
Impuls aus Taizé
Wer sein Wort bewahrt, in dem ist die Liebe Gottes wirklich zur Vollendung gekommen.
1 Joh 2,5
Berlin. Wir beginnen mit einer Andacht von Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Weltkirchenrates. Mit dem Politiker und Autoren Andreas Sturm aus Baden haben wir einen neuen Partner gewonnen. Dann kommt ein Impuls vom Potsdamer Generalsuperintendenten Kristóf Bálint oder direkt von der EKBO. Ein besonderer Impuls kommt von Prälat i. R. Prof. Dr. Traugott Schächtele. Gedanken kommen dieses Mal in einem neuen Format, musikalisch umrahmt von Organistin Barbara Herrberg (Evangelische Weihnachtskirche Spandau), mit Fokus auf das Thema „Verschiedene Perspektiven auf Weimar“, diese Woche wieder mit Siegfried Weber, stellv. Dekan in Karlsruhe. Es gibt jede Woche die Rubrik „Wachet und Betet“, und zwar über die Aktion „#createsoundscape“. Zu hören sind die Glocken der Kath. Kirche St. Johannes Baptist in Herzogenrath-Merkstein. Mit dem Reise Know-How Verlag aus Bielefeld geben wir Impulse für Touren in alle Welt. Ergänzend dazu Impulse von Kerstin Pagel. Dazu kommen historische Impulse aus der Schweiz mit Albrecht Grözinger, emeritierter Professor für Praktische Theologie an der Universität Basel. Es gibt Tipps aus dem und für den Religionsunterricht, manchmal von Mitarbeiterin Angela Schweitzer, auch für die Familie, ab und an eine Koproduktion von Ute Mertens (Evangelische Kirche Mitteldeutschland und Thorsten Fabrizi (Evangelische Kirche im Rheinland), eine Einspielung dieses Mal wieder von Michael Reichert Ann-Helena Schlüter, ab und an auch ein Beitrag von Agita Rando. Es gibt Impulse für Kinder und Jugendliche von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger. Es gibt nun eine Buchempfehlung und Texte von Nadine Grimmig, eine Filmempfehlung kommt von Miss Sonnenschein oder Klassikradio. Jazziges kommt über den Experten Marco Reiß. Nun auch die YouTube-Einspielung der Woche, empfohlen von unserer Mitarbeiterin Joanna Filus-Olenkiewicz. Dazu klassische Noten von Hans-Josef Overmann, Opern- und Konzertsänger, Fagottist, Komponist und Dirigent. Jede Woche präsentiert Prof. Dr. Frank Thissen Momentaufnahmen aus Karlsruhe. Dazu kommen regelmäßig Momentaufnahmen von Pfarrer Erko Sturm. Regelmäßig gibt es jetzt Noten von der Sopranistin Andrea Chudak. Von Anfang an mit dabei Superintendentin Angela Zaedow.
Mit dabei eine deutsch-polnische Note über Stephan Schiller. Dazu eine oekumenische Ergänzung: Regelmäßig zeigen wir einen Impuls von Uwe Lüttinger, Dekan der Römisch-Katholischen Kirchengemeinde Mittlere Kurpfalz. Und zum ersten Mal eine kulturelle Note von der SPD-Abgeordneten Sebahat Atli.
Von Frank Bürger
Andacht Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm
Impuls Generalsuperintendent Kristóf Bálint

Gottesdienst in St. Katharinen mit dem wunderschönen Drei-Seiten-Altar von Gerard Weger von 1474 in der ebenso schönen, der Heiligen Katharina geweihten Kirche im Zentrum der Stadt, mit einer aufmerksamen Gemeinde. Während des Gottesdienstes wurde der Altar von der Sonntags- auf Festtagsseite gewandelt und verzauberte mit seiner Schönheit und gleichzeitig klaren Botschaft: Standhaft sein, Vertrauen auf G’TT und IHM (allein) die Ehre. Dies entfaltete Generalsuperintendent Kristóf Bálint am Sonntagstext aus Lk 18 (https://www.ekbo.de/…/2026-08-16_Predigt_zu_Lk_18__9-14…), gemeinsam mit den Ortspfarrer:innen Jens Meiburg und Uta Stiller, Kantor Patrick Orlich und Küster Martin Lehfeld. Informationen zum Altar auch in den Fußnoten der Predigt.
Facebook, 16. August 2026
Impuls von Prof. Dr. Traugott Schächtele


Am 17. August 2026 erschien beim Herder Verlag mein neues Buch Die neue Freiheit genießen und gestalten: Ein Reiseführer in den Ruhestand (20 Euro). Lesen und Verschenken lohnt sich! /leben/shop/p6/95995-die-neue-freiheit-geniessen-und-gestalten-gebundene-ausgabe/

