Berlin (fb) Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin schlägt den „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit“ an der Invalidenstr. (ggü. dem Berliner Hauptbahnhof) als Ort des Erinnerns für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs vor. Die Deutsch-Polnischen Nachrichten unterstützen das Projekt.
Taufe Jesu, Ausschnitt aus dem Flügelaltar in der Pfarrkirche von Usterling, um 1500. Arbeit aus dem Umfeld von Hans Leinberger. Der Künstler verlegt die Szene an das reale Naturdenkmal Wachsender Felsen in Usterling.
Am Jordan, dem Fluss in Palästina, lebte Johannes der Täufer.
Immer wieder kamen Menschen zu ihm und versammelten sich am Fluss.
Wie die Propheten sagte er den Menschen, dass sie das in ihrem Leben ändern sollten, was nicht in Ordnung war.
Als Zeichen dafür, dass die Menschen wieder zu Gott gehören wollten, ließen sie sich von Johannes taufen. Dazu stiegen sie in den Jordan und ließen sich von Johannes untertauchen. „So möchte es Gott“, sagte Johannes. „Ihr gehört nun zu ihm. Gott ist euch ganz nahe.“
Jesus war inzwischen schon erwachsen. Auch er kam zu Johannes an den Jordan und wollte sich taufen lassen. Er sagte: „Johannes, taufe mich!“ Johannes aber wusste, dass Gott mit ihm Großes vorhat. Und er sagte: „Jesus, dich kann ich nicht taufen, du bist größer als ich. Gott ist bei dir. Du bist Gott nahe. Ich bin nur der, der den Weg bereit macht für Gott, du aber bist dieser Weg zu Gott. Wie kann ich dich also taufen?“
Jesus sagte: „Johannes, es ist dein Auftrag, die Menschen zu taufen. Taufe auch mich. Ich bin ein Mensch so wie diese hier. So nahe möchte Gott den Menschen sein.“ Johannes und Jesus stiegen in den Jordan.
Johannes tauchte Jesus unter. So wie er es sonst auch tat. Das Wasser, in das Jesus untergetaucht war, erinnert an das Wasser der Schöpfung, das Leben schenkt und erhält, an das Wasser, durch das die Menschen in die Freiheit gelangten … wie damals beim Auszug aus Ägypten und jetzt an das Wasser, mit dem Jesus getauft wurde.
Dann stieg Jesus aus dem Wasser an das Ufer. Da – auf einmal – brach die Sonne durch die Wolken und es wurde hell. Alle, die dabei waren, sahen es. – Es war, wie wenn Gott ganz nahe wäre.
In dem Licht vom Himmel war Gottes Geist, wie eine Taube, die zu Jesus hinabflog.
Die umstehenden Menschen wunderten sich sehr. Was war das? Was hat das zu bedeuten? fragten sie sich.
Manche hörten eine Stimme, die sprach: „Jesus, du bist mein Sohn, ich habe dich lieb! Geh zu den Menschen und zeige ihnen meine Liebe.“
Nachdem Jesus getauft war, zog er zuerst in die Wüste, 40 Tage und Nächte. Er wollte mehr darüber erfahren, wer er war und was seine Aufgabe sein würde. Dann machte er sich auf, zurück zu den Menschen. Freundinnen und Freunde, Jüngerinnen und Jünger schlossen sich Jesus an und zogen mit ihm durch das Land.
Überall erzählte Jesus dann von Gottes Liebe und ließ die Menschen diese spüren.
So begann etwas Neues!
Erzählt in Anlehnung an: Jasch, Susanne/ Schnürle, Kristina (2013): Die Kinder-Mitmach-Bibel. Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft.
Der biblische Kampf David gegen Goliath. Jüdische Darstellung aus dem Frankreich des 13. Jahrhunderts.
Die Philister waren mächtige Feinde der Israeliten. Ein Soldat des Heeres war so groß wie ein Riese. Sein Name: Goliat
„Wenn einer gegen mich kämpfen will, dann soll er kommen“, verhöhnte er die Israeliten.
Alle zitterten, keiner hatte Mut.
