
Impuls aus Taizé:
Deine Liebe, Herr, stützt mich. Mehren sich die Sorgen des Herzens, so erquickt dein Trost meine Seele.
Ps 94,18-19
Berlin. Wir beginnen mit einer Andacht von Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Weltkirchenrates. Mit dem Politiker und Autoren Andreas Sturm aus Baden haben wir einen neuen Partner gewonnen. Dann kommt ein Impuls vom Potsdamer Generalsuperintendenten Kristóf Bálint oder direkt von der EKBO. Ein besonderer Impuls kommt von Prälat i. R. Prof. Dr. Traugott Schächtele. Gedanken kommen dieses Mal in einem neuen Format, musikalisch umrahmt von Organistin Barbara Herrberg (Evangelische Weihnachtskirche Spandau), mit Fokus auf das Thema „Kühle Oktobertage“, diese Woche wieder mit Siegfried Weber, stellv. Dekan in Karlsruhe. Es gibt jede Woche die Rubrik „Wachet und Betet“, und zwar über die Aktion „#createsoundscape“. Zu hören sind die Glocken der Kath. Pfarrkirche St. Gertrud in Herzogenrath-Afden. Mit dem Reise Know-How Verlag aus Bielefeld geben wir Impulse für Touren in alle Welt. Ergänzend dazu Impulse von Kerstin Pagel. Dazu kommen historische Impulse aus der Schweiz mit Albrecht Grözinger, emeritierter Professor für Praktische Theologie an der Universität Basel. Es gibt Tipps aus dem und für den Religionsunterricht, manchmal von Mitarbeiterin Angela Schweitzer, auch für die Familie, ab und an eine Koproduktion von Ute Mertens (Evangelische Kirche Mitteldeutschland und Thorsten Fabrizi (Evangelische Kirche im Rheinland), eine Einspielung dieses Mal wieder von Michael Reichert Ann-Helena Schlüter, ab und an auch ein Beitrag von Agita Rando. Es gibt Impulse für Kinder und Jugendliche von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger. Es gibt nun eine Buchempfehlung und Texte von Nadine Grimmig, eine Filmempfehlung kommt von Miss Sonnenschein oder Klassikradio. Jazziges kommt über den Experten Marco Reiß. Nun auch die YouTube-Einspielung der Woche, empfohlen von unserer Mitarbeiterin Joanna Filus-Olenkiewicz. Dazu klassische Noten von Hans-Josef Overmann, Opern- und Konzertsänger, Fagottist, Komponist und Dirigent. Jede Woche präsentiert Prof. Dr. Frank Thissen Momentaufnahmen aus Karlsruhe. Dazu kommen regelmäßig Momentaufnahmen von Pfarrer Erko Sturm. Regelmäßig gibt es jetzt Noten von der Sopranistin Andrea Chudak. Von Anfang an mit dabei Superintendentin Angela Zaedow.
Mit dabei eine deutsch-polnische Note über Stephan Schiller. Dazu eine oekumenische Ergänzung: Regelmäßig zeigen wir einen Impuls von Uwe Lüttinger, Dekan der Römisch-Katholischen Kirchengemeinde Mittlere Kurpfalz. Und zum ersten Mal eine kulturelle Note von der SPD-Abgeordneten Sebahat Atli.
Von Frank Bürger
Impuls Generalsuperintendent Kristóf Bálint

ine große sangesfreudige Gemeinde traf sich heute in der Friedenskirche zu Potsdam. Gottesdienst mit Prädikant Holger Rohde und Lektor Jürgen Dhein, wunderschöne Orgelmusik mit Kantor Fabian Pasewald und Sängerin Gesine Seibel, die Predigt hielt Generalsuperintendent Kristóf Bálint und findet sich unter https://www.ekbo.de/…/2026-10-11_Predigt_zu_Eph_4_22-32… (fb) oder in der BIO (Insta).
Facebook, 11. Oktober 2026
Impuls von Prof. Dr. Traugott Schächtele

