
Impuls aus Taizé
Durch Christus werdet ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes aufgebaut.
Eph 2,22
Berlin. Wir beginnen mit einer Andacht von Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Weltkirchenrates. Mit dem Politiker und Autoren Andreas Sturm aus Baden haben wir einen neuen Partner gewonnen. Dann kommt ein Impuls vom Potsdamer Generalsuperintendenten Kristóf Bálint oder direkt von der EKBO. Ein besonderer Impuls kommt von Prälat i. R. Prof. Dr. Traugott Schächtele. Gedanken kommen dieses Mal in einem neuen Format, musikalisch umrahmt von Organistin Barbara Herrberg (Evangelische Weihnachtskirche Spandau), mit Fokus auf das Thema „Heidelberg kann ein schönes Fleckchen sein“, diese Woche wieder mit Siegfried Weber, stellv. Dekan in Karlsruhe. Es gibt jede Woche die Rubrik „Wachet und Betet“, und zwar über die Aktion „#createsoundscape“. Zu hören sind die Glocken der Kath. Kirche St. Fidelis in Übach-Palenberg-Boscheln. Mit dem Reise Know-How Verlag aus Bielefeld geben wir Impulse für Touren in alle Welt. Ergänzend dazu Impulse von Kerstin Pagel. Dazu kommen historische Impulse aus der Schweiz mit Albrecht Grözinger, emeritierter Professor für Praktische Theologie an der Universität Basel. Es gibt Tipps aus dem und für den Religionsunterricht, manchmal von Mitarbeiterin Angela Schweitzer, auch für die Familie, ab und an eine Koproduktion von Ute Mertens (Evangelische Kirche Mitteldeutschland und Thorsten Fabrizi (Evangelische Kirche im Rheinland), eine Einspielung dieses Mal wieder von Michael Reichert Ann-Helena Schlüter, ab und an auch ein Beitrag von Agita Rando. Es gibt Impulse für Kinder und Jugendliche von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger. Es gibt nun eine Buchempfehlung und Texte von Nadine Grimmig, eine Filmempfehlung kommt von Miss Sonnenschein oder Klassikradio. Jazziges kommt über den Experten Marco Reiß. Nun auch die YouTube-Einspielung der Woche, empfohlen von unserer Mitarbeiterin Joanna Filus-Olenkiewicz. Dazu klassische Noten von Hans-Josef Overmann, Opern- und Konzertsänger, Fagottist, Komponist und Dirigent. Jede Woche präsentiert Prof. Dr. Frank Thissen Momentaufnahmen aus Karlsruhe. Dazu kommen regelmäßig Momentaufnahmen von Pfarrer Erko Sturm. Regelmäßig gibt es jetzt Noten von der Sopranistin Andrea Chudak. Von Anfang an mit dabei Superintendentin Angela Zaedow.
Mit dabei eine deutsch-polnische Note über Stephan Schiller. Dazu eine oekumenische Ergänzung: Regelmäßig zeigen wir einen Impuls von Uwe Lüttinger, Dekan der Römisch-Katholischen Kirchengemeinde Mittlere Kurpfalz. Und zum ersten Mal eine kulturelle Note von der SPD-Abgeordneten Sebahat Atli.
Von Frank Bürger
Andacht Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm
Impuls Generalsuperintendent Kristóf Bálint
pausiert
Impuls aus der EKBO

Sinkende Mitgliederzahlen, weniger finanzielle Mittel und gesellschaftlicher Wandel stellen die evangelische Kirche vor große Herausforderungen. Doch die eigentliche Frage lautet: Wie können wir auch in Zukunft nah bei den Menschen sein und den Auftrag der Kirche lebendig gestalten?
Strukturreformen sind dabei kein Selbstzweck. Sie sollen helfen, Ressourcen sinnvoll einzusetzen, Haupt- und Ehrenamtliche zu entlasten und Räume für das zu schaffen, worauf es ankommt: Gemeinschaft, Glaube und gelebte Nächstenliebe.
Der Artikel zeigt, warum die aktuellen Veränderungen weit über Fusionen oder neue Verwaltungsstrukturen hinausgehen. Er zeigt auch, weshalb jetzt die Zeit ist, Kirche gemeinsam zukunftsfähig zu gestalten.
Facebook, 31. Juli 2026
Impuls von Prof. Dr. Traugott Schächtele

