Die meisten Häuser waren einfach und bestanden nur aus einem Raum. Sie sahen aus wie große Würfel. Ihre Grundfläche betrug etwa 4m x 5m, die Raumhöhe zwischen 2m und 3m. Manche Häuser hatten noch eine zusätzliche Kammer für Gäste und Vorräte.

Auf die Grundmauern aus Feldstein wurden Wände aus luftgetrockneten Lehmziegeln gesetzt. Lehmmörtel verband die Ziegel miteinander. Sie bestanden aus Ton, gehäckseltem Stroh und Tonscherben.
Der Boden bestand aus gestampftem Lehm. Das flache Dach setzte sich aus mehreren Schichten zusammen: unten Balken, darüber Äste, Schilfpalmblätter und gewalzter Lehm. Er sollte das Einsickern von Regenwasser verhindern. Jedes Jahr musste das Dach neu abgedichtet werden.

Auf dem Dach wurden Früchte getrocknet und Vorräte aufbewahrt. Eine Treppe oder Leiter führte hinauf. Hier hielten sich die Menschen gerne in den kühlen Abendstunden auf.
Damit das Haus angenehm kühl blieb, hatte es nur wenige kleine Fenster (ohne Glas).

Der Innenraum des Hauses bestand aus zwei Ebenen. Im tiefer liegenden Bereich nahe der Tür lagerten Vorräte und Geräte. Hier schliefen im Winter auch die Tiere: Ziegen, Schafe, Esel, Hühner.

Stufen führten hinauf zum Wohn-, Ess- und Schlafpodest für die Menschen. Die Einrichtung war sehr einfach:
Strohmatten oder grobe Webteppiche ersetzten Stühle und Tisch. In der Wand waren Nischen für das Geschirr (Krüge, Töpfe, Schüsseln) und Vorratsbehälter eingelassen.

Eine andere Nische nahm tagsüber die zusammengerollten Schlafmatten auf.
Eine Öllampe musste den ganzen Tag in dem dunklen Raum brennen. An der Decke hingen Lederschläuche. In ihnen bewahrte man Wasser auf. Zum Schutz vor Mäusen wurden auch Lebensmittel in Säcken aufgehängt.

Für kühle Tage war eine Feuerstelle in den Lehmboden eingelassen. Der Rauch konnte durch die glaslosen Fenster abziehen. Am Tage spielte sich das Leben im Hof und auf der Straße ab. Hier wurde auch das Getreide in einer Handmühle gemahlen und auf einer großen Feuerstelle gekocht und gebacken.
Im Hof befand sich auch manchmal eine Zisterne.
Die Häuser waren sehr eng und verschachtelt gebaut.

Foto; Frank Bürger

Schon lange Zeit, bevor Jesus geboren wurde, haben sich die Menschen in der Dunkelheit nach Licht, die Geburt eines Messias, eines Retters gesehnt. Der Prophet Jesaja hat diese Hoffnungen so aufgeschrieben:

Das Volk, das im Finstern wandelt,
sieht ein großes Licht,

über denen, die im dunklen Land
wohnen, scheint es hell.

Denn uns ist ein Kind geboren,
ein Sohn ist uns gegeben.

Er heißt Wunder-Rat, Gott Held,
Ewig Vater, Friede Fürst.

Sein Königreich wird groß
und des Friedens kein Ende sein

Recht und Gerechtigkeit
stärken und stützen es

Nach Jesaja 9,1-6

Mache dich auf, werde licht;
denn dein Licht kommt.

Finsternis bedeckt das Erdreich
und Dunkel die Völker

Aber über dir ist Licht
das Licht dessen, der kommt

Nach Jesaja 60,1-2

Der 50. Geburtstag. Quelle: Frank Bürger

Zu einem der Jahresfeste für Kinder gehört der Geburtstag. Kinder bekommen Geschenke, Kinder dürfen sich etwas wünschen, Kinder feiern Partys und laden Freunde ein. Das tun auch die Erwachsenen. Oben eine Erinnerung an den 50. Geburtstag eures Religionslehrers, unten Fotos vom Geburtstag seines Vaters Heinz. Geburtstage werden generationenübergreifend gefeiert, hier im Schwetzinger Schlossgarten.