„Ich werde mit Goliat kämpfen. Gott beschützt mich“, sagt der junge David.
Er ruft Goliat zu: „Ich kämpfe mit dir.“
Goliat lacht über den kleinen David.
David: „Du kommst mit Schild und Helm, Speer und Rüstung. Ich aber komme im Namen des Herrn.“
David nimmt einen Stein, legt ihn in seine Schleuder, schleudert ihn dem Riesen an den Kopf. Goliat fällt zu Boden. Die Philister fliehen vor Angst. Die Israeliten jubeln: Der Kleine hat den Großen gefällt.
Mit der Taufe nehmen die Christen ein neues Mitglied in ihrer Gemeinschaft auf. Die Taufe ist für alle Christen ein ganz besonderes Ereignis.
Was sind wichtige Taufsymbole?
Kreuzzeichen: Zu Beginn der Taufe bezeichnen der Pfarrer, die Eltern und die Taufpaten die Stirn des Täuflings. Das Kreuzzeichen steht für die Dreifaltigkeit Gottes: Er ist Vater, Sohn und Heiliger Geist zugleich. Das Kreuzzeichen wird dem Kind mit auf den Weg gegeben mit den Worten:„Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“
Die Taufkerze: Die Taufkerze soll an den Satz von Jesu erinnern: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in Finsternis untergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Dieses Licht Jesu wird an den Täufling weitergegeben. An besonderen Tagen, wie beispielsweise Geburtstag oder Ostern kann sie wieder entzündet werden.
Jesus sagte: Das Reich Gottes ist wie der Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das ganze durchsäuert war.
Lk 13,18-21
Berlin. Gedanken kommen wieder von Pfarrer Viktor Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Kreuzkirche in Königs Wusterhausen (LDS).Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal wieder von dem Organisten Michael Reichert,eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt dieses Mal wieder über Ralf Schwieger, Pfarrer in der Uckermark, es gibt eine Buchempfehlung von Harald Geywitz, Präses der Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, einen Filmtipp über Klassikradio, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin. Es gibt Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.
Christus ist auferstanden – Er ist wahrhaftig auferstanden!
Christos aneste – ho alithos aneste!
Christos woskres – woistinu woskres!
Berlin. Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läuten die Glocken der katholischen Pfarrkirche St. Martin in Berlin-Kaulsdorf.Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal von Aleksandra Mikulska, Präsidentin der Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V., eine Empfehlung besonderer Art mit aktuellem Bezug kommt von der Redaktion, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp über Klassikradio, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin und von der Evangelischen Weihnachtskirchengemeinde in Berlin. Es gibt Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.
Paulus schreibt: Weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder der Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist.
Röm 8,31-39
Berlin. Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läuten die ehemaligen Glocken der katholischen Pfarrkirche St. Elisabeth in Königs Wusterhausen (LDS).Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal von Aleksandra Mikulska, Präsidentin der Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V., eine Empfehlung besonderer Art mit aktuellem Bezug kommt von Pfarrer Ralf Schwieger, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp über Klassikradio, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin und von der Evangelischen Weihnachtskirchengemeinde in Berlin. Es gibt Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.
Das verwendete Cembalo wurde 1995 nach dem zweimanualigen Instrument von Claude Labreche (Carpentras,1690) von Joop Klinkhamer (Amsterdam) gebaut. Das Original befindet sich im „Landesmuseum für Kunst und Gewerbe“ in Stuttgart.
Stimmton ist der französische Kammerton, der 392 Hz beträgt und somit einen ganzen Ton unter dem heute gebräuchlichen Kammerton (440 Hz) liegt. Das Instrument ist in Vallotti temperiert.
Gabriele Näther studierte in Dresden und in Berlin. Sie sang über viele Jahre in Potsdam am Hans-Otto-Theater; dort vorrangig im Schlosstheater Sanssouci im Neuen Palais.
1987 bekam sie den Titel Kammersängerin verliehen.
Nach 1995 war sie im In- und Ausland hauptsächlich im Konzertbereich tätig (Kammermusik, Oratorium, Lied und Zeitgenössische Musik) mit Schwerpunkt Lateinamerika, Spanien und Norwegen.
