SUNSET-150x150cm-59×5922-Acrylic-on-deep-canvas-by-Holger-Baehr

Wort zum Tag (Taizé):

Jesus sagte: Jeder, der um meines Namens willen alles verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.

Mt 19,27-29

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läutet die Glocke der evangelischen Kirche in Berlin-Falkenhagener Feld-Klosterfelde. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von dem uckermärkischen Pfarrer Ralf Schwieger, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Quelle: http://www.volganet.ru, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29879943

Ich habe nun den Klassiker „Unterleuten“ von Juli Zeh noch einmal intensiv in den letzten Tagen studiert. Das Thema „Windkraftanlagen“ hat mich intensiv beschäftigt in meiner Arbeit als Redakteur bei der einzigen deutschen Tageszeitung in der deutsch-polnischen Grenzregion nahe Stettin. Das Buch Zehs spielt zwar nicht in der Uckermark, aber Unterleuten erinnert an den Kampf der Dörfer in der „Goldgräberstimmung im Osten“. So titelte einst Professor Hans-Joachim Mengel den Kampf um das fette Geld. Dort war es nicht der Kampfläufer, der zu vielen Gemeindevertretersitzungen, Sitzungen des Amtsausschusses und Verhaftungen geführt hat. Es war die Großtrappe, die zur Seltenheit geworden ist. Ich persönlich habe Landwirte kennengelernt, die auf den Feldern Großtrappen beobachten konnten. Es ist immer ein Erlebnis, wenn diese Menschen auf ihren Mähdreschern durch die Dorfstraße sausen, es ist ein Gefühl der Erhabenheit, wenn ein Bauer auf seinem hohen Ross durch die Dorfstraße fährt.

Und das Ende, da will ich beginnen, war so dramatisch, wie es Zeh in ihrem Buch schildert. Am Ende stand nicht nur der Tod, sondern die Veränderung des gesamten Dorflebens, die Zerrüttung. Sogar Pfarrer waren mit in das Geschehen eingebunden, es war grenzüberschreitend.

Es ist die Sprache und die Empathie, die das Besondere des Buchs und der Verfilmung ausmacht.

Die Juristin Juli Zeh schafft es, sich in das Fühlen und Denken der Dörfler, der Immobilienmakler, des Ortsbürgermeisters, des Dorfchefs einzufühlen.

Da geht es um Existenzen.

Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten. Doch hinter den Fassaden der kleinen Häuser brechen alte Streitigkeiten wieder auf. Und obwohl niemand etwas Böses will, geschieht Schreckliches.

Mit „Unterleuten“ hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

So wird es in der Buchwerbung geschildert.

Wer viele Jahre in der Uckermark gelebt hat, und mehrere Jahre den Kampf um die Windräder journalistisch, auch in Kommunikation mit dem Landgericht Neuruppin erleben durfte, der kennt die Antworten und zittert beim Ausgang des Buches.

Der Ball, den die Windkraftunternehmen zum Rollen gebracht haben, er rollt noch heute. „Unterleuten“ ist der Beweis dafür

Danke Juli ZehInformationen und Bestellung hier klicken

Darstellung des gehörnten Mose (Stiftskirche zu St. GeorgTübingen)

Mit seinem Namen hat Gott versprochen, immer bei Mose zu sein. So macht er Mose sich auf nach Ägypten, um auf das Wort Gottes zu hören. Dort angekommen sah er, wie sich die Menschen plagten, um Ziegel herzustellen.

So wie Gott es ihm gesagt hatte, ging er zum Pharao. „Lass die Israeliten ziehen“. Aber immer wieder verstockte das Herz des Pharaos. „Nein“, „Nein“ und wieder „Nein“, obwohl Plagen sein Volk heimsuchten.

„Lass uns gehen, sonst stirbt um Mitternacht alle Erstgeburt“, sagte Mose. „Auch dein ältester Sohn wird sterben.“ Den Israeliten sollte aber nichts geschehen.

So ließ Pharao das Volk ziehen.

Jesus heilt den blinden Mann von Eustache Le Sueur (Porträt von 1625–1650)

Ein blinder Mann mit Namen Bartimäus saß an dem Weg, der in die Stadt Jericho führte.

Er bat um Geld. Da Blinde damals nicht arbeiten konnten und daher sehr arm waren, mussten sie betteln. Nur so konnten sie überleben.

Eines Tages hörte Bartimäus, wie sich eine große Menschenmenge auf ihn zu bewegte. „Jesus von Nazarteth kommt!“, rief ihm jemand zu. Bartimäus war plötzlich ganz aufgeregt. Er hatte bereits von Jesus gehört, von Wundern, von Heilungen.

Laut rief er: „Jesus! Sohn Davids, erbarme dich meiner!“

Die Menschen, die in seiner Nähe standen, ärgerten sich über Bartimäus. „Bleib doch still, du störst“, schrieen sie.

Aber Bartimäus wollte, dass Jesus ihn auf jeden Fall hörte. Er rief umso mehr: „Sohn Davids, erbarme dich meiner!“

Jesus hörte ihn wirklich. Er bat: „Bringt ihn zu mir!“

Dann fragte Jesus ihn: „Was kann ich für dich tun?“

Bartimäus sagte schnell: „Ich möchte sehen!“ Er war fest davon überzeugt, dass Jesus ihm helfen könne. Und Jesus kümmerte sich um ihn. Er sagte zu dem Blinden: „Dein Glaube hat dir geholfen!“

Ein Wunder war geschehen. Bartimäus konnte sehen. Jetzt musste er nicht mehr betteln gehen. Wie sehr hat er Gott für sein Augenlicht gedankt. Die vielen Menschen, die miterlebten, wie Jesus Bartimäus heilte, dankten und priesen Gott ebenfalls.

