
Impuls aus Taizé:
Herr, du bist unser Vater. Wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände.
Jes 64,7
Berlin. Wir beginnen mit einer Andacht von Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Weltkirchenrates. Mit dem Politiker und Autoren Andreas Sturm aus Baden haben wir einen neuen Partner gewonnen. Dann kommt ein Impuls vom Potsdamer Generalsuperintendenten Kristóf Bálint oder direkt von der EKBO. Ein besonderer Impuls kommt von Prälat i. R. Prof. Dr. Traugott Schächtele. Gedanken kommen dieses Mal in einem neuen Format, musikalisch umrahmt von Organistin Barbara Herrberg (Evangelische Weihnachtskirche Spandau), mit Fokus auf das Thema „Schleppende Impulse“, diese Woche wieder mit Siegfried Weber, stellv. Dekan in Karlsruhe. Es gibt jede Woche die Rubrik „Wachet und Betet“, und zwar über die Aktion „#createsoundscape“. Zu hören sind die Glocken der Kath. Pfarrkirche St. Dionysius in Übach-Palenberg. Mit dem Reise Know-How Verlag aus Bielefeld geben wir Impulse für Touren in alle Welt. Ergänzend dazu Impulse von Kerstin Pagel. Dazu kommen historische Impulse aus der Schweiz mit Albrecht Grözinger, emeritierter Professor für Praktische Theologie an der Universität Basel. Es gibt Tipps aus dem und für den Religionsunterricht, manchmal von Mitarbeiterin Angela Schweitzer, auch für die Familie, ab und an eine Koproduktion von Ute Mertens (Evangelische Kirche Mitteldeutschland und Thorsten Fabrizi (Evangelische Kirche im Rheinland), eine Einspielung dieses Mal wieder von Michael Reichert Ann-Helena Schlüter, ab und an auch ein Beitrag von Agita Rando. Es gibt Impulse für Kinder und Jugendliche von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger. Es gibt nun eine Buchempfehlung und Texte von Nadine Grimmig, eine Filmempfehlung kommt von Miss Sonnenschein oder Klassikradio. Jazziges kommt über den Experten Marco Reiß. Nun auch die YouTube-Einspielung der Woche, empfohlen von unserer Mitarbeiterin Joanna Filus-Olenkiewicz. Dazu klassische Noten von Hans-Josef Overmann, Opern- und Konzertsänger, Fagottist, Komponist und Dirigent. Jede Woche präsentiert Prof. Dr. Frank Thissen Momentaufnahmen aus Karlsruhe. Dazu kommen regelmäßig Momentaufnahmen von Pfarrer Erko Sturm. Regelmäßig gibt es jetzt Noten von der Sopranistin Andrea Chudak. Von Anfang an mit dabei Superintendentin Angela Zaedow.
Mit dabei eine deutsch-polnische Note über Stephan Schiller. Dazu eine oekumenische Ergänzung: Regelmäßig zeigen wir einen Impuls von Uwe Lüttinger, Dekan der Römisch-Katholischen Kirchengemeinde Mittlere Kurpfalz. Und zum ersten Mal eine kulturelle Note von der SPD-Abgeordneten Sebahat Atli.
Von Frank Bürger
Andacht Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm
Impuls Generalsuperintendent Kristóf Bálint

