Nibelungenfestspiele beschäftigen sich mit Luther

Der Dom zu Worms. Fotos: Frank Bürger

Berlin. Von den UFA-Studios zu den Nibelungen-Festspielen in Worms ist es nicht weit. Aber dort regiert ab 16. Juli nicht der Drachentöter, sondern der Reformator Martin Luther als Uraufführung. Die Intendanz liegt in den Händen von Ufa-Chef Nico Hofmann.

Von Frank Bürger

Der bekannte Filmschaffende Nico Hofmann übernahm vor sechs Jahren die der Nibelungenfestspiele Worms aus den Händen von Dieter Wedel. Der Sohn eines Journalistenehepaars hat seine Wurzeln in der Neckarmetropole Heidelberg und absolvierte ein Volontariat beim Mannheimer Morgen.

Er gilt als Kultproduzent. So wagte er 1997 als Regisseur eine Neuverfilmung des legendären Streifens „Es geschah am hellichten Tag“.

Weitere Infos zum legendären Streifen

Seit dem 1. September 2017 ist Nico Hofmann CEO der UFA-Gruppe. Seit dem 18. September 2018 führt Nico Hofmann die UFA als CEO gemeinsam mit Geschäftsführer Joachim Kosack.[28] 2020 führte Hofmann die Liste der 100 wichtigsten geouteten Führungskräfte in Deutschland an.

Die UFA ist bedeutend. Höhepunkt der Geschichte ist der Streifen „Münchhausen“ als Jubiläumsfilm.

Der mit großem Aufwand, Starbesetzung und in der noch neuen Agfacolor-Technik produzierte Farbfilm wurde von dem Reichspropagandaminister Joseph Goebbels selbst aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Ufa-Filmstudios in Auftrag gegeben

2021 steht mit der Intendanz Hofmanns nicht die Geschichte der Nibelungen im Zentrum der Festspiele, sondern der Reformator Martin Luther. Zum 500. Mal jährt sich dann die Widerrufsverweigerung Martin Luthers vor dem Reichstag zu Worms. Die Nibelungen-Festspiele werden das Luther-Jubiläumsjahr 2021 mit einem außerordentlichen Stück begehen. Georg-Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss schreibt die Uraufführung der Festspiele. Damit werden die Nibelungen-Festspiele im Wormser Lutherjahr zum zentralen inhaltlichen Ankerpunkt der Gesamtfeierlichkeiten und einmal mehr zum theatralen Großereignis.

Mit dem Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Bärfuss konnte ein herausragender Autor für das Luther-Stück gewonnen werden. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung zeichnete Lukas Bärfuss 2019 mit dem Georg-Büchner-Preis als einen herausragenden Erzähler und Dramatiker der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus.

Als Erzähler gilt Bärfuss als Seismograph aktueller, gesellschaftlicher Themen. 2017 erschien sein jüngster Roman „Hagard“. Lukas Bärfuss tritt immer wieder mit pointierten Essays und Debattenbeiträgen zum politischen Geschehen an die Öffentlichkeit. 2015 erschien sein Essayband »Stil und Moral«, 2018 der Band »Krieg und Liebe«. Ebenso gilt Bärfuss als einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Theaterautoren. Seine Theaterstücke wurden in rund ein Dutzend Sprachen übersetzt und werden weltweit gespielt. Sein neuestes Drama »Der Elefantengeist« wurde im September 2018 am Nationaltheater Mannheim uraufgeführt.

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