Predigt Über Josua 4,1-8 im Gottesdienst am 19. Juli 2026 (7. Sonntag nach Trinitatis) in der Kleinen Kirche in Ettlingen Bruchhausen
20.07.2026
Termine
- 23.08.2026 10:30 Gottesdienst im Rahmen der Predigtreihe zu R.M. Rilke Stadtkirche Karlsruhe
- 13.09.2026 10:00 Gottesdienst Matthäuskirche Freiburg
Aktuelle Buchhinweise
Am 17. August 2026 erscheint beim Herder Verlag mein neues Buch Die neue Freiheit genießen und gestalten: Ein Reiseführer in den Ruhestand (20 Euro). Lesen und Verschenken lohnt sich!
Mein Buch geistesinzidenzen: sieben mal sieben unterbrechungen im lauf des Jahres ist beim Verlag Buchwerk am Kämpfelbach eben neu aufgelegt erschienen und wieder überall erhältlich! (19,90 Euro)
Im November erscheint beim Verlag Buchwerk am Kämpfelbach ein Band mit 32 Grafiken des Freiburger Künstlers Wolf Becke, jedem der Drucke stelle ich ein Gedicht zur Seite. Näheres bald!
Beitrag von Pfarrer Erko Sturm

Andreas Kunad (1602–1662) – Theologe, Pädagoge und Bewahrer der lutherischen Bildungs- und Glaubenstradition
Einleitung
Die Geschichte der Reformation wird gewöhnlich mit den großen Namen Martin Luther, Philipp Melanchthon oder Johannes Bugenhagen verbunden. Weit weniger Beachtung finden jene Gelehrten des 17. Jahrhunderts, die das reformatorische Erbe unter den Bedingungen einer von Krieg, konfessionellen Spannungen und gesellschaftlichem Wandel geprägten Zeit bewahrten und weiterentwickelten. Zu ihnen gehört Andreas Kunad. Als Pädagoge, Superintendent und Professor der Theologie in Wittenberg verkörperte er den Typus des lutherischen Gelehrten, der wissenschaftliche Exaktheit, kirchliche Verantwortung und pädagogisches Engagement miteinander verband. Seine Bedeutung liegt weniger in originellen theologischen Neuerungen als vielmehr in seiner Fähigkeit, das reformatorische Erbe in einer Zeit tiefgreifender Erschütterungen zu sichern und an die nächste Generation weiterzugeben. Damit gehört Kunad zu den prägenden Vertretern der lutherischen Orthodoxie des 17. Jahrhunderts.
Bildung als Lebensaufgabe
Andreas Kunad wurde am 5. August 1602 in Döbeln geboren. Seine Ausbildung führte ihn zunächst an die berühmte Fürstenschule Schulpforta und anschließend an die Universität Leipzig. Schon diese Bildungsbiographie ist charakteristisch für den protestantischen Humanismus: Begabte junge Menschen sollten unabhängig von ihrer Herkunft durch wissenschaftliche Bildung befähigt werden, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen. Die Studienjahre verliefen allerdings keineswegs unter günstigen Bedingungen. Nach dem frühen Tod seiner Eltern musste Kunad seinen Lebensunterhalt zeitweise selbst verdienen und war auf Stipendien sowie die Unterstützung einzelner Förderer angewiesen. Diese Erfahrungen prägten sein späteres Verständnis von Bildung. Wissenschaft erschien ihm niemals als Privileg einer Elite, sondern als Auftrag, der dem Wohl der Kirche und der Allgemeinheit dienen sollte.
Schulpforta – Erziehung zu Glauben und Verantwortung
Mit seiner Berufung zum Konrektor und wenig später zum Rektor der Landesschule Schulpforta übernahm Kunad eine der angesehensten Bildungseinrichtungen des lutherischen Deutschlands. Die Fürstenschulen waren nicht lediglich höhere Lehranstalten, sondern verstanden sich als Orte umfassender Persönlichkeitsbildung. Humanistische Sprachbildung, philosophisches Denken und evangelische Frömmigkeit sollten gleichermaßen entwickelt werden. Kunad führte dieses Bildungsverständnis konsequent fort. Für ihn bildeten wissenschaftliche Disziplin und geistliche Reife keine Gegensätze. Vielmehr sollte Bildung den Menschen befähigen, Verantwortung zu übernehmen, Wahrheit kritisch zu prüfen und seinen Glauben vernünftig zu vertreten. Bemerkenswert ist dabei, dass seine Amtszeit mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges lag. Gerade unter diesen schwierigen Bedingungen bewahrte Schulpforta ihren wissenschaftlichen Rang. Dies spricht für Kunads organisatorische Fähigkeiten ebenso wie für seine pädagogische Autorität.
Superintendent in einer Zeit des Krieges
1638 wechselte Kunad als Superintendent nach Leisnig, zwei Jahre später nach Grimma. Damit trat die praktische Kirchenleitung stärker in den Mittelpunkt seines Wirkens. Die Aufgaben eines Superintendenten gingen weit über die Aufsicht über Pfarrer hinaus. Er war verantwortlich für Visitationswesen, Predigtausbildung, Schulaufsicht und seelsorgliche Begleitung der Gemeinden. Gerade während des Dreißigjährigen Krieges verlangte dieses Amt neben theologischer Kompetenz vor allem menschliche Standfestigkeit und diplomatisches Geschick. Überliefert ist insbesondere Kunads Einsatz für die Stadt Grimma, als schwedische Truppen unter Hans Christoph von Königsmarck deren Zerstörung planten. Dass die Stadt letztlich verschont blieb, wurde bereits von Zeitgenossen wesentlich mit Kunads persönlichem Einsatz in Verbindung gebracht. Dieses Ereignis macht deutlich, dass lutherische Theologie für ihn niemals nur Lehrsystem war, sondern stets konkrete Verantwortung für das Gemeinwesen einschloss.
