Diakonie-Präsident überreicht Wichern-Adventskranz an den Deutschen Bundestag

 

 

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Ulrich Lilie (links) und Thomas Oppermann beim Anzünden der ersten Kerze am Wichern-Adventskranz

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie überreichte am Donnerstag einen traditionellen Wichern-Adventskranz an Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann. Zum nunmehr zwölften Mal erhellt der Kranz während der Adventszeit die Lobby des Deutschen Bundestages. Damit dankt die Diakonie den Mitgliedern und Mitarbeitenden des Bundestages für die konstruktive Zusammenarbeit. Zum zehnten Mal ist die Kantorei des Evangelischen Johannesstifts Berlin mit dabei, ein besonderes Jubiläum.

Von Frank Bürger

Der traditionelle Wichern-Adventskranz geht zurück auf eine Idee aus dem Jahr 1839 von Johann Hinrich Wichern, einem der Gründerväter der Diakonie. Wichern wollte den Kindern das Warten auf Weihnachten verkürzen. „Auch heute erhellt der Adventskranz vielen Menschen die Zeit des Wartens auf die Geburt Jesu Christi, die am 24. Dezember gefeiert wird. Sein Kerzenschein erinnert uns an das Licht, das der Mensch gewordene Gott in die Welt gebracht hat“, sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. „Er ist damit auch ein helles und wunderbar leises Zeichen des Trotzes gegen alle Dunkelheiten und Kälte jeder Art. Sein Erfinder Wichern steht für eine Haltung, die an den Schwächsten der Gesellschaft nicht vorbeisieht, sondern sie und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückt: Dafür setzen wir uns als Diakonie bis heute ein“, so Lilie.

In diesem Jahr schmücken den traditionellen Wichernkranz insgesamt 24 Kerzen: 20 kleine rote Kerzen stehen für die Werktage, vier dicke weiße Kerzen für die Sonntage, die ab dem ersten Advent noch bis Weihnachten verbleiben.
Gestiftet wurde der Kranz vom Evangelischen Johannesstift Berlin, das von Johann Hinrich Wichern gegründet wurde. Musikalisch untermalt wurde die Übergabe von der Jugendkantorei des Evangelischen Johannesstiftes unter Leitung von Jürgen Lindner.

Zum Hintergrund:
Johann Hinrich Wichern gilt als Erfinder des Adventskranzes. Er stellte 1839 im Andachtsraum des „Rauhen Hauses“, einem Heim für elternlose Kinder und Jugendliche in Hamburg, ein Wagenrad aus Holz auf. Dieses schmückte er mit Kerzen für die Tage, die noch bis Weihnachten verblieben. Jeden Tag wurde eine neue Kerze angezündet. So konnten die Kinder sehen, wie Weihnachten täglich ein Stück näher rückte – bis am 24. Dezember der ganze Kranz erstrahlte.

Später wurde dieser Holzkranz mit Tannengrün geschmückt. Beim heutigen Adventskranz sind von den – je nach Kalenderjahr – bis zu 28 Kerzen nur noch vier große Kerzen für die Adventssonntage übriggeblieben.

Beiträge der Jugendkantorei

Reden der Verantwortlichen

 

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