Blick auf eine Ikone

Ikone aus dem 6. Jahrhundert

Schwetzingen. Im Karfreitagsgottesdienst in der Schwetzinger Lutherkirche warf Pfarrer Steffen Groß ausgehend vom Predigttext einen Blick auf eine Ikone aus dem 6. Jahrhundert. Inspiriert wurde er durch einen Besuch im weltbekannten Katharinenkloster.

Von Frank Bürger

Der Predigttext:

13Er hat uns errettet aus der  Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes, 14in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden. 15Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. 16Denn in ihm wurde alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. 17Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. 18Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der  Erstgeborene von den Toten, auf dass er in allem der Erste sei. 19 Denn es hat Gott gefallen, alle Fülle in ihm wohnen zu lassen, 20und durch ihn  alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.

Im Zusammenhang mit dem Text fokussierte Pfarrer Groß die oben abgebildete Ikone. Interesse dafür weckte ein Besuch im weltbekannten Katharinenkloster.

Das heute griechisch-orthodoxe Katharinenkloster (griechisch Μονὴ τῆς Ἁγίας Αἰκατερίνης, arabisch دير سانت كاترين) im Sinai in Ägypten wurde zwischen 548 und 565 gegründet und ist eines der ältesten immer noch bewohnten Klöster des Christentums. Es liegt am Fuße des Berges Sinai (Mosesberg). Dort befand sich nach der Überlieferung der brennende Dornbusch, in dem sich Gott Mose offenbarte; hier sollen auch die der Legende nach von einem Engel herbeigetragenen Gebeine der heiligen Katharina von Alexandrien ruhen, deren Existenz allerdings historisch nicht belegt ist. Das Kloster, das ursprünglich der Theotokos, das heißt, Maria, der Mutter Jesu, geweiht war, wurde im Westen ab dem 14. und im Osten ab dem 19. Jahrhundert nach der heiligen Märtyrerin Katharina benannt.

Das Katharinenkloster ist eines der ältesten Klöster der Christenheit. Gleichzeitig ist es ein Ort, wo sich jüdische, christliche und islamische Kulturgeschichte berühren. Wegen seiner isolierten Lage gehört das Katharinenkloster zu den wenigen Klöstern, die nie zerstört wurden.

Vor Kurzem besuchten wir die griechisch-orthodoxe Kirche in Berlin und bekamen noch mehr Einblick in die Bedeutung von Ikonen.

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Auch den Journalisten Norbert Kuchinke (Spiegel, Stern) inspirierten die Ikonen und die Gesänge, sich in Westeuropa. Das spielt im Buch „Kloster Götschendorf“ eine wichtige Rolle. Neben Horst Kasner, dem Vater von Angela Merkel, und Aribert Großkopf, Staatskanzleichef bei Ministerpräsident Manfred Stolpe der Mitbegründer des Klosters in der Nähe von Templin.

Musikalisch setzten Kirchenmusikdirektor Detlev Helmer, Gabriele Schneider und Jürgen Ferber im Karfreitagsgottesdienst Akzente

Vor und nach dem Gottesdienst gab es noch ein Mitbringsel aus der Evangelischen Weihnachtskirchengemeinde, zu der auch Verbundenheit besteht.

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