Dieses Buch ist ein Reiseführer durch das noch unbekannte Land des Ruhestands. Jeder und jede hat hier eine eigene Karte. Doch es lohnt sich, sich wie bei einer Wanderung oder gar einer Expedition vorzubereiten. Wie gelingt der Grenzübertritt? Was erwartet mich? Was muss ich unbedingt gesehen haben? Traugott Schächtele beleuchtet typische Situationen und Konstellationen, gibt praktische Tipps für die individuelle Gestaltung des beruflichen Abschieds, die Suche nach neuen Aufgaben und Routinen, aber auch kleine spirituelle Impulse zum Weiterdenken. Ein Buch das Lust macht, die frische Luft des neuen Landes Ruhestand zu atmen!
Quelle: Amazon
Termine
- 23.08.2026 10:30 Gottesdienst im Rahmen der Predigtreihe zu R.M. Rilke Stadtkirche Karlsruhe
- 13.09.2026 10:00 Gottesdienst Matthäuskirche Freiburg
Impuls von Superintendentin Angelika Zädow

Beitrag von Pfarrer Erko Sturm

Bernhard von Clairvaux – Leben und Wirken
1. Einleitung
Bernhard von Clairvaux gehört zu den bedeutendsten und zugleich widersprüchlichsten Gestalten des europäischen Mittelalters. Kaum ein anderer Theologe des 12. Jahrhunderts verband monastische Spiritualität, kirchenpolitischen Einfluss und öffentliche Wirksamkeit in vergleichbarer Weise. Bernhard war Mönch und Mystiker, Abt und Prediger, theologischer Schriftsteller und Berater von Päpsten und Fürsten. Er setzte sich für eine Erneuerung des klösterlichen Lebens ein, griff in kirchliche Konflikte ein und prägte die Spiritualität des westlichen Christentums weit über seine eigene Zeit hinaus. Zugleich steht sein Name für eine Ambivalenz, die für das mittelalterliche Christentum insgesamt charakteristisch ist: Der Theologe, der mit großer Eindringlichkeit von der Liebe Gottes sprach, wurde zum wichtigsten Prediger des Zweiten Kreuzzuges. Derselbe Bernhard, der zum bewaffneten Kreuzzug aufrief, trat allerdings entschieden gegen die Ermordung und Verfolgung von Juden auf. Gerade diese Spannungen machen eine Beschäftigung mit ihm bis heute lohnend.
2. Herkunft und Weg ins Kloster
Bernhard wurde um 1090 – traditionell wird 1090 oder 1091 angegeben – in Fontaines bei Dijon in Burgund geboren. Er entstammte einer Familie des niederen Adels und erhielt eine für seine Zeit gute Bildung. Früh scheint er eine besondere Begabung für Sprache, Literatur und religiöse Reflexion entwickelt zu haben. Seine Jugend fiel in eine Phase tiefgreifender Veränderungen der abendländischen Kirche. Seit dem 11. Jahrhundert hatten verschiedene Reformbewegungen eine stärkere geistliche Ausrichtung von Klerus und Klöstern gefordert. Auch das benediktinische Mönchtum wurde kritisch hinterfragt. Besonders die 1098 gegründete Abtei Cîteaux wollte zu einer strengeren und einfacheren Auslegung der Benediktsregel zurückkehren. Um 1112/1113 trat Bernhard in Cîteaux ein. Bemerkenswert ist, dass er diesen Schritt nicht allein vollzog. Es gelang ihm, zahlreiche Verwandte und Freunde für das monastische Leben zu gewinnen. Schon darin zeigt sich eine Eigenschaft, die sein gesamtes späteres Wirken kennzeichnete: Bernhard verfügte über eine außergewöhnliche Fähigkeit, Menschen durch seine Persönlichkeit und seine Sprache für seine Vorstellungen zu gewinnen.
3. Clairvaux und der Aufstieg der Zisterzienser
Bereits 1115 wurde Bernhard ausgesandt, um eine neue Niederlassung zu gründen. In einem abgelegenen Tal in der Champagne entstand das Kloster Clairvaux – lateinisch Clara Vallis, „helles Tal“. Bernhard wurde dessen erster Abt und blieb es bis zu seinem Tod. Clairvaux entwickelte sich unter seiner Leitung zu einem der bedeutendsten Klöster Europas. Von dort gingen zahlreiche Tochtergründungen aus. Der enorme Aufschwung der Zisterzienser im 12. Jahrhundert lässt sich zwar keineswegs auf Bernhard allein zurückführen, doch seine Persönlichkeit verlieh der Bewegung eine enorme öffentliche Ausstrahlung. Das zisterziensische Ideal richtete sich gegen eine als zu komfortabel empfundene Form des traditionellen Klosterlebens. Einfachheit, körperliche Arbeit, Gebet, Askese und Konzentration auf die Benediktsregel sollten wieder stärker in den Mittelpunkt treten. Auch die Architektur der frühen Zisterzienser spiegelte dieses Ideal wider: Klarheit und Schlichtheit sollten von übermäßiger Repräsentation ablenken. Bernhard selbst praktizierte zeitweise eine so extreme Askese, dass seine Gesundheit darunter erheblich litt. Bereits Zeitgenossen sahen darin nicht nur ein Zeichen besonderer Frömmigkeit, sondern warnten ihn vor einer Selbstdisziplin, die den Körper überforderte. Diese Erfahrung dürfte auch zu einer gewissen Entwicklung seines Denkens beigetragen haben. Christliche Vollkommenheit bestand für Bernhard letztlich nicht in möglichst spektakulärer Selbstkasteiung. Im Zentrum stand vielmehr die Hinwendung des ganzen Menschen zu Gott.