Begrüßungsrede zur Informationsveranstaltung
zur Förderinitiative
„300 Kirchengemeinden für due Sonnenenergie“
am 6. Oktober 1999 in der Solarfabrik
Termine
- 05.11.2026 19:30 Uhr Hebel-Revue – Texte und Musik Maria Magdalena Kirche
Blog
Aktuelle Buchhinweise
Am 17. August 2026 erschien beim Herder Verlag mein neues Buch Die neue Freiheit genießen und gestalten: Ein Reiseführer in den Ruhestand (20 Euro). Lesen und Verschenken lohnt sich! /leben/shop/p6/95995-die-neue-freiheit-geniessen-und-gestalten-gebundene-ausgabe/
Mein Buch geistesinzidenzen: sieben mal sieben unterbrechungen im lauf des Jahres ist beim Verlag Buchwerk am Kämpfelbach eben neu aufgelegt erschienen und wieder überall erhältlich! (19,90 Euro) /shop/geistesinzidenzen/
Im November erscheint beim Verlag Buchwerk am Kämpfelbach ein Band mit 32 Grafiken des Freiburger Künstlers Wolf Becke, jedem der Drucke stelle ich ein Gedicht zur Seite. Der Titel des Buches lautet: Flüchtige Zonen. Lyrik trifft Grafik – der Preis beträgt 19,80 Euro! /shop/fluechtige-zonen/
Impuls von Superintendentin Angelika Zädow