Professor der Theologie in Wittenberg
1652 wurde Andreas Kunad an die Universität Wittenberg berufen – jene Hochschule, die seit Luther und Melanchthon das geistige Zentrum des Luthertums bildete. Dort gehörte er zu einer Fakultät, in der zugleich Abraham Calov, Johann Meisner und später Johann Andreas Quenstedt lehrten. Innerhalb dieses hochrangigen Kollegiums nahm Kunad die vierte theologische Professur ein und bekleidete mehrfach das Amt des Dekans sowie zweimal das Rektorat der Universität. Seine Berufung zeigt, welches wissenschaftliche Ansehen er inzwischen erworben hatte. Wittenberg berief keine bloßen Verwaltungsbeamten, sondern Gelehrte, die gleichermaßen forschen, lehren und zukünftige Pfarrer ausbilden konnten.
Kunads theologisches Profil
Andreas Kunads wissenschaftliches Werk besteht überwiegend aus akademischen Disputationen und Vorlesungen, wie sie für die Universitäten des 17. Jahrhunderts typisch waren. Er veröffentlichte Arbeiten über den freien Willen, die Rechtfertigung, die guten Werke, die Prädestination, die Person Christi, das Abendmahl, die Einheit der Kirche, den Antichristen sowie einen umfangreichen Kommentar zum Galaterbrief. Insgesamt sind heute fast vierzig eigenständige Drucke nachweisbar. Diese Themen verdeutlichen das eigentliche Anliegen seiner Theologie. Kunad wollte keine neuen Lehrgebäude entwerfen. Sein Ziel bestand vielmehr darin, die reformatorische Lehre gegen Missverständnisse und gegen die Auseinandersetzungen mit römisch-katholischen wie reformierten Positionen argumentativ zu begründen. Dabei bewegt er sich ganz im Horizont der lutherischen Orthodoxie. Dieser Begriff wird heute häufig missverstanden. Orthodoxie bedeutete im 17. Jahrhundert nicht geistige Erstarrung, sondern den Versuch, den reformatorischen Glauben wissenschaftlich zu durchdenken und systematisch darzustellen. Die Universität sollte nicht nur Frömmigkeit fördern, sondern auch eine wissenschaftlich verantwortete Theologie hervorbringen.
Pädagogik und Theologie als Einheit
Charakteristisch für Kunad ist die enge Verbindung von Theologie und Pädagogik. Er verstand beide Aufgaben als zwei Seiten derselben Berufung. Der Lehrer vermittelt Wissen; der Theologe erschließt die Grundlagen des Glaubens. Beide tragen Verantwortung für die Bildung des Menschen. Deshalb überrascht es nicht, dass Kunad selbst nach seiner Berufung nach Wittenberg die Ausbildung des theologischen Nachwuchses als einen Schwerpunkt seines Wirkens betrachtete. Gerade hierin liegt seine bleibende Bedeutung. Während berühmtere Zeitgenossen durch umfangreiche dogmatische Systeme hervortraten, wirkte Kunad vor allem durch die Ausbildung zahlreicher Pfarrer und Lehrer, die seine Verbindung von wissenschaftlicher Gründlichkeit und kirchlicher Verantwortung weitertrugen.
Historische Würdigung
Andreas Kunad gehört nicht zu den Theologen, deren Name unmittelbar mit einer neuen theologischen Schule verbunden ist. Dennoch wäre die Geschichte des deutschen Luthertums ohne Persönlichkeiten seines Formats kaum denkbar. Die Reformation lebte nicht allein von ihren Reformatoren, sondern ebenso von den Generationen, die deren Einsichten bewahrten, lehrten und im kirchlichen Alltag umsetzten. Kunad gehört zu diesen Vermittlern. Sein Wirken zeigt exemplarisch, wie eng im frühneuzeitlichen Protestantismus Universität, Schule und Kirche miteinander verbunden waren. Besonders bemerkenswert erscheint aus heutiger Sicht seine Überzeugung, dass Bildung immer auch ethische Verantwortung einschließt. Wissenschaft sollte dem Menschen dienen und Kirche Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. Gerade diese Verbindung besitzt auch im 21. Jahrhundert nichts von ihrer Aktualität verloren.
Schluss
Andreas Kunad war weit mehr als ein Gelehrter der lutherischen Orthodoxie. Er war Lehrer, Seelsorger, Hochschullehrer und Kirchenleiter zugleich. Sein Lebenswerk bezeugt, dass wissenschaftliche Präzision und gelebter Glaube keine Gegensätze sind, sondern einander ergänzen können. Sein Vermächtnis besteht weniger in spektakulären Einzelwerken als in einer Haltung: Bildung als Dienst am Menschen, Theologie als verantwortete Auslegung der Heiligen Schrift und Kirche als Gemeinschaft, die Glauben, Vernunft und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet. Gerade deshalb verdient Andreas Kunad auch heute einen festen Platz in der Geschichte des deutschen Protestantismus.
Persönlicher Impuls
Aktuelle Deutsch-Polnische Note

