese hier. So nahe möchte Gott den Menschen sein.“ Johannes und Jesus stiegen in den Jordan.

Johannes tauchte Jesus unter. So wie er es sonst auch tat. Das Wasser, in das Jesus untergetaucht war, erinnert an das Wasser der Schöpfung, das Leben schenkt und erhält, an das Wasser, durch das die Menschen in die Freiheit gelangten … wie damals beim Auszug aus Ägypten und jetzt an das Wasser, mit dem Jesus getauft wurde.

Dann stieg Jesus aus dem Wasser an das Ufer. Da – auf einmal – brach die Sonne durch die Wolken und es wurde hell. Alle, die dabei waren, sahen es. – Es war, wie wenn Gott ganz nahe wäre.

In dem Licht vom Himmel war Gottes Geist, wie eine Taube, die zu Jesus hinabflog.

Die umstehenden Menschen wunderten sich sehr. Was war das? Was hat das zu bedeuten? fragten sie sich.

Manche hörten eine Stimme, die sprach: „Jesus, du bist mein Sohn, ich habe dich lieb! Geh zu den Menschen und zeige ihnen meine Liebe.“

Nachdem Jesus getauft war, zog er zuerst in die Wüste, 40 Tage und Nächte. Er wollte mehr darüber erfahren, wer er war und was seine Aufgabe sein würde. Dann machte er sich auf, zurück zu den Menschen. Freundinnen und Freunde, Jüngerinnen und Jünger schlossen sich Jesus an und zogen mit ihm durch das Land.

Überall erzählte Jesus dann von Gottes Liebe und ließ die Menschen diese spüren.

So begann etwas Neues!

Erzählt in Anlehnung an: Jasch, Susanne/ Schnürle, Kristina (2013): Die Kinder-Mitmach-Bibel. Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft.

Der biblische Kampf David gegen Goliath. Jüdische Darstellung aus dem Frankreich des 13. Jahrhunderts.

Die Philister waren mächtige Feinde der Israeliten. Ein Soldat des Heeres war so groß wie ein Riese. Sein Name: Goliat

„Wenn einer gegen mich kämpfen will, dann soll er kommen“, verhöhnte er die Israeliten.

Alle zitterten, keiner hatte Mut.

„Ich werde mit Goliat kämpfen. Gott beschützt mich“, sagt der junge David.

Er ruft Goliat zu: „Ich kämpfe mit dir.“

Goliat lacht über den kleinen David.

David: „Du kommst mit Schild und Helm, Speer und Rüstung. Ich aber komme im Namen des Herrn.“

David nimmt einen Stein, legt ihn in seine Schleuder, schleudert ihn dem Riesen an den Kopf. Goliat fällt zu Boden. Die Philister fliehen vor Angst. Die Israeliten jubeln: Der Kleine hat den Großen gefällt.

Quelle: Frank Bürger

Was ist die Taufe?

Mit der Taufe nehmen die Christen ein neues Mitglied in ihrer Gemeinschaft auf. Die Taufe ist für alle Christen ein ganz besonderes Ereignis.

Was sind wichtige Taufsymbole?

  1. Kreuzzeichen: Zu Beginn der Taufe bezeichnen der Pfarrer, die Eltern und die Taufpaten die Stirn des Täuflings. Das Kreuzzeichen steht für die Dreifaltigkeit Gottes: Er ist Vater, Sohn und Heiliger Geist zugleich. Das Kreuzzeichen wird dem Kind mit auf den Weg gegeben mit den Worten:„Ich taufe dich im Namen
    des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“
  2. Die Taufkerze: Die Taufkerze soll an den Satz von Jesu erinnern: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in Finsternis untergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Dieses Licht Jesu wird an den Täufling weitergegeben. An besonderen Tagen, wie beispielsweise Geburtstag oder Ostern kann sie wieder entzündet werden.

SHANNON-REEDS-40.5-x-30.5cm-1622-x-1222-Acrylic-on-canvas-scaled / Holger Baehr

Worte zum Tag (Taizé)

Jesus sagte: Das Reich Gottes ist wie der Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das ganze durchsäuert war.

Lk 13,18-21

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Viktor Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Kreuzkirche in Königs Wusterhausen (LDS). Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal wieder von dem Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt dieses Mal wieder über Ralf Schwieger, Pfarrer in der Uckermark, es gibt eine Buchempfehlung von Harald Geywitz, Präses der Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, einen Filmtipp über Klassikradio, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin. Es gibt Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Wort zum Tag (Taizé):

Christus ist auferstanden – Er ist wahrhaftig auferstanden!

Christos aneste – ho alithos aneste!

Christos woskres – woistinu woskres!