REEDS-IN-THE-LOUGH-41x41cm-16.2×16.2in-Acrylic-on-deep-canvas-by-Holger-Baehr-–-2017

Worte für den Tag (Taizé):

Jesus sagte: Der Größte von euch soll euer Diener sein.

Mt 23,1-12

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Viktor Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Martin-Luther-Kirche in Hennigsdorf (OHV). Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal wieder von Aleksandra Mikulska, Präsidentin der Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V., eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt dieses Mal von der Redaktion, es gibt eine Buchempfehlung, Impulse aus dem Evangelischen Johannesstift. Es gibt Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

(mehr …)

Mit dem Palmsonntag, mit dem Einzug Jesu nach Jerusalem gehen wir in die Woche vor Karfreitag und dem Osterfest. Es liegen schwere Zeiten hinter uns. „Corona“ bestimmt unser Leben. Der „Einzug Jesu nach Jerusalem“ hat einen besonderen Stellenwert im Kirchenjahr.

Der Weg nach Golgatha

Mit Aschermittwoch begann die Passionszeit. Christen erinnern sich in den rund sieben Wochen vor Ostern an die Leidensgeschichte Jesu: die Verurteilung, den Verrat und die Kreuzigung.

Die Passionszeit wird auch Fastenzeit genannt, da viele Christen fasten oder sich Zeit nehmen für Besinnung und Gebet. Unterstützung bietet dabei die Fastenaktion der evangelischen Kirche unter dem Motto „7 Wochen ohne“.

Am Kreuz von Golgatha ist der Heiland uns ganz nahe, nahe vor allem denen, die leiden, die nicht mehr weiterwollen und können. Jesus leidet mit uns. „Auferstanden von den Toten“, so formuliert es das altrömische Glaubensbekenntnis. Das ist neue und ganz andere Dimension der Passion.

Zusammengefasst: Die Leidenszeit bedeutet, dass wir gemeinsam nach Golgatha, zur Schädelstätte gehen.  Dabei gibt es verschiedene Stationen, Haltepunkte, die einen berühren.

Ein wichtiger Haltepunkt ist so die Perikope vom Einzug Jesu nach Jerusalem. Zugejubelt hat Jesus das Volk zu seinem Einzug in der heiligen Stadt. Wie wir gesehen haben, steht wenige Tage später das Kreuz von Golgatha, der bittere Tod. Heute ganz oben, morgen ganz unten. Ich weiß, Jesus kennt meine schwankenden Gefühle, Lebensgedanken, ja, meine existentiellen Ängste. Ich bin bei ihm damit angenommen. Das gibt einen Halt im Leben, den Jungen und den Alten. Das verbindet und ein Aspekt von Christi Zusage, dass wir von ihm angenommen sind, ist nun spürbar und sichtbar geworden.

Ich durfte erleben, wie Schüler der Nashornschule in Vehlefanz sich auf diese Perikope eingelassen, Musik ausgesucht und einen Film entwickelt haben, in gemeinsamem Miteinander mit den Eltern. Doch dabei blieb es nicht. Grenzüberschreitung war das Stichwort. Ein wichtiges Thema auch im Evangelischen Johannesstift. Denn mit dem Film reisten die Kinder an die deutsch-polnische Grenze nach Schwedt und besuchten ein Seniorenheim. Mit den Seniorinnen und Senioren gab es einen regen Austausch an einem Ort, an dem das Wort Passion in all seiner Dimension Bedeutung hat.

 In einem Gottesdienst erinnerten wir uns im vergangenen Jahr an die Befreiung der überlebenden Gefangenen in Auschwitz.

So hallen für mich auch die Schreie von Enrique Irazoqui bei der Kreuzigung im Film „Il Vangelo secondo Matteo“ (Das 1. Evangelium – Matthäus) von Pier Paolo Pasolini durch die Zeit.  