Heute jährt sich das Massaker von Wola.
Zwischen dem 5. und 7. August 1944 ermordeten deutsche Einheiten im Warschauer Stadtteil Wola je nach Schätzung zwischen 15.000 und 60.000 polnische Zivilistinnen und Zivilisten. Es war Hitlers grausame „Strafe“ für den Warschauer Aufstand, eine kollektive Vergeltungsmaßnahme gegen die gesamte Stadtbevölkerung.
Der SS-General Heinz Reinefarth, unter dessen Kommando die Massaker begangen wurden und der als „Henker von Warschau“ bekannt ist, wurde nach dem Krieg nie strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Mehr noch: Er wurde Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Bürgermeister von Westerland und ein angesehener Jurist. Ein Skandal und eine doppelte Demütigung der Opfer.
Hintergrund: Wie kam es zu dem Massaker?
Nachdem die 20.000 Mann starke deutsche Garnison Warschaus dem Aufstand zunächst kaum gewachsen war, erhielt SS-Gruppenführer Reinefarth am 3. August 1944 einen folgenschweren Befehl von Heinrich Himmler: Aus Wehrmacht, Polizei und SS sollte er eine Kampftruppe zusammenstellen, um den Aufstand brutal niederzuschlagen.
Himmlers Anweisung war eindeutig: „Jeder Bewohner ist zu töten, es ist verboten, Gefangene zu machen.“
Frauen, Männer, Kinder und ältere Menschen wurden erschossen, verbrannt, misshandelt und vergewaltigt. Raubzüge und systematische Gewalt bestimmten diese Tage. Zur Vertuschung des Verbrechens wurde das sogenannte Verbrennungskommando eingesetzt: Polnische Männer wurden gezwungen, Tausende Leichen zu verbrennen – und anschließend selbst ermordet.
Ein Zitat aus dem Verhör des SS- und Polizeiführers Paul Otto Geibel macht den Befehlshorizont deutlich:
„Am gleichen Tag (1. August 1944) erhielt ich am Abend ein Radiotelegramm mit der Unterschrift von Himmler, mit dem Befehl eines tapferen und erbitterten Kampfes mit den Aufständern: ‚Tötet sie zu Zehntausenden!‘ Diesen Satz verstand ich als Befehl zur Ausrottung der Zivilbevölkerung.“
Die rechtlichen, moralischen und gesellschaftlichen Folgen dieser ungesühnten Verbrechen reichen bis in unsere Gegenwart. Die ausgebliebene strafrechtliche Ahndung hat die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Geschehen über Jahrzehnte erschwert und wirkt bis heute nach. Sie erschwert die Verarbeitung von Traumata und lässt die Opfer erneut sprach- und schutzlos erscheinen.
Ein besonders beklemmendes Beispiel zeigte sich 2014, als die Nachkommen von Heinz Reinefarth auf Sylt gegen den Hinweis auf seine Kriegsverbrechen auf einer Gedenktafel protestierten – mit der Begründung, er sei nie dafür verurteilt worden.
Als polnisches Kultur- und Forschungsinstitut setzen wir uns seit Jahren dafür ein, dass das Massaker von Wola einen festen Platz in der deutschen und europäischen Erinnerungskultur erhält. Dazu haben wir unter anderem eine Ausstellung realisiert, die nicht nur in unserem Haus, sondern auch im Landesarchiv Schleswig-Holstein gezeigt wurde. Wir haben erstmals Zeitzeugenberichte auf Deutsch veröffentlicht, ein historisches Quiz mit Buchverlosung organisiert sowie zahlreiche Veranstaltungen und eine eigene Reihe zum Thema initiiert. Im Pilecki-Institut fand zudem eine Pin-Aktion statt, die zahlreiche Berlinerinnen und Berliner anzog und sie dazu einlud, sich das PW-Symbol anzustecken. Auch das große Interesse an der Verlosung unseres Buches zum Massaker von Wola war spürbar.
2024 besuchte Bundespräsident Steinmeier Warschau zum 80. Jahrestag des Aufstands. Hinzu kam unter anderem der Auftritt des Direktors des Deutschen Historischen Museums, Raphael Gross, der in der Sendung „Anne Will“ die Geschichte des Massakers von Wola erwähnte – im Kontext der Frage, welche Verantwortung Deutschland für die globale Ordnung vor dem Hintergrund seiner eigenen Verbrechen trägt.
All das sind positive Zeichen – doch der Weg zur vollständigen Aufarbeitung bleibt lang und herausfordernd.
Facebook, Pilecki-Institut, 5. August 2024
Reisetipps mit Reise Know-How Verlag

