Uckermärkische Musikwochen mit drei Höhepunkten

Vorsitzender Gunter Ehrlich in der Kummerower Dorfkirche. Foto: Frank Bürger

Berlin. Am 7. August 2021 starten im Ehemaligen Joachimsthalsches Gymnasium Templin die Uckermärkischen Musikwochen. mit einem Programm zu dem Komponisten Josquin Desprez mit der Cappella Mariana und dem Ensemble Condé-sur-l’Escaut. Wir haben uns drei Höhepunkte aus dem Programm herausgepickt.

Von Frank Bürger

Die Uckermärkischen Musikwochen bieten seit 1992 alljährlich im Sommer etwa zwanzig erstklassige Konzerte im Landkreis Uckermark. Die Konzerte bieten nicht nur Musikgenuss, die Uckermärkischen Musikwochen präsentieren als Konzertstätten atmosphärisch reizvolle Speicher, Ställe und Scheunen, sowie kulturhistorisch bedeutende Kirchen und Guts­häuser sowie Open-Air-Veranstaltungen in Landschaftsparks und Schlossgärten.

Mit dem Biosphärenreservat Schorfheide Chorin, dem Naturpark Uckermärkische Seen und dem Weltnaturerbe Grumsiner Forst gehört die Uckermark zu den natur- und kulturlandschaftlich interessantesten Regionen Deutschlands. Wer dort lebt oder im Sommer in der Uckermark weilt, kann sich über die regionalen Attraktionen hinaus bei den Uckermärkischen Musikwochen musikalisch auf die Reise in die weite Welt begeben.

Im ehemaligen Pferde- und Schafstall, in Scheunen, in Feldstein-, Fachwerk- und Backsteinkirchen, im Schloss, Klöstern sowie in einer Wind- und einer Wasssermühle erklingt Musik aus dem 12. bis zum 21. Jahrhundert.

Die Deutsch-Polnischen Nachrichten haben sich drei Programmhöhepunkte ausgewählt. Da ist zum ersten das Eröffnungskonzert in Templin.

„Josquin ist der noten meister, die habens müssen machen, wie er wolt; die anderen Sangmeister müssens machen, wie es die noten haben wöllen.“ – sagte Luther über Josquin Desprez. Seine Musik blieb auch noch Jahrzehnte nach seinem Tod vorbildlich. Seine Messkompositionen wurden nachgeahmt, oder durch neue hochwertige Schöpfungen beantwortet. Marienmotetten wurden für Laute bearbeitet. Neben der Messe „La Sol Fa Re Mi“ sind solche Motetten zu hören – beantwortet in musikalischer Frescotechnik von Andreas Arend.

Christoph Wichtmann vom Verband „Kulturfeste in Brandenburg“ ist für die Festivalorganisation verantwortlich und das Programm ist auch 2021 wieder toll.

Im Jahr 1992 gründeten musikbegeisterte Menschen aus der Uckermark ein regionales Musikfestival, mit dem sie die Region für die Uckermärker lebenswerter und für Besucher attraktiver machen wollen. Heute hat der Verein über zwanzig Mitglieder, die Musikbegeisterung und Interesse an der uckermärkischen Baukultur zu ehrenamtlichem Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung des Musikfestivals führte.

Ein weiterer Höhepunkt ist am 28. August um 15 Uhr in Herzfelde der Auftritt des der Auftritt des Ensemble Bassonore, das unter der Leitung von Adrian Rovatkay mit dem Staats- und Domchor Berlin auftritt, der von Kai-Uwe Jirka geleitet wird. Es erklingen Choralkonzerte und Lieder von Michael Praetorius (1571-1621) und Prokop von Templin (1608-1680).

Michael Praetorius, auch Michael Prætorius, eigentlich Michael Schulteis (* 15. Februar1571[1] in Creuzburg bei Eisenach; † 15. Februar1621 in Wolfenbüttel), war ein deutscherKomponist, Organist, Hofkapellmeister und Gelehrter im Übergang von der Renaissance- zur Barockzeit. Das Jubiläumsjahr 2021 wird in ganz Deutschland groß gefeiert.

Kai-Uwe Jirka kam mit Ensemblemitgliedern immer wieder gern nach Groß Pinnow bei Schwedt, wo er Probenfreizeiten verbrachte. Das ist jedoch nach Umgestaltung des Landhofes und anderer Nutzung nicht mehr möglich. Sehr bedauerlich finden wir. Oft erlebt man Endemblemitglieder über Internet bei den Gottesdiensten im Berliner Dom.

Das Festival schließt am 29. August in der historischen Nikolaikirche Prenzlau mit dem „Requiem“ von Johannes Brahms.

Interpretiert wird das klanggewaltige romantische Werk von dem Ensemble „sequere vocem Angermünde“ in Kooperation mit den „Preußen“ (Preußisches Kammerorchester).

Der Ensemblename sequere vocem stammt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt: „Folge der Stimme!“. Dies ist ein musikalisches Credo, das durch mehr als 5 Jahrhunderte vorrangig geistlicher Vokalmusik führt. Folgen auch Sie den Stimmen unseres Ensembles, lassen Sie sich berühren vom Zauber der Vokalmusik von der Renaissance bis zur Gegenwart.

Sequere vocem besteht derzeit aus 14 Sängern. Das Ensemble ist vorrangig als Konzertchor tätig und arbeitet an konkreten anlassbezogenen Projekten, nach deren Bedürfnissen die Besetzung zusammengestellt wird.

Sequere vocem versteht sich als ein Forum Gleichgesinnter, das die geistliche Vokalmusik nicht nur wegen der Musik, sondern gerade auch wegen ihres Inhalts pflegt. Deshalb ist es unser ausdrückliches Ziel, in gehaltvoll und aussagekräftig gestalteten Konzertprogrammen, wertvolle geistliche Vokalmusik aller Epochen unseren Hörern nahezubringen.

Die Leitung hat Matthias Mehnert.

Alle Informationen zum Verein, zum Programm und auch Kartenvorverkauf unter

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