Ein Riss vor der Gedächtniskirche

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Das Friedenslicht von Bethlehem kam gestern in die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Ein Zeichen des versöhnlichen Miteinanders. Heute nun das stille Gedenken an das Grauen, was in und vor dieser bedeutenden Kirche fassbar, greifbar wird. Kanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Berlins Bürgermeister machten jeder auf seine Weise deutlich: Wir lassen die Opfer nicht allein, so etwas darf nie wieder geschehen.

Genau vor einem Jahr, am Abend des 19. Dezember 2016, war der Attentäter Anis Amri mit einem gestohlenen Laster aus der polnischen Grenzregion in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerast. Zwölf Menschen starben, den polnischen Lastwagenfahrer hatte der Terrorist zuvor erschossen. Annähernd 100 Menschen wurden verletzt.

Hier die Namen:

Sebastian Berlin (32) Anna Bagratuni (44) Georgiy Bagratuni (44) Nada Cizmar (34) Fabrizia Di Lorenzo (31) Dalia Elyakim (60) Christoph Herrlich (40) Klaus Jacob (66) Dorit Krebs (53) Angelika Klösters (65) Łukasz Urban (37) Peter Völker (72)

Im Anschluss an die Andacht wurde am Anschlagsort ein Gedenkzeichen für die Opfer enthüllt: Ein goldener Riss soll an das Unfassbare erinnern.

Im Berliner Abgeordnetenhaus kamen danach Angehörige und Vertreter von Politik und Gesellschaft zu einer Gedenkstunde zusammenkommen.

Zu weiteren Gedenkveranstaltungen hatten auch Schausteller des Weihnachtsmarktes eingeladen. Der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz bleibt am Jahrestag geschlossen.

Am Abend sollt mit einem ökumenischen Friedensgebet, einer Lichterkette und einem zwölfminütigen Glockenläuten an die Opfer erinnert werden. Das Erklingen der Glocken als die Erinnerung an die Gemeinschaft Jesu mit den zwölf Aposteln

An der Zeremonie zum Entzünden des siebten Lichtes des Chanukka-Leuchters zum jüdischen Lichterfest wollte sich am Brandenburger Tor der Sohn einer bei dem Anschlag getöteten Frau beteiligen.

Beitrag: Frank Bürger und Tobias Olm

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