Mirjams Tanz. Miniatur aus dem bulgarischen Tomić-Psalter um 1360. Mirjam wird mit einer Rahmentrommel (tof) dargestellt, dem Vorbild für die von orientalischen Frauen gespielte daira. Ihre tanzenden Begleiterinnen schlagen hier Paarbecken.

Als die Israeliten wieder festen Boden unter den Füßen nach dem Durchzug durch das Schilfmeer spürten, jubelten sie und sangen: „Gott sei Dank, wir sind gerettet.“ Einige tanzten auch.

Mirjam griff zu ihrer Handtrommel und sang ihnen vor: „Lasst uns dem Herrn singen, denn er hat eine herrliche Tat getan.“

Rudolf EppDas Morgengebet, um 1879

Christen sprechen durch verschiedene Gebete zu Gott. Es gibt Gebete mit festen Formulierungen. Dazu gehört das „Vater Unser“ aus der Bibel. Außerdem beten viele Christen mit ihren eigenen Worten zu Gott. In diesem Gespräch dürfen sie ganz und gar sie selbst sein, sind Gott ganz nahe und können ihm alles anvertrauen.  Sie erzählen von ihren Wünschen und Ängsten und fühlen sich bei Gott gut aufgehoben.

Je nach ihrem Anliegen beten Gläubige auch ein „Glaubensbekenntnis“, um ihren Gott zu ehren und zu preisen und sich zu ihm zu bekennen. In anderen Gebeten beklagen sie zum Beispiel den tragischen Tod eines Freundes oder Familienmitgliedes. Aber auch Dank und Freude sind Anlässe für ein Gebet.

Manche Christen knien sich zum Beten hin, viele falten dabei die Hände – vor allem in der Kirche. Andere tun das nicht. Eine Vorschrift für eine Gebetshaltung oder einen bestimmten Ort gibt es nicht.

Im Zentrum steht das Gebet des Herrn:

Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. 11 Unser tägliches Brot gib uns heute. 12 Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. 13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. [Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.] 14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. 15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Matthäus 6, 9-14, Lutherbibel 2017, Rechte liegen bei Deutscher Bibelgesellschaft Stuttgart

WEST-OF-IRELAND-WATERFALL-30.5-x-30.5cm-1222-x-1222-Acrylic-on-canvas / Holger Baehr

Worte zum Tag (Taizé):

Paulus schreibt an Timotheus: Bewahre das dir anvertraute kostbare Gut durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wohnt.2 Tim 1,12-14

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läutet die Glocke der evangelischen Kirche des Gemeinwesenzentrums Heerstraße Nord in Berlin-Staaken. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal von dem Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von Pfarrer Ralf Schwieger, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp über Klassikradio, Impulse auch aus dem Evangelischen Johannesstift Berlin sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Vor über 130 Jahren taten sich christliche Frauen in den USA und Kanada im Sinne internationaler Frauensolidarität zusammen. Aus ihrem konfessions-übergreifenden Gebet ist die größte ökumenische Bewegung weltweit entstanden.

Die Frauen aus der Geschichte des Weltgebetstags setzten wichtige Zeichen für Frieden und Versöhnung. Sie kämpften für die Gleichberechtigung von Frauen in Kirche und Gesellschaft. Als eine der ersten engagierten sie sich für Umweltschutz. Unerschrocken traten sie gegen Rassismus und Intoleranz ein.

Zwölf (Frauen-)Verbände aus verschiedenen christlichen Konfessionen rufen eindrücklich auf zu Gebet, Solidarität und Kollekten anlässlich des ökumenischen Weltgebetstags am 5. März 2021. Auch im Kirchenkreis Spandau wird digital und um 18 Uhr in der Evangelischen Weihnachtskirche, Haselhorster Damm 54, 13599 Berlin, dazu eingeladen. Hier wird ein Video gezeigt. Unter der Adresse https://youtu.be/aoUSeJQI_2U kann ab 17 Uhr ein Video abgerufen werden.

Stein. 22.02.2021. Der Weltgebetstag ist die weltweit größte Basis-Bewegung christlicher Frauen. Seit Jahrzehnten verbindet sie auch in Deutschland Christ*innen in Gebet und Handeln für Frieden, Gerechtigkeit und Frauenrechte. Am 5. März 2021 wird in über 150 Ländern der Erde der Weltgebetstag der Frauen gefeiert.

Zwölf Mitgliedsorganisationen des Deutschen Weltgebetstagskomitees laden zur Teilnahme an den vielen digitalen Angeboten, am TV-Gottesdienst oder Präsenz-Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen ein. Ihr ökumenischer Aufruf ist ein eindrücklicher Appell, in Pandemie-Zeiten die dramatische Lage vieler Frauen und Kinder weltweit nicht zu vergessen.