4. Bernhard als geistlicher Lehrer
Die bleibende Bedeutung Bernhards liegt vor allem in seiner Spiritualität. Er war kein systematischer Theologe im späteren scholastischen Sinne. Seine Theologie erwuchs aus Bibellektüre, Gebet, Liturgie und klösterlicher Erfahrung.Besonders wichtig wurde seine Schrift De diligendo Deo – „Über die Gottesliebe“. Darin entwickelt Bernhard eine Theologie der Liebe, die zugleich eine Bewegung des Menschen beschreibt. Der Mensch beginnt zunächst damit, sich selbst zu lieben. Diese Selbstliebe ist für Bernhard nicht grundsätzlich verwerflich. Sie muss jedoch verwandelt werden. Der Mensch entdeckt, dass er auf Gott angewiesen ist. Er beginnt Gott zunächst um seiner selbst willen zu lieben, schließlich aber Gott um Gottes willen. Die höchste Form der Liebe besteht darin, dass der Mensch sich selbst gewissermaßen nur noch in Gott liebt. Damit ist keine Auflösung der menschlichen Persönlichkeit gemeint. Es geht um eine grundlegende Neuorientierung des Menschen.
Für Bernhard ist christlicher Glaube deshalb wesentlich Beziehung. Gott soll nicht lediglich erkannt oder begrifflich definiert werden. Gott will geliebt werden. Damit steht Bernhard in einer Tradition christlicher Mystik, in der die Vereinigung mit Gott keine Identität zwischen Mensch und Gott bedeutet. Die Differenz bleibt bestehen; die Einheit besteht vielmehr in einer tiefen Gemeinschaft der Liebe. In der Forschung wird Bernhards Verständnis deshalb treffend als eine „Gegenseitigkeit der Liebe“ beschrieben.
5. Die Predigten über das Hohelied
Das bedeutendste spirituelle Werk Bernhards sind seine 86 erhaltenen Predigten über das biblische Hohelied, die Sermones super Cantica Canticorum. Sie gehören zu den einflussreichsten Texten mittelalterlicher Mystik. Bernhard liest die Liebesdichtung des Alten Testaments christologisch und mystisch. Die Beziehung zwischen Braut und Bräutigam wird zum Bild der Beziehung zwischen Christus und der menschlichen Seele. Dabei fällt die geradezu emotionale Sprache auf. Glaube ist für Bernhard keine bloße Zustimmung zu Lehrsätzen. Der Mensch soll Christus erfahren, lieben und sich von ihm verwandeln lassen. Ein Schlüsselbegriff seiner Spiritualität ist experientia – Erfahrung. Bernhard misstraut einer Theologie, die ausschließlich über Gott spricht, ohne sich existenziell auf Gott einzulassen.
Darin liegt ein wesentlicher Grund seiner späteren Wirkung. Seine Texte verbinden theologische Reflexion mit einer Sprache menschlicher Erfahrung: Sehnsucht, Liebe, Entfernung, Nähe, Verlust und Wiederfinden werden zu Kategorien des Glaubens.
6. Bernhard und die entstehende Scholastik
Diese Form der Theologie führte Bernhard in einen der berühmtesten theologischen Konflikte des 12. Jahrhunderts: die Auseinandersetzung mit Petrus Abaelard. Abaelard repräsentierte in besonderer Weise die sich entwickelnde scholastische Methode. Glaubensaussagen sollten mit den Mitteln der Logik untersucht, Widersprüche offengelegt und begrifflich geklärt werden. Bernhard sah darin Gefahren. Seine Kritik richtete sich nicht grundsätzlich gegen Vernunft oder Bildung. Er befürchtete jedoch, dass das Geheimnis Gottes zum Gegenstand intellektueller Beherrschung werden könne. Der Konflikt eskalierte 1140 auf der Synode von Sens. Bernhard betrieb die Verurteilung verschiedener Aussagen Abaelards und wandte sich auch an Papst Innozenz II. gegen ihn. Aus heutiger Sicht erscheint Bernhards Vorgehen problematisch. Es zeigt einen Mann, der von der Wahrheit seiner theologischen Position so überzeugt war, dass er kirchenpolitische Machtmittel gegen einen theologischen Gegner einsetzte. Der Konflikt darf allerdings nicht vorschnell als Gegensatz von „Glaube gegen Vernunft“ interpretiert werden. Vielmehr standen unterschiedliche Vorstellungen theologischer Erkenntnis gegenüber: Auf der einen Seite die stärker analytische und dialektische Methode der frühen Scholastik, auf der anderen eine monastische Theologie, die Erkenntnis Gottes untrennbar mit geistlicher Lebensführung verband.
Langfristig setzte sich die scholastische Methode durch. Doch die von Bernhard vertretene erfahrungsbezogene Theologie blieb daneben eine bedeutende Strömung des Christentums.
7. Kirchenpolitischer Einfluss