Beitrag von Pfarrer Erko Sturm

Mit dem Glauben im Gepäck
Wie die Siebenbürger Sachsen Österreichs evangelisches Leben nach 1944 mitprägten
Wer nach den Wurzeln evangelischen Lebens im heutigen Österreich fragt, begegnet einer Geschichte von Glaubenstreue, Verfolgung, Migration und Neubeginn. Ein besonders prägendes Kapitel ist die Aufnahme der Siebenbürger Sachsen, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und in dessen Folge ihre Heimat verloren. Sie fanden in Österreich Schutz und neue Lebensmöglichkeiten – und wurden vielerorts zu tragenden Kräften evangelischer Gemeinden. Ihre Bedeutung reicht weit über einen Zuwachs an Kirchenmitgliedern hinaus. Sie brachten eine jahrhundertealte evangelische Tradition, Erfahrungen gemeinschaftlicher Selbstorganisation und eine enge Verbindung von Glauben und Alltag mit. Besonders in Oberösterreich entstanden durch ihren Zuzug neue Schwerpunkte evangelischen Lebens. Bestehende Gemeinden wuchsen, neue Gemeinden bildeten sich, Kirchen wurden gebaut. Die Evangelische Kirche in Österreich würdigte diesen Beitrag anlässlich des achtzigjährigen Gedenkens 2024 ausdrücklich als ein bleibendes Geschenk.
Eine evangelische Tradition aus Siebenbürgen
Die Siebenbürger Sachsen sind eine deutschsprachige Bevölkerungsgruppe, deren Geschichte in Siebenbürgen, im heutigen Rumänien, bis ins Mittelalter zurückreicht. Der Name „Sachsen“ bedeutet dabei nicht, dass ihre Vorfahren ausschließlich aus dem heutigen Sachsen stammten. Seit dem 16. Jahrhundert wurde der evangelisch-lutherische Glaube zu einem wesentlichen Bestandteil ihrer gemeinschaftlichen Identität. Eine Schlüsselrolle spielte der Kronstädter Humanist und Reformator Johannes Honterus. Von Kronstadt aus breitete sich die Reformation unter den Siebenbürger Sachsen aus. Kirche, Bildung und die Ordnung des Zusammenlebens standen dabei in einem engen Zusammenhang. Die Kirchengemeinde war deshalb weit mehr als der Ort für den sonntäglichen Gottesdienst. Sie gehörte zu den tragenden Einrichtungen des gesellschaftlichen Lebens. In ihr verbanden sich religiöse Überzeugung, Sprache, Bildung, Erinnerung und Gemeinschaft.
Hinzu kamen die sogenannten Nachbarschaften: Zusammenschlüsse, die das örtliche Zusammenleben ordneten und gegenseitige Verantwortung förderten. Sie waren eine bewährte Form gemeinschaftlicher Selbstorganisation. Diese Erfahrung konnte später auch unter völlig veränderten Lebensbedingungen in Österreich wirksam werden. Man versteht den Beitrag der Siebenbürger Sachsen daher am besten, wenn man ihre Ankunft als die Ankunft von Menschen mit einer eigenen, gewachsenen kirchlichen Kultur begreift. Sie benötigten seelsorgliche Begleitung und materielle Hilfe. Zugleich brachten sie Erfahrungen mit, die für den Aufbau neuer Gemeinden wertvoll waren.
Flucht und Heimatverlust: Der Einschnitt begann 1944
Die Formulierung „nach dem Zweiten Weltkrieg Vertriebene“ erfasst einen wichtigen Teil dieser Geschichte, benötigt aber eine zeitliche Präzisierung. Die entscheidende Flucht- und Evakuierungsbewegung aus Nordsiebenbürgen begann bereits im Herbst 1944. Nach dem Frontwechsel Rumäniens im August 1944 und angesichts des Vorrückens der Roten Armee verließen zahlreiche Familien ihre Heimat. Ganze Dorfgemeinschaften machten sich auf den Weg nach Westen. Für viele führte dieser Weg über Ungarn nach Österreich; andere gelangten nach Deutschland. Die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien nennt rund 30.000 Gemeindeglieder aus Nordsiebenbürgen, die 1944 mit ihren Geistlichen nach Österreich und Deutschland flohen. Teilweise wurden Kirchenbücher und Abendmahlsgeräte mitgenommen. Darin zeigt sich, wie sehr die Menschen auch auf der Flucht an ihrer kirchlichen Gemeinschaft festhielten. Diese Zahl bezeichnet allerdings nicht die dauerhaft in Österreich angesiedelten Menschen. Flucht, vorübergehende Unterbringung, Rückführung und Weiterwanderung müssen unterschieden werden. Auch kamen nicht alle späteren Zuwanderer auf demselben Weg: Zu den Geflüchteten von 1944 traten unter anderem ehemalige Kriegsgefangene, Menschen nach sowjetischer Deportation und später Angehörige im Rahmen von Familienzusammenführungen. Viele Siebenbürger Sachsen blieben zunächst in Rumänien.
Zu einer verantwortlichen Darstellung gehört außerdem der politische Zusammenhang. Teile der deutschen Minderheit und ihrer Organisationen waren in die nationalsozialistische Politik eingebunden worden. Der von NS-Deutschland verursachte Krieg bildete den Hintergrund der späteren Katastrophe. Diese Verstrickungen dürfen ebenso wenig ausgeblendet werden wie das Leid der einzelnen Menschen, die ihre Heimat verloren. Beides gehört zu einer ehrlichen Erinnerung.
Ankommen in einem selbst erschütterten Land