Feierlicher Gottesdienst zum Erntedankfest in der wunderschön geschmückten und zahlreich besuchten Groß Glienicker Dorfkirche mit Kantorin Susanne Schaak, Lektor Michael Dietrich, pastor loci Max Rechholz und Generalsuperintendent Kristóf Bálint. Diese Kirche ist m.E. die Einzige (korrigierende Hinweise erbeten) in Brandenburg, die drei Schachbrettsteine ihr eigen nennt, eine Eigenheit, deren Ursprung und Sinn bis heute nicht endgültig geklärt werden konnte. Vermutlich waren es Steinmetzzeichen einer Gilde, die durch ganz Europa zog und u.a. in Herzberg (https://www.pfarramt-buckow-glienicke.de/herzbergschachbr…), Seelow (https://www.seelow.de/…/schachbrettsteine-der-oder…), Frankena (Kirchenkreis Niederlausitz), … Schweden und Norwegen ihre „Spuren“ hinterließ. Bilder der drei werden hier wiedergegeben (wegen ungünstigen Sonnenlichteinfall z.T. schwer zu erkennen. Die Predigt zum Erntedankfest findet sich hier: https://www.ekbo.de/…/2026-10-04_Predigt_zu_Mk_8_1-9_HP… (facebook) oder in der BIO (Insta). Im Gottesdienst wurde viel und mehrstimmig gesungen, was in Dorfkirchen nur hin und wieder zu erleben ist. Die Stimmung war sehr fröhlich und dem wunderschön geschmückten Kirchenraum ebenbürtig. Die wunderschön dargebotenen Gaben der Groß Glienicker gehen an die Potsdamer Tafel, ganz im Sinne der Predigt
Facebook, 4. Oktober 2026
Impuls von Prof. Dr. Traugott Schächtele

Termine
- 05.11.2026 19:30 Uhr Hebel-Revue – Texte und Musik Maria Magdalena Kirche
Blog
Aktuelle Buchhinweise
Am 17. August 2026 erschien beim Herder Verlag mein neues Buch Die neue Freiheit genießen und gestalten: Ein Reiseführer in den Ruhestand (20 Euro). Lesen und Verschenken lohnt sich! /leben/shop/p6/95995-die-neue-freiheit-geniessen-und-gestalten-gebundene-ausgabe/
Mein Buch geistesinzidenzen: sieben mal sieben unterbrechungen im lauf des Jahres ist beim Verlag Buchwerk am Kämpfelbach eben neu aufgelegt erschienen und wieder überall erhältlich! (19,90 Euro) /shop/geistesinzidenzen/
Im November erscheint beim Verlag Buchwerk am Kämpfelbach ein Band mit 32 Grafiken des Freiburger Künstlers Wolf Becke, jedem der Drucke stelle ich ein Gedicht zur Seite. Der Titel des Buches lautet: Flüchtige Zonen. Lyrik trifft Grafik – der Preis beträgt 19,80 Euro! /shop/fluechtige-zonen/

Beitrag der Autorin Nadine Grimmig zum Hebel-Symposium in Schwetzingen
Impuls von Superintendentin Angelika Zädow