Wusstet ihr, dass in Norwegen ganze Berge, Felswände und Wege nach Trollen benannt sind? ![]()
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Zwischen tief eingeschnittenen Fjorden, dunklen Wäldern und Gipfeln, die im Nebel verschwinden, wirkt dieses Land wie gemacht für alte Sagen
. Kein Wunder, dass die Menschen hier seit Jahrhunderten von verborgenen Wesen erzählen, die in den Felsen wohnen. Wer im Morgenlicht durch diese Landschaft fährt, ahnt schnell, warum …![]()
Wer durch diese mystische Natur reist, glaubt vielleicht Wesen der Folklore zu erkennen – mal stecken sie in knorrigen Bäumen, mal in majestätischen Bergkuppen, mal in den kantigen Felsen über dem Geirangerfjord.
In den alten Märchen von Asbjørnsen und Moe und auf den Bildern des Malers Theodor Kittelsen begegnen sie einem in vielerlei Gestalt: der mächtige, etwas einfältige Bergtroll, der Nøkk in den Seen, der Draugen im Meer oder die hinterlistige Huldra.
Bis heute tragen einige der spektakulärsten Orte des Landes die Handschrift dieser Wesen, besonders von Trollen: die Trolltunga (»Trollzunge«), eine nur 10 m lange Felsnase hoch über dem Ringedalsvatnet, die kurvenreiche Passstraße Trollstigen und die über 1000 Meter aufragende Trollwand (Trollveggen).
Auch hier gibt es etwas zum Staunen: am Kjerag klemmt ein tonnenschwerer Felsbrocken 984 Meter über dem Lysefjord in einer Spalte – ein sehr beliebtes Fotomotiv.![]()
Auf geht’s nach Norwegen: Von Oslo bis zum Nordkap, unterwegs auf der Atlantikstraße, im Hanseviertel von Bergen und zur Polarlicht-Saison auf den Lofoten – Alle Regionen, die schönsten Fjorde, Wander-Hotspots und Hintergründe zu Mythologie und Kultur findet ihr im MeinTrip Norwegen von Martin Schmidt – erhältlich in jeder Buchhandlung, online und direkt bei uns im Shop.
Facebook, 4. August 2026
Impulse von Kerstin Pagel

