„In Würde alt werden“

EDF2014_01(1)
Margot Käßmann zum Erntedankfest 2014 im Evangelischen Johannesstift Berlin. Foto: Evangelisches Johannesstift Berlin

Berlin (fb) Margot Käßmann predigt am 15. April 2018 um 9.30 Uhr im Evangelischen Johannesstift Berlin als Reformationsbotschafterin im Rahmen eines Fernsehgottesdienstes.  Voraussichtlich ihre letzte Predigt im Fernsehen. Ende Juni wird sie in der Marktkirche zu Hannover in den Ruhestand verabschiedet. Weitere Stationen bis dahin sind unter anderem Münster, Peking und Heidelberg.

Margot Käßmann feiert am 3. Juni ihren 60. Geburtstag.  Gegenüber dem Evangelischen Pressedienst zog sie vor einigen Tagen Bilanz. Sie ist das Gesicht des Protestantismus.  Das Johannesstift als historisch geprägtes geistliches Zentrum in Berlin ist  für einen Schritt in den Ruhestand gut gewählt.
Bischof i. R. Wolfgang Huber war hier Kuratoriumsvorsitzender. Einst übernahm Käßmann sein Amt als höchster Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland.  Zuletzt war die 59-Jährige Botschafterin des Rats der EKD für das 500. Reformationsjubiläum, das im vergangenen Jahr gefeiert wurde, ja, noch in diesem Jahr  an manchen Orten gefeiert wird.

Der Gottesdienst am 15. April steht unter dem Motto: „In Würde alt werden“.

Unter anderem in der Werbung bestimmen vitale und lebenslustige Senioren das Bild vom Altwerden. Doch wenn die Vitalität nachgelassen hat und man meint, „zu nichts mehr nütze“ zu sein und anderen zu Last zu fallen, dann stellt sich die Frage nach der Würde im Alter mit besonderer Dringlichkeit. Die Mitarbeiter im Evangelischen Johannesstift haben bei der Begleitung altgewordener Menschen eine hohe menschliche und fachliche Kompetenz gewonnen. Einfühlsam berichten sie im Gottesdienst von ihren Erfahrungen.

Die Predigt hält Margot Käßmann, die Liturgie liegt in den Händen von Pfarrer Martin Stölzel-Rhoden. Für die Musik sorgen die Kinderkantorei des Stiftes und der Bläserchor unter der Leitung von Kantor Jürgen Lindner.

Der Kinderchor ist jedes Jahr zur Weihnachtszeit im Bundestag zur Übergabe des Wichern-Adventskranzes zu Gast.

„In Würde alt werden. Jeder möchte das. Und trotzdem ist es so schwierig. Der Gottesdienst geht diesem Spannungsfeld entlang mit Gebeten, Liedern und Texten. Sie geben Trost und machen Mut“, sagt dazu Gemeindemitglied Wolfgang Kern, der im Gottesdienst mitwirkt.

 

Hier nun dazu ein Statement von Pfarrer Martin Stölzel-Rhoden (Quelle: ZDF)

Älterwerden und Sterben

Käßmann setzt sich intensiv mit den Themen „Älter werden“ und Sterben auseinander. Die Initiative „Was bleibt“  hilft dabei, die Themen „Weitergeben, Schenken, Stiften und Vererben“ für sich selbst klar und sicher anzugehen.  „,Das Zeitliche segnen‘ – diese alte Redewendung ist ein wunderbarer Ausdruck dafür, dass Menschen im Abschied Gutes weitergeben können, so dass es für andere auf neue Weise Frucht bringt. Die Initiative ,Was bleibt.‘ leistet dazu wertvolle Hilfe, indem sie anregt, wichtige Dinge zu Lebzeiten gut zu regeln“, sagt Käßmann als Botschafterin.

Hier der YouTube Beitrag zur Initiative „Was bleibt“:

 

Die Ausstellung zum Projekt ist zur Zeit noch  in Karlsruhe zu sehen, demnächst in Schwabach, Hamburg und Nürnberg.

Alle deutschlandweiten Orte finden sich hier:

https://www.was-bleibt.de/html/content/die_ausstellung.html?&

 

 

FR-Bilder-2013-10-21-Erbschaftsfundraising-Synode-07
Torsten Sternberg (links, Evangelische Kirche in Baden) und Volker Erbacher (Diakonisches Werk Baden) betreuen die Intiative „Was bleibt.“ Foto: © Torsten Sternberg

Weitere Stationen

Margot Käßmann hatte viele Höhen und Tiefen, und oft gekämpft und klug gehandelt. Das zeigen auch die nächsten Schritte. Beim Katholikentag in Münster zeigt sie ökumenische Verbundenheit, beim Besuch der deutschen Gemeinde in Peking wird ihr Blick über Grenzen spürbar.

Ein Höhepunkt ist am 26. April 2018 der Abschluss der Reformationsfeierlichkeiten in Heidelberg.

Am 26.04.1518 hat Martin Luther mit der Heidelberger Disputation seine neuen reformatorischen Erkenntnisse Vertretern von Kirche und Universität vorgestellt. Mit dem Festgottesdienst werden die Feierlichkeiten zum Reformtionsjubiläum ihren krönenden Abschluss finden. Als Botschafterin des Rates der EKD wird Pfarrerin Margot Käßmann ein Resümee der Reformationsdekade
ziehen und einen Ausblick auf die weitere Arbeit der Evangelischen Kirche geben.

 

Weitere Infos zum Gottesdienst am 15. April

Für den Gottesdienst gibt es kostenfrei Karten. Infos dazu unter Tel.: 030 33609-592

Beitrag: Frank Bürger

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s