Obwohl Bernhard das Ideal klösterlicher Zurückgezogenheit vertrat, war er tief in die Politik seiner Zeit verwickelt. Besonders deutlich wurde dies während des päpstlichen Schismas nach dem Tod Honorius’ II. im Jahr 1130. Zwei konkurrierende Päpste – Innozenz II. und Anaklet II. – beanspruchten die Rechtmäßigkeit ihrer Wahl. Bernhard stellte sich entschieden auf die Seite Innozenz’ II. und setzte seinen Einfluss bei europäischen Herrschern und Bischöfen für dessen Anerkennung ein. Seine Autorität war inzwischen so groß, dass er faktisch zu einem der einflussreichsten kirchlichen Akteure Europas geworden war, ohne selbst Bischof oder Kardinal zu sein. Besonders eng wurde sein Verhältnis zum Zisterzienser Bernardo Paganelli, der 1145 als Eugen III. Papst wurde. Für ihn schrieb Bernhard sein spätes Werk De consideratione. Gerade dieses Werk zeigt, dass Bernhard kirchliche Macht keineswegs unkritisch betrachtete. Er warnte den Papst vor der Gefahr, in Verwaltung, Politik und Rechtsgeschäften aufzugehen und darüber seine geistliche Aufgabe zu verlieren. Damit formulierte Bernhard eine bis heute bemerkenswert aktuelle Kritik kirchlicher Institutionen: Eine Kirche kann organisatorisch funktionieren und dennoch ihre geistliche Mitte verlieren.
8. Der Zweite Kreuzzug
Der problematischste Bereich seines öffentlichen Wirkens ist seine Rolle beim Zweiten Kreuzzug. Nachdem 1144 die Kreuzfahrergrafschaft Edessa gefallen war, rief Papst Eugen III. zum Kreuzzug auf. Bernhard wurde zum wichtigsten Prediger dieses Unternehmens. Besonders seine Predigt 1146 in Vézelay entfaltete enorme Wirkung. Später reiste er durch weitere Regionen Frankreichs, Flanderns und des Reiches und warb für die Teilnahme. Seine Predigten trugen wesentlich dazu bei, dass sich König Ludwig VII. von Frankreich und der deutsche König Konrad III. sowie zahlreiche Adlige dem Kreuzzug anschlossen. Die neuere Kreuzzugsforschung unterstreicht die zentrale Bedeutung Bernhards für die Mobilisierung.
Bernhard interpretierte den Kreuzzug in den Kategorien seiner Zeit als religiöse Pilgerfahrt und Bußhandlung. Die Teilnahme konnte als Weg geistlicher Umkehr verstanden werden. Aus heutiger theologischer Perspektive liegt hier jedoch ein fundamentaler Widerspruch. Die Verkündigung des Evangeliums wurde mit legitimierter militärischer Gewalt verbunden. Dass gerade ein Theologe der Gottesliebe zu einem der wirkungsvollsten Propagatoren eines bewaffneten Kreuzzuges wurde, gehört zu den schwersten Ambivalenzen seines Lebens. Der Kreuzzug endete 1149 in einem Desaster. Die militärischen Ziele wurden weitgehend verfehlt. Für Bernhard bedeutete dies eine persönliche und geistliche Krise, denn aufgrund seiner massiven Werbung für das Unternehmen wurde auch seine Autorität infrage gestellt.
9. Bernhard und die Juden
Eine differenzierte Beurteilung Bernhards muss jedoch einen weiteren Aspekt berücksichtigen. Im Umfeld der Kreuzzugspredigten kam es im Rheinland zu Angriffen auf jüdische Gemeinden. Besonders der Mönch Radulf – auch Rudolf oder Ralph genannt – verband die Kreuzzugsbewegung mit aggressiver antijüdischer Agitation. Bernhard widersprach ihm entschieden. Er reiste selbst ins Rheinland und trat gegen diese Predigten auf. Juden dürften nicht getötet oder gewaltsam verfolgt werden. Historische Quellen bestätigen, dass Bernhards Intervention zur Eindämmung der Gewalt beitrug. Das verdient hervorgehoben zu werden, darf aber nicht anachronistisch als moderne Toleranz verstanden werden. Bernhards Haltung blieb von der traditionellen christlichen Judenlehre geprägt. Juden erschienen ihm unter anderem als Zeugen der biblischen Geschichte, deren Existenz innerhalb der christlichen Heilsgeschichte eine bestimmte Funktion erfüllte. Seine Argumentation gegen ihre Ermordung enthielt daher selbst antijudaistische theologische Vorstellungen.
Gerade deshalb ist eine doppelte Feststellung notwendig: Bernhard teilte wesentliche antijudaistische Voraussetzungen seiner Epoche – und stellte sich dennoch praktisch und mit erheblichem persönlichen Einsatz gegen die Ermordung von Juden. Diese Spannung darf weder verschwiegen noch durch moderne Kategorien eingeebnet werden.
10. Christusfrömmigkeit und Marienverehrung
Bernhards Spiritualität ist stark christozentrisch. Christus ist für ihn nicht primär Gegenstand abstrakter dogmatischer Reflexion, sondern derjenige, dem der Mensch in Liebe begegnet. Dabei gewinnt insbesondere die Menschheit Jesu Bedeutung. Die Zuwendung zum menschlichen Christus, zu seinem Leben und Leiden, bereitete Entwicklungen vor, die für die spätmittelalterliche Frömmigkeit prägend wurden. Auch die Marienverehrung erhielt durch Bernhard wichtige Impulse. Allerdings ist das populäre Bild Bernhards als geradezu ausschließlicher „Marientheologe“ zu relativieren. In seinen zentralen theologischen Schriften dominiert eindeutig Christus. Selbst ältere Darstellungen weisen darauf hin, dass Maria und die Heiligen in seinen Briefen und Predigten gegenüber seiner Konzentration auf Christus und die Gnade Gottes deutlich zurücktreten können. Bemerkenswert ist zudem, dass Bernhard keineswegs jede sich entwickelnde Marienlehre unterstützte. Gegen die damals aufkommende Feier der unbefleckten Empfängnis Mariens äußerte er theologische Vorbehalte.