Wiener Impression
Facebook, 2. Mai 2026
Impulse aus und für den Religionsunterricht / Kultur
Im Gasthaus „Zum Hirsch“ gab es ein literarisches Treffen mit Autoren der Deutsch-Polnischen Nachrichten

Mit Andrea Chudak unterwegs

Das wird ein Feuerwerk:
IM FEUERSTROM DER REBEN
– Sa, den 08.08. um 19 Uhr in der St. Thomaskirche in Lübeck
Tickets: https://eventfrog.de/…/im-feuerstrom-der-reben…
– So, den 09.08. um 19 Uhr im Jagdschlösschen am Ukleisee in Eutin
Tickets: https://eventfrog.de/…/im-feuerstrom-der-reben…
„Mit Andrea Chudak (Sopran), Marlon Maia (Bass-Bariton) und Tobias O. Hagge (Bass) stehen an diesem Abend drei bühnenerprobte Sänger:innen auf dem Podium, die mit ihrer Freude an Oper, Operette und Musical nicht nur die drei Genre liebevoll und feurig herüberbringen, sondern damit ganz sicher auch das Publikum entflammen werden.
Dabei werden die Gäste nicht nur in den Genuss berühmter Opernarien Wolfgang Amadeus Mozarts, Gioacchino Rossinis und Giuseppe Verdis kommen. Auch die Operettenhighlights aus der Lustigen Witwe oder dem Weissen Rössl werden erklingen ebenso wie bekannte Melodien aus dem Phantom of the opera oder dem Musical Elisabeth.
Seit vielen Jahren arbeiten die drei Musiker zusammen. Alle drei sind und waren an großen Opernhäusern weltweit tätig und singen auf den Konzertbühnen der Welt. Ihre Aktivitäten wurden mit zahlreichen Preisen und Ehrungen belohnt. Freuen Sie sich auf ein Programm mit sowohl zu Herzen gehenden Melodien wie auch heiter beschwingten Titeln.“
(Foto: Alex Adler)
Facebook, 30. Juli 2026
Kulturelle Noten von Andreas Sturm

Derzeit ist in Vorbereitung ein Abend mit dem Motto: Oscar Wilde und Mozart – geniale Rebellen
Wolfgang Amadeus Mozart besuchte Schwetzingen insgesamt drei Mal. Seine Aufenthalte in der kurpfälzischen Sommerresidenz prägten sowohl den kurfürstlichen Hof als auch die musikalische Geschichte der Region nachhaltig. Nun nimmt sich Andreas Sturm der Herausforderung an, ihn in Verbindung zu setzen, mit der Person mit, der er sich intensiv beschäftigt hat.
Kulturelle und soziale Note von Sebahat Atli

Das im September 2025 erschienene Buch „Auf den geheimnisvollen Spuren von Albert Schweitzer“ von Frank Bürger (erschienen in der Edition Schröck-Schmidt) nähert sich dem Friedensnobelpreisträger über persönliche Begegnungen, Berichte und Wanderungen, die geografisch von Berlin bis Schwetzingen reichen.
Dazu gibt es eine Präsentation im Bürgerbüro Atli, Hugo-Cassirer-Str. 45 , 13587 Berlin, am 20. August, 18 Uhr
Wir bitten um Anmeldung unter (030) 515 72 791 oder sebahat.atli@spd.parlament-berlin.de
Musikbeitrag für Klassikfreunde
Wachet und Betet!

Wachet und betet … Über den Link gibt es alles zu den Glocken der Kath. Kirche St. Fidelis in Übach-Palenberg-Boscheln
#createsoundscape ist Teil der Kampagne „Hörst du nicht die Glocken?“.
Diese informiert über den Sinn und Zweck des Läutens überhaupt, über seine Geschichte und darüber, wie das Läuten heute wieder als Zeichen von Frieden, Freiheit und persönlicher Spiritualität verstanden werden kann.
Wachet und Betet – Historischer Impuls

Der getreue Gefährte teilt mir gerade mit, dass ihm die Basler Hitze ziemlich auf die Nerven geht … ![]()
Ich stimme ihm zu.
Facebook, Albrecht Grözinger, 5. August 2026
YouTube der Woche von Joanna Filus-Olenkiewicz
pausiert
Impuls aus Schwetzingen von Dekan Uwe Lüttinger
pausiert
Impuls aus Karlsruhe von Prof. Dr. Frank Thissen

