Bundesgesundheitsminister wünscht Paul Gerhardt Diakonie Gottes Segen

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Ulrich Seelemann (Aufsichtsratsvorsitzender Paul Gerhardt Diakonie gAG), Ulrike Trautwein (Generalsuperintendentin und Vorsitzende des Stiftungsrates des Evangelischen Johannesstifts), Prof. Dr. Lutz Fritsche (Medizinischer Vorstand Paul Gerhardt Diakonie gAG), Bischof Dr. Dr. h. c. Markus Dröge, Pfarrer Martin von Essen (Sprecher des Vorstands Paul Gerhardt Diakonie gAG), Kirchenrätin Barbara Eschen (Direktorin des DWBO), Andreas Arentzen (Personalvorstand Paul Gerhardt Diakonie gAG), Andreas Mörsberger (Finanzvorstand Paul Gerhardt Diakonie gAG) (v. l. n. r.) Foto: Frederic Schweizer

Berlin (fb) Diakonie-Präsident Ulrich Lilie überreicht immer wieder gerne den traditionellen Wichern-Adventskranz. 2016 ging er an Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau als Repräsentantin des Deutschen Bundestages.

Mit beteiligt traditionell der Kinderchor des Evangelischen Johannesstifts unter Leitung des Kantors Jürgen Lindner.

Unter den Gästen damals auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Sein Erfinder, Johann Hinrich Wichern, stehe für eine Haltung, die an den Schwächsten der Gesellschaft eben nicht vorbeisehe, sondern sie und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücke. Dafür setze sich die Diakonie bis heute ein – in konkreter sozialer Arbeit, in vielerlei Gestalt im ganzen Bundesgebiet. Lilie betont, dass die gemeinsame politische Arbeit von Bundestag und Diakonie immer auch den Interessen sozial benachteiligter Menschen gelte. „Wir sind Partner auf dem Weg in eine Gesellschaft, an der alle teilhaben“, sagte Lilie im Vorfeld.

Petra Pau machte in ihren Grußworten deutlich, wie wichtig die aktuelle Renten- und Haushaltsdebatte für die Zukunft sei.

Nun gibt es einen neuen Markstein in der Geschichte des traditionsreichen Johannesstiftes.

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin besiegelten das Evangelische Johannesstift und die Paul Gerhardt Diakonie ihren Zusammenschluss zur Paul Gerhardt Diakonie gAG. Die Fusion war bereits 2015 von den Aufsichtsgremien beider Unternehmen beschlossen worden. Der Sprecher des Vorstandes der Paul Gerhardt Diakonie, Pfarrer Martin von Essen, eröffnete den Festakt und begrüßte die Geladenen mit den Worten: „Wir freuen uns sehr, dass wir heute nach drei Jahren der Vorbereitung die zum 1. Januar vollzogene Fusion feiern und unter den Segen Gottes stellen.“ Die Paul Gerhardt Diakonie gAG ist Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche. Für ein konfessionelles Sozialunternehmen ist es selbstverständlich, solche Entwicklungen mit einem Gottesdienst zu feiern.

Der Festakt stand – wie bereits der gesamte Fusionsprozess – unter dem Motto des Liedes „Vertraut den neuen Wegen“ von Klaus-Peter Hertzsch (Evangelisches Gesangbuch 395), auf das sich auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in seinem vorab übermitteltem Gratulationsschreiben bezog: „Auf ‚den neuen Wegen‘– welche Worte könnten besser auf diesen so wichtigen Schritt passen (…) – wünsche ich allseits alles Gute und Gottes Segen!“

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Dr. Dr. h. c. Markus Dröge hielt die Predigt. „Unser Auftrag als Christen und als Kirche ist es, im Konzert der Krankenhäuser und der sozialen Unternehmungen mitzuspielen. Wir können zeigen, wie wir diese Arbeit verstehen und was uns daran wichtig ist“, so der Bischof vor rund 400 Gästen in der Französischen Friedrichstadtkirche. „Der neue Bund fürs diakonische Leben, den die Paul Gerhardt Diakonie und das Evangelische Johannesstift geschlossen haben, schafft die Möglichkeit, wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben. So bleibt die Chance gewahrt, die Kultur zu leben, die wir als christliche Kultur schätzen und die sich niederschlägt in dem Menschenbild, das wir vertreten, in der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen und in dem liebevoll-wertschätzenden Blick auf die, die schwach und krank sind.” 

Auch Ulrike Trautwein, Generalsuperintendentin, beglückwünschte die beiden Unternehmen und ihre Vertreter zu diesem Schritt und betonte die „Verpflichtung und Verantwortung“, die ein so großer diakonischer Träger für die Menschen eingeht. Sie erinnerte an die Gründungsväter beider Unternehmen, denen immer eins wichtig war: die „Hilfe für die, die Hilfe benötigen.“ Ulrich Seelemann, Aufsichtsratsvorsitzender der neuen gAG bedankte sich ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: „Nur durch ihr großes Engagement und ihre vorausdenkende Mitarbeit konnte diese Fusion gelingen.“

Der festliche Gottesdienst wurde von Mitarbeitenden beider Unternehmensteile gestaltet. Die musikalische Begleitung übernahmen Prof. Dieter Falk, Pianist und Musikproduzent (Pur, Patricia Kaas,Pe Werner), die Gruppe „drum attack – Trommeln gegen Gewalt und Drogen“ der Jugendsuchthilfeeinrichtung NEUStart in Zootzen sowie der Kantor des Evangelischen Johannesstifts, Jürgen Lindner und weitere Musiker.

Bereits am 27. November 2017 war der Verein Paul Gerhardt Diakonie e. V. im Rahmen eines Rechtsformwechsels in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft umgewandelt worden. Alleinige Aktionärin ist die Stiftung Evangelisches Johannesstift SbR. Die Tochtergesellschaften des Evangelischen Johannesstifts sowie die Tochtergesellschaften der Paul Gerhardt Diakonie arbeiten seit dem 1. Januar 2018 gemeinsam unter einem Dach. Die Paul Gerhardt Diakonie gAG wird als strategische Management-Holding geführt.

 

ÜBER DIE PAUL GERHARDT DIAKONIE gAG

Die Paul Gerhardt Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Seit dem Zusammenschluss mit dem Evangelischen Johannesstift ist die Paul Gerhardt Diakonie
in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in folgenden Sparten vertreten: Krankenhäuser und ambulante Versorgungszentren, Altenhilfe und Hospize, Behindertenhilfe, Jugendhilfe, Arbeit, Beschäftigung und Soziales sowie Services. Unsere 8.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten moderne Spitzenmedizin und zugewandte Betreuung im Einklang mit den diakonischen Werten unseres Unternehmens.

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Diakoniepräsident Ulrich Lilie (l.) mit Bundesminister Hermann Gröhe. Foto: Frank Bürger
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Ulrich Seelemann, Aufsichtsratsvorsitzender der Paul Gerhardt Diakonie. Foto: privat

Auftritt des Kinderchores des Johannesstifts zur Übergabe des Adventskranzes im Bundestag 2016

Beitrag: Tobias Kirchhof / Frank Bürger

 

 

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