Beitrag von Pfarrer Erko Sturm

Zwischen Rom, Goten und Franken: Die Bajuwaren und ihr Weg zum Christentum
Die Entstehung der frühen Bayern, der Einfluss des Arianismus und die Ausbildung einer kirchlichen Ordnung
Die frühe Geschichte der Bayern ist zugleich eine Geschichte religiöser Begegnungen. Als sich im Übergang von der Spätantike zum Frühmittelalter die Bevölkerung herausbildete, die gewöhnlich als Bajuwaren bezeichnet wird, war das Christentum im Alpen- und Donauraum bereits vorhanden. Es bildete jedoch keine überall einheitliche, fest organisierte Glaubenswelt. Unterschiedliche christliche Bekenntnisse trafen auf nichtchristliche Überlieferungen und auf eine Gesellschaft, deren politische Ordnung sich grundlegend veränderte. Die Christianisierung der Bajuwaren lässt sich deshalb nicht als einmalige Bekehrung eines geschlossenen Volkes beschreiben. Sie war ein längerer Prozess, in dem römische Traditionen, gotische Einflüsse, fränkische Beziehungen und die Tätigkeit von Bischöfen und Klöstern zusammenwirkten. Der häufig als „arianisch“ bezeichnete Glaube spielte in diesem Umfeld eine Rolle. Wie weit er unter den frühen Baiern tatsächlich verbreitet war, bleibt allerdings eine Frage, die sich nur mit historischer Vorsicht beantworten lässt.
Die Bajuwaren: Entstehung einer neuen Gemeinschaft
Die Vorstellung, ein bereits fertiger Stamm der Bajuwaren sei geschlossen nach Bayern eingewandert und habe dort die bisherige Bevölkerung verdrängt, gilt heute als überholt. Vielmehr entstand die neue Gemeinschaft im Wesentlichen im Raum südlich der Donau. Hier lebten Angehörige der verbliebenen römischen Provinzbevölkerung, zugewanderte Gruppen und Menschen aus unterschiedlichen militärischen Verbänden. Der Zusammenbruch der weströmischen Herrschaft beseitigte weder die gesamte Bevölkerung noch alle bisherigen Lebensformen. Siedlungen, Verkehrswege und regionale Beziehungen bestanden in unterschiedlichem Umfang fort. Unter veränderten politischen Bedingungen bildeten sich neue Zugehörigkeiten. Die frühen Baiern waren somit das Ergebnis eines längeren gesellschaftlichen und politischen Zusammenschlusses. Die Forschung verwendet dafür häufig den Begriff Ethnogenese. Er bezeichnet die Entstehung einer Gemeinschaft, die sich zunehmend als zusammengehörig versteht und auch von anderen so wahrgenommen wird. Gemeinsame Herrschaft, militärische Organisation und politische Interessen konnten dabei ebenso wichtig sein wie Sprache und Herkunft.
Für die Baiern spielte die Ausbildung eines Herzogtums unter den Agilolfingern eine wesentliche Rolle. Die herzogliche Herrschaft verband unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und förderte die Entwicklung einer gemeinsamen Identität. Der Baiernname erscheint erst im 6. Jahrhundert in den schriftlichen Quellen. Auch die Bezeichnung „Bajuwaren“ verdient eine Erläuterung. Sie ist eine nachträgliche, historisierende Namensform. In mittelalterlichen Schreibungen wie Baiuuari steht das doppelte „u“ für ein „w“; „Baiwaren“ wäre deshalb eine näherliegende moderne Wiedergabe. Daneben ist in der historischen Forschung die Bezeichnung „Baiern“ gebräuchlich. Der Name wird häufig mit Böhmen verbunden. Diese Deutung ist jedoch kein Beweis dafür, dass die gesamte frühe Bevölkerung Bayerns aus Böhmen kam. Die amtliche Schreibweise „Bayern“ mit „y“ wurde dagegen erst 1825 festgelegt und gehört zur neuzeitlichen Namensgeschichte.
Die frühen Baiern und das heutige Bayern
Frühmittelalterliches Baiern und der heutige Freistaat Bayern sind nicht deckungsgleich. Zur Geschichte des heutigen Bundeslandes gehören auch Franken und Schwaben mit ihren eigenen historischen Entwicklungen. „Bayerisch“ bezeichnet heute eine staatliche Zugehörigkeit, die über das ältere bairische Siedlungs- und Sprachgebiet hinausgeht. Umgekehrt reichte das frühmittelalterliche Herzogtum zeitweise weit in Gebiete hinein, die heute zu Österreich und anderen Staaten gehören. Seine Verbindungen über die Alpen sowie entlang von Inn und Donau waren für Handel, Herrschaft und kirchliche Beziehungen entscheidend. Die frühen Baiern lebten überwiegend von der Landwirtschaft; adlige Familien und deren Gefolgschaften stützten die herzogliche Herrschaft. Regensburg bildete ein wichtiges politisches Zentrum. Die frühe bairische Geschichte lässt sich daher nur im Zusammenhang des größeren Alpen- und Donauraums verstehen. Die heutigen Staatsgrenzen helfen wenig, wenn man die damaligen politischen, kulturellen und religiösen Beziehungen erfassen möchte.
Arianismus: der Streit um das Verhältnis von Vater und Sohn
Der Begriff „Arianismus“ geht auf Arius zurück, einen Presbyter aus Alexandria, dessen Lehre im frühen 4. Jahrhundert einen weitreichenden Streit auslöste. Im Mittelpunkt stand die Frage nach dem Verhältnis Jesu Christi zu Gott, dem Vater.Arius betonte die einzigartige Stellung des Vaters. Der Sohn war für ihn nicht in gleicher Weise ewig und göttlich wie der Vater. Das Konzil von Nicäa im Jahr 325 setzte dagegen die Aussage, dass der Sohn mit dem Vater wesensgleich sei. Es ging dabei um die grundlegende Frage, wie Christen von Jesus Christus als göttlichem Erlöser sprechen können, ohne den Glauben an den einen Gott aufzugeben.
Die Auseinandersetzung blieb nicht auf die Theologie beschränkt. Mit der Hinwendung der Kaiser zum Christentum wurde die kirchliche Einheit auch zu einer politischen Angelegenheit. Unterschiedliche Bekenntnisse berührten nun die Ordnung und den Frieden des Reiches. Die Entwicklung des trinitarischen Bekenntnisses war deshalb von theologischen Debatten ebenso begleitet wie von kirchenpolitischen Konflikten. Für die Goten ist „arianisch“ allerdings nur eine eingeschränkt genaue Bezeichnung. Ihr Christentum war wesentlich von der homöischen Richtung geprägt: Der Sohn wurde als dem Vater ähnlich „gemäß den Schriften“ bekannt. Diese Christen beriefen sich nicht einfach auf Arius. Ihre Gegner bezeichneten sie dennoch als Arianer. Eine fundierte Darstellung muss daher zwischen der eigentlichen Lehre des Arius und dem später sogenannten arianischen Christentum verschiedener germanischer Herrschaftsverbände unterscheiden. Die Bezeichnung fasst Glaubensrichtungen zusammen, deren Unterschiede für ihre damaligen Anhänger durchaus bedeutsam waren.
Die Goten als Vermittler des Christentums
Eine zentrale Gestalt des gotischen Christentums war der im 4. Jahrhundert wirkende Bischof Wulfila. Mit seinem Namen verbindet sich die Übersetzung biblischer Schriften ins Gotische. Damit entstand eine christliche Schrift- und Glaubenssprache, die über einzelne Gemeinden hinaus Bedeutung gewann. Das gotische Christentum entwickelte sich in engem Kontakt mit dem Römischen Reich und dessen theologischen Auseinandersetzungen. Es war keine unabhängig entstandene germanische Religion mit christlichen Namen. Vielmehr übernahmen gotische Christen eine innerhalb der spätantiken Kirche vertretene Glaubensrichtung und entwickelten eigene Formen kirchlichen Lebens. Über gotische Verbindungen verbreitete sich das homöische Bekenntnis auch bei weiteren Bevölkerungs- und Herrschaftsgruppen.
