
Berlin. Die letzte bisherige Präsentation des Buches „Auf den geheimnisvollen Spuren von Albert Schweitzer“ gibt es zum Volkstrauertag um 16 Uhr auf dem Schloss Zerben. Hier einige Mediennoten, auch mit internationalem Charakter.
Von Frank Bürger
Eine erfolgreiche letzte Präsentation gab es am 11. September im Roten Haus in Karlsruhe

Präsentation auf YouTube

Auf geheimnisvollen Spuren von Albert SchweitzerSpannender Vortragsabend mit Pfarrer und Publizist Frank Bürger im Roten Haus Karlsruhe
- 8. September 2026, 16:26 Uhr
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Eingestellt von Friederike Humdoldt = Team Rotes Haus

– Albert Schweitzer zählt zweifellos zu den faszinierendsten und vielseitigsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Als Arzt, Theologe, Musiker und Friedensnobelpreisträger hat er ein unvergessliches Erbe hinterlassen. Doch abseits der bekannten Lebensdaten gibt es zahlreiche verborgene Details und überraschende Stationen in seiner Biografie. Der bekannte Autor und Referent Frank Bürger lädt alle Interessierten am Freitag, den 11. September 2026 um 19:00 Uhr zu einer packenden Entdeckungsreise in das Rote Haus Karlsruhe ein.
Unter dem Titel „Auf geheimnisvollen Spuren von Albert Schweitzer“ beleuchtet Bürger das Leben des berühmten „Urwalddoktors“ aus neuen Blickwinkeln. Die Zuhörer dürfen sich auf einen inspirierenden Abend freuen, der packende biografische Einblicke mit der Frage verknüpft, welche Bedeutung Schweitzers Vermächtnis für die heutige Zeit besitzt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Roten Haus Karlsruhe statt. Um die vielfältige soziale und kulturelle Arbeit des Roten Hauses zu unterstützen, sind Spenden am Abend herzlich willkommen.
Veranstaltungsdetails auf einen Blick:
• Thema: Vortrag „Auf geheimnisvollen Spuren von Albert Schweitzer“ von Frank Bürger
• Datum: Freitag, 11. September 2026
• Uhrzeit: 19:00 Uhr
• Ort: Rotes Haus Karlsruhe, Rastatter Straße 17, 76199 Karlsruhe
• Eintritt: 8 Euro, Mitglieder frei (Spenden erbeten)

Folien




























Hier Jahresprogramme des Roten Hauses
Präsentation in Berlin im Büro von Sebahat Atli

