Riga, Warschau, Auschwitz, Theresienstadt: Vom „Gleis 17“ am Bahnhof Grunewald wurden von Herbst 1941 bis Frühjahr 1942 zirka 10.000 deutsche Juden in Arbeits- und Konzentrationslager deportiert und größtenteils ermordet, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatskanzlei Brandenburg. Ministerpräsident Dietmar Woidke betonte am 19.10.2023 in seiner Rede anlässlich des 82. Gedenktages am Berliner Mahnmal: „Hier am Gleis 17, diesem bedeutenden Erinnerungsort, dringt das barbarische Ausmaß an Terror, Gewalt, Unterdrückung und Massenmord in unser Bewusstsein. Hier an diesem Bahnhof wird uns vor Augen geführt, wohin Ausgrenzung, Entrechtung und Rassenwahn führten – und zwar in den systematischen Völkermord an über sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Das dürfen wir nie wieder zulassen. “

Vor diesem Hintergrund verurteilte #Woidke die jüngsten, massiven Angriffe der Terrororganisation Hamas auf #Israel. Woidke: „Der Hass auf Israel, der Hass auf Menschen jüdischen Glaubens, besteht weiter. Allen Bemühungen für ein friedliches #Zusammenleben in der Region wurde durch den Angriff der Hamas extremer Schaden zugefügt. Wir in Deutschland stehen solidarisch an der Seite Israels und der Jüdinnen und #Juden in Israel. Das ist die eine Seite der deutschen Verantwortung, die sich aus dem #Holocaust ergibt. Der andere Teil der deutschen Verantwortung ist, dass wir uns klar dazu bekennen, dass jüdisches Leben zu uns in #Deutschland gehört. Es ist ein wichtiger Teil von uns, der untrennbar mit unserer Freiheit und unserem Leben in Deutschland verbunden ist.“

Woidke weiter: „Die aktive #Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit liegt in unserer Verantwortung. Deshalb sind #Gedenkorte wie dieser so wichtig. Sie geben uns nicht nur die Möglichkeit, zu erinnern. Sie geben Anlass zur #Selbstreflexion, zu grundsätzlichen und moralischen Fragen. Mit Blick auf dieses dunkelste Kapitel deutscher #Geschichte erschüttert mich die Zunahme von Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung, Rechtsextremismus und Antisemitismus umso mehr.

Hintergrund
Insgesamt wurden über 50.000 Jüdinnen und Juden von den Berliner Bahnhöfen aus deportiert. Die Geschichte der Deportationen der jüdischen Berliner Bevölkerung ist eng verknüpft mit der brandenburgischen. Ein großer Teil der Jüdinnen und Juden, die 1933 noch in der brandenburgischen Provinz gelebt hatten, hielten sich Ende 1941 bereits in Berlin auf. Zudem wurden viele Brandenburger Jüdinnen und Juden zunächst nach Berlin verschleppt und dann von dort deportiert.

Die Ständige Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum erinnert seit 2011 jedes Jahr zusammen mit der Israelitischen Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, dem Berliner Senat und der Deutsche Bahn Stiftung an den Beginn der Deportationen von Berliner Juden. Die Initiative dazu ging von der Schriftstellerin und HolocaustÜberlebenden Inge Deutschkron aus. Das Denkmal Gleis 17 wurde von der Deutschen Bahn 1998 als Mahnmal zur Erinnerung an die Rolle der Reichsbahn im Nationalsozialismus errichtet.

Hinweis: Ein Video von der Veranstaltung wird im Nachhinein auf dem YouTube-Kanal der „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas zu finden sein:

https://www.youtube.com/channel/UCgSMRrhWbFzRHYT9JPYIwlw

Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte heute in Potsdam anlässlich der offiziellen Bekanntgabe der amtlichen Parlamentswahlergebnisse in Polen, wie die Staatskanzlei Brandenburg mitteilte:

„Ich wünsche der künftigen Regierung eine glückliche Hand im Interesse Polens und Europas.

Mein Glückwunsch gilt allen Polinnen und Polen, die so zahlreich von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht haben. Das ist ein klares Bekenntnis zur Demokratie.

Ich freue mich auf eine gute gemeinsame Arbeit, insbesondere in der grenzüberschreitenden, nachbarschaftlichen Zusammenarbeit dies- und jenseits von Oder und Neiße.

Dabei gilt es, Themen wie den Ausbau von Verkehrsverbindungen, den Schutz der Oder sowie die Einschränkung illegaler Migration gemeinsam anzupacken.