Österreich war bei Kriegsende selbst von Zerstörung, Versorgungsnot und Wohnungsmangel geprägt. Die Aufnahme der Geflüchteten vollzog sich deshalb unter schwierigen Bedingungen. Unterkünfte in Lagern und Baracken, unsichere Zukunftsaussichten und die Suche nach Arbeit bestimmten für viele den Alltag. Von einer sofortigen und überall bereitwilligen Aufnahme kann keine Rede sein. Neben Hilfsbereitschaft gab es Misstrauen, Ablehnung und die Erwartung, die Menschen würden weiterziehen. Eine kirchliche Rückschau beschreibt die ersten Nachkriegsjahre als eine lange Zeit der Unsicherheit, in der die Evangelische Kirche den Ankommenden Schutz und Unterstützung bot und ihre Anliegen vertrat. Für Menschen, die ihre vertraute Umgebung verloren hatten, konnte die Kirche zu einem wichtigen Ort der Orientierung werden. Im Gottesdienst begegneten ihnen vertraute Worte und Formen. Zugleich entstanden Kontakte, durch die Hilfe möglich wurde und das Gefühl wuchs, auch in der Fremde dazuzugehören. Die Bedeutung kirchlicher Gemeinschaft lässt sich hier sowohl geistlich als auch sozial verstehen: Sie half, den Verlust der bisherigen Heimat auszuhalten und Schritte in eine neue Zukunft zu wagen.
Ein neuer Impuls für die evangelische Minderheit
Das evangelische Leben in Österreich begann selbstverständlich lange vor der Ankunft der Siebenbürger Sachsen. Seine Geschichte reicht in die Reformationszeit zurück. Trotz Gegenreformation und Verfolgung blieb evangelischer Glaube in verschiedenen Regionen erhalten, teilweise über Generationen im Verborgenen. Das Toleranzpatent von 1781 ermöglichte evangelischen Gemeinden wieder eine rechtlich begrenzte Existenz. Das Protestantenpatent von 1861 brachte weitere entscheidende Freiheiten. Die vollständige rechtliche Gleichstellung wurde schließlich durch das Protestantengesetz von 1961 erreicht. Die Siebenbürger Sachsen trafen somit auf eine Kirche mit eigenen Traditionen und einer eigenen Erfahrung als Minderheit. Ihr Zuzug verlieh dieser Kirche jedoch in manchen Regionen eine neue Größenordnung und zusätzliche Gestaltungskraft. Bischof Michael Chalupka erinnerte 2024 daran, dass sich durch die Aufnahme der siebenbürgischen Glaubensgeschwister in vielen Gemeinden, besonders in Oberösterreich, die Zahl der Gläubigen verdoppelte. Zugleich begegneten sich unterschiedliche Vorstellungen davon, wie Kirche gelebt werden sollte. Das bedeutete
organisatorische Herausforderungen und erforderte gegenseitiges Lernen. Der Beitrag der Neuankommenden bestand also auch darin, dass evangelische Gemeinschaft an weiteren Orten dauerhaft möglich wurde. Wo zuvor nur wenige evangelische Familien lebten, entstand die Grundlage für regelmäßige Gottesdienste, verbindliche Gemeindestrukturen und eigene kirchliche Räume.
Gemeindeaufbau durch gemeinsame Verantwortung
Besonders anschaulich wird diese Entwicklung beim Kirchenbau. Eine Kirche zu errichten erforderte in der Nachkriegszeit erhebliche Anstrengungen. Zunächst mussten die Menschen ihr eigenes Leben sichern, Arbeit finden und Wohnraum schaffen. Dennoch wuchs vielerorts der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus. In der Geschichte der Siebenbürger Sachsen in Österreich gehörten Siedlungsbau und kirchlicher Aufbau deshalb häufig zusammen. Die neue Kirche sollte ein Ort werden, an dem die Gemeinschaft sich versammeln und die nächste Generation eine geistliche Heimat finden konnte. Auch die Nachbarschaften wurden in Österreich weiterentwickelt. In Wels entstand bereits 1949 eine örtliche Organisation der Siebenbürger Sachsen. Später bezeichneten sich die oberösterreichischen Ortsgliederungen wieder als „Nachbarschaften“ und knüpften damit bewusst an die überlieferten Formen des Zusammenhalts an. Daraus lässt sich eine wesentliche Stärke dieses Neuanfangs erkennen: Gemeinschaft wurde durch eigenes Handeln aufgebaut. Die Menschen organisierten sich, übernahmen Aufgaben und schufen Einrichtungen, die über ihre unmittelbare persönliche Not hinausreichten.
Mattighofen, Munderfing und Lengau: Die Geschichte wird vor Ort sichtbar
Im Raum Mattighofen, Munderfing und Lengau lässt sich diese Entwicklung besonders deutlich nachvollziehen. Vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebten dort nur wenige evangelische Familien. Mit den Flüchtlingen aus dem östlichen und südöstlichen Europa veränderte sich die Situation grundlegend. Die örtliche Gemeindegeschichte berichtet von zunächst provisorischen Gottesdienstorten: Lagern, Schulen, Gasthäusern und katholischen Kirchen. Die spätere Errichtung eigener Kirchen wurde von vielen Gemeindemitgliedern durch persönliche Mitarbeit getragen. Zwischen 1961 und 1963 entstand die Friedenskirche in Mattighofen; 1968 wurde die Glaubenskirche in Lengau eingeweiht, 1970 die Reformationsgedächtniskirche in Munderfing.
Bemerkenswert ist in Munderfing die ökumenische Unterstützung. Nach der örtlichen Darstellung konnten die evangelischen Christen dank des Entgegenkommens des katholischen Pfarrherrn fünfundzwanzig Jahre lang ihre Gottesdienste in der katholischen Kirche feiern. Am 7. Juni 1970 wurde dann das eigene Gotteshaus eingeweiht. Hier zeigt sich, dass der Aufbau evangelischen Lebens auch durch Beziehungen über Konfessionsgrenzen hinweg ermöglicht wurde. Die Geschichte der neuen Gemeinde ist zugleich eine Geschichte gewährter Gastfreundschaft.
