
Berlin. Die Deutsch-Polnischen Nachrichten beschäftigen sich auch in diesem Jahr mit den Uckermärkischen Musikwochen. Der Startschuss fällt am 1. August in Templin.
Von Frank Bürger
Der Spaziergang auf französischen Spuren in Potsdam führte mich auch an den Bassinplatz. Nach einigen Jahren begegnete ich dort Christoph Wichtmann von den „Kulturfesten Brandenburg“. Wir kamen auch auf die Uckermärkischen Musikwochen zu sprechen, die er mit organisiert. Dazu gehören auch Telefonate mit Gunter Ehrlich, Vorsitzender des Vereins und ehemaliger Pfarrer in Criewen. Es sind nun inzwischen die 35. Musikwochen. Auch der Startschuss fällt mit der Hyparschale Templin mit einem neuen Standort.
Die Hyparschale in Templin ist ein ehemaliges Restaurant mit Diskothek, die von Bauingenieur Ulrich Müther entworfen wurde. Die Einweihung fand am 7. Oktober 1972 statt.
Die ikonische Konstruktion aus hyperbolischen Paraboloidschalen verbindet zeitlose Eleganz mit moderner Funktionalität – der perfekte Rahmen für Ihre nächste Veranstaltung.
Im Zuge einer umfassenden Sanierung der Hyparschale selbst und des angrenzenden Funktionsbaus entstand eine neue Kindertagesstätte, die Kita „Am Fledermauswald“. Zudem findet die Verwaltung des Naturparks Uckermärkische Seen und eine gastronomische Einrichtung in dem Gebäude Platz.
Quelle: Stadt Templin
Am Samstag, dem 1. August, beginnen die diesjährigen Uckermärkischen Musikwochen in Templin. In der dortigen Hyparschale trifft das Prager Vokalensemble Cappella Mariana auf das belgische Goeyvaerts Streichtrio. Hier begegnet alte Musik neuer Musik. Hier begegnen sich zwei Ensembles aus zwei Ländern, eines spezialisiert auf Vokalmusik des Mittelalters und der Renaissance, ein Ensemble mit Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Musik.

Das Festival findet zum 35. Mal statt, es ist ein international ausgerichtetes Festival mit Schwerpunkt bei der Alten Musik, das ebenso Musikkulturen ferner Länder, Folklore und Musik bis in die Gegenwart präsentiert.
Wert legt das Festival auf Ungewohntes, Musik, die im Konzert nur selten erklingt, auf Instrumenten, die es nur selten aufs Konzertpodium schaffen. 2026 sind das Viola d’amore, Fidel, Santur, Dilruba, Taille, Bandoneón, Toy Piano, Trichtergeige und auch die Lyra Polyversalis, ein recht neues Instrument, entwickelt vom Lautenisten Andreas Arend, gebaut in Potsdam von Valentin Oelmüller, das schon erste Konzerte in der Uckermark erlebte. Das Akkordeon ist das Instrument des Jahres 2026, bei den Musikwochen erklingt es in Schwedt, der nahe Verwandte, das Bandoneón, in Kuhz.
In Alt Placht und in Mürow erweitern die Schauspielerinnen Nadja Robiné und Inka Friedrich das musikalische Programm. Auch beim Konzert in Altkünkendorf werden historische Texte ins Musikprogramm eingestreut.
Als fast unwirklich homogen und als Engelskonzert wurde der Gesang des Tiburtina Ensembles zuletzt beschrieben, wir können die Sängerinnen, die bei den Musikwochen schon in Templin und Naugarten gastierten in Prenzlau erleben. Unter den Sängerinnen ist auch Hana Blažíková, seit vielen Jahren weltweit eine der führenden Konzertsängerinnen im Bereich der Alten Musik.
Zwei Ensemblejubiläen werden in der Uckermark begangen, Estampie wird 40 Jahre alt, die Octavians 20 Jahre.
Vor 400 Jahren starb der Komponist John Dowland. Seine Musik erklingt in Grimme.
Erstmals sind wir zu Gast in der Templiner Hyparschale, im Woltersdorfer Gutshaus und in der Dorfkirche Klockow.
Der Vorverkauf hat begonnen, Karten können über die Internetseite www.uckermaerkische-musikwochen.de erworben werden, es gibt sie bei den meisten Theaterkassen über das reservix-Ticketing, wer möchte, kann Karten auch bestellen über 0331-9793301, info@uckermaerkische-musikwochen.de
Hier das Programm der Uckermärkischen Musikwochen
