Von Heidelberg nach Russland

 

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Gottesdienst in der Hauskapelle des Kloster St. Georg in Götschendorf

 

Berlin. Das internationale Projekt von Buchautor Christoph Schneider: ein deutsch-russischer Weihnachtsmarkt in der Russischen Föderation. Sein Buch „25 Jahre Weihnachtsmarkt – ein Glühweinverkäufer erzählt“ spricht eine besondere Sprache.

Von Frank Bürger

Immer wieder gern fährt Christoph Schneider in das Kloster Götschendorf. Abt Daniil Irbits ist ihm zum Freund geworden. Er arbeitet mit an dem großen Projekt, einen deutsch-russischen Weihnachtsmarkt in der Russischen Föderation zu realisieren.

Kein geringerer als Bernd Schmidbauer, Staatsminister beim Bundeskanzler a.D. schrieb das Vorwort von Schneiders Büchlein. Der Buchautor besuchte das Boxberg-Gymnasium in Heidelberg. Dort war Schmidbauer Lehrer, zuletzt Studiendirektor.

Eine kleine Begegnung danach gab es dann beim Besuch des französischen Staatspräsidenten François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl in der Altstadt. Die Idee vom Heidelberger Weihnachtsmarkt Glühwein wurde dort geboren. Diese wurde realisiert und begleitete ihn bis heute.

Für die Deutsch-Polnischen Nachrichten interessant ist vor allem die deutsch-polnische Note. Denn mit Unterstützung aus Polen realisierte Schneider das „Heidelberger Glühwein Schloss“. Diese wurde in Tuchola bei Danzig gebaut, gemäß den Vorgaben der Ausschreibung aus Heidelberg.

Das Heidelberger Schloss ist wohl die berühmteste Ruine der Welt. Steil über dem Talgrund am Nordhang des Königstuhls, der auch immer wieder viele Touristen zum Wandern und Verweilen einlädt, erhebt sich die Schlossruine aus rotem Neckartaler Sandstein. Sie dominiert das Bild der Altstadt von Heidelberg.

Für Maler und Poeten waren um 1800 die malerisch über dem Neckar gelegenen
Überreste vom Schloss der Inbegriff der Romantik, der eine Epoche prägte. In
Gedichten, Liedern und Bildern setzten sie der „Feinen“ ein Denkmal.
Um 1900 wurde ein möglicher Wiederaufbau vom Schloss Heidelberg diskutiert.
Ein mächtiges Schloss, zerstört und aus dem Dornröschenschlaf zu alter Pracht wiedererweckt, traf den Geschmack vieler Zeitgenossen. Die Vertreter der Denk-
malpflege setzten sich letztendlich durch. Man setzte auf das „Bewahren“ des Schlosses als Ruine.

Folgendes: Ottheinrich führte 1557 den Protestantismus in der Kurpfalz ein und förderte die Wissenschaft. Seine Bibliothek, die Bibliotheca Palatina, galt als eine der bedeutendsten seiner Zeit. Aufgrund seiner Lebensführung drohte Ottheinrich der Bankrott.

In seinen Besitz kam den Geschichtsbüchern nach auch ein Schuldschein aus dem
Nachlass seiner Großmutter Hedwig. Dieser Schuldschein über 32.000 Gulden,
ausgestellt von König Kasimir IV. von Polen aus Anlass der Heirat seiner Tochter Hedwig mit Georg dem Reichen, war vom polnischen Königshof jedoch nie aus-
gezahlt worden. Ottheinrich ließ Zins und Zinseszins errechnen und kam auf die Summe von 200.000 Gulden. So brach Ottheinrich 1536 zu seinem Großonkel,
dem polnischen König Sigismund I., nach Krakau auf. … Eine wirklich spannende
Geschichte, die durch mehrere Quellen belegt ist.

Nun engagiert sich auch ein Pole für das Heidelberger Schloss und muss nicht
für die Bezahlung kämpfen. Vielleicht ist das der erste Nachbau des Heidelberger Schlosses auf polnischem Boden und von polnischer Seite?

Hier gilt es nun noch einige Recherchen anzustellen.

Am kommenden Wochenende ist Eisbaden in Götschendorf angesagt, dort wird Christoph Schneider Glühwein ausschenken und weitere Weichen für das Projekt stellen.

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