Eine Kirche für die Kinder und Kindeskinder
Ein auf der Homepage der Pfarrgemeinde überlieferter Aufruf aus Munderfing von 1960 macht die Beweggründe für den Kirchenbau besonders greifbar. Der Verfasser erinnert an den Verlust von Haus und Hof und an die Glocken der zurückgelassenen Heimatkirche. Zugleich stellt er fest, dass inzwischen eigene Häuser gebaut worden seien. Nun müsse auch an die Zukunft des Glaubens gedacht werden. Sein Wunsch gilt einem Gotteshaus, in dem, wie er schreibt, „unsere Kinder und Kindeskinder daheim sind und wissen, wohin sie gehören“. Dieser Satz bringt die geistliche Bedeutung des Gemeindeaufbaus auf den Punkt. Der Bau einer Kirche war mit der Sorge verbunden, ob der Glaube unter den veränderten Lebensbedingungen weitergegeben werden könne. Die Quelle zeigt allerdings auch, dass die Vergangenheit nicht idealisiert werden sollte. Bereits 1960 beklagte der Verfasser eine nachlassende Teilnahme von Jugendlichen und Erwachsenen am Gottesdienst. Auch unter den Geflüchteten war kirchliche Bindung keineswegs selbstverständlich. Der Aufbau der Gemeinde war deshalb zugleich ein Versuch, auf bereits wahrgenommene Veränderungen zu antworten.
Rosenau: Seelsorge und neue Lebensmöglichkeiten
Ein weiteres Beispiel bietet Rosenau bei Seewalchen am Attersee. Dort war der aus Siebenbürgen stammende Pfarrer Mathias Schuster in der Flüchtlingsseelsorge tätig. Er begleitete Menschen, die zunächst in Lagern untergebracht waren, und bemühte sich um Möglichkeiten einer dauerhaften Ansiedlung. Als Grundstücke verfügbar wurden, entstand eine Siedlung, in der Wohnhäuser und kirchliches Leben gemeinsam aufgebaut wurden. Eine zunächst provisorische Kirche und später die Gnadenkirche bildeten wichtige Bezugspunkte der neuen Gemeinschaft. An diesem Beispiel wird sichtbar, wie weit die Aufgabe eines Flüchtlingsseelsorgers reichen konnte. Geistlicher Beistand verband sich mit der Suche nach konkreten Lebensmöglichkeiten. Die Frage nach Heimat war zugleich die Frage nach einem Dach über dem Kopf, nach Nachbarn, nach Sicherheit und nach einem Ort für den Glauben.
Eine ältere Verbindung zwischen Österreich und Siebenbürgen
Die Beziehungen zwischen Österreich und dem evangelischen Siebenbürgen reichen noch weiter zurück. Im 18. Jahrhundert wurden Protestanten aus österreichischen Gebieten wegen ihres Glaubens zwangsweise nach Siebenbürgen umgesiedelt. Aus diesen Menschen und ihren Nachkommen entstand die Gruppe der sogenannten Landler. Die ersten Deportationen aus Kärnten fanden 1734 statt. Auch aus anderen österreichischen Regionen wurden Menschen nach Siebenbürgen gebracht. Landler und Siebenbürger Sachsen sind historisch zu unterscheiden. Dennoch ergibt sich aus ihren Geschichten eine bemerkenswerte Verbindung: Österreich war einst Ausgangspunkt der Vertreibung evangelischer Menschen nach Siebenbürgen und wurde später für evangelische Menschen aus Siebenbürgen zum Zufluchtsort. Diese Verbindung gibt der Erinnerung eine besondere Tiefe. Sie macht deutlich, wie eng die Geschichte des Protestantismus mit Fragen von Gewissensfreiheit, Heimat und erzwungener Migration verbunden ist.
Ein bleibendes Erbe
Die Bedeutung der Siebenbürger Sachsen für das evangelische Leben in Österreich liegt vor allem in der Verbindung von Glauben und gemeinsamer Verantwortung. Ihr Beitrag wurde in Kirchengebäuden sichtbar, setzte sich aber ebenso in der Organisation von Gemeinden, in gegenseitiger Hilfe und in der Weitergabe von Erinnerungen fort. Dabei wäre es verkürzend, den evangelischen Gemeindeaufbau nach 1945 allein ihnen zuzuschreiben. Andere Flüchtlingsgruppen, bereits ansässige Evangelische, kirchliche Hilfswerke und örtliche Unterstützer wirkten ebenfalls daran mit. Die Leistungen der Siebenbürger Sachsen treten gerade dann klar hervor, wenn sie innerhalb dieser gemeinsamen Aufbaugeschichte gewürdigt werden.Für die heutige Kirche liegt darin auch eine Anregung: Menschen, die Zuflucht suchen, bringen neben ihren Verletzungen und Bedürfnissen Fähigkeiten, Erfahrungen und geistliche Traditionen mit. Aufnahme kann eine Gemeinde verändern und ihr neue Möglichkeiten eröffnen.
So gehört die Geschichte der Siebenbürger Sachsen fest zur Geschichte der Evangelischen Kirche in Österreich. Aus dem schmerzlichen Verlust der alten Heimat erwuchs an vielen Orten ein dauerhaftes kirchliches Leben. Menschen, die Schutz suchten, übernahmen Verantwortung für ihre neue Umgebung – und halfen, Gemeinden zu schaffen, in denen auch ihre Kinder und Enkel Heimat finden konnten.
Persönlicher Impuls
Nächste Buchpräsentation mit Marco Reiß
Der Musiker Marco Reiß ist ein treuer Autor seit langer Zeit. Nun gibt in Zerben ein besonderes Konzert mit Buchpräsentation