Liste der verwendeten Bilder (nur teilweise verwendet)

Einzug 1: DUCCIO di Buoninsegna
Entry into Jerusalem (detail)
1308-11
Tempera on wood
Museo dell’Opera del Duomo, Siena

Einzug 2: DÜRER, Albrecht
Small Passion: 6. Christ’s Entry into Jerusalem
1511
Woodcut
British Museum, London

Einzug 3: ORRENTE, Pedro
Entry into Jerusalem
c. 1620
Oil on canvas, 112 x 127 cm
The Hermitage, St. Petersburg

Einzug 4: HAYDON, Benjamin Robert
Christ’s Entry into Jerusalem
1814-20
Oil on canvas, 396 x 457 cm
Mount St Mary’s Seminary, Cincinnati

Einzug 5: LORENZETTI, Pietro
Entry of Christ into Jerusalem
c. 1320
Fresco
Lower Church, San Francesco, Assisi

Einzug 6: Unbekannter Meister,

Der Einzug Jesu in Jerusalem,

c. 1150

Cappella Palatina

Einzug 7,

Julius Schnorr von Carolsfeld

Der Einzug Jesu in Jerusalem

Kupferstich, 1860

Die Bibel in Bildern–

Medienresonanz zum Projekt

Nach dem Pfingstfest kommen wir in die Trinitatiszeit. Es ist für jeden wichtig, sich auszukennen mit den kirchlichen Festen, ja mit den Festen insgesamt, religionsüberschreitend. Das gilt auch für Konfessionslose.

Hier für die Eltern interessante Literatur.

Hier nun Grundsätzliches;

Das liturgische Kirchenjahr der Christen beginnt am 1. Advent. Es hat keine Monate, sondern Fest-Zeiten. Liturgisch bedeutet auch, auf Rituale oder Handlungen bezogen. Die Daten auf dem liturgischen Kalender richten sich nach dem Gregorianischen Kalender. Dieser gilt weltweit für Verabredungen zwischen den Kulturen und den Religionen.

Die wichtigsten Feiertage und Zeiten im Kirchenjahr sind für alle Christen Weihnachten, ab Aschermittwoch die Passionszeit, Karfreitag, Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Der letzte Gedenktag ist der Totensonntag. Er steht Ende November auf dem Kirchenkalender und heißt auch Ewigkeitssonntag. An diesem Tag denken viele evangelische Christen besonders an ihre Verstorbenen. Zwischendurch gibt es noch einige andere Gedenktage.

Wir wandern nun in der nächsten Zeit durch verschiedene Feste, die für Kinder Bedeutung haben.

SKY-II-30x30cm-11.8×11.8in-Acrylic-on-deep-canvas-by-Holger-Baehr-–-2017

Worte zum Tag:

Festlied 200 Jahre Evangelische Kirche in Baden

Vereint im Glauben, befreundet mit allen
Christen und Christinnen. Gott mag‘s gefallen!
Was die Mütter und Väter uns übergeben,
wird Zeichen des Aufbruchs, Kirche neu zu leben.

Vereint im Glauben, nicht durch Lehre getrennt,
weil in neuem Geist das Licht der Wahrheit brennt           -,
wagt die Synode im Entscheiden und Schweigen
der Welt ihren Willen zur Einheit zu zeigen.

Vereint im Glauben an den Tisch geladen,
sind Brot und Wein Zeichen der Hoffnungstaten
des einen, der will, dass wir fürsorglich handeln
und die Schöpfung in Gottes Garten verwandeln.

Vereint im Glauben seit zweihundert Jahren,
als Menschen mutig im Aufbrechen waren,
sind wir, die wir vielstimmig Kirche gestalten
noch immer im Glauben gestärkt und gehalten.

Vereint im Glauben zum Feiern geladen
sind wir mit Lust evangelisch in Baden,
wollen Kirche im Geist der Ökumene sein.
Christi Liebe drängt uns und lädt zur Einheit ein.

Text: Traugott Schächtele
Melodie: Detlev Helmer

Berlin.  Gedanken kommen wieder von Pfarrer Siegfried Weber. Es läuten die Glocken der evangelischen Taborkirche in Berlin-Kreuzberg. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal wieder von dem Organisten Michael Reichert, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt dieses Mal von der Religionspädagogin Katja Valentin, es gibt eine Buchempfehlung, Impulse aus dem Evangelischen Johannesstift. Es gibt Jazziges. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

(mehr …)

Quelle Bilder: RPI

Das Pfingstwunder

39 Tage nach Ostern kam Jesus zu Gott, seinem Vater, in den Himmel. An Christi Himmelfahrt denken wir Christen an diese Reise. Vor den staunenden Augen seiner Freundinnen und Freunde, den Jüngern, wurde Jesus von einer Wolke in den Himmel zu Gott getragen. Zwei Männer in weißen Gewändern erschienen und sagten ihnen, dass Jesus wieder auf die Erde zurückkommen würde.

