ABSTRACT-RED-15-x-15cm-622-x-622-Acrylic-on-canvas / Holger Baehr

Worte zum Tag

Altissimu onnipotente bon signore,
tue so le laude la gloria e l’honore et onne benedictione.
Ad te solo, altissimo, se konfano,
et nullu homo ene dignu te mentovare.

(aus dem Sonnengesang von Franz von Assisi)

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Viktor Weber. Alle zwei Wochen wird er nun einen Beitrag liefern. Es läuten die Glocken der evangelischen Gustav-Adolf-Kirche in Berlin-Charlottenburg. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal von der Kantorei des Evangelischen Johannesstifts , eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von der Pädagogin Katja Valentin, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus der Weihnachtskirchengemeinde sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit / Wikipedia / Assmann

Berlin. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin macht zum Thema „Polendenkmal“ einen Vorstoß. Auch der renommierte Politiker Markus Meckel, eigentlich ein Gegner eines nach Nationen getrennten Gedenkens bezüglich der Opfer des Zweiten Weltkrieges könnte mit dem Standort leben:  das Gelände „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit“ als Ort des Erinnerns für die polnischen Opfer des 2. Weltkriegs.

Von Frank Bürger

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin schlägt das Gelände „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit“ als Ort des Erinnerns für die polnischen Opfer des 2. Weltkriegs vor.

Der Politiker Markus Meckel ist gedanklich mit dabei, wenn es um deutsch-polnische Themen geht. „Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Beziehungen zwischen Deutschland und Polen“, sagt er bei einem Telefonat.

Der langjährige Bundestagsabgeordnete meinte, er fände es schwierig, der NS-Opfer „nun nach Nationen getrennt zu gedenken“. Wer damit anfängt, müsse dann auch Denkmäler für die Opfer anderer Nationen und Ethnien errichten – für Ukrainer, Belarussen, Russen und viele andere.

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Der Kampf zwischen Karneval und Fasten von Pieter Brueghel dem Älteren

Noch befinden wir uns im Trubel des Karnevals oder Faschings. Doch am Mittwoch beginnt die Fastenzeit vor Ostern.

Christen fasten freiwillig. Die einzige Regel heißt: Verzichte auf Dinge, die dir am Herzen liegen! Was das ist, entscheidet jeder selbst.

Manche verkneifen sich die Lieblingsschokolade, das Fleisch im Essen oder den Nachtisch. Andere lassen in dieser Zeit mal Computerspiele oder das Fernsehen links liegen. Probier es einmal aus: Du wirst sicher feststellen, dass du vieles von dem, was dir wichtig erscheint, gar nicht so dringend benötigst.

Auch Christen denken in der Fastenzeit besonders über ihren Glauben und über ihre Lebensweise nach. Und sie überlegen, was sie sofort oder künftig besser machen können und wie sie anderen Menschen helfen können, denen es schlechter geht als ihnen selbst.

Bei vielen Protestanten war das Fasten längere Zeit etwas in Vergessenheit geraten. Mit der Aktion „7 Wochen ohne“ erinnert die evangelische Kirche seit einigen Jahren daran. Seither besinnen sich viele Protestanten vor Ostern wieder auf die Zeit des Nachdenkens.

SUNSET-150x150cm-59×5922-Acrylic-on-deep-canvas-by-Holger-Baehr

Wort zum Tag (Taizé):

Jesus sagte: Jeder, der um meines Namens willen alles verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.

Mt 19,27-29

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läutet die Glocke der evangelischen Kirche in Berlin-Falkenhagener Feld-Klosterfelde. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von dem uckermärkischen Pfarrer Ralf Schwieger, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Darstellung des gehörnten Mose (Stiftskirche zu St. Georg, Tübingen)

Mit seinem Namen hat Gott versprochen, immer bei Mose zu sein. So macht er Mose sich auf nach Ägypten, um auf das Wort Gottes zu hören. Dort angekommen sah er, wie sich die Menschen plagten, um Ziegel herzustellen.

So wie Gott es ihm gesagt hatte, ging er zum Pharao. „Lass die Israeliten ziehen“. Aber immer wieder verstockte das Herz des Pharaos. „Nein“, „Nein“ und wieder „Nein“, obwohl Plagen sein Volk heimsuchten.

„Lass uns gehen, sonst stirbt um Mitternacht alle Erstgeburt“, sagte Mose. „Auch dein ältester Sohn wird sterben.“ Den Israeliten sollte aber nichts geschehen.

So ließ Pharao das Volk ziehen.

Jesus heilt den blinden Mann von Eustache Le Sueur (Porträt von 1625–1650)

Ein blinder Mann mit Namen Bartimäus saß an dem Weg, der in die Stadt Jericho führte.

Er bat um Geld. Da Blinde damals nicht arbeiten konnten und daher sehr arm waren, mussten sie betteln. Nur so konnten sie überleben.

Eines Tages hörte Bartimäus, wie sich eine große Menschenmenge auf ihn zu bewegte. „Jesus von Nazarteth kommt!“, rief ihm jemand zu. Bartimäus war plötzlich ganz aufgeregt. Er hatte bereits von Jesus gehört, von Wundern, von Heilungen.

