„Der flimmernde Ton“

191123 Chopin
Das Grab von Chopin in Paris. Foto: Frank Bürger

Das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt hat eine neue Publikation vorgestellt: „Der flimmernde Ton“. Der bekannte Polenversteher Steffen Möller hat das Buch des polnischen Essayisten und Schriftstellers Piotr Wierzbick ins Deutsche übersetzt und bei der Präsentation Aleksandra Mikulska, seit 2014 Präsidentin der Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e. V., ins Boot geholt. Es moderierte bei der Präsentation Peter Oliver Loew.

Von Frank Bürger

Ausgerechnet Chopin, der für das Klavier die vielleicht gesanglichsten Melodien der gesamten Musikgeschichte erfand, schrieb relativ unbedeutende Lieder für die Singstimme. Warum war das unvermeidlich? Und was ging schief in Chopins letzter großen Komposition, der Cellosonate? Wer war der bedeutendste Chopin-Interpret des zwanzigsten Jahrhunderts – und was hat der amerikanische Jazzpianist Thelonious Monk damit zu tun?

Der polnische Essayist und Schriftsteller Piotr Wierzbicki entwirft ein dichtes, faszinierendes Porträt Chopins, das sich nicht mit biographischen Anekdoten aufhält, sondern den kühnen Versuch unternimmt, dem Geheimnis seiner Musik und ihrem rätselhaftem Changieren zwischen herber Schroffheit und salonhaftem Charme auf die Spur zu kommen.

Außerdem berichtet Wierzbicki von der hypnotischen Anziehungskraft des legendären Warschauer Chopin-Klavierwettbewerbs, den er seit 1955 verfolgt, von bekannten und weniger bekannten Teilnehmern, von tiefen Enttäuschungen, angenehmen Überraschungen und einer heiklen Frage, die er dem alten Artur Rubinstein stellte.

 

Piotr Wierzbicki (geb. 1935) arbeitete als Lehrer, Journalist, politischer Kommentator und Musikkritiker. 2015 erhielt sein Buch „Boski Bach“ (Göttlicher Bach) in Gdingen den angesehensten polnischen Essaypreis. Neben Büchern über Politik, Literatur und klassische Musik schrieb Piotr Wierzbicki philosophische Traktate und auch zwei Kinderbücher.

Der Herausgeber Steffen Möller (geb. 1969) ist Kabarettist und Autor. Mit Werken wie „Viva Polonia“ wurde er zu einem der bekanntesten Kultur-Mittler zwischen Deutschland und Polen. Dies ist seine erste Buchübersetzung.

(Quelle: Deutsches Polen-Institut)

 

Aleksandra Mikulska spielt Chopin

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