Aktuelle Deutsch-Polnische Note

Derzeit beunruhigt Gewalt an polnischen Schulen die Gemüter, auch die internationale Presse wird aufmerksam. Danke Stephan Schiller für die Recherche.
Reisetipps mit Reise Know-How Verlag

Von Thailands Tempeln und Traumstränden über die grünen Vulkaninseln der Azoren bis in die Königsstädte und Weiten Marokkos

Unsere Neuerscheinungen im Oktober laden euch ein, die Welt neu zu entdecken. Ob ihr von Thailand träumt

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Alle Neuerscheinungen sind ab sofort im Buchhandel, in unserem Shop und online erhältlich.

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Facebook, 9. Oktober 2026
Impulse von Kerstin Pagel

Ihr Lieben, leider ist aus Krankheitsgründen die Gorch Fock I vorerst geschlossen!
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Herzlichst, Kerstin
Wichtige Informationen zu den Öffnungszeiten!
Ihr lieben Gorch Fock I – Freundinnen und – Freunde, ![]()
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wir müssen Euch heute leider mitteilen, dass die Gorch Fock I aus Krankheitsgründen vorerst geschlossen bleibt!
Nach aktuellem Stand betrifft dies den Zeitraum von heute bis voraussichtlich Samstag, den 17. Oktober 2026.
Wir hoffen sehr, ab Dienstag, 20. Oktober 2026, wieder wie gewohnt für Euch öffnen zu können.
Wir halten alle hier auf dem Laufenden und freuen uns schon jetzt darauf, Euch alle bald wieder vor unserer anstehenden Saisonschließung an Bord begrüßen zu dürfen!
Vielen Dank für Eure Geduld und Euer Verständnis.
Herzliche Grüße,
Eure Gorch Fock I-Crew. ![]()
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Webseite: www.gorchfock1.de
Foto: H. Heidrich (Von Herzen Dank!
)
Text: K. B. Pagel
Facebook, 13. Oktober 2026
Impulse aus und für den Religionsunterricht / Kultur
Wieder mal ein Blick auf die Deutsche Oper

Mit Andrea Chudak unterwegs

25.10.26 – 16 Uhr
Galerie im Prälatenhaus, Rote Stufen 3, 01662 Meißen
EINTRITT FREI – um Anmeldung wird wegen des besonderen Ortes gebeten: praelatenhaus.meissen@freenet.de
„KEINE SORGE, WIR MACHEN DAS ZUM ERSTEN MAL“
mit Andrea Chudak (Autorin/ Sopran) und Yuki Inagawa (Klavier)
Facebook, 14. Oktober 2026
Kulturelle und Soziale Noten von Andreas Sturm



English Reading: “Born to be Wild(e) – The Spirit of Oscar Wilde“

Oscar Wilde: Rebel, visionary, style icon and master of wit.
What makes the Irish writer so fascinating even today?
In this (more or less) bilingual reading, Andreas T. Sturm explores Wilde’s extraordinary life, his sharp social criticism and his timeless philosophy of art and freedom.

From The Picture of Dorian Gray to the age of social media: Wilde’s ideas are more relevant than ever.

Volkshochschule Schwetzingen

Wednesday, 21 October 2026 | 7:00–8:30 pm

Free admission

No registration required
Volkshochschule Bezirk Schwetzingen e.V.
WOLL Verlag
#oscarwilde#literature#borntobewilde#volkshochschule#schwetzingen
Layout: Matthias Busse
Buchcover: Dominik Göhlich
Facebook, 14. Oktober 2026
Kulturelle und soziale Note von Sebahat Atli

30 Jahre klangholz e.V. – herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!
30 Jahre voller Musik, Engagement und Gemeinschaft!
Ein wunderbarer Anlass, um die wertvolle Arbeit des Vereins und seinen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander zu würdigen.
Schön war es, dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu feiern. Auf viele weitere Jahre voller Zusammenhalt und musikalischer Begegnungen!
Facebook, 13. Oktober 2026
Musikbeitrag für Klassikfreunde
Wachet und Betet!