Artikel über Haber.com in türkischer Sprache
In der Philosophie bezeichnet der Begriff „Mysterium“ etwas, das die Sinne übersteigt; etwas, dessen Existenz und Wesen uns im natürlichen Zustand unseres Denkens verborgen bleiben, etwas Übernatürliches, etwas, das auf übernatürlichen Glauben beruht. Mysteriös hingegen ist etwas, das ein Geheimnis birgt, etwas, dessen Natur nicht bestimmt werden kann, gleichbedeutend mit rätselhaft.
Frank Bürger, Religionslehrer und ehrenamtlicher Pastor, hat dieses Buch verfasst und zusammengestellt, das eine umfassende Reise auf den geheimnisvollen Lebenswegen Albert Schweizers nachzeichnet.
Die Buchvorstellung wurde von Sebahat Atlı, SPD-Mitglied des Berliner Parlaments, organisiert. Atlı, die am 20. September 2026 erneut zur Bundestagswahl antritt, eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen Vorstellung von Frank Bürgers Biografie.
Der Zeitpunkt der Buchvorstellung, der mit dem Aufstieg der radikal-rassistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) zusammenfällt, ist als Warnung zu verstehen.
Albert Schweizer kämpfte gegen Krieg, Aufrüstung und Rassismus. Sein Einfluss war vielfältig, denn er war Musiker, Theologe, Philosoph und Arzt.
Er bemühte sich, die Wunden der Afrikaner zu heilen, indem er dort Krankenhäuser eröffnete – als Reaktion auf den Kolonialismus und Rassismus, den Weiße auf dem afrikanischen Kontinent an Schwarzen verübten.
Frank Bürger nahm die Teilnehmer mit auf eine Reise durch die Städte, in denen diese vielseitige Persönlichkeit aus Religion und Wissenschaft lebte. Sie besuchten Museen, Paläste und Kirchen. Er erzählte von den Biografien der Schriftsteller und Musiker, die er kannte, bei denen er studierte und die er bewunderte, darunter Bach, Wagner und Goethe.
Er zeigte Fotos des Hauses und anderer Gebäude, die nach Albert Schweizer benannt sind, und erklärte sie.
Ich hatte das nach ihm benannte Gebäude im Johannestift Berlin-Spandau auf einer Klassenfahrt gesehen und war neugierig darauf.
Er erinnerte auch an diejenigen, die in Stiftungen, Vereinen und Initiativen tätig waren.
Selbst müde pensionierte Lehrer wie ich hörten ihm dank seiner exzellenten Stimme aufmerksam zu. Ich brauchte während der Veranstaltung nicht auf die Uhr zu schauen. Er bereicherte die Buchpräsentation durch Informationen über die Anwesenden.
Nach der Veranstaltung fühlte ich mich wie von einer langen Reise zurückgekehrt. Wir hatten Berlin, Schwetzingen, Heidelberg und viele andere Städte besucht; unsere Reise führte uns sogar bis nach Afrika.
Das Moscheefoto auf dem Buchcover drückt Toleranz gegenüber dem Islam aus. Es wurde in einer Zeit erbaut, als osmanische Architektur in Deutschland modern war.
Ludwig Philipp Albert Schweizer wurde am 14. Januar 1875 in Kayserberg geboren. Er starb am 4. September 1965 in Lambarene, Gabun, Afrika. Er war Arzt, Philosoph, Theologe, Musikwissenschaftler und Antikriegsaktivist und zählt zu den bedeutendsten Denkern des 20. Jahrhunderts.
Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1953 den Friedensnobelpreis.
Sein Vater war Pfarrer, ein Geistlicher der protestantischen Kirche. Ohne die Unterstützung seiner Familie wäre ein Hochschulstudium schon damals schwierig gewesen. Er schloss sein Theologiestudium 1898 an der Universität Straßburg ab.
1913 gründete er eine Klinik in Lambarene, einer französischen Kolonie, 1200 km entfernt am Fluss Gabun. Er wollte an die Universität zurückkehren, um als Arzt in der von ihm eröffneten Klinik zu arbeiten, benötigte dafür aber als außerordentlicher Professor eine Sondergenehmigung. Mit 38 Jahren wurde er schließlich zum ordentlichen Professor ernannt.
1912 heiratete er Helene Bresslau (1879–1957), die Tochter des Historikers Harry Bresslau und seiner Frau Caroline Bresslau, die jüdischen Glaubens war. Seine 1919 geborene Tochter Rhena Schweizer-Miller leitete die Stiftung ihres Vaters bis 1970. Die Gräber seiner Eltern und seiner Tochter befinden sich in Afrika. Die Stiftung setzt ihre Arbeit durch Spenden fort.
Die jüdische Herkunft seiner Frau erschwerte ihm das Überleben unter dem Hitler-Regime. Daher wechselte er zwischen der französischen und der deutschen Staatsbürgerschaft. Die Familie sprach zu Hause zwei Sprachen. Französische Kirchenmusik beeinflusste die Orgelreform.
Ein Wissenschaftler und Musiker, der bereits nationale Grenzen überschritten hatte, ist nun zum Weltbürger geworden und hat auch Kontinentalgrenzen durchquert.
Werke, Produkte und Filme zu Philosophie, Musikwissenschaft und Biografie sind für Doktoranden von Nutzen.
Meine lieben Leserinnen und Leser, jeder, der neugierig ist, sollte dieses Buch lesen, das Frank Bürger auf seinen ausgedehnten Reisen sorgfältig zusammengestellt hat. In Deutschland und Europa, wo Rassismus wieder auflebt, sollten diejenigen, die die Kunst des Menschseins beherrschen, als Vorbilder dienen.
Ohne wegweisende Denker wie Albert Schweizer und diejenigen, die seine Ideen in die Praxis umsetzten, wäre Artikel 1 der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland (23. Mai 1949) vermutlich nicht entstanden.
„Die Menschenwürde ist unantastbar. Jede staatliche Gewalt ist verpflichtet, sie zu achten und zu schützen.
Deshalb erkennt das deutsche Volk die unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechte als Grundlage für Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen auf Erden an.“
Die Geschichte hat dem deutschen Volk die Verantwortung übertragen, die Menschenrechte nicht nur im eigenen Land, sondern weltweit, auch für das palästinensische Volk, zu schützen.
Auf Wiedersehen.
İlter Gözkaya-Holzhey
E-Mail: iltergh@t-online.de
1) Quelle: Frank Bürger, Albert Schweizer, 160 Seiten, Schröck Verlag, Altlußheim, 2025
2) Wikipedia (33 Seiten)
3) Zitat aus Artikel 1 der Verfassung: Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Concept Verlag, Übersetzung von Alişan Genç, TBB (1999).
Artikel in Originalsprache
Präsentation im Gasthaus „Zum Hirsch“

Startschuss


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