Religionsunterricht (Klasse 1-6): Jesus und Zachäus

Niels Larsen Stevns: Zachäus

Zachäus war ein reicher Mann. Er wohnte in Jericho und hatte viel Macht. Er war Zöllner, saß in seinem Büro am Stadttor und kassierte Geld von allen Menschen, die in die Stadt kamen. Oft nahm er ihnen mehr Geld ab, als er eigentlich durfte. Oft ärgerten sie sich auch über diesen Zöllner. Sie mochten ihn nicht. Sie fanden ihn gemein. Zachäus war reich, aber er hatte keine Freunde. Er war ein einsamer Mann. Zachäus war auch ein kleiner Mann. Und manchmal machten sich die Leute über ihn lustig, weil er so klein war. Das ärgerte ihn dann sehr. Eines Tages hörte er die Leute reden und rufen, die durch das Tor gingen: „Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem und er wird auch hier in Jericho vorbeikommen.“ Jesus, von dem hatte auch Zachäus schon gehört. Ein besonderer Mann sollte das sein, der Menschen heilt und von Gott erzählt. Den wollte Zachäus auch einmal sehen. Aber er war klein und die Menschen mochten ihn nicht. Sie würden sich vor ihn stellen und ihn nicht durchlassen. Da lief er ein Stück die Straße entlang und kletterte auf einen Baum, auf einen Maulbeerbaum. Er wollte diesen Jesus unbedingt sehen. Und da, da kam Jesus schon mit seinen Freunden die Straße entlang. Zachäus saß auf seinem Baum und beobachtete die ganze Szene von oben. Doch als Jesus in die Nähe des Baumes kam, blieb erstehen und schaute hinauf. „Zachäus, komm herunter, ich möchte heute in deinem Haus zu Gast sein!“, rief er. Zachäus traute seinen Ohren kaum. Endlich wollte ihn jemand besuchen und dann ausgerechnet Jesus! Er stieg eilig vom Baum herab und lief vor Jesus her bis zu seinem Haus. Er ließ köstliche Speisen auftischen und bewirtete alle, die mit Jesus kamen. Er wurde dabei so froh, dass er nichts mehr von seinem Reichtum haben wollte. Er wollte teilen, anderen Menschen helfen und niemanden mehr betrügen. Er wollte sogar denen das Geld zurückgeben und noch mehr dazu, denen er zu viel berechnet hatte. Jesus sagte:“ Alle sollen nun wissen, dass das Heil in dein Haus gekommen ist.“ Aber draußen vor der Tür standen noch immer Leute, die ärgerten sich über Jesus. Sie sagten: „Was?! Bei dem gemeinen Zöllner ist er zu Gast und zu uns kommt er nicht. Der Zöllner wird sich nie ändern. Wir haben gedacht, Jesus ist anders.“ So gefällt uns das nicht. Wir haben uns vorgestellt, dass er sich anders verhält“, sagten sie.

Und Jesus: „Zachäus, heute hast du ein neues Leben angefangen.“

(nach Lukas 19,1-10)

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