»Karlsruhe: mein Geburtsort, meine Heimat, mein Zuhause. Hier fühle ich mich wohl. Und hier darf ich auch meinen Traumberuf ausüben. Über ein Praktikum und duales Studium an der DHBW (Messe-, Kongress- und Eventmanagement) bin ich bei der Messe Karlsruhe gelandet und hier darf ich nun schon seit 8 Jahren in einem tollen Team die LEARNTEC, Europas größte Veranstaltung für digitale Bildung für Schule, Hochschule und Beruf, planen und organisieren. Jährlich kommen inzwischen über 400 Aussteller und 15.000 Besucher in unsere Hallen um sich über Trends, Entwicklungen und News in der digitalen Bildungsbranche auszutauschen und zu diskutieren. Jahr für Jahr ist es immer wieder wie ein kleines Wunder, wenn sich nach einjähriger Organisations- und Planungszeit die leeren Hallen mit tollen Ausstellungsständen, Foren, Sonderschauen und Besuchern füllen, sich für 3 Tage die Türen der Messe Karlsruhe öffnen und wir Aussteller und Besucher aus ganz Europa in Karlsruhe herzlich willkommen heißen.« Stefanie Ruf
Foto: Frank Thissen
Quelle: https://menschen-in-karlsruhe.eu/
Zeitenreise mit Hans-Josef Overmann
Buchempfehlung
Hier gibt es einen Neuanfang mit Nadine Grimmig, Archäologin, Kunsthistorikerin und vergl. Religionswissenschaftlerin.
Heute mal von mir persönlich aus der Bestenliste der Woche

Haltet Euer Schandmaul! Der ultimative Knigge für den modernen Pöbel
Euer Deutsch ist eine Schande? Ihr grunzt ein liebloses „Moin“ in den Hausflur, als wärt Ihr soeben dem Schweinestall entstiegen? Ihr wischt auf leuchtenden Glastafeln nach der Minne, als begutachtet Ihr Vieh auf dem Jahrmarkt von Nieder-Ochtenhausen? Dann ist dieses Brevier Eure einzige Rettung vor der vollkommenen sprachlichen Verwilderung!
Blicken Wir der Wahrheit ins Antlitz: Der moderne Alltag ist eine rhetorische Einöde, so trostlos wie ein Schlachtfeld nach der Niederlage. Ob beim Bäckermeister, in der Fronkammer oder beim Wischen auf dem Zauberspiegel – die deutsche Sprache wird zerhackt, verschluckt und durch grunzende Silben ersetzt, die eher an das Röcheln sterbender Keiler erinnern denn an ritterliche Artikulation.
„Haltet Euer Schandmaul!“ ist kein gewöhnliches Buch. Es ist eine verbale Rüstung für alle, die es leid sind, wie einfache Stallknechte zu klingen. Die Kanzlei der Wortgewalt hat die finstersten Untiefen des Pöbel-Sprechs durchforstet und lehrt Euch, wie Ihr Euer unflätiges Mundwerk in pures rhetorisches Gold verwandelt.
Was Euch in dieser kostbaren Chronik erwartet:
• Die morgendliche Aufwartung: Erfahrt, warum ein „Moin“ zur Begrüßung einer bedingungslosen Kapitulation des Geistes gleichkommt, wie Ihr die Audienz beim Bäckermeister mit jener Zeremonie begeht, die einem Menschen gebührt, der sich zur vierten Stunde des Morgens dem glühend heißen Ofen stellte, und warum der öffentliche Nahverkehr die Stahlkutsche der Verdammnis ist.
• Minne im Zeitalter der Apparate: Verwandelt Euer verzweifeltes Dating-Gestammel in höfische Liebesbekundungen, meistert die Kunst des edlen Kompliments, erteilt den ritterlichen Korb mit Anstand und Hochmut, und lernt, warum „Hey, wie geht’s?“ als Eröffnung einer Romanze so erbärmlich ist wie ein Zahnstocher als Waffe.
• Die Fronarbeit: Überlebt Meetings, Lehnsherren und E-Mail-Depeschen mit der Haltung eines Feldherrn. Meistert die Gehaltsverhandlung, die Krankmeldung und die Kündigung – und zelebriert den Feierabend als jene heilige Stunde der Befreiung, die er wahrhaftig ist.
• Wirtshaus & Völlerei: Von der Reservierung über die Reklamation bis zum Trinkgeld – speiset und zechet fortan mit jener Würde, die einem Menschen von Stand am Wirtshaustische gebührt, statt zu grunzen wie ein Schweinehirt am Trog.
• Zorn & Züchtigung: Erlernet die hohe Kunst der edlen Beleidigung – im Straßenverkehr, im Amte, im Internet und am Telephon. Denn wer brüllt, hat bereits verloren. Wer aber mit einem Lächeln vernichtet, der herrscht.
• Kinder & Erziehung: Übersteht den Spielplatz, den Elternabend, den Kindergeburtstag und die WhatsApp-Elterngruppe, ohne dabei den Verstand zu verlieren – oder zumindest ohne es die anderen Eltern merken zu lassen.
• Das Glossar der Moderne: Von Aura (dem Leuchten der Tugend) über Ghosting (sich davonstehlen wie ein Dieb in der Nacht) bis Zocken (einem virtuellen Turnier am Lichtkasten beiwohnen) – sämtliche Barbarismen des Pöbels, übersetzt in edle Sprache.
Warum Ihr dieses Werk besitzen müsset:
• Edle Gestaltung: Jede Seite ist geschmückt mit Ornamenten, Wappen und Verzierungen im Stile alter Handschriften – ein Hochgenuss für das Auge und eine Wohltat für die geschundene Seele.
• Lehrreich & Amüsant: Sieben pralle Kapitel voller Übersetzungstabellen, Goldener Ratschläge und herrschaftlicher Zurechtweisungen, die Euch vom Pöbel zum Edelmann erheben.
Zögert nicht länger, Ihr Zauderer! Höret auf, ein sprachlicher Leibeigener zu sein! Erwerbet dieses Brevier der Erleuchtung und erhebet Euch zum Kurfürsten des Ausdrucks!
Impuls von Abt Daniil Irbits