11. Die Bedeutung der Demut
Ein weiteres Grundthema Bernhards ist die Demut. Bereits eine seiner frühen Schriften trägt den Titel De gradibus humilitatis et superbiae – „Über die Stufen der Demut und des Hochmuts“. Demut bedeutet bei Bernhard nicht Selbstverachtung. Sie beginnt vielmehr mit Selbsterkenntnis.Der Mensch soll sich weder größer noch kleiner machen, als er ist. Er erkennt seine Begrenztheit, seine Bedürftigkeit und seine Abhängigkeit von Gottes Gnade. Interessanterweise führt diese Selbsterkenntnis zur Mitmenschlichkeit. Wer seine eigene Schwäche kennt, kann mit der Schwäche anderer barmherziger umgehen. Damit verbindet Bernhard Mystik und Ethik. Gotteserkenntnis, Selbsterkenntnis und Nächstenliebe gehören zusammen.
12. Tod und Nachwirkung
Bernhard starb am 20. August 1153 in Clairvaux. Seine Wirkung setzte unmittelbar nach seinem Tod ein. Bereits 1174 wurde er von Papst Alexander III. heiliggesprochen. 1830 erhob ihn Papst Pius VIII. zum Kirchenlehrer. Seine Schriften beeinflussten die mittelalterliche Mystik ebenso wie spätere katholische und protestantische Theologen. Besonders seine Konzentration auf Christus und die Gnade sowie seine intensive Sprache des Glaubens fanden auch bei Reformatoren Resonanz. Seine Bedeutung liegt dabei weniger in einem geschlossenen theologischen System als in einer bestimmten Weise, Theologie zu verstehen. Theologie ist bei Bernhard nicht nur Nachdenken über Gott. Sie soll den Menschen verändern. Seine zahlreichen Briefe, theologischen Abhandlungen und Predigten gehören zugleich zu den wichtigen Quellen für die Kirchen- und Geistesgeschichte des 12. Jahrhunderts. Über 500 Briefe werden in der älteren Werküberlieferung genannt; daneben stehen Schriften wie De diligendo Deo, De gratia et libero arbitrio, De consideratione, die Schriften über Demut und monastisches Leben sowie die 86 Predigten zum Hohelied.
13. Kritische Würdigung
Bernhard von Clairvaux lässt sich weder ausschließlich als großer Mystiker verehren noch aus heutiger Perspektive auf seine problematischen Seiten reduzieren. Seine Persönlichkeit enthält Spannungen:Er suchte die Abgeschiedenheit des Klosters und wurde zu einem der mächtigsten Meinungsführer Europas. Er predigte Demut und konnte gegenüber theologischen Gegnern außerordentlich kompromisslos auftreten. Er entwickelte eine Theologie der Liebe und wurde zugleich zum Prediger eines bewaffneten Kreuzzuges. Er bewegte sich innerhalb einer christlich-antijudaistischen Tradition und stellte sich dennoch mit bemerkenswerter Entschiedenheit gegen Gewalt an Juden. Gerade diese Widersprüche machen ihn historisch interessant. Bernhard verkörpert in besonderer Weise die religiöse Welt des 12. Jahrhunderts: ihre tiefe Christusfrömmigkeit ebenso wie ihre Grenzen, ihre Suche nach Reform ebenso wie ihre Machtstrukturen, ihre mystische Innerlichkeit ebenso wie ihre Bereitschaft, religiöse Überzeugungen politisch durchzusetzen.
Seine bleibende Stärke liegt vielleicht dort, wo er am wenigsten als Kirchenpolitiker und am stärksten als geistlicher Lehrer spricht. Der Glaube erschöpft sich für ihn nicht darin, etwas über Gott zu wissen. Er zielt auf eine Veränderung des Menschen. Erkenntnis soll zur Liebe führen, Liebe zur Demut und Demut zu einer neuen Wahrnehmung des Mitmenschen. In diesem Punkt besitzt Bernhard von Clairvaux auch nach mehr als achthundert Jahren eine erstaunliche Aktualität.
Literaturhinweise
Für eine vertiefende Beschäftigung sind neben den kritischen Editionen und Übersetzungen der Werke Bernhards insbesondere moderne historische Untersuchungen heranzuziehen. Eine wichtige neuere Biographie ist Brian Patrick McGuires Bernard of Clairvaux: An Inner Life (Cornell University Press, 2020), die Bernhard stärker aus seinen persönlichen, monastischen und geistlichen Zusammenhängen heraus interpretiert. Zu den wichtigsten Primärtexten gehören:
De diligendo Deo – Über die Gottesliebe
De gradibus humilitatis et superbiae – Über die Stufen der Demut und des Hochmuts
De gratia et libero arbitrio – Über Gnade und freien Willen
De consideratione – Über die Besinnung
Sermones super Cantica Canticorum – Predigten über das Hohelied
Bernhards umfangreiche Briefsammlung
Für eine historische Einordnung des Zweiten Kreuzzuges ist insbesondere die neuere Kreuzzugsforschung wichtig, da sie Bernhards Predigttätigkeit sowohl im Zusammenhang mittelalterlicher Frömmigkeit als auch politischer Mobilisierung untersucht.
Persönlicher Impuls
Aktuelle Deutsch-Polnische Note
Hier ein Blick auf eine besondere Veranstaltung über den Dächern von Berlin