Wachet und betet … Über den Link gibt es alles zu den Glocken der Kath. Pfarrkirche St. Gertrud in Herzogenrath-Afden.
#createsoundscape ist Teil der Kampagne „Hörst du nicht die Glocken?“.
Diese informiert über den Sinn und Zweck des Läutens überhaupt, über seine Geschichte und darüber, wie das Läuten heute wieder als Zeichen von Frieden, Freiheit und persönlicher Spiritualität verstanden werden kann.
Wachet und Betet – Historischer Impuls

Heute vor 100 Jahren – am 15. Oktober 1926 – wurde Michel Foucault in Poitiers geboren. Foucault ist relativ spät in meine Denkwelt eingetreten. Ich erinnere mich noch genau, wie ich im Jahre 1978 in Cannes in einem Strassencafé (ich habe die Strassenecke in Cannes, an der das Café sich befindet, noch genau vor mir) atemlos und ohne Unterbrechung „Die Ordnung des Diskurses“ gelesen habe. Eine ganz neue Denkwelt hat sich mir da aufgetan…
Facebook Albrecht Grözinger, 15. Oktober 2026
YouTube der Woche von Joanna Filus-Olenkiowicz
Impuls aus Schwetzingen von Dekan Uwe Lüttinger
Impuls aus Karlsruhe von Dekanstellvertreter Siegfried Weber
Impuls aus Karlsruhe von Prof. Dr. Frank Thissen

»In jungen Jahren bin ich oft umgezogen. Dann habe ich den Achzigern im Kraichgau meine Liebe gefunden und Wurzeln geschlagen. Seit über 30 Jahren wohne ich in Gondelsheim und mache tagsüber individuelle Massivholzmöbel in meiner kleinen Werkstatt. Abends pendle ich nach Karlsruhe und unterrichte Aikido im Budo-Club. Harmonisch schwungvolle Formen bedeuten mir viel, in Landschaft, Arbeit und Sport.« ✝ Andreas Raatschen
Foto: Frank Thissen
Quelle: https://menschen-in-karlsruhe.eu/
Zeitenreise mit Hans-Josef Overmann
Buchempfehlung
Hier gibt es einen Neuanfang mit Nadine Grimmig, Archäologin, Kunsthistorikerin und vergl. Religionswissenschaftlerin. Heute von mir persönlich

Ein spannungsgeladener Psychothriller von Freida McFadden, der Autorin des weltweit millionenfach verkauften Nummer-1-SPIEGEL-Bestsellers Wenn sie wüsste.
Sie schwört auf ihre Unschuld. Aber jeder hat Leichen im Keller.
Nora Davis hatte keine Ahnung, dass ihr Vater jahrelang Frauen im Keller ermordete, während sie oben in ihrem Zimmer Hausaufgaben machte.
Bis eines Tages die Polizei vor ihrer Tür stand.
Jahrzehnte später sitzt ihr Vater immer noch hinter Gittern, und Nora selbst ist eine erfolgreiche Chirurgin mit einem ruhigen Privatleben. Niemand weiß von ihrer Vergangenheit, und sie wird alles dafür tun, damit es auch so bleibt.
Dann wird eine ihrer Patientinnen ermordet – auf exakt die gleiche grausame Weise, mit der ihr Vater einst seine Opfer tötete.
Jemand weiß, wer Nora ist – und will ihr diese furchtbare Tat anhängen. Aber sie ist nicht wie ihr Vater. Die Polizei kann nichts mit ihr in Verbindung bringen.
Solange niemand in Noras Keller schaut …
Ein atemberaubend spannender Psychothriller von der Bestsellerautorin des millionenfach verkauften Thrillers Wenn sie wüsste – jetzt als Film bei Amazon Prime. Perfekt für alle Fans von Gillian Flynn, Sebastian Fitzek und Paula Hawkins.
Leser:innen sind begeistert von Die verschlossene Tür:
»Dieses Ende hatte ich nicht erwartet!!!!! … Meine Kinnlade hat fast den Boden berührt … Ich hab es absolut geliebt … Wenn du dieses Buch noch nicht gelesen hast, tu es jetzt!!!!« Goodreads-Rezension, 5 Sterne
»Ein genialer, spannender Knaller von einem Buch!! … Meine Güte … Ich hab nicht erwartet, es in unter 12 Stunden durchzusuchten … aber sobald ich eingetaucht bin, war ich komplett eingenommen und wusste, dass ich einfach weiterlesen musste! … Ich hab alles Mögliche vermutet, aber es bestand KEINE CHANCE, dass ich diese Enthüllung hätte erraten können! Ich schwöre, beim Lesen stand mir fast die ganze Zeit der Mund offen.« Goodreads-Rezension, 5 Sterne
»Sprachlos … Wirklich wahnsinnig gut … Einer der besten psychologischen Thriller, die ich je gelesen habe.« Goodreads-Rezension, 5 Sterne
»Hat mich vom Hocker gehauen … Ich will MEHR … Hat mich bis zum Ende miträtseln lassen, und der Twist hat mich vollkommen überwältigt. Ich hab das Buch in einer Nacht gelesen! Das ganze Ding! Ich konnte es nicht weglegen.« Goodreads-Rezension, 5 Sterne
»Schnall dich an! Das hier ist wild! War ab der ersten Seite gefesselt! Gerade als ich dachte, ich hätte es erraten, hat mich ein weiterer atemberaubender Twist erwischt. Die Spannung lässt nie nach … Packend und unmöglich wegzulegen. Wenn du Thriller liebst, die dir den Kopf verdrehen und dich bis zur letzten Zeile mitfiebern lassen, solltest du diesen hier nicht verpassen!« Goodreads-Rezension, 5 Sterne
»WOW, ICH HABE ES GELIEBT!!!« Goodreads-Rezension, 5 Sterne
»Ich kann nur sagen WOW … Dieses Buch konnte ich nicht weglegen. Es gab Momente, an denen ich kaum atmen konnte! Ich habe es innerhalb eines Tages gelesen … Es war perfekt.« Goodreads-Rezension, 5 Sterne
»So eine Achterbahnfahrt! Ich bin geradezu durch dieses Buch geflogen … Ich hab jeden Moment geliebt … Das Ende hat mich absolut sprachlos gemacht!« Goodreads-Rezension, 5 Sterne
»Wow … Unglaublich … Ich hab mehrmals falsch geraten!! Dieser Plottwist (gen Ende) war ein Schock und phänomenal!!! Ich hab es innerhalb von 24 Stunden gelesen … Ich konnte die Seiten nicht schnell genug umblättern!« Goodreads-Rezension, 5 Sterne
Impuls von Abt Daniil Irbits