Die Bundesregierung sollte sich mit der künftigen polnischen Regierung möglichst bald zu Regierungskonsultationen treffen.

Die Regierungschefs der Grenzregionen sollten dazu geladen werden.

Frankfurt (Oder) – Słubice als Veranstaltungsort wäre ein Symbol für den Neustart.“

Der Polen-Beauftragte der Bundesregierung, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, hat die von der polnischen Regierung verfügte Lockerung der Quarantänepflicht für medizinisches Personal begrüßt. Woidke erklärte dazu am Sonntag laut einer Pressemitteilung der Staatskanzlei in Potsdam: «Das ist eine wichtige Erleichterung für alle Polinnen und Polen, die in Deutschland in medizinischen Berufen oder in Pflegeheimen arbeiten. Und es ist eine überaus gute Botschaft an die vielen Gesundheits- und Pflege-Einrichtungen bei uns, die auf das polnische Fachpersonal dringend angewiesen sind. Die Arbeit der polnischen Kolleginnen und Kollegen in den deutschen Gesundheitseinrichtungen wird hochgeschätzt. Viele polnische Ärzte und Pfleger waren aufgrund der Quarantänepflicht in Brandenburg geblieben. Gerne hat das Land das finanziell unterstützt. Sie hatten ihre Familien oftmals seit Wochen nicht gesehen – für diesen persönlichen Einsatz bedanke ich mich ausdrücklich! Es ist gut, dass nun an der Grenze ein weiteres Stück Normalität zurückkehrt.

Die Brandenburger Landesregierung hat sich seit langem für eine solche Lösung eingesetzt. Ich danke der Regierung in Warschau für ihre Entscheidung. Sie ist ein Zeichen für gutes deutsch-polnisches Miteinander auch in schwieriger Zeit. Wir bleiben weiterhin in engem Kontakt mit der polnischen Regierung. Sobald die Infektionslage auf beiden Seiten der Grenze es zulässt, sollte die Grenze bald auch wieder für alle Bürgerinnen und Bürger passierbar sein.“

Mit der neuen Regelung müssen Menschen, die in medizinischen Berufen und in Pflegeheimen arbeiten, nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne, wenn sie aus dem Ausland nach Polen einreisen. Damit gibt es ab sofort keine obligatorische Quarantäne mehr nach dem Überschreiten der Grenze der Republik Polen für berufliche, geschäftliche oder Erwerbszwecke in Polen oder in einem anderen Land der EU.

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Foto: (c) brandenburg.de

Mag. Stephan Schiller

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Das Kreuz in Götschendorf Foto: Frank Bürger

Berlin (fb) Im Hinblick auf  die Planung eines ersten deutschen Weihnachtsmarktes in der russischen Föderation machen sich die Deutsch-Polnische-Nachrichten gemeinsam mit Christoph Schneider auf den Weg in die Uckermark.

Vor einigen Tagen gab es dort ein finanziell bedeutendes Treffen von Ministerpräsident Dietmar Woidke in Begleitung von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder  mit Rosneft-Geschäftsführer Igor Setschin. Es folgte ein Gegenbesuch des Ministerpräsidenten in Moskau.

Wir berichteten

Das Kloster Götschendorf, das angesteuert werden soll, ist ein kirchliches Bindeglied zwischen Russland, der Ukraine und Weißrussland mit Brandenburg.

Morgen treffen sich auch die Spitzen der Evangelischen Kirche in Brandenburg und der Regierung.  Bei dem mittlerweile zehnten Treffen geht es unter anderem um das Thema „Brandenburger Perspektiven – Eine lebenswerte Heimat für alle“, den Erhalt von Dorfkirchen, die frühkindliche Bildung, das Thema Zuwanderung und Integration sowie die Erinnerungskultur. Die Beratung wird geleitet von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Bischof Dr. Markus Dröge.

Beitrag: Frank Bürger

 

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Gespräche zum 400-Millionen-Deal in Moskau Foto: Staatskanzlei Brandenburg

Berlin (fb) Wenige Tage nach dem Besuch des Rosneft-Geschäftsführers Igor Setschin in Schwedt und dem Festzurren eines 400-Millionen-Euro-Deals mit der dortigen Raffinerie, machte sich der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke auf den Weg nach Moskau, um gemeinsam mit dem Freund Wladimir Putins das weitere Vorgehen zu besprechen.