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läuten die Glocken der katholischen Pfarrkirche St. Martin in Berlin-Kaulsdorf. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal von Aleksandra Mikulska, Präsidentin der Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V.eine Empfehlung besonderer Art mit aktuellem Bezug kommt von der Redaktion, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp über Klassikradio, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin und von der Evangelischen Weihnachtskirchengemeinde in Berlin. Es gibt Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Auferstehung (Dieric Bouts, um 1455)

Es ist gut zu wissen:

Mit dem Ostersonntag beginnt die österliche Freudenzeit (Osterzeit), die fünfzig Tage bis einschließlich Pfingsten dauert. 

Die Emmausjünger

Die Emmaus-Geschichte nach Lukas 24

Es war Abend geworden,

zwei Männer wanderten von Jerusalem

zu dem kleinen Dorf Emmaus.

Sie waren Freunde Jesu gewesen.

Traurig, gebeugt und niedergeschlagen gingen sie

nebeneinander her und unterhielten sich miteinander.

„Nun ist alles vorbei“,

klagte der eine.

Jesus ist tot.

Aber wir hatten gehofft,

dass er unser König wird!“

„Ja!“ fiel der andere ein,

warum musste Jesus nur sterben?

Wir werden es nie begreifen.“

Als sie so redeten,

holte ein Fremder sie ein.

Erst bemerkten sie ihn gar nicht,

so waren sie in ihr Gespräch vertieft.

Doch der Fremde sprach sie an und

ging mit ihnen ein Stück ihres Weges:

„Von wem redet ihr?

Warum seid ihr so traurig?“

Die beiden blieben stehen

 und sahen den Fremden erstaunt an.

„Wie?“ fragten sie ihn.

„Du weißt nicht, was in Jerusalem geschehen ist?“

„Was denn?“, fragte der Fremde.

Da fingen sie an, miteinander zu reden und

Ihr Herz auszuschütten. Es brach ihr ganzer Schmerz

aus ihnen heraus:

„Kennst du Jesus von Nazareth?“

Er wurde verurteilt, ans Kreuz genagelt und starb

wie ein Verbrecher obwohl er nur Gutes getan hat.

Wir hatten gehofft, er sei der Retter und würde

unserem Volk Israel  helfen, retten und befreien wird.

Doch nun ist er schon drei Tage tot

und damit alles, was wir gehofft und geglaubt haben.

Aber stell dir vor:

Heute Morgen kamen Frauen aus unserer Mitte,

die haben uns erschreckt als sie sagten: „Jesus lebt!

„Wir waren am Grab und haben es leer vorgefunden.“

„Ach ihr!“, rief der Fremde.

„Warum wollt ihr nicht glauben, was doch schon die Propheten

Vorausgesagt haben?

Musste es nicht so geschehen? Wenn Jesus der Retter ist,

musste er dann nicht leiden und sterben und auferstehen?“

Und er erklärte ihnen alles, was in den Heiligen Schriften

Über den Retter stand.

Die beiden hörten aufmerksam zu,

wie lebendig der Fremde die Schriften auslegte!

Ganz anders als die Gelehrten!

So etwas hatten sie noch nie gehört.

Wer konnte dieser Fremde nur sein?

Es war schon spät,

als sie endlich in Emmaus ankamen.

Die Sonne ging bereits unter.

Da nahm der Fremde Abschied und wollte weiterziehen.

Aber die beiden drängten ihn und luden ihn ein:

„Zieh bitte nicht weiter!

Bleibe bei uns, denn es will Abend werden.“

Da ging der Fremde mit in die Herberge

und setzte sich mit ihnen zu Tisch.

Und er nahm das Brot,

dankte Gott und brach es

Und gab es den beiden.

Da  schauten sie ihn erstaunt an und

 es  gingen beiden die Augen auf.

Mit einem Mal begriffen sie, wer da bei ihnen saß,

Jesus war es, ihr Retter und Herr!

Leibhaftig saß er vor ihnen.

Er lebte!!!

„Jesus“, wollten sie rufen,

„Bist du es wirklich?“

Aber da war Jesus nicht mehr zu sehen.

Die Freunde sahen sich betroffen an.

„Wie ist das nur möglich“, fragten sie sich:

Den ganzen Weg ging Jesus mit uns, aber wir haben ihn nicht erkannt.

Und doch!

Wie  ging uns das Herz auf,

als er mit uns sprach und uns

die Heilige Schrift auslegte.

Da hielt es sie nicht mehr in ihrem Haus.

Schnell packten sie das Essen ein

und liefen noch am selben Abend

nach Jerusalem zurück,

und breiteten die freudige Nachricht aus…

Autor: Angela Schweitzer, Potsdam