
Berlin. In Heidelberg begann die Reihe mit Sondervorstellungen zum Kinofilm „Block 10“ mit renommierten Gästen, unter anderem Regisseur Marcus O. Rosenmüller.
Von Frank Bürger
Das Grauen von Auschwitz auf die Leinwand zu bannen. Das ist eine Mammutaufgabe. Mehrfach sagte Dr. Alice Brauner: „Die Erinnerungskultur ist in Deutschland komplett gescheitert.“ Nun dieser Film, der auf der Idee von Alice Brauner beruhtgegen das Vergessen: Block 10.

Zur Person:
Dr. Alice Brauner wurde in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte sie Neuere Geschichte, Politische Wissenschaften und Romanistik (Französisch) an der Freien Universität Berlin.
Nach ihrer Tätigkeit als Redakteurin für verschiedene Printmedien wurde die Historikerin Interviewerin und Referentin bei der Stiftung „Survivors of the Shoah Visual History Foundation“. Diese Stiftung von Steven Spielberg archiviert Aussagen von Überlebenden des Holocaust. Es folgte die Promotion am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin über „Antidemokratische und rassistische Tendenzen in der Neuen Rechten in Deutschland“. 1999 wurde sie TV-Moderatorin zunächst bei TV-Berlin, später bei n-tv.
Heute ist sie in der Geschäftsführung der CCC Filmkunst GmbH, der CCC Cinema und Television GmbH und der CCC Filmstudios als Film-, Fernseh- und Web-Produzentin tätig.
Ihren ersten preisgekrönten Kinofilm realisierte sie gemeinsam mit ihrem Vater Artur Brauner: DER LETZTE ZUG (2006). Es folgten u. a. TV-Filme wie SO EIN SCHLAMASSEL für die ARD und preisgekrönte Kinofilme wie WUNDERKINDER (2012) und AUF DAS LEBEN! (2014). 2013 produzierte sie als einer der ersten Produzentinnen in Deutschland für das Streamingportal MyVideo die Sitcom MISSION HOUSEMEN. 2017 feierte ihre erste Dokumentation MARINA, MABUSE UND MORITURI Premiere auf dem goEast!-Festival in Wiesbaden.
Mit ihrem Team entwickelt sie weiterhin anspruchsvolle Kino- und TV-Stoffe. Für das ZDF produzierte sie die Culture-Clash-Komödie MATZE, KEBAB UND SAUERKRAUT, die nicht nur linear, sondern auch ein großer Erfolg in der ZDF Mediathek ist.
Zudem verantwortet sie das Lizenzgeschäft und investiert dafür seit einigen Jahren beträchtliche Summen, um den digitalen Erhalt der Klassiker in 2k und 4k zu ermöglichen (digitalisiert wurden so bereits mehr als 120 Filme, u. a. DER TIGER VON ESCHNAPUR, WINNETOU UND OLD SHATTERHAND IM TAL DES TODES, ES GESCHAH AM HELLICHTEN TAG).
Um die Vermarktung der eigenen Filmstudios in Berlin-Spandau anzukurbeln, begann sie im Jahr 2015 mit der umfassenden Sanierung der eigenen CCC Filmstudios in Berlin-Spandau, in der von Januar bis März 2017 der gesamte Studioanteil der ersten deutschen Netflix-Serie DARK gedreht wurde. Danach folgte eine Welle von herausragenden Serien- und Filmproduktionen, die in den Studios von verschiedenen Produktionsunternehmen realisiert wurden u. a. die KU’DAMM-Reihe für das ZDF (seit 2017), der Kinofilm ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEN STAHL (2019), zudem weitere Streaming-Hits wie DAS DAMENGAMBIT (Queen’s Gambit, 2019/20), ALMOST FLY (2021) sowie die aufwendige Sky-Serie HELGOLAND 513 und DER MEDICUS II (2024).
Neben zahlreichen Preisen für ihre Filme, u. a. 2012 die Romy als beste Produzentin eines deutschen Kinofilms, erhielt sie im November 2017 erhielt sie den Veuve Clicquot Business Woman Award als mutigste und innovativste Unternehmerin Deutschlands und 2019 den RHEINGOLD Publikumspreis auf dem Festival des Deutschen Films Ludwigshafen am Rhein für ihre Kinoproduktion CRESCENDO #makemusicnotwar. 2020 gewinnt der Film weitere nationale und internationale Preise wie den Cinema for Peace Honorary Award 2020.
Im September 2019 führte sie als Host für Arte durch die zweiteilige Dokumentation „Jüdisch in Europa“. Darüber hinaus stand Alice Brauner von 2019 bis 2021 wieder vor der Kamera und moderierte für phoenix das TV-Format „bilder der geschichte“.
Im Spätsommer 2021 erschien Alice Brauners Buch ALSO DANN IN BERLIN… (S. Fischer Verlag), das zum Spiegel-Bestseller avancierte und mittlerweile bereits in der 4. Auflage publiziert wird.
Im Februar 2022 erschien ihr erfolgreicher achtteiliger Podcast DAS SYSTEM SÖRING (wochenlang auf Platz 1 der Apple True Crime Podcasts und mittlerweile über 1.500.000 Mal aufgerufen), eine Koproduktion von CCC Cinema und Television mit argon.lab. Die TV-Dokumentationsreihe MORD. MACHT. MEDIEN. DER FALL JENS SÖRING wurde am 30. Oktober 2023 in der ARD ausgestrahlt und ist seitdem ein erfolgreicher Streaming-Hit in der ARD-Mediathek.
Die Dreharbeiten zu ihrem neuen Kinofilm MÜNTER & KANDINSKY (Der Blaue Reiter), für den sie auch das Drehbuch geschrieben hat, wurden im Juli 2023 abgeschlossen. Das Drama kommt am 24. Oktober bundesweit in die Kinos. 2025 wird der Film auch international präsentiert. Gleichzeitig zum Kinostart erscheint im Penguin Random House Verlag das erzählerische Sachbuch von Alice Brauner und Heike Gronemeier zum Film.
Derzeit entwickelt sie gemeinsam mit Ed Herzog und Prof. Ulrich Limmer die Satire DIE FALSCHE GRÄFIN, eine Geschichte über eine hochintelligente Hochstaplerin, die auf realen Personen und Ereignissen beruht.
In Entwicklung ist zudem eine Neuauflage von DR. MABUSE. Die Serie entsteht in Zusammenarbeit mit Keshet Fiction Germany und einem großen deutschen Broadcaster.
Sie schrieb das Drehbuch zu BLOCK 10.
Quelle: CCC Film
Der Film BLOCK 10 weist am Ende zurück auf die Wurzeln
IN MEMORIAM MARIA und ARTUR BRAUNER