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Dietmar Woidke, Gerhard Schröder, Igor Setschin (v.l.n.r.) Foto: Staatskanzlei Brandenburg

Schwedt (fb)  St. Petersburg im 18. Jahrhundert. Kaiserin Katharina die Große hält die Zügel fest in der Hand. Der Fokus des Ufa-Jubiläumsfilms „Münchhausen“, der in den letzten Kriegsmonaten in den noch vorhandenen deutschen Kinos lief, liegt natürlich auf einer „deutschen Regentin“ in dem Reich und der Stadt, mit der Adolf Hitler Krieg führte. Der Sieg Stalins ist nicht mehr abzuwenden, der grandiose Farbfilm, in dem der legendäre Hans Albers auf der Kanonenkugel reitend als Lügenbaron der Welt zuwinkt, ist ein kleines Zeichen der Hoffnung, aber vielleicht auch ein großes Erbe …

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Britta Ernst. Foto: Axel Schön

Potsdam (fb) Die Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Britta Ernst, hat heute auf einer Pressekonferenz in Potsdam die Bilanz ihrer ersten 100 Tage im Amt gezogen und Schwerpunkte ihrer Arbeit vorgestellt. Zu den wichtigsten Vorhaben zählen das Lernen mit digitalen Medien

Nachwuchsreporter lernen die Medienwelt deutlich besser kennen, das ganze ist möglich, durch eine Workshopreihe, die alle Medienbereiche behandelt, so gehören Hörfunk, TV, Print sowie Onlineportale zum Alltag von zwölf Nachwuchsreportern, die aus Berlin und Brandenburg kommen und sich weiter entwickeln wollen.  Jeden zweiten und vierten Sonnabend im Monat finden beim Jugendmedienprojekt Uckermark Workshops unter dem Titel “Nachwuchsreporter gesucht!” statt. „Wir wollen damit junge Menschen für die modernen und alltäglichen Medien begeistern. Mittlerweile kommen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur aus der Kreisstadt Prenzlau, sondern reisen auch aus Gerswalde und Berlin mit ihren Eltern an“, so Tobias Olm, Projektleiter des Jugendmedienprojektes Uckermark.

Im Projektgespräch vor einer Woche wurde geplant die Kooperation mit den Schulen auszuweiten, deshalb begrüßen wir den Vorstoß von Britta Ernst.

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Boxhandschuhe verbinden. Der Boxer Ibraimo Alberto (rechts) mit Frank Bürger

 

Potsdam (fb) Ibraimo Alberto kennt den berühmten DDR-Boxer und Trainer Manfred Wolke, der gerade seinen 75 Geburtstag feierte. „Es gab in Frankfurt (Oder) immer so tolle Gespräche, erzählt Ibraimo Alberto, der als Boxer und Ausländerbeauftragter in Schwedt grenzüberschreitend aktiv war und ist. In seinem Buch „Ich wollte leben wie die Götter“, das selbst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aus seinen Händen entgegennahm, schilderte er sein Boxerleben.

Nun geht der Blick zu dem in Potsdam-Babelsberg geborenen Manfred Wolke und nach Spandau.

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Die Seepyramide im Park Branitz © Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz. Foto: Karola Weber

Potsdam (fb) Hermann Pückler-Muskau war ein Gelehrter, Schriftsteller, Reisender … und ein großer Gärtner.  „Er hat aus der Wüste eine Oase gemacht“, beschreibt Gert Streidt, Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz bei der Vorstellung der neuen Landesstiftung in der Potsdamer Staatskanzlei das Wirken dieses Lebemannes, der kulturell so wichtige Akzente setzte.

„Als herausragende Zeugnisse des Schaffens von Fürst Pückler sind Park und Schloss Branitz kulturhistorisch wie landschaftsarchitektonisch von enormer Bedeutung. Mit der Errichtung der Stiftung wird die Entwicklung dieses kulturellen Juwels auf eine neue, stärkere und dauerhafte Grundlage gestellt und das Ensemble gewinnt weitere Attraktivität als kulturtouristisches Ziel. Zudem eröffnen sich zusätzliche Perspektiven für die Zusammenarbeit mit Sachsen und Polen bei den Pücklerschen Schloss- und Gartenanlagen. Dabei wollen wir langfristig erreichen, dass Branitz in die Weltkulturerbeliste aufgenommen wird. Ich danke der Stadt Cottbus für ihre bisherigen umfassenden Anstrengungen für Schloss und Park Branitz und dafür, dass sie ihr Engagement in der neuen Stiftung fortsetzt“, so Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch.

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