Dostojewskij in Caputh

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Klaus Hugler, Birgit Rubach, Peter Amsler (v. l. n. r.) Fotos: Frank Bürger

Berlin. Der Potsdamer Literat Klaus Hugler lud zur Vorstellung seines Büchleins „Ein Monat mit Dostojewskij“ nach Caputh ein, die Gäste kamen.

Von Frank Bürger

Bei Literatur darf die Musik nicht fehlen. Mit Zupfinstrumenten wurde die Buchpräsentation in Caputh eröffnet, interpretiert wurden von „Projekt Bransle“ historische Stücke. Das Terzett gibt es erst seit einem halben Jahr, aber sie brillierten. Wunderbar: Der Einzug der Königin von Saba, in der Besetzung zeigte sich das Stück von Georg Friedrich Händel als Ohrenschmaus.

Hugler zeigte noch einmal die Entstehung des Buches auf, vor allem mit welchen Stilrichtungen er sich beschäftigte. In den Fokus rückte der „Römerbrief“ des Schweizer Theologen Karl Barth und die Beschäftigung mit der philosophischen Richtung des Nihilismus. Früh schaute er auf das Rodion Raskolnikow, die Hauptfigur in Dostojewskijs Roman „Schuld und Sühne“, aber auch auf die „Brüder Karamasow“.  Das Corona-Jahr führte zu intensiver Beschäftigung mit dem russischen Literaten, die spätere Lektorin Brigitte Rubach, unter anderem vom Albert Schweitzer Freundeskreis Potsdam, unterstützte die Idee.

Letztendlich konnte man Peter Amsler, Verleger des Erzählverlags, für das Projekt gewinnen.

„Ein Buch ist ein lebend‘ Ding“, sagte Amsler. Im Buch würden Schlüsselgedanken Dostojewskijs herausgearbeitet. „Das selbständige Denken wird angeregt, nicht zuletzt durch weiterführende Fragen“, formulierte Amsler.

Es habe tiefe Gespräche in Huglers Potsdamer Wohnung gegeben. „Das Ganze wurde rund“, sagte Amsler.

Ein wichtiger Schritt: Die Auswahl der Bebilderung. So wurden auch viele Holzschnitte von Wilhelm Geisler und Franz Masereel gewählt.

Amsler hat aufgrund seiner Biografie Kontakte nach Jerusalem. Dort wurde das Buch von Alfred Nordmann hergestellt.

„Es war eine schöne Geburt“, das Fazit fasste Peter Amsler

Begeisterung auch unter den Gästen. So durfte Hugler auch Gisela Heller begrüßen, die als Fontane-Expertin auch ihren Blick auf das Effi-Briest-Schloss in Zerben lenkte. Nach ihrer Initiative ist dort eine Musikreihe unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Reiner Haseloff entstanden.

Auch die Künstlerin Ines Eck war anwesend und verfolgte die Präsentation mit Spannung.

Das Büchlein zu Dostojewskij ist über die ISBN 978-3-947831-56-2 zu beziehen.

Und es wird weitergearbeitet.

Hier ein Blick auf die Beschäftigung mit den russischen Dichtern der letzten Jahre

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