Konzentration

Entpflichtung vom Gemeindekirchenrat des Evangelischen Johannesstifts: Wolfgang Kern, Anne Hanhörster, Marion Puder, Frank Bürger, Dagmar Kelle

Berlin Neuer Meilenstein. Ich werde am 12. Juni von meiner Aufgabe als Mitglied des Gemeindekirchenrates entpflichtet und konzentriere mich derzeit als ordinierter Pfarrer auf die Aufgaben in der Evangelischen Weihnachtskirchengemeinde. Hier eine Zeitenreise mit Wolfgang Kern, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates des Stifts.

Von Frank Bürger

Hier nun die Rede von Wolfgang Kern:

Zum Abschied von Frank Bürger, 12.6.2022, Stiftskirche:

Mein Vater hat oft das Lied von Gerhard Tersteegen zitiert: „Ein Tag, der sagt‘s dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit.“ Bei mir ist damals als Jugendlicher hängen geblieben: Das Leben ist ein Wandern von einem Ort zum andern.

Das ging mir gestern durch den Sinn, als ich über Dich nachgedacht habe. Wir kennen uns nun schon ein paar Jahre. Ich habe Dich kennen gelernt als Journalist und als Redaktionsleiter der Frohen Botschaft, auch hier im Stift als Gottesdienstbesucher und Chorsänger. Unser Austausch war immer intensiv, so hast Du mir früh anvertraut, was Dir die Ordination bedeutet. Ich erfuhr, dass Du Theologie studiert hast.

Doch der Weg dahin sollte durch verschiedene Orte und Landschaften gehen. Du musstest wandern von einem Ort zum andern. Und wie das Wandern so ist. Es geht mal leichter, mal schwerer. Man kann sich verlaufen und manche Überraschung erleben. So war es sicher auch bei Dir.

Ich weiß noch, wie Du Deine Ausbildung zum Social Media Manager machtest, dann Deine Karlsruher Zeit. Du warst freier Mitarbeiter in der Björn Schulz Stiftung und bei der Volksstimme, schließlich kamst Du mit dem Dienst als Religionslehrer in Spandau Deiner Berufung näher. Du liest Dich ansprechen hier im Johannesstift, Verantwortung für die Gemeinde zu übernehmen, hast viele wertvolle Impulse eingebracht, und in der Zeit des Lockdown möglich gemacht, dass wir unsere Gemeinde und viele Menschen darüber hinaus über die sozialen Medien erreicht haben. Die Menschen, die Beziehungen, der Spirit bedeuten Dir sehr viel.

So fiel es Dir nicht leicht, das Mandat als GKR Mitglied zurück zu geben. Wir haben darüber gesprochen. Dein Dienst in der Weihnachtskirchengemeinde und im Kirchenkreis Spandau braucht nun mal Deine ganze Kraft. So ist dieser Tag heute eng verbunden mit dem 22. Mai, an dem Du ordiniert wurdest.  

Nun wirst Du weiter weitern wandern, weil: Das Leben ist ein Wandern. Ich möchte meine Gedanken schließen mit dem „Wanderlied“ von Klaus Hertzsch. Der Text stammt von den 80er Jahren:

Vertraut den neuen Wegen 

Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.

Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit! Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.

Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.

Persönliche Glück- und Segenswünsche

Hier nun ein Rücblick auf die Ordination am 22. Mai

Pfarrerin Ulrike Trautwein, Generalsuperintendentin der Evangelischen Kirchen Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Vorsitzende des Stiftungsrates des Johannesstifts)
Begegnungen mit Bischof Christian Stäblein während der Ordination

Bei der Ordination: Traugott Schächtele, Prälat in der badischen Landeskirche

Hier alle Infos zur Ordinationspremiere in der Spandauer Nikolaikirche

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