Reisetipps mit Reise Know-How Verlag

Wusstet ihr, dass die Wikinger schon lange vor Kolumbus in Amerika an Land gingen?

Und zwar an einem Ort, den kaum jemand auf dem Schirm hat.

Willkommen in Kanadas Atlantik-Provinzen – dem maritimen Osten!
In L’Anse aux Meadows auf Neufundland liegt die einzige bekannte Wikingersiedlung Nordamerikas, heute UNESCO-Welterbe.

Wart ihr schon einmal dort?
Fahrt auf dem legendären Cabot Trail entlang einer der schönsten Küstenstraßen der Welt, erlebt das einzigartige Naturschauspiel der höchsten Gezeiten an den Hopewell Rocks oder genießt einen fangfrischen Hummer in einem der malerischen Fischerdörfer Neufundlands.

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Facebook, 14. August 2026
Impulse von Kerstin Pagel

Sommeridylle
Facebook, 6. August 2026
Impulse aus und für den Religionsunterricht / Kultur
Hier ein besonderer Blick von Mitarbeiterin Nadine Grimmig in den Schwetzinger Schlossgarten

Unter dem Dach Weimarer Dreieck weilt Werner Euskirchen aus Zweibrücken in Lothringen.

Hier ein TV-Film aus dem erweiterten Weimarer Dreieck und der Feier zum ukrainischen Verfassungstag, denn Stanislas ist in Lwiv / Lemberg geboren und getauft
Hier die Begegnung mit Lemberger Tänzerinnen im Kloster Götschendorf, das Buch dazu wird am 26. August um 17 Uhr, beim Literaturkreis der Evangelischen Kirchengemeinde in der Wilhelmstadt, Pichelsdorfer Straße 79, 13595 Berlin, vorgestellt