Für den später bairischen Raum eröffneten solche Kontakte mögliche Wege religiöser Vermittlung. Wanderungen, militärischer Dienst, persönliche Beziehungen und politische Abhängigkeiten konnten Menschen ebenso mitführen wie ihre Glaubensvorstellungen. Wenn unter den Gruppen, die an der Entstehung der Baiern beteiligt waren, homöische Christen lebten, konnten diese ihren Glauben in die neue Gemeinschaft einbringen.
Aus dieser Möglichkeit folgt jedoch noch keine nachweisbare, planmäßige gotische Mission im gesamten bairischen Gebiet. Gerade die Annahme einer solchen Mission wurde in der Forschung kritisch untersucht. Gotische Kontakte und religiöse Einflüsse sind von einer umfassenden Bekehrung der frühen Baiern zum homöischen Christentum zu unterscheiden.
Das römische Erbe des Christentums
Die Christianisierung Baierns begann nicht erst mit den Goten oder den späteren Missionsbischöfen. Im späteren bairischen Gebiet hatte sich bereits in römischer Zeit christliches Leben etabliert. Der politische Umbruch erschütterte diese Tradition, löschte sie jedoch nicht überall aus. Es ist deshalb angemessener, von mehreren sich überlagernden Entwicklungen zu sprechen: fortbestehendem provinzialrömischem Christentum, christlichen Einflüssen durch Zuwanderung sowie späterer Mission und kirchlicher Neuordnung. Neben Menschen mit nichtchristlichen Glaubensvorstellungen lebten im Land arianische beziehungsweise homöische und bereits katholische Christen. „Katholisch“ meint in diesem Zusammenhang das an Nicäa orientierte kirchliche Bekenntnis. Die heutigen konfessionellen Gegensätze zwischen römisch-katholischen und evangelischen Kirchen gab es noch nicht. Auch die evangelischen Kirchen stehen hinsichtlich des trinitarischen Bekenntnisses in dieser altkirchlichen Tradition.
Die Begegnung unterschiedlicher religiöser Überlieferungen dürfte sich zudem weniger übersichtlich vollzogen haben, als spätere kirchengeschichtliche Darstellungen vermuten lassen. Ein christliches Bekenntnis, überlieferte Bräuche und die allmähliche Eingliederung in eine kirchliche Gemeinschaft mussten nicht zu jedem Zeitpunkt vollständig übereinstimmen.
Was die Quellen erkennen lassen
Die schriftliche Überlieferung zur frühen bairischen Religionsgeschichte ist lückenhaft. Archäologische Funde liefern deshalb wichtige zusätzliche Einblicke, beantworten aber nicht jede religiöse Frage.Ein Kreuz kann auf christliche Zugehörigkeit hinweisen. Es verrät gewöhnlich jedoch nicht, ob ein Mensch dem nicänischen oder dem homöischen Bekenntnis anhing. Umgekehrt beweisen Waffen, Schmuck und andere Grabbeigaben keineswegs, dass die bestattete Person nichtchristlich war. Die jüngere Forschung versteht viele solcher Bestattungen als Ausdruck gesellschaftlichen Ranges und familiärer Selbstdarstellung. Christlicher Glaube und überlieferte Bestattungsgewohnheiten konnten nebeneinander bestehen. Selbst die Zuordnung bestimmter Kleidungsstücke zu vermeintlich klar abgegrenzten Stämmen hat sich vielfach als problematisch erwiesen.
Daraus folgt eine wichtige methodische Grenze: Ein Fundstück kann christliche Vorstellungen erkennen lassen, ohne eine bestimmte christliche Lehrmeinung zu belegen. Ebenso wenig lässt sich aus einzelnen Kontakten die Religion einer gesamten Bevölkerung bestimmen. Das einfache Stufenmodell „zuerst heidnisch, dann arianisch, schließlich katholisch“ bildet die Verhältnisse daher nur unzureichend ab. Solche schematischen Abfolgen wurden auch für benachbarte frühmittelalterliche Gemeinschaften ausdrücklich infrage gestellt.
Herzöge, Missionare und kirchliche Ordnung
Die Agilolfinger waren keine abgeschiedene lokale Herrscherfamilie. Ihre Heiratsverbindungen zeigen eine enge Einbindung in die europäische Politik. Besonders wichtig waren Beziehungen zu den Franken und Langobarden. Herzog Garibalds Tochter Theudelinde heiratete nacheinander die Langobardenkönige Authari und Agilulf. Solche Verbindungen erklären intensive Kontakte über die Alpen hinweg. Sie erlauben jedoch keine pauschale Aussage über das Bekenntnis der gesamten bairischen Bevölkerung. Politische Beziehungen, familiäre Bindungen und religiöse Zugehörigkeiten müssen jeweils gesondert betrachtet werden. Das Herzogshaus wird in historischen Überblicksdarstellungen als früh katholisch beschrieben. Die spätere kirchliche Entwicklung bedeutete daher nicht einfach die Bekehrung eines arianischen Herzogtums. Sie umfasste vielmehr die Vertiefung christlichen Lebens und den Aufbau verlässlicher kirchlicher Strukturen. Besondere Bedeutung gewannen Emmeram in Regensburg, Rupert in Salzburg und Korbinian in Freising. Im Jahr 739 wurde unter Herzog Odilo und unter Mitwirkung des Bonifatius die Bistumsorganisation mit Regensburg, Freising, Passau und Salzburg gefestigt. Dabei wurden vorhandene Ansätze aufgenommen und geordnet. Klöster trugen anschließend wesentlich zur religiösen und kulturellen Entwicklung bei. Wie eng Kirche und Herrschaft zusammenwirkten, zeigen die Synoden der Agilolfingerzeit. An ihnen nahmen geistliche und weltliche Würdenträger teil; sie behandelten kirchliche ebenso wie weltliche Fragen. Die Ausbildung kirchlicher Ordnung war somit zugleich Teil der politischen und gesellschaftlichen Formierung Baierns. Die Absetzung Tassilos III. durch Karl den Großen im Jahr 788 beendete die agilolfingische Herrschaft. Sie darf jedoch nicht als der Augenblick verstanden werden, in dem Bayern erst christlich oder katholisch wurde. Eine katholische Kirche mit Bischöfen und Klöstern bestand bereits lange zuvor.
Die Entstehung der Baiern und ihre Christianisierung waren miteinander verflochtene Entwicklungen. Menschen unterschiedlicher Herkunft fanden unter einer gemeinsamen Herrschaft zusammen; zugleich bildete sich aus vielfältigen religiösen Voraussetzungen eine zunehmend gefestigte christliche Kirche. Gotische und homöische Einflüsse gehören zu dieser Geschichte, erklären aber nur einen Teil davon. Das christliche Baiern des frühen Mittelalters erwuchs ebenso aus römischer Kontinuität, fränkischen Beziehungen und der Tätigkeit von Herzögen, Bischöfen und Klöstern.
Literatur zur Vertiefung ● ● ●
● Hubert Fehr / Irmtraut Heitmeier (Hg.): Die Anfänge Bayerns. Von Raetien und Noricum zur frühmittelalterlichen Baiovaria. St. Ottilien 2012.
● Roman Deutinger: Das Zeitalter der Agilolfinger. In: Alois Schmid (Hg.), Handbuch der bayerischen Geschichte. Das alte Bayern, Teil 1. München 2017, S. 124–212.
● Knut Schäferdiek: Gab es eine gotisch-arianische Mission im süddeutschen Raum? In: Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte 45 (1982), S. 239–257.
● Uta Heil: Die Auseinandersetzungen um den Arianismus. Keineswegs nur eine theologische Streitfrage. In: Welt und Umwelt der Bibel 2/2024, S. 36–41.
Persönlicher Impuls
Aktuelle Deutsch-Polnische Note