ARRIVAL-OF-THE-FOG-35.5-x-35.5cm-1422-x-1422-Acrylic-on-canvas-scaled / Holger Baehr

Wort zum Tag:

Schneeflocken sind die Schmetterlinge des Winters. 

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Viktor Weber. Es läutet die Glocke des evangelischen Gemeindezentrums in Berlin-Biesdorf. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von Religionslehrerin Susanne Bäsler, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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IRISH-HILL-SCENE-15-x-15cm-622-x-622-Acrylic-on-canvas / Holger Baehr

Wort zum Tag:

Wir schweigen am frühen Morgen des Tages,

weil Gott das erste Wort haben soll.

Und wir schweigen vor dem Schlafengehen,

weil Gott auch das letzte Wort gehört.

Schweigen heißt nicht stumm sein,

wie Wort nicht Gerede heißt.

Stummsein schafft nicht Einsamkeit

und Gerede schafft nicht Gemeinschaft.
Dietrich Bonhoeffer  

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Martin-Luther-Kirche in Zeuthen (LDS). Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von Pfarrer Ralf Schwieger, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin von Ingo Moy, Diakon und Sozialmanager, Geschäftsführer des Diakonischen Bildungszentrums, Dozent für Wortverkündigung sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Niels Larsen Stevns: Zachäus

Zachäus war ein reicher Mann. Er wohnte in Jericho und hatte viel Macht. Er war Zöllner, saß in seinem Büro am Stadttor und kassierte Geld von allen Menschen, die in die Stadt kamen. Oft nahm er ihnen mehr Geld ab, als er eigentlich durfte. Oft ärgerten sie sich auch über diesen Zöllner. Sie mochten ihn nicht. Sie fanden ihn gemein. Zachäus war reich, aber er hatte keine Freunde. Er war ein einsamer Mann. Zachäus war auch ein kleiner Mann. Und manchmal machten sich die Leute über ihn lustig, weil er so klein war. Das ärgerte ihn dann sehr. Eines Tages hörte er die Leute reden und rufen, die durch das Tor gingen: „Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem und er wird auch hier in Jericho vorbeikommen.“ Jesus, von dem hatte auch Zachäus schon gehört. Ein besonderer Mann sollte das sein, der Menschen heilt und von Gott erzählt. Den wollte Zachäus auch einmal sehen. Aber er war klein und die Menschen mochten ihn nicht. Sie würden sich vor ihn stellen und ihn nicht durchlassen. Da lief er ein Stück die Straße entlang und kletterte auf einen Baum, auf einen Maulbeerbaum. Er wollte diesen Jesus unbedingt sehen. Und da, da kam Jesus schon mit seinen Freunden die Straße entlang. Zachäus saß auf seinem Baum und beobachtete die ganze Szene von oben. Doch als Jesus in die Nähe des Baumes kam, blieb erstehen und schaute hinauf. „Zachäus, komm herunter, ich möchte heute in deinem Haus zu Gast sein!“, rief er. Zachäus traute seinen Ohren kaum. Endlich wollte ihn jemand besuchen und dann ausgerechnet Jesus! Er stieg eilig vom Baum herab und lief vor Jesus her bis zu seinem Haus. Er ließ köstliche Speisen auftischen und bewirtete alle, die mit Jesus kamen. Er wurde dabei so froh, dass er nichts mehr von seinem Reichtum haben wollte. Er wollte teilen, anderen Menschen helfen und niemanden mehr betrügen. Er wollte sogar denen das Geld zurückgeben und noch mehr dazu, denen er zu viel berechnet hatte. Jesus sagte:“ Alle sollen nun wissen, dass das Heil in dein Haus gekommen ist.“ Aber draußen vor der Tür standen noch immer Leute, die ärgerten sich über Jesus. Sie sagten: „Was?! Bei dem gemeinen Zöllner ist er zu Gast und zu uns kommt er nicht. Der Zöllner wird sich nie ändern. Wir haben gedacht, Jesus ist anders.“ So gefällt uns das nicht. Wir haben uns vorgestellt, dass er sich anders verhält“, sagten sie.

Und Jesus: „Zachäus, heute hast du ein neues Leben angefangen.“

(nach Lukas 19,1-10)

FROZEN-HILLS-IN-THE-WEST-30.5-x-30.5cm-1222-x-1222-Acrylic-on-canvas / Holger Baehr

Wort zum Tag:

Gebet
Gott, Du Quelle unserer Kraft, wir danken Dir.
Du verwandelst das Samenkorn zur Frucht.
Du nährst und erhältst uns.
Du bist bei uns auf einfachen und schwierigen Wegen und machst uns fähig, einander zu begleiten.
Wir bitten Dich, lass uns Deiner Kraft vertrauen, die sich des Kleinen annimmt
und die aus zaghaften Anfängen
Wunderbares wirken kann.
Sei uns nahe, leite und bewege uns.
Wie aus den Körnern vieler Felder das Brot wird, so mache aus uns vielen eine Gemeinschaft, Zeichen der Hoffnung in dieser Welt. Amen

Internationale Weltgebetstag Konferenz 2007

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Viktor Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Dorfkirche in Berlin-Britz. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es von dem Berliner Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von der eigenen Redaktion, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin und der Weihnachtskirche sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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