Hier eine Vorstellung des CCC-Imperiums nach einem Interview mit Alice Brauner

Zum Inhalt:
Im Konzentrationslager Auschwitz wird Anfang 1943 ein Bereich geschaffen, der innerhalb des Stammlagers eine besondere Stellung einnimmt: Block 10. Hinter seinen Mauern sperrt die SS hunderte jüdische Frauen ein. Sie werden zu Objekten medizinischer Experimente, systematisch misshandelt, verstümmelt und ihrer Zukunft beraubt.
Hier treffen unterschiedliche Schicksale aufeinander: Frauen, die ums Überleben kämpfen, ihre Würde behaupten und einander Halt geben. Ärzte, die im Namen der Ideologie foltern und töten. Und Häftlinge, die gezwungen werden, zwischen Anpassung und Widerstand zu wählen.
Unter ihnen der jüdische Gynäkologe Dr. Maximilian Samuel. Als Häftlingsarzt muss er bei den Eingriffen assistieren. Die SS zwingt ihn zur Mitarbeit, andernfalls droht der Tod seiner Tochter. Sein persönliches Dilemma spiegelt die moralische Grauzone wider, in der sich viele Gefangene bewegen: zwischen Zwang, Schuld und dem verzweifelten Versuch, Leben zu retten.
BLOCK 10 erzählt von einem abgeschlossenen Mikrokosmos des Grauens, und von den Menschen, die darin gefangen sind. Aus der Perspektive der Frauen entsteht ein vielstimmiges Bild von Gewalt, Überleben und der Frage, was Menschlichkeit unter unmenschlichen Bedingungen bedeuten kann.
Quelle: Camino Filmverleih
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Camino-Filmverleih Stuttgart
Camino hat sich dem Programmkino verschrieben und sucht dabei immer die richtige Mischung zwischen Arthaus und kommerziellem Erfolg. Bei der Auswahl der Filme lässt sich der Stuttgarter Verleih nicht auf Nischen oder Genres festlegen, wohl aber auf Qualitätsanspruch. Ständige professionelle Marktbeobachtung und das Gespür für besondere Geschichten sind Grundlage der seit der Gründung im Jahr 2009 rund 100 veröffentlichten Titel.
Das Camino-Team sucht immer nach neuen, spannenden Geschichten und Talenten, um die Vielfalt im Kino zu erhalten und um auch jungen Filmemacher*innen den Weg auf die große Leinwand zu ermöglichen.
Caminos besondere Stärke: Als 100-prozentige Tochter der Produktionsfirma Niama Film GmbH kennt das Team das Filmgeschäft auch aus der Sicht der Produzent*innen. Das Verständnis für die Kunst ist also mit dem für das finanziell Machbare unter einem Dach vereint. Bis zu zehn Spiel- und Dokumentarfilme bringen die Stuttgarter*innen pro Jahr in die Kinos, hinzukommen TV-, DVD- und VoD-Verwertung. Für die Vermarktung seiner Filme greift Camino auf eine gut gepflegte Infrastruktur hinsichtlich Presse, Marketing und Industriepartner*innen zurück.
Weltpremiere in München
In München feierte der Film Weltpremiere