Schülerinnen und Schüler des binationalen bilingualen Augustum-Annen-Gymnasiums aus Görlitz waren in Begleitung von zwei Lehrerinnen zu Gast in der Botschaft der Republik Polen in Berlin wo sie über aktuelle politische Themen in der Republik Polen informiert wurden. Die Vorstandsmitglieder der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin (DPGB), Anita Baranowska-Koch (Vorsitzende) und Hans-Joachim Hacker (stellv. Vorsitzender) kamen auf Einladung der Schule zu dem Besuchstermin und stellten die Arbeit der DPGB vor. Anita Baranowska-Koch erläuterte die Projektarbeit, erzählte über die Wladyslaw Bartoszewski- Ausstellung und den Brückenpreis von Görlitz und verwies auf das von deutschen und polnischen Jugendlichen gestaltete Mural (Wandgemälde) im Stadtbezirk Treptow-Köpenick, mit dem an den Warschauer Aufstand 1944 erinnert wird. Hans-Joachim Hacker verwies auf die Geschichte der beiden Nachbarländer und die Nachwirkungen aus der Besatzungszeit 1939-1945. Er ermunterte die Jugendlichen aus Polen und Deutschland künftige Botschafter für freundschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern zu werden.
Polnische Botschaft in Deutschland / Ambasada Polska w Niemczech
@Augustus-Annen-Gymnasium Görlitz
Stephan Schiller, DPN, 6. Oktober 2026
Reisetipps mit Reise Know-How Verlag