Erinnerung 2. August 2013
Wir nähern uns den letzten Bauarbeiten an der Kirche im Kloster Götschendorf.
Facebook Daniil Irbits
Empfehlung für Kinder und Jugendliche
Die Empfehlung kommt von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger

** Nominiert für den Jugendliteraturpreis 2024 ***
Was wäre, wenn sich dein ganzes Leben in einem Hochhaus mit zwölf Stockwerken abspielt? Eine herrlich verrückte Geschichte, die zum Lachen bringt und zum Nachdenken über das eigene Handeln anregt.
Eigentlich hatte sich Dagny auf den Ferienausflug mit ihrer Familie gefreut. Vor allem darauf, endlich ihre Oma kennenzulernen, die auf einer kleinen, wetterumtosten Insel wohnt. Doch als Dagny dort ankommt, fühlt sich das an wie eine Reise ans Ende der Welt! Noch dazu scheint sich Oma kein bisschen über den Besuch zu freuen. Überhaupt – die ganze Insel ist seltsam. Sämtliche 197 Einwohner leben zusammen in einem einzigen Hochhaus mit zwölf Stockwerken, und alles, was für Dagny immer selbstverständlich war, ist hier Mangelware. Shopping, Kinobesuche, ein eigenes Zimmer: Fehlanzeige! Sogar den Strom für ihr Smartphone muss Dagny selbst am Hometrainer erzeugen. Während sie versucht, sich an ihr neues Zuhause zu gewöhnen, geschehen auf der Insel plötzlich unerklärliche und bedrohliche Dinge. Das stellt den Zusammenhalt der Hochhausgemeinschaft auf eine harte Probe! Kann Dagny herausfinden, wer hinter den Taten steckt, bevor der Verdacht auf ihre eigene Familie fällt?
Mit viel Witz und in lebendiger, bildreicher Sprache zeigt das isländische Autorinnenduo, wie mit Solidarität, Mitgefühl und Respekt ganz unterschiedliche Lebensentwürfe einander bereichern können. Ein Mut machendes Buch für alle ab 10 , die sich über ihren Platz in der Welt Gedanken machen.
»Selten hat mir ein Kinderroman so viel Spaß gemacht … lasst euch dieses originelle, schräge und unterhaltsame Buch nicht entgehen!«
(Katja Brandis, Autorin von Woodwalkers )
Ausgezeichnet mit dem Icelandic Literary Award 2020.
Gedruckt auf Recycling-Umweltschutzpapier, zertifiziert mit dem Blauen Engel.
Film oder Hörspieltipp
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Filmtipp von Klassikradio