Ein großes Repertoire an Alter Musik erarbeitete sie sich mit Jürgen Trinkewitz.
Ihre CD-Produktionen betreffen vor allem die Alte Musik sowie die Moderne.
Jürgen Trinkewitz Jürgen Trinkewitz wurde in Regensburg geboren. Er absolvierte ein Musiklehrerstudium mit den Instrumenten Orgel (Wolfgang Meyer) und Cembalo (Gerhard Kastner ) sowie ein Hauptfachstudium „Historische Tasteninstrumente“ an der Universität der Künste (damals HdK), Berlin bei Mitzi Meyerson und betrieb weitere Studien im Fach Cembalo bei Jacques Ogg in Amsterdam. Viele Jahre erhielt er Unterricht im Orchesterdirigieren bei Alexander Gelovani. 2004 promovierte Jürgen Trinkewitz im Fach Musikwissenschaft an der Universität Greifswald bei Prof. Matthias Schneider zum Dr. phil., wo er auch von 2006–2008 einen Lehrauftrag hatte. Von 2011 bis 2013 unterrichtete er als Lehrbeauftragter an der UdK Berlin. Jürgen Trinkewitz arbeitet als Kirchenmusiker der Ev. Weihnachtskirchengemeinde Berlin-Haselhorst und ist seit 1988 als Lehrer für Klavier, Orgel und Historische Tasteninstrumente an der Musikschule Fanny Hensel Berlin-Mitte tätig. Er konzertiert als Cembalist und Organist und spielte mit Gabriele Näther diverse CD-Produktionen bei querstand, Altenburg ein. Seine Tätigkeit als Musikwissenschaftler, Autor und Herausgeber ergänzt sein Betätigungsfeld. 2009 erschien sein Lehrwerk „Historisches Cembalospiel“ im Carus-Verlag, das sich einerseits mit den spielpraktischen Grundlagen des Instrumentes beschäftigt (Anschlag, Ornamentik, Applikaturen etc.) und andererseits umfangreich die aufführungspraktischen Grundlagen der Tastenmusik des 17. bis zum frühen 19. Jahrhunderts reflektiert.
Seine Tätigkeit als Musikwissenschaftler, Autor und Herausgeber ergänzt sein Betätigungsfeld.
Text
ALEPH
Ich bin der Mann, der Leid erfuhr durch die Rute seines Zornes.
Mich leitete und trieb er in lichtloses Dunkel. Gerade gegen mich kehrte er immer
wieder Tag für Tag seine Hand.
BETH
Hinschwinden ließ er mir Fleisch und Haut, zerbrach meine Glieder.
Er belud und umgab mich mit Gift und Mühsal.
Im Finstern ließ er mich wohnen wie die ewig Toten.
GHIMEL
Er ummauerte mich unentrinnbar, legte mich in schwere Fesseln. Auch wenn ich flehte und rief, er verschloß meiner Bitte den Weg. Er hat mir die Wege mit Quadern vermauert, die Pfade gekrümmt.
Jerusalem, Jerusalem,
bekehre dich zu Deinem Herrn.
Zum Werk
Seit dem Konzil von Trient (1548–1563) hatte sich eine feste Liturgie der Karwoche von Gründonnerstag bis Karsamstag mit täglich jeweils drei Ausschnitten aus den alttestamentarischen Klageliedern über die Zerstörung des Tempels von Jerusalem und die darauf folgende Sklaverei des jüdischen Volkes herausgebildet.
Im Judentum sind die Klagelieder Jeremias Teil der Liturgie eines Gedenktages im 5. Monat des jüdischen Kalenders für diese sowie alle folgenden Katastrophen, die durch Vertreibung und Verfolgung entstanden sind.
Die Bezeichnung LeVon(s) de ténèbres („Finsternis“) resultiert aus dem liturgischen Brauch, nach jeder „Lesung“ eine Kerze zu löschen, wodurch am Schluss eine völlige Dunkelheit herrschte. Die Kerzen symbolisierten unter anderem die Jünger Jesu, die ihn einer nach dem anderen verließen.–
Von den ursprünglich neun Leçons sind lediglich die jeweils dritten Leçon vertont und erhalten.