Sondervorführungen mit Gesprächsrunden beginnen in Heidelberg
Die Reihe von Sondervorführungen beginnt in Heidelberg im renommierten Gloriakino. Mit anwesend auch Regisseur Marcus O. Rosenmüller, der gemeinsam mit Brauner auch den Film „Münter & Kandinsky“
Weitere Informationen, auch zu Block 10

Gefördert wird „Block 10“ von der Film- und Medienstiftung NRW, der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg sowie der FFA und dem DFFF.
Alice Brauner sorgt mit „Block 10“ für Aufsehen – und für Gänsehaut. Der neue Kinofilm erzählt eines der dunkelsten Kapitel von Auschwitz und zeigt erstmals originales digitales Filmmaterial aus dem ehemaligen KZ in einer fiktionalen Produktion. Eine Entscheidung, die polarisiert und Fragen nach Verantwortung, Würde und Erinnerung aufwirft.
Christian Berkel übernimmt die Hauptrolle als jüdischer Gynäkologe Dr. Maximilian Samuel, der in Auschwitz gezwungen wird, bei Zwangssterilisationen mitzuwirken – und dennoch versucht, heimlich Leben zu retten. Der Schauspieler spricht offen über die emotionale Belastung der Dreharbeiten und warum dieser Film gerade jetzt wichtiger ist denn je.
Wie weit darf ein Spielfilm gehen? Ist der Einsatz echter Auschwitz-Aufnahmen ein mutiger Schritt gegen das Vergessen – oder ein riskanter Tabubruch? „Block 10“ entfacht eine Debatte über Geschichte, Moral und die Grenzen des Kinos.
Knapp vier Stunden dauerte die Veranstaltung an der Heidelberger Hauptstraße. Und genau dieses Thema griffen
Prof. Dr. phil. Karen Nolte
und
Rabb. Prof. Dr. Birgit Klein
auf.
Nolte formulierte ein gewisses Unbehagen bei Filmen zur Shoa
Klein betonte auch die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Stoffes.
Aber: Die Forschungslage stehe erst am Anfang
Zum ersten Mal gab es eine Begegnung mit Regisseur Rosenmueller

Er betonte, wichtig sei eine Vermittlung an ein jüngeres Publikum. Es sei kein ultimativer exakter Film.
Er würdigte auch die Schauspielerleistung







Fotos: ©2025 #@TOM TRAMBOW_ BVK
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Projekt: ãBLOCK 10Ò
Produktion:
CCC Filmstudios
Daumstr. 49-51
13599 Berlin
Drehort: Eisenbahnmuseum
Bochum-Dahlhausen
Produzentin: Dr. Alice Brauner
Koproduzenten: Michael Zechbauer,
Thomas Reisser,
Marcus Machura
Line Producer: Ulrich Stiehm
Regie: Marcus O. Rosenmüller
Kamera: Peter J. Kraus
Szenenbild: Claus Rudolf Amler
Kostu?mbild: Mirjam Muschel
Maskenbild: Mandy Steiger
Rolle:
Dr. Maximilian Samuel – Christian Berkel
Prof. Dr. Carl Clauberg – Axel Prahl
Dr. Eduard Wirths – Moritz Führmann
Hanna Ajasch – Lena Kalisch
Liese Lotte Samuel – Sarah Maria Sander
Hedwig Samuel – Katharina Dalichau
Ustuf Wagner – Till Wonka
SS-Mann Schulze – Thorsten Hamer
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Stills-photography
Pressefoto
Der Regisseur betonte: So viel habe er noch nie mit Schauspielerinnen und Schauspielern geprobt.
Dokumentarfilm oder Spielfilm?
Leider gab es zu wenig Dokumente zu dem Grauen.
An einem Gymnasium in Oranienburg habe es eine Veranstaltung mit Schülerinnen und Schülern gegeben.
Das soll auch perspektivisch fortgesetzt werden.
Der Film ist zugelassen für Jugendliche ab 16 Jahren und soll auch im ARD gezeigt werden.
Persönliche Note
Inhalt des Gesprächs mit Dr. Alice Brauner vor zwei Jahren war auch der Besuch in der Hölle „Auschwitz“. Mehrfach haben sich die Deutsch-Polnischen Nachrichten mit dem Thema auseinandergesetzt. Das Bild, aufgenommen an der Todeswand in der Gedenkstätte bildet das Titelbild beim Facebookauftritt unseres Magazins