Mit Andrea Chudak unterwegs

Veranstaltung von Schlosskonzerte Bad Arolsen
Residenzschloss Arolsen
IM SALON VON AMALIE BEER
Kammerkonzert des hr-Sinfonieorchesters
Anne-Sophie Bertrand | Harfe
als Gast:
Andrea Chudak | Sopran
Sonntag, 30. August 2026, 19.30 Uhr
Residenzschloss Bad Arolsen, Steinerner Saal
Louis Spohr | Fantaisie (für Harfe)
Fanny Hensel | Ausgewählte Lieder
Mikhail Glinka / Mili Balakirew | Die Lerche (für Harfe)
Carl Maria von Weber | Sechs Alte Lieder
—
Albert Zabel | Fantaisie op. 12 über »Faust« von Charles Gounod (für Harfe)
Giacomo Meyerbeer | Ausgewählte Lieder
Franz Liszt | Le Rossignol (für Harfe)
Pauline Viardot | Sérénade (für Harfe)
Pauline Viardot | Ausgewählte Lieder
Berlin Anfang 19. Jahrhundert: In den Häusern von gebildeten und wohlhabenden Familien entwickelt sich ein reger intellektueller Austausch. Besondere Beachtung finden Salons einiger deutsch-jüdischer Familien, darunter die Familie Mendelssohn (aus ihr geht der Komponist Felix Mendelssohn hervor) und die Familie Beer. Amalie Meyer Beer, Ehefrau des wohlhabendsten Berliner Unternehmers Jakob Herz Beer, empfängt in der Beerschen Villa am Tiergarten wichtige Vertreter des Adels einschließlich des späteren Kaisers Wilhelm I, Gelehrte, Schriftsteller, Schauspieler und die wichtigen Musikerinnen und Musiker der Frühromantik, darunter auch der eigene Sohn Jakob Liebmann Meyer Beer, der unter dem Namen Giacomo Meyerbeer zu einem der erfolgreichsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts wird.
In diesem Gastkonzert des hr-Sinfonieorchesters stellt die Harfenistin Anne-Sophie Bertrand mit der Sopranistin, Autorin und Meyerbeer-Herausgeberin Andrea Chudak Klänge aus dem Salon Amalie Beers vor. Romantische Harfenmusik von Louis Spohr, Mikhail Glinka, Pauline Viardot u.a. wird umrahmt von Liedern aus der Feder von Carl Maria von Weber, Fanny Hensel und natürlich Giacomo Meyerbeer. Auszüge aus diesem Programm hat Anne-Sophie Bertrand soeben auf ihrem Solo-Album »Amalie’s Cosmos« (Pentatone) veröffentlicht.
Anne-Sophie Bertrand wurde in Paris geboren, der einstigen Wirkungsstätte Giacomo Meyerbeers. Während ihrer Ausbildung an der Royal Academy of Music in London wird sie Preisträgerin des Cardiff International Harp Contest. Seit 2018 ist sie »Visiting Professor« an der Royal Academy. Als Solistin trat sie u. a. beim International Arts Festival in Peking, bei den Weilburger Schlosskonzerten, dem World Harp Congress in Cardiff, in der Wigmore Hall und im Purcell Room des Southbank Centre in London und in der Bolívar Hall Caracas auf. 2024 wurde sie mit dem Kulturpreis der Ingrid zu Solms Stiftung ausgezeichnet. Seit 2000 ist sie die Soloharfenistin des hr-Sinfonieorchesters, unterrichtet an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt und auf Meisterkursen in aller Welt.
Andrea Chudak erhielt ihre Gesangsausbildung in Berlin und Karlsruhe. Sie war Mitglied des Opernstudios des Badischen Staatstheaters Karlsruhe und tritt seitdem regelmäßig auf den großen deutschen Opernbühnen in Erscheinung. Darüber hinaus ist sie eine in In- und Ausland gefragte Konzertsängerin. Über 20 CD-Einspielungen und eine Hörspielmitwirkung als Sopranistin dokumentieren ihre Vielseitigkeit. Das Schaffen von Giacomo Meyerbeer liegt Andrea Chudak besonders am Herzen. Sie ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Giacomo-Meyerbeer-Gesellschaft. e.V. und Herausgeberin von wiederentdeckten Meyerbeer-Werken beim Wiener Verlag Universal Edition.
Eintrittskarten zu den Schlosskonzerten 2026 können ab Mitte Mai 2026 bezogen werden bei www.reservix.de und in allen ReserviX Vorverkaufsstellen sowie im Touristik-Service Bad Arolsen, Große Allee 24, Tel.: 05691-801240 und in der Buchhandlung W. Kirstein.
Facebook, 17. August 2026
Kulturelle Noten von Andreas Sturm


#Sonnenfinsternis beim #Atelier von Kristin Brümmer im Insultheimer Hof bei den Lions Club Hockenheim
Bis 2081 – mit 95 Jahren da fängt das Leben an!
— in Hockenheim.
Facebook, 12. August 2026
Kulturelle und soziale Note von Sebahat Atli

Frank Bürger befindet sich aktuell auf einer Lesetour zu seinem Buch „Auf den geheimnisvollen Spuren von Albert Schweitzer“. Die Veranstaltungen kombinieren theologische Impulse, biografische Spurensuche und gesellschaftliche Fragen zur Menschenwürde. [1, 2]
Ein konkreter, bevorstehender Termin in seiner Heimatregion Berlin-Spandau steht bereits fest:
Buchlesung in Berlin-Spandau
- Thema: „Auf den geheimnisvollen Spuren von Albert Schweitzer“
- Datum & Uhrzeit: Donnerstag, 20. August 2026 von 18:00 bis 20:00 Uhr
- Ort: Bürgerbüro Atli, Hugo-Cassirer-Straße 45, 13587 Berlin
- Inhalt: Frank Bürger nimmt die Gäste mit auf eine vielschichtige Spurensuche über das Wirken des Friedensnobelpreisträgers in Berlin und Schwetzingen. Im Zentrum steht Schweitzers Leitgedanke: „Die Würde des Menschen ist das höchste Gebot“.
- Anmeldung: Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um eine Anmeldung gebeten (Telefon:
030 515 72 791oder per E-Mail ansebahat.atli@spd.parlament-berlin.de).
https://www.youtube.com/@FrankB%C3%BCrger-h1v
Musikbeitrag für Klassikfreunde
.
Wachet und Betet!

