Religionsunterricht (Klasse 5-6): Jesus und der Zöllner

Niels Larsen Stevns: Zachäus

Die Bibel ist in 2 große Bücher aufgeteilt: das Alte und das Neue Testament.
Die Geschichten von Jesus findet man alle im neuen Testament.
Es gibt Berichte über sein Leben und Geschichten oder Gleichnisse, die Jesus uns
erzählt hat, damit wir besser verstehen können, was er uns von Gott vermitteln
will. Hier erzähle ich die Geschichte von Zachäus, der Jesus gern einmal sehen
wollte. Sie steht in der Bibel im Neuen Testament, Lukas 19, 1-10.


Zachäus war ein reicher Mann. Er wohnte in Jericho und hatte ein großes Haus
und viel Macht. Er war Zöllner, saß in seinem Büro am Stadttor und kassierte
Geld von allen Menschen, die in die Stadt kamen. Vor allem von denen, die
etwas auf dem Markt verkaufen wollten. Und oft nahm er ihnen mehr Geld ab,
als er eigentlich durfte. Zachäus war ein richtiger Gauner. Aber was sollten die
Leute machen? Sie mussten zahlen. Deshalb ärgerten sie sich auch über diesen
Zöllner. Sie mochten ihn nicht. Sie fanden ihn gemein. Zachäus war reich, aber er
hatte keine Freunde. Niemand, der ihn in seinem tollen Haus besuchen kam. Er
war ein einsamer Mann. Zachäus war auch ein kleiner Mann. Und manchmal
machten sich die Leute über ihn lustig, weil er so klein war. Das ärgerte ihn dann
sehr und er wurde noch übellauniger und gemeiner, als er es ohnehin schon war.
Eines Tages hörte er die Leute reden und rufen, die durch das Tor gingen: „Jesus
ist auf dem Weg nach Jerusalem und er wird auch hier in Jericho
vorbeikommen.“ Jesus, von dem hatte auch Zachäus schon gehört. Ein
besonderer Mann sollte das sein, der Menschen heilt und von Gott erzählt. Den
wollte Zachäus auch einmal sehen. Aber er war klein und die Menschen
mochten ihn nicht. Sie würden sich vor ihn stellen und ihn nicht durchlassen.
Da lief er ein Stück die Straße entlang und kletterte auf einen Baum. Mit seinen
tollen Kleidern und guten Schuhen kletterte er einfach auf einen Maulbeerbaum.
Er wollte diesen Jesus unbedingt sehen.

Und da, da kam Jesus schon mit seinen Freunden die Straße entlang. Und die
Menschen liefen ihm entgegen. Zachäus saß auf seinem Baum und beobachtete
die ganze Szene von oben. Doch als Jesus in die Nähe des Baumes kam, blieb
erstehen und schaute hinauf. „Zachäus, komm herunter, ich möchte heute in
deinem Haus zu Gast sein!“, rief er.
Zachäus traute seinen Ohren kaum. Endlich wollte ihn jemand besuchen und
dann ausgerechnet Jesus! Er stieg eilig vom Baum herab und lief vor Jesus her
bis zu seinem Haus. Er ließ köstliche Speisen auftischen und bewirtete alle, die
mit Jesus kamen. Er wurde dabei so froh, dass er nichts mehr von seinem
Die Geschichte von Zachäus
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Reichtum haben wollte. Er wollte teilen, anderen Menschen helfen und
niemanden mehr betrügen. Er wollte sogar denen das Geld zurückgeben und
noch mehr dazu, denen er zuviel berechnet hatte.
Jesus sagte:“ Alle sollen nun wissen, dass das Heil in dein Haus gekommen ist.“
Aber draußen vor der Tür standen noch immer Leute, die ärgerten sich über
Jesus. Sie sagten: „Was?! Bei dem gemeinen Zöllner ist er zu Gast und zu uns
kommt er nicht. Der Zöllner wird sich nie ändern. Wir haben gedacht, Jesus ist
anders.“ So gefällt uns das nicht.

Quelle: Kita-Fuchs

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