Federweißer im Glas, Zwiebelkuchen auf dem Teller und wandern zwischen den Weinbergen im Herbstlicht
: So geht Herbst in Rheinhessen und im Rheingau.
Kennt ihr diese schöne Region in Deutschland schon, die sich perfekt für einen Herbstausflug eignet?
Wir stellen euch fünf Tipps aus dem Reiseführer Rheinhessen, Rheingau von Günter Schenk für den Herbst vor![]()
:
Federweißer und Zwiebelkuchen
Federweißer ist Traubensaft auf dem Weg zum Wein, er gärt noch. Dazu wird traditionell Zwiebelkuchen serviert. Kleiner Tipp aus dem Buch, falls ihr vorhabt eine Flasche zu kaufen: Die Flasche nie fest verschließen, damit die Kohlensäure entweichen kann.
Hiwweltour Heideblick
Rund 10 Kilometer durch die Rheinhessische Schweiz. Unterwegs wartet der Ajaxturm, im Volksmund „Hundeturm“ genannt, mit einer Liebesgeschichte und einem steinernen Vierbeiner. Im Frühherbst fallen die Heideflächen besonders ins Auge.
Rauenthaler Spange
Acht Kilometer rund um den Winzerort Rauenthal, ein Premiumwanderweg mit weitem Blick vom höchstgelegenen Weinbauort des Rheingaus. Und wenn ein Schauer kommt, gibt es eine kleine Hütte als Unterschlupf.
Weinfeste und Straußwirtschaften
Weinfeste ballen sich im Sommer und Herbst. Zu den größten in Rheinhessen zählen Oppenheim, Nierstein, Nackenheim und Alzey. Straußwirtschaften haben nur an bestimmten Tagen auf, am besten vorher nachschauen.![]()
Proviant einplanen
Auf vielen Wanderwegen gibt es keine Einkehr. Einfach vorher fragen, viele Gastgeber packen Lunchpakete, auf Wunsch mit einem Fläschchen Wein.
Speichert euch den Post für die nächste Reise! ![]()
Das Buch ist in jeder Buchhandlung, online und direkt bei uns im Shop erhältlich. ![]()
Facebook, 7. Oktober 2026
Impulse von Kerstin Pagel