Nun zu Pfingsten: 49 Tage waren seit Ostersonntag vergangen. Es war der 50. Tag der Osterzeit. Das kann man sich so merken: Das Wort Pfingsten kommt vom altgriechischen Wort „Pentekoste“. Und das heißt so viel wie „der fünfzigste Tag“. Jedenfalls trafen sich Jesu Freunde, die Apostel, zum Pfingstfest. Sie saßen in einem Haus zusammen und feierten. Plötzlich kam vom Himmel ein lautes Brausen, das sich anhörte wie ein Sturm.

Die Apostel konnten Jesus zwar nicht sehen, aber sie fühlten, dass er da war – wie bei einem Geist. Der Heilige Geist zeigte sich hier zum ersten Mal den Jüngern. Er wurde an diesem Tag von Gott geschickt. Denn der Heilige Geist ist ebenso wie Jesus ein Teil Gottes. Gott hat also drei Gesichter: Den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Das ist schwer zu verstehen, bleibt ein Geheimnis.

Der Heilige Geist erschien den Aposteln als Flammen aus Feuer. So konnten sie ihn dann doch sehen. Danach sollten sie allen von Jesus und Gott erzählen. Sie sollten allen sagen, dass sie sich taufen lassen sollen, um zu Gott zu gehören. Sie sollten an Gott glauben und allen von seiner Liebe erzählen. In Jerusalem gab es Menschen aus vielen verschiedenen Ländern. Fast jeder sprach eine andere Sprache, seine eigene Sprache.  Damit aber die Apostel jeder verstehen konnte, machte der Heilige Geist, dass sie jede Sprache sprechen konnten. Sofort rannten sie aus dem Haus und erzählten jedem die Geschichte von Jesus, von seinen Wundern, von seinen Reden, von seinen Worten.

Manche lachten über sie. Sie hielten es für Unsinn, was die Apostel sagten. „Sie sind vom süßen Wein betrunken“, stellten manche fest.

Petrus, einer der Apostel, stand auf und erhob seine Stimme. „Diese Männer sind nicht betrunken!“ ermahnte er die lachende Menge. Er war wütend darüber, dass die Leute ihnen nicht glaubten. Er erklärte ihnen, dass Gott ihnen dabei geholfen hatte, in einer anderen Sprache zu sprechen. Außerdem war es auch Gott, der Jesus wieder lebendig gemacht und ihnen den Heiligen Geist geschickt hatte.

Als die Leute das hörten, tat es ihnen leid, dass sie zuvor über die Apostel gelacht hatten. Sie glaubten nun, was ihnen gesagt wurde. Und sie wollten nun auch zu Jesus gehören und den Heiligen Geist spüren. Sie alle ließen sich auf den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist taufen. Sie waren nun eine Gemeinschaft, die an Gott glaubte. Sie erzählten allen, die sie trafen, von Gott. Tausende Menschen wollten auch zu der Gemeinschaft gehören. Daher ließen auch sie sich sofort taufen. Sie alle waren nun Christen.

Später kamen immer mehr Menschen hinzu, die sich taufen ließen. Seitdem gilt Pfingsten als der Geburtstag der Kirche. Die Christen beteten seitdem gemeinsam und lobten und dankten Gott im Gebet. Sie glaubten an den einen Gott, der aus dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist besteht – ebenso wie wir Christen es noch heute tun.

An Pfingsten feiern wir nicht nur, dass der Heilige Geist zum ersten Mal zu den Jüngern hinab kam. Bis heute soll das Fest auch daran erinnern, dass man nicht dieselbe Sprache sprechen muss, um an dasselbe zu glauben. Was Gott einem sagen will, kann jeder verstehen – egal, welche Sprache man spricht.