Worauf bauen wir?“: Zu dieser Frage laden unsere Organisationen verschiedener christlicher Konfessionen in ganz Deutschland rund um den 5. März 2021 zu ökumenischen Gebeten ein. Den Gottesdiensttext haben Frauen aus dem Pazifikstaat Vanuatu verfasst. In diesem Jahr sind wir mit ihnen besonders verbunden. Weltweit erleben wir durch die Corona-Pandemie schwerste Herausforderungen, gleichzeitig zeigt sich der Klimawandel verstärkt in Naturkatastrophen und führt vor allem im globalen Süden zu Tod, Verwüstung und Existenznot.

Wir rufen dazu auf, in diesen Zeiten die dramatische Situation von Frauen und ihren Familien weltweit nicht aus den Augen zu verlieren. Der Basis-Bewegung des Weltgebetstags stehen schwere finanzielle Zeiten bevor. Wir spüren die Auswirkungen der Corona-Krise und wir fürchten massive Kollekten-Einbrüche. Das betrifft sowohl unsere Unterstützung für die Partnerinnen weltweit als auch die Zukunft der ökumenischen Frauenbewegung in Deutschland.

Hoffnung gibt uns die Grundidee unserer weltweiten Bewegung, die von Spiritualität und Solidarität lebt. Am 5. März 2021 strahlt der Sender Bibel-TV um 19:00 Uhr einen vom Deutschen Weltgebetstagskomitee organisierten Fernsehgottesdienst aus. Zeitgleich findet eine große YouTube-Premiere des Gottesdienstes statt, die u.a. auf www.weltgebetstag.de zu sehen sein wird. Darüber hinaus wird es zahlreiche lokale und regionale Online-Formate geben. Bundesweit organisieren Frauen außerdem Freiluft-Andachten, Gottesdienste im kleinen Rahmen, Spendenaktionen, Ausstellungen und vieles mehr.

Hier zum Spendenformular

Doris Hege, Vorsitzende, Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland K.D.ö.R (AMG)

Lydia Ruisch, Vorsitzende, Bund alt-katholischer Frauen (baf)

Katrin Brinkmann, Frauenseelsorge in den deutschen Diözesen e.V.

Annette Grabosch, Sprecherin, Frauen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland

Michaela Labudda, Bundesvorsitzende, Bundesverband der Gemeindereferent/-innen Deutschlands e.V.

Zinovia Pantazidiou, Religionslehrerin, Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland

Oberstin Deborah Cachelin, Territorialleiterin, Die Heilsarmee in Deutschland KdöR

Benigna Carstens, Evangelische Brüderunität – Herrnhuter Brüdergemeine

Susanne Kahl-Passoth, Vorsitzende, Evangelische Frauen in Deutschland e.V.

Kerstin Pudelko-Chmel,  Frauenwerk der Evangelisch-methodistischen Kirche

Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin, Katholischer Deutscher Frauenbund e.V.

Mechthild Heil, Bundesvorsitzende, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands

Der diesjährige Weltgebetstag im Kirchenkreis Spandau wurde von Frauen aus den kath. Gemeinden St. Stephanus und St. Joseph, sowie der Ev. Kirchengemeinde Siemensstadt und der Ev. Weihnachtskirchengemeinde als Gastgeberin gestaltet und aufgezeichnet.

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Dann endlich sagte der Pharao: Ja, geht endlich. Und so packte das ganze Volk seine Sachen und zog mit Mose aus Ägypten weg Gott ging mit ihnen und zeigte ihnen den Weg. Tagsüber war eine Wolkensäule und nachts eine Feuersäule vor ihnen. Das Volk wanderte und wanderte, bis sie an ein großes Meer kamen. Dort lagerten sie eine Weile. Der Pharao hatte nun keine Sklaven mehr, die für ihn arbeiteten, und als sich die Situation in Ägypten wieder beruhigt hatte, bereute er seine Entscheidung. Er wollte nun die Israeliten zurückholen. Also schickte er Soldaten los, um die Israeliten zu finden, und zurückzubringen. Diese Soldaten kamen bald in die Nähe der Israeliten. Die Israeliten waren verzweifelt. Was sollten sie nun tun? Sie konnten ja nicht einfach über das Meer laufen und zur Seite ausweichen hatte auch keinen Zweck, da kamen die Ägypter ja schnell hinterher. Gott rettete sein Volk auch in dieser Situation. Mose hob seinen Stab hoch und klopfte auf das Meer Da teilte sich das Wasser und das Volk konnte durch das trockene Meer ziehen. Als nun die Ägypter hinter den Israeliten her wollte, hob Mose seinen Stab noch einmal hoch. Da kam das Wasser zurück Deshalb konnten die Ägypter die Israeliten nicht weiter verfolgen. Froh und dankbar zog das Volk Israel weiter durch die Wüste So wurde das Volk Israel aus der Sklaverei befreit.