Ein großes Dankeschön an die Internationale Medienhilfe! ![]()
Ein historischer Meilenstein ist gesetzt: Ein großer Dank geht an die Internationale Medienhilfe (IMH), die den 1. Tag der Auslandsdeutschen nach Deutschland geholt hat!
Durch dieses großartige Engagement wurde eine einzigartige Plattform geschaffen, die Brücken schlägt, den weltweiten Austausch fördert und die Verbindung zur Heimat stärkt. Dieser Tag zeigt eindrucksvoll, wie wichtig und lebendig das globale Netzwerk der Auslandsdeutschen ist.
Vielen Dank an das gesamte Team der IMH für den unermüdlichen Einsatz und die erfolgreiche Organisation dieses zukunftsweisenden Tages!
Herzlichst, Kerstin ![]()
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E-Mail: info@medienhilfe.org
Facebook, 6. Oktober 2026
Impulse aus und für den Religionsunterricht / Kultur
Blick auf das Reich um Karls Erdbeerhof…

Mit Andrea Chudak unterwegs
Gerade eben von der Probe zurück, habe ich schnell meine Termine aktualisiert: leider entfallen 2 Aufführungen in der nächsten Woche, aber dafür kamen einige andere für November dazu….
Schaut doch mal vorbei:
Kulturelle und Soziale Noten von Andreas Sturm


Mario Basler in der Stadthalle Hockenheim
Ein begnadeter Fußballer, ein Wahnsinnstyp und einer der Helden meiner Jugend: Mario Basler hat mich schon damals begeistert.
Heute war er gemeinsam mit Oliver Forster zum Talk „Fußball und Helden“ in Hockenheim zu Gast. Es war mir eine große Freude, ihn persönlich kennenzulernen!
Unkonventionell und sympathisch – ein echter Typ, der sich treu geblieben ist. Vielen Dank für den tollen Abend. Ich freue mich auf weitere Auftritte! ![]()
#MarioBasler#Hockenheim#fußball
Bild: Thorsten Lammel
Kulturelle und soziale Note von Sebahat Atli


Bürgerbegehren Milieuschutz
Musikbeitrag für Klassikfreunde
Wachet und Betet!