Ein schwerer Autounfall ereignete sich am Abend des Mittwochs, den 7. Oktober 2026, in der Stadt Bissental (Föderale Land von Brandurburg, Deutschland), in dem vier junge Menschen ums Leben kamen.
Details des Vorfalls:
• Was passierte: Um 20:00 Uhr fuhr eine Gruppe Jugendlicher auf Mopeds (beliebte in diesem ländlichen Gebiet mit Marken wie Simson/Schwalbe) auf der Autobahn L200 (Rüdnitzer Chaussee). Der 61-jährige Fahrer des Autos nahm ein Risiko und begann, mehrere Autos zu überholen. Mopeds näherten sich ihm. Das Auto krachte in drei der vier Mopeds mit voller Geschwindigkeit, nachdem das Auto selbst in Brand geriet.
• Opfer: Vier Personen starben – drei Mopeds-Fahrer und eine Passagier. Sie waren alle sehr jung, im Alter von 14, 15, 16 und 19 Jahren. Sie erlitten lebensbedrohliche Verletzungen und starben am Unfallort. Der vierte Mopeds-Fahrer schaffte es, sich umzudrehen und überlebte.
• Täter: Der 61-jährige Fahrer des Autos überlebte, erhielt aber ernste Verletzungen und wurde von einem Helikopter ins Krankenhaus gebracht.
Ein Trauerzustand wurde in der Region erklärte, und Fahnen wurden in Regierungsgebäuden und Schulen heruntergezogen. Der lokale Bürgermeister und der Verkehrsminister von Brandurburg nannte das Ereignis eine „schreckliche Tragödie“ für den gesamten Bezirk.
Facebook, 9. Oktober 2026
Empfehlung für Kinder und Jugendliche
Die Empfehlungen kommen von Redaktionsmitglied Juliane Heger

Vorsicht, sie sind auf der Jagd nach deinen Träumen!
Leon ist ein Traumspringer. Er kann unbemerkt in die Träume von anderen schlüpfen. Aber nicht nur das: Eines Nachts taucht er ein in eine verborgene und geheime Welt. Hier sammeln und archivieren Morpheus und seine Geschwister seit vielen tausend Jahren die Träume der Menschen. Doch Morpheus, der Hüter der Nacht, ist dringend auf Leons Hilfe angewiesen. Nur Leon kann wie ein nächtlicher Agent zwischen Tag- und Traumwelt hin- und herspringen und so herausfinden, was Morpheus‘ Bruder Krato im Schilde führt. Denn nach einem Streit ist Krato spurlos verschwunden. Er hat gedroht, die Traumarchive zu plündern. Will er etwa die Träume der Menschen zu Geld machen und in ein einzigartig neues Handyspiel verwandeln?
Film oder Hörspieltipp
Die Empfehlung kommt von Miss Sunshine