Wachet und betet … Über den Link gibt es alles zu den Glocken der Kath. Kirche St. Johannes Baptist in Herzogenrath-Merkstein.
#createsoundscape ist Teil der Kampagne „Hörst du nicht die Glocken?“.
Diese informiert über den Sinn und Zweck des Läutens überhaupt, über seine Geschichte und darüber, wie das Läuten heute wieder als Zeichen von Frieden, Freiheit und persönlicher Spiritualität verstanden werden kann.
Wachet und Betet – Historischer Impuls
Meines Achtens eine sehr gute Zusammenfassung des aktuellen Standes. Was mich am meisten irritiert (ich hatte es befürchtet, aber nicht in diesem Ausmass erwartet) – Die alten Fronten des Kulturkampfes werden jetzt eingezeichnet: Die Einen sehen sich in ihrem Kampf gegen von Wokeness überschwemmte Universitäten bestätigt (ja – es gibt ganz offensichtlich auch institutionelles Versagen der internen Kontrollmechanismen); die Anderen sehen Rassismus am Werk (ja – in vielen Stellungnahmen kann ein solcher Rassismus erkannt werden).
Was für mich jetzt angesagt ist: Trauer um einen Menschen, der (sicher nicht ohne eigenen Schuldanteil) unter die Räder gekommen ist. Und Einhalten und kritische Selbstprüfung aller Beteiligten. Aber die Kulturkampf-Maschinerie sollte möglichst schnell abgestellt werden.
Der TAZ-Artikel ist ein guter Schritt in diese Richtung
https://taz.de/Uni-Skandal-in-Grossbritannien/!6204614
YouTube der Woche von Joanna Filus-Olenkiewicz
Impuls aus Schwetzingen von Dekan Uwe Lüttinger
pausiert
Impuls aus Karlsruhe von Prof. Dr. Frank Thissen

»Schon als Kind konnte ich fast alle Stadtteile in Karlsruhe innerhalb von 30min mit dem Fahrrad erreichen und erkunden. Das bedeutet für mich Freiheit. Ich bin ein Mensch der gerne reist, jedoch immer wieder gerne in seine optimal große Heimatstadt zurückkehrt. Beim CVJM konnte ich mich in den letzten 14 Jahre in der Jugendarbeit vielfältig auspowern. Christliches Ehrenamt ist mein großes Herzensanliegen. Meinen Auftrag sehe ich in der Bildung, die zur Freiheit ermächtigt – deshalb bin ich als Grundschullehrer tätig. Karlsruhe erlebe ich als einen Ort mit den optimalen Bedingungen (abgesehen von den Mietpreisen ?), um dieser Sache nachzujagen! Als Ausgleich arbeite ich sehr gerne in der Natur oder mit Holz. Schreinern an Möbeln mit Geschichte, oder das neu gepachtete Weinstück in Weingarten mit Blick über Karlsruhe sind mir besonders ans Herz gewachsen.« Mark Schröter
Foto: Frank Thissen
Quelle: https://menschen-in-karlsruhe.eu/
Zeitenreise mit Hans-Josef Overmann
Buchempfehlung
Hier gibt es einen Neuanfang mit Nadine Grimmig, Archäologin, Kunsthistorikerin und vergl. Religionswissenschaftlerin.

Der Nr.-1-Bestseller aus Schweden: Ein faszinierender Roman über das Eintauchen in die Kindheit und darüber, was einen Menschen prägt
Ein Mann telefoniert mit seiner Vergangenheit
Vidars Leben ist aus den Fugen geraten. Nach einem gewalttätigen Vorfall in der Schule wird er vom Lehrdienst suspendiert. Als er zu Hause zufällig die Telefonnummer des alten Sommerhauses der Familie findet, wählt Vidar aus einer Laune heraus die Nummer. Es meldet sich sein Vater, der längst tot ist. Bald versteht Vidar: Am anderen Ende der Leitung ist immer der 17. Juni 1986, ein Tag aus seiner Kindheit. Es öffnet sich eine Falltür in die Vergangenheit. Anruf für Anruf versucht Vidar, jeden Schritt seiner Familie an diesem Tag nachzuvollziehen. Er überschreitet eine Grenze nach der anderen. Und während sich der Tag seiner Kindheit langsam auflöst, zieht sich die Schlinge in der Gegenwart immer enger zu.
»Es ist, als hätte alles, was Alex Schulman zuvor geschrieben hat, den Weg für diesen Roman geebnet.« Gefle Dagblad
Impuls von Abt Daniil Irbits

Heute Feier der Transfiguration des Herrn,mit festlicher Liturgie
Facebook, 18. August 2026
Empfehlung für Kinder und Jugendliche
Die Empfehlung kommt von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger

Vielfach preisgekrönte Autorin, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis!
Josefin ist eine von der Sorte Ich verlass mich auf dich. Eine, die angerufen wird, wenn sonst keiner Zeit hat. Die nur aus Versehen mitfotografiert wird.
Als Hanna neu in ihre Klasse kommt, hofft Josefin,endlich eine Freundin zu finden. Aber Hanna verhält sich seltsam, ganz so, als sei sie schon fast wieder weg. Sie ist still und abweisend, in sich selbst verborgen. Als sich die beiden Mädchen wider Erwarten doch anfreunden, wird Josefin klar, dass mit Hanna etwas nicht stimmt. Ist sie in Gefahr? Muss sie beschützt werden? Und ist Hanna am Ende gar nicht die, für die sie sich ausgibt?
»Susan Kreller ist eine der sprachmächtigsten Jugendbuchautorinnen in Deutschland.«
Film oder Hörspieltipp
Filmtipp von Klassikradio