Wachet und betet … Über den Link gibt es alles zu den Glocken der Kath. Pfarrkirche St. Dionysius in Übach-Palenberg.
#createsoundscape ist Teil der Kampagne „Hörst du nicht die Glocken?“.
Diese informiert über den Sinn und Zweck des Läutens überhaupt, über seine Geschichte und darüber, wie das Läuten heute wieder als Zeichen von Frieden, Freiheit und persönlicher Spiritualität verstanden werden kann.
Wachet und Betet – Historischer Impuls


Facebook, Albrecht Grözinger, 7. Oktober 2026
YouTube der Woche von Joanna Filus-Olenkiowicz
Impuls aus Schwetzingen von Dekan Uwe Lüttinger
Impuls aus Karlsruhe von Dekanstellvertreter Siegfried Weber
Impuls aus Karlsruhe von Prof. Dr. Frank Thissen

»Als Österreicherin in Karlsruhe hat man es anfangs nicht leicht. Jeder denkt man kommt aus Bayern und der Schwarzwald ist zwar wunderschön aber es sind halt leider keine Alpen. Trotzdem habe ich mich in den letzten 4 Jahren hier super wohl gefühlt, weil die Gegend genügend zu bieten hat – gerade zum Sport machen. Und wenn das geht, bin ich überall happy ?« Resi Zoder
Foto: Frank Thissen
Quelle: https://menschen-in-karlsruhe.eu/
Zeitenreise mit Hans-Josef Overmann
Buchempfehlung
Hier gibt es einen Neuanfang mit Nadine Grimmig, Archäologin, Kunsthistorikerin und vergl. Religionswissenschaftlerin.

Vom Werben um die eigene Frau
Seit fünfzig Jahren sind sie verheiratet. Dann geht er weg, nach Indien. Sie reist ihm nach, besorgt und wütend. Er: Viktor Goll, genannt Vigo, Leiter einer Denkfabrik für Abrüstung. Sie: Terese Weiler, Kinder- und Jugendtherapeutin. Was sie teilen, ist fast nur noch das Gefühl, aus dem andern jeweils das Schlechteste herauszuholen. Sollen sie zusammen alt werden? Die Frage ist plötzlich unausweichlich. Gehen oder bleiben? In Indien weiß Terese, dass sie Vigo verlassen muss. Als er um eine letzte Chance bittet, antwortet sie: »Was du tun kannst, damit ich zurückkomme? Von dir absehen. Einmal im Leben.« Worauf Vigo einen Roman zu schreiben beginnt, erzählt aus der Sicht seiner Frau, ihre ganze gemeinsame Geschichte.
Bodo Kirchhoff legt seine Karten als Autor eines epischen Liebes- und Lebensromans offen: mit der Suggestion, der Beobachtungsgabe und stilistischen Meisterschaft seines Erzählens.
»So brillant wie der reife Bodo Kirchhoff können nur wenige über das Wesen des Schmerzes, des Begehrens und der Liebe schreiben.« Christoph Schröder, Der Spiegel
Impuls von Abt Daniil Irbits

7 Jahre später

Facebook, 7. Oktober 2026
Empfehlung für Kinder und Jugendliche
Die Empfehlungen kommen von Redaktionsmitglied Juliane Heger

Verschwunden im Computerspiel!
Ruby ist neu in der Klasse und zeichnet ständig Wölfe mit monsterlangen Zähnen oder Riesenhornissen in ihre Hefte. Gustav wüsste zu gern, was es damit auf sich hat. Stammen die etwa aus Deepworld, dem geheimnisvollen Computerspiel, das Ruby zu Hause hat?
Als sie ihn eines Tages einlädt, mitzuspielen, stellt er schnell fest, dass diese Figuren längst nicht das Gefährlichste sind, was dort auf sie wartet. Denn das Spiel scheint ein Eigenleben zu führen. Werden sie am Ende trotzdem gewinnen?
Das erste Kinderbuch der erfolgreichen, vielfach ausgezeichneten Autorin Anja Reumschüssel!
Spannendes Gaming-Abenteuer für Kinder ab 10!
Film oder Hörspieltipp
Die Empfehlung kommt von Klassikradio
