Religionsunterricht (Klasse 5-6): Wer ist Jesus überhaupt?

Taufe Jesu, Ausschnitt aus dem Flügelaltar in der Pfarrkirche von Usterling, um 1500. Arbeit aus dem Umfeld von Hans Leinberger. Der Künstler verlegt die Szene an das reale Naturdenkmal Wachsender Felsen in Usterling.

Am Jordan, dem Fluss in Palästina, lebte Johannes der Täufer.

Immer wieder kamen Menschen zu ihm und versammelten sich am Fluss.

Wie die Propheten sagte er den Menschen, dass sie das in ihrem Leben ändern sollten, was nicht

in Ordnung war.

Als Zeichen dafür, dass die Menschen wieder zu Gott gehören wollten, ließen sie sich von

Johannes taufen. Dazu stiegen sie in den Jordan und ließen sich von Johannes untertauchen.

„So möchte es Gott“, sagte Johannes. „Ihr gehört nun zu ihm. Gott ist euch ganz nahe.“

Jesus war inzwischen schon erwachsen. Auch er kam zu Johannes an den Jordan und wollte sich

taufen lassen. Er sagte: „Johannes, taufe mich!“

Johannes aber wusste, dass Gott mit ihm Großes vorhat. Und er sagte: „Jesus, dich kann ich

nicht taufen, du bist größer als ich. Gott ist bei dir. Du bist Gott nahe. Ich bin nur der, der

den Weg bereit macht für Gott, du aber bist dieser Weg zu Gott. Wie kann ich dich also

taufen?“

Jesus sagte: „Johannes, es ist dein Auftrag, die Menschen zu taufen. Taufe auch mich.

Ich bin ein Mensch so wie diese hier. So nahe möchte Gott den Menschen sein.“

Johannes und Jesus stiegen in den Jordan.

Johannes tauchte Jesus unter. So wie er es sonst auch tat.

Das Wasser, in das Jesus untergetaucht war, erinnert an das Wasser der Schöpfung, das Leben

schenkt und erhält, an das Wasser, durch das die Menschen in die Freiheit gelangten … wie damals beim Auszug aus Ägypten und jetzt an das Wasser, mit dem Jesus getauft wurde.

Dann stieg Jesus aus dem Wasser an das Ufer.

Da – auf einmal – brach die Sonne durch die Wolken und es wurde hell.

Alle, die dabei waren, sahen es. – Es war, wie wenn Gott ganz nahe wäre.

In dem Licht vom Himmel war Gottes Geist, wie eine Taube, die zu Jesus hinabflog.

Die umstehenden Menschen wunderten sich sehr. Was war das? Was hat das zu bedeuten?

fragten sie sich.

Manche hörten eine Stimme, die sprach: „Jesus, du bist mein Sohn, ich habe dich lieb! Geh zu

den Menschen und zeige ihnen meine Liebe.“

Nachdem Jesus getauft war, zog er zuerst in die Wüste, 40 Tage und Nächte.

Er wollte mehr darüber erfahren, wer er war und was seine Aufgabe sein würde.

Dann machte er sich auf, zurück zu den Menschen.

Freundinnen und Freunde, Jüngerinnen und Jünger schlossen sich Jesus an und zogen mit ihm

durch das Land.

Überall erzählte Jesus dann von Gottes Liebe und ließ die Menschen diese spüren.

So begann etwas Neues!

Erzählt in Anlehnung an: Jasch, Susanne/ Schnürle, Kristina (2013): Die Kinder-Mitmach-Bibel. Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft.

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