Laut rief er: „Jesus! Sohn Davids, erbarme dich meiner!“

Die Menschen, die in seiner Nähe standen, ärgerten sich über Bartimäus. „Bleib doch still, du störst“, schrieen sie.

Aber Bartimäus wollte, dass Jesus ihn auf jeden Fall hörte. Er rief umso mehr: „Sohn Davids, erbarme dich meiner!“

Jesus hörte ihn wirklich. Er bat: „Bringt ihn zu mir!“

Dann fragte Jesus ihn: „Was kann ich für dich tun?“

Bartimäus sagte schnell: „Ich möchte sehen!“ Er war fest davon überzeugt, dass Jesus ihm helfen könne. Und Jesus kümmerte sich um ihn. Er sagte zu dem Blinden: „Dein Glaube hat dir geholfen!“

Ein Wunder war geschehen. Bartimäus konnte sehen. Jetzt musste er nicht mehr betteln gehen. Wie sehr hat er Gott für sein Augenlicht gedankt. Die vielen Menschen, die miterlebten, wie Jesus Bartimäus heilte, dankten und priesen Gott ebenfalls.

ARRIVAL-OF-THE-FOG-35.5-x-35.5cm-1422-x-1422-Acrylic-on-canvas-scaled / Holger Baehr

Wort zum Tag:

Schneeflocken sind die Schmetterlinge des Winters. 

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Viktor Weber. Es läutet die Glocke des evangelischen Gemeindezentrums in Berlin-Biesdorf. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von Religionslehrerin Susanne Bäsler, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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IRISH-HILL-SCENE-15-x-15cm-622-x-622-Acrylic-on-canvas / Holger Baehr

Wort zum Tag:

Wir schweigen am frühen Morgen des Tages,

weil Gott das erste Wort haben soll.

Und wir schweigen vor dem Schlafengehen,

weil Gott auch das letzte Wort gehört.

Schweigen heißt nicht stumm sein,

wie Wort nicht Gerede heißt.

Stummsein schafft nicht Einsamkeit

und Gerede schafft nicht Gemeinschaft.
Dietrich Bonhoeffer  

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Martin-Luther-Kirche in Zeuthen (LDS). Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von Pfarrer Ralf Schwieger, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin von Ingo Moy, Diakon und Sozialmanager, Geschäftsführer des Diakonischen Bildungszentrums, Dozent für Wortverkündigung sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Niels Larsen Stevns: Zachäus

Zachäus war ein reicher Mann. Er wohnte in Jericho und hatte viel Macht. Er war Zöllner, saß in seinem Büro am Stadttor und kassierte Geld von allen Menschen, die in die Stadt kamen. Oft nahm er ihnen mehr Geld ab, als er eigentlich durfte. Oft ärgerten sie sich auch über diesen Zöllner. Sie mochten ihn nicht. Sie fanden ihn gemein. Zachäus war reich, aber er hatte keine Freunde. Er war ein einsamer Mann. Zachäus war auch ein kleiner Mann. Und manchmal machten sich die Leute über ihn lustig, weil er so klein war. Das ärgerte ihn dann sehr. Eines Tages hörte er die Leute reden und rufen, die durch das Tor gingen: „Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem und er wird auch hier in Jericho vorbeikommen.“ Jesus, von dem hatte auch Zachäus schon gehört. Ein besonderer Mann sollte das sein, der Menschen heilt und von Gott erzählt. Den wollte Zachäus auch einmal sehen. Aber er war klein und die Menschen mochten ihn nicht. Sie würden sich vor ihn stellen und ihn nicht durchlassen. Da lief er ein Stück die Straße entlang und kletterte auf einen Baum, auf einen Maulbeerbaum. Er wollte diesen Jesus unbedingt sehen. Und da, da kam Jesus schon mit seinen Freunden die Straße entlang. Zachäus saß auf seinem Baum und beobachtete die ganze Szene von oben. Doch als Jesus in die Nähe des Baumes kam, blieb erstehen und schaute hinauf. „Zachäus, komm herunter, ich möchte heute in deinem Haus zu Gast sein!“, rief er. Zachäus traute seinen Ohren kaum. Endlich wollte ihn jemand besuchen und dann ausgerechnet Jesus! Er stieg eilig vom Baum herab und lief vor Jesus her bis zu seinem Haus. Er ließ köstliche Speisen auftischen und bewirtete alle, die mit Jesus kamen. Er wurde dabei so froh, dass er nichts mehr von seinem Reichtum haben wollte. Er wollte teilen, anderen Menschen helfen und niemanden mehr betrügen. Er wollte sogar denen das Geld zurückgeben und noch mehr dazu, denen er zu viel berechnet hatte. Jesus sagte:“ Alle sollen nun wissen, dass das Heil in dein Haus gekommen ist.“ Aber draußen vor der Tür standen noch immer Leute, die ärgerten sich über Jesus. Sie sagten: „Was?! Bei dem gemeinen Zöllner ist er zu Gast und zu uns kommt er nicht. Der Zöllner wird sich nie ändern. Wir haben gedacht, Jesus ist anders.“ So gefällt uns das nicht. Wir haben uns vorgestellt, dass er sich anders verhält“, sagten sie.

Und Jesus: „Zachäus, heute hast du ein neues Leben angefangen.“

(nach Lukas 19,1-10)