Von Autor unbekannt – Adapted from a picture in http://www.fortunecity.es/imaginapoder/artes/210/iconografia1.html, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=566562

Jesus machte Halt am See Genezareth. Mit den Jüngern nahm er auf einem Berg Platz. Viele Menschen kamen zu ihm. Viele erinnerten sich daran: Er hatte Kranke geheilt. Jesus fragte: „Woher bekommen wir Brot für diese Menschen?“

Die Jünger sagten: „Kaufen können wir es nicht!“ Aber da war jemand mit fünf Broten und zwei Fische.

Die Jünger verteilten sie. Als alle satt waren, sagte er: „Sammelt alle Reste ein, damit nichts umkommt.“ Es blieb viel übrig. Die Menschen machten sich Gedanken über Jesus.

ABSTRACT-RED-15-x-15cm-622-x-622-Acrylic-on-canvas / Holger Baehr

Worte zum Tag

Altissimu onnipotente bon signore,
tue so le laude la gloria e l’honore et onne benedictione.
Ad te solo, altissimo, se konfano,
et nullu homo ene dignu te mentovare.

(aus dem Sonnengesang von Franz von Assisi)

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Viktor Weber. Alle zwei Wochen wird er nun einen Beitrag liefern. Es läuten die Glocken der evangelischen Gustav-Adolf-Kirche in Berlin-Charlottenburg. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal von der Kantorei des Evangelischen Johannesstifts , eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt von der Pädagogin Katja Valentin, es gibt eine Buchempfehlung, einen Filmtipp, Impulse auch aus der Weihnachtskirchengemeinde sowie Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

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Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit / Wikipedia / Assmann

Berlin. Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin macht zum Thema „Polendenkmal“ einen Vorstoß. Auch der renommierte Politiker Markus Meckel, eigentlich ein Gegner eines nach Nationen getrennten Gedenkens bezüglich der Opfer des Zweiten Weltkrieges könnte mit dem Standort leben:  das Gelände „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit“ als Ort des Erinnerns für die polnischen Opfer des 2. Weltkriegs.

Von Frank Bürger

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin schlägt das Gelände „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit“ als Ort des Erinnerns für die polnischen Opfer des 2. Weltkriegs vor.

Der Politiker Markus Meckel ist gedanklich mit dabei, wenn es um deutsch-polnische Themen geht. „Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Beziehungen zwischen Deutschland und Polen“, sagt er bei einem Telefonat.

Der langjährige Bundestagsabgeordnete meinte, er fände es schwierig, der NS-Opfer „nun nach Nationen getrennt zu gedenken“. Wer damit anfängt, müsse dann auch Denkmäler für die Opfer anderer Nationen und Ethnien errichten – für Ukrainer, Belarussen, Russen und viele andere.

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Der Kampf zwischen Karneval und Fasten von Pieter Brueghel dem Älteren

Noch befinden wir uns im Trubel des Karnevals oder Faschings. Doch am Mittwoch beginnt die Fastenzeit vor Ostern.

Christen fasten freiwillig. Die einzige Regel heißt: Verzichte auf Dinge, die dir am Herzen liegen! Was das ist, entscheidet jeder selbst.

Manche verkneifen sich die Lieblingsschokolade, das Fleisch im Essen oder den Nachtisch. Andere lassen in dieser Zeit mal Computerspiele oder das Fernsehen links liegen. Probier es einmal aus: Du wirst sicher feststellen, dass du vieles von dem, was dir wichtig erscheint, gar nicht so dringend benötigst.

Auch Christen denken in der Fastenzeit besonders über ihren Glauben und über ihre Lebensweise nach. Und sie überlegen, was sie sofort oder künftig besser machen können und wie sie anderen Menschen helfen können, denen es schlechter geht als ihnen selbst.

Bei vielen Protestanten war das Fasten längere Zeit etwas in Vergessenheit geraten. Mit der Aktion „7 Wochen ohne“ erinnert die evangelische Kirche seit einigen Jahren daran. Seither besinnen sich viele Protestanten vor Ostern wieder auf die Zeit des Nachdenkens.