
Berlin. Der Film „Block 10“ feiert am 3. Juli 2026 im Rahmen des 43. Filmfestes München Weltpremiere
Von Frank Bürger
Im Fokus steht der berüchtigte Block 10 – ein abgeriegelter Bereich des Lagers, in dem Anfang 1943 Hunderte jüdische Frauen unter unmenschlichen Bedingungen interniert wurden. Dort führten NS-Ärzte grausame Experimente zur Zwangssterilisation durch. Häftlingsärzte waren gezwungen zu kollaborieren.
Im Zentrum der Geschichte steht der jüdische Gynäkologe Dr. Maximilian Samuel (Christian Berkel), der vor eine grausame Entscheidung gestellt wird: Verweigert er sich der Mitarbeit an den Experimenten, droht die Ermordung seiner 20-jährigen Tochter Liese Lotte (Sarah Maria Sander) in der Gaskammer. Gefangen in einem tiefen moralischen Dilemma, sucht er nach einem eigenen Weg.
Das hochkarätige Ensemble umfasst Christian Berkel, Axel Prahl, Moritz Führmann, Johannes Zirner und Bibiana Beglau. Regie führt Marcus O. Rosenmüller, Idee und Drehbuch stammen von Alice Brauner.
„Block 10“ ist eine Koproduktion der Berliner CCC Cinema und Television, MZ-Film (München), Niama-Film (Stuttgart) sowie der ARD Degeto Film.
Die Dreharbeiten fanden größtenteils im Berliner Filmstudio an der Havel in Spandau statt.
Filmfestival München
Das Filmfestival in München gehört zu einem der bedeutendsten Sommerfestivals Europas.
Wir sind ein Ort filmischer Entdeckungen. Wir zeigen ganz frische Filme und entdecken neue Facetten von Stars aus aller Welt, die wir mit ihren unterschiedlichen Leidenschaften als vielseitige Künstler:innen präsentieren. Ob Jessica Lange als Fotografin, Kate Winslet als Produzentin, Viggo Mortensen als Regisseur, Arthur Jafa als Kurator oder Bong Joon-Ho mit einer Retrospektive vor dem Oscar-Gewinn für PARASITE…
in internationales Programm, das Welt- bis Deutschlandpremieren präsentiert – mit Filmen, über die man spricht, und mit Kreativen, die ihre Mission und ihre Visionen mit dem Publikum teilen wollen.
„Wir sind die Plattform Nr. 1 für die deutschsprachige Filmszene – jedes Event ein einzigartiges Filmerlebnis. Nirgendwo sonst werden alle Facetten des deutschen Filmschaffens so umfassend gefeiert, von Kino bis TV, von Jung bis Etabliert, vom Experiment bis zum besonderen Unterhaltungskino. Hier trifft und vernetzt sich die Branche. Hier entdecken wir die Talente, die die filmische Zukunft prägen werden. Von Jakob Lass, Ilker Çatak bis Eva Trobisch, Vicky Krieps und Franz Rogowski, vom Start der Eberhofer-Reihe bis hin zu preisgekrönten Perlen wie OH BOY oder LIEBER THOMAS.
Und das Ganze findet im wunderbaren Münchner Sommer statt. Ob Isar oder Biergarten, oder eben im Kino. Begegnung ist hier unvergleichlich entspannt. We are creating waves. Gemeinsam mit großartigen Partnern wollen wir inspirieren, vernetzen und das kulturelle Leben der Landeshauptstadt bereichern. Ein Festival für alle – für das Münchner Publikum, für die deutsche Film- und Medienbranche, für unsere internationalen Gäste. Ein kulturelles Netz, das sich über ganz München legt, in großartigen, inspirierenden Kooperationen mit lokalen Institutionen, wie dem Museum Brandhorst, Amerikahaus, NS-Dokumentationszentrum, Deutschen Theatermuseum, den Münchner Kammerspielen und vielen weiteren Kulturpartnern der Stadt.“
Quelle: Filmfestival München
Astor Film Lounge im Arri
Das ARRI-Kino in der Türkenstraße gehört zu den traditionsreichsten Filmtheatern in München. Das bekannte Stadtteilkino geht mit dem neuen Namen ASTOR Film Lounge im ARRI in eine vielversprechende Zukunft. Mit der Vergrößerung auf drei Säle, der Optimierung des Komforts und der technischen Ausstattung sowie einem neuen Servicekonzept wurde das Konzept der ASTOR-Premiumkinos auf diesen Standort übertragen. Nun erwartet die Gäste ein Filmtheater, das an den Glanz der Blütezeit der Kinos erinnert.
Geschichte
Es ist ohne Zweifel eines der schönsten und traditionsreichsten Kinos in München – und dennoch kennen es viele heutige Filmfans noch gar nicht: das Arri-Kino in der Türkenstraße in der Maxvorstadt, dem Universitätsviertel in München-Schwabing. Das Stadtteilkino gleich hinter der Akademie der Bildenden Künste München als modern restauriertes Luxuskino wiedereröffnet, blickt auf eine wilde Vergangenheit zurück – ein wertvolles Stück Kinokultur, das Betreiber Hans-Joachim Flebbe mit der neu ausgerichteten Astor Film Lounge im Arri für die Zukunft erhalten will.
Ältere Münchner Filmfans erinnern sich: Ende 1958 eröffnete auf dem Arri-Gelände, auf dem die inzwischen über 100-jährige Filmtechnikfirma Arri ihren Sitz hat, ein Kino mit 480 Plätzen. In den 60er Jahren wurde das Arri unter anderem für seine Nachtvorstellungen von Trash-Filmen bekannt. Der sogenannte Neue Deutsche Film mit Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog oder Edgar Reitz fand hier seine Heimat – die Filmemacher zeigten in direkter Vereinbarung mit dem Kino, also ohne Einfluss von Verleihfirmen, ihre Werke.
Quelle: Weischer Net
Warum der Name Astor?
Der Kinogründer Joachim Flebbe baute seine kleine Kette Astor Film Lounge weiter aus. Der Unternehmer hatte einst die Multiplex-Kinokette Cinemaxx gegründet und war 2008 ausgeschieden. Der Name deutet die Nähe der Luxuskinos zu der finanzträchtigen Familie Astor an.

