Ukrainischer Verfassungstag in Zweibrücken

Berlin. Die Deutsch-Polnischen Nachrichten entwickeln das Projekt „Weimarer Dreieck auf den Spuren von Stanislaus I. Leszczyński“ weiter. Hier ein Gastbeitrag von Werner Euskirchen aus Zweibrücken.

Die grenzübergreifende Demokratie-Werkstatt Pirminius-Land konnte am Wochenende Gäste aus fast ganz Europa zum 30.  ukrainischen Tag der neuen  Verfassung von 1996  in der historischen Karlskirche von Zweibrücken begrüßen.

Prof. Ihor Zhaloba, Mitglied des Historiker-Kreises der Universität Kiew, Ukraine,  und Präsident der Paneuropa-Union Ukraine, hielt den Festvortrag unter Hinweis auf den Erbauer der Karlskirche in Zweibrücken, Karl XII., König von Schweden und gleichzeitig Wittelsbacher Herzog von Zweibrücken. Der Schwedenkönig Karl XII. gilt als Garant der ersten ukrainischen Verfassung von 1710, die schon ganz früh die Gewaltenteilung als demokratischer Grundsatz enthielt. Er gewährte dem Polenkönig Stanislaus Leszczynski Asyl in Zweibrücken, von wo aus die Tochter Maria  des Polenkönigs  als Ehefrau Ludwig XV. Königin von Frankreich wurde. 

Diese historischen Verbindungen und Grundlagen auch mit Philosophen wie Voltaire  aus der Zeit vor der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und französischen Revolution waren Grund für die Veranstalter , die historische Karlskirche in Zweibrücken, obwohl bereits geschlossen und zum Verkauf anstehend, als wichtigen Tagungsort im Weimarer Dreieck auf der paneuropäischen Route des Polenkönigs quer durch Europa hervorzuheben und deren Ausbau als europäisches  Begegnungszentrum und  Tagungsstätte anzubieten.

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