Ursprünglich wurden die Leçons in den Matutin-Gottes-diensten um drei Uhr morgens jeweils am Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag zelebriert. Wegen dieser frühen Tageszeit war es bequemer, diese Gottesdienste auf den Nachmittag zuvor zu verlegen.
Die Vertonungen für die drei „Kartage“ unterscheiden sich in formaler und musikalischer Hinsicht.
Richard-Michel Lalandes erste LeVon ist in ihrer Stimmung ganz dem innerlichen Schmerz gewidmet. Dies entspricht auch der Ich-Erzählung des Textes. Schon in dieser Leçon kommt ein Stilmittel besonders zum Zuge, das Lalande virtuos handhabt, nämlich die rhetorisch motivierten dramatischen Pausen, so nach „vide Domine et considera“ („Sieh Herr, und betrachte“), wo in der Pause das ganze Bild des Jammers im Hörer entstehen kann. Nach diesem Einschnitt folgen dann wiederholte Töne, die das Bild eindrucksvoll in das durch diese konditionierte Gedächtnis einprägen sollen. Weitere bezeichnende Textumsetzungen finden sich auf „quoniam vindemiavit“ („denn der Herr hat mich zerstört“), wo man der Zerstörung in einer Art Totentanz beiwohnen kann und im sanften, schmeichelnden Ton, der die Schwäche und Hinfälligkeit des Erzählers darstellt („infirmata est virtus mea“, „meine Kraft ist geschwächt“). In jeder der Lamentationen bildet der immer identische Schlußvers des „Jerusalem, convertere ad Dominum Deum tuum“ („Jerusalem, kehre um zu Deinem Gott“) einen besonderen Höhepunkt. Hier ist der Vers in einer Chaconne über einen chromatisch abfallenden Bass umgesetzt, ein durch die Tradition bereits bekanntes Stilmittel der Schmerzdarstellung. Allerdings ist hier ein anflehender, rezitativischer Ausbruch auf „Deum“ eingefügt, der erneut die affektive Qualität dieser Vertonung unterstreicht. Die Chaconne für die Leçon vom Karmittwoch taucht identisch zum Schluss der Leçon am Karfreitag wieder auf, ein Beleg für die geschlossene Konzeption des gesamten Werkes.
Die Leçon für den Gründonnerstag ist deutlich extrovertierter und in ihrer Dramatik gesteigert. Dies hängt auch mit der Kürze der Verse und den jeweils drei Wiederholungen der hebräischen Anfangsbuchstaben zusammen. Diese Initialen sind weniger ornamental gehalten als in der affektiven „Karmittwoch-Leçon“. Der Text bietet auch hier den Anlass dafür, da er noch stärker die körperlichen und seelischen Leiden des Erzählers betont. Eindringlich stehen vor unseren inneren Augen bildhaft malende Szenen auf, die fließend übergehen in die Darstellung tiefster Verzweiflung. So können wir die Geißelhiebe spüren, die wieder durch dramatische Pausen vor jedem Schlag konturiert werden und mit dem Sänger gemeinsam erleben, wie sich „die Mauern verschließen“ und der Geschundene immer wieder versucht, einen Ausgang zu finden, aber nur im Kreis gehen kann.
Die dreimaligen Initialen des Beth dunkeln sich harmonisch zunehmend ein, um eine der eindringlichsten Schilderungen innerer Finsternis („in tenebrosis“) und die damit verbundene Einsamkeit und die Isolation von Gott und der Welt darzustellen. Sehr eindringlich können wir auch hören, wie die Schreie des Verzweifelten an den Gefängnismauern abprallen und zurückgeworfen werden (et clamavero, „ich schrie auf“).– De Lalande gelingt es, die traditionellen barocken musikalischen Bilder in eine allgemeingültige menschliche Erfahrung zu verwandeln, die man auch ohne genaue Kenntnis der Musiksprache miterleben kann.
Jesus sagte: Wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will.
Joh 5,19-24
Berlin. Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Pauluskirche in Berlin-Zehlendorf.Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal von dem Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von Pfarrer Ralf Schwieger, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp über Klassikradio, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin. Es gibt Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.