Spargelzauber in Schwetzingen

Autor Andreas Sturm mit der Spargelkönigin Emilia I. Foto: Rabea Sturm

Berlin. Am 18. April ist in der Kulturmetropole Schwetzingen Spargelanstich. Die Stadt schaut über die Grenzen, auch beim Thema Kultur und Spargel.

Von Frank Bürger

Der Schwetzinger Spargel hat Weltruhm. Die Deutsch-Polnischen Nachrichten haben vielfach davon berichtet. Der Traum von einem Spargelmuseum, also der Weiterentwicklung der Museumslandschaft bleibt. Das Projekt „Rothackersches Haus“ liegt auf Eis beziehungsweise findet das marode Haus am zwischen Altem Messplatz und Sparkasse eine andere Nutzung.

Das war Ergebnis eines Gesprächs mit Schwetzingens Oberbürgermeister Matthias Steffan in der Lindenstraße

Am 18. April 2026 beginnt in Schwetzingen mit dem Spargelanstich offiziell die Saison.

Oberbürgermeister Matthias Steffan und die amtierende Spargelkönigin Emilia I. läuten mit dem traditionellen Spargelanstich offiziell die Schwetzinger Spargelsaison 2026 auf dem Spargelhof Renkert ein.

Der offizielle Beginn der Spargelzeit immer ein besonderes Ereignis. Zusammen mit geladenen Gästen begeben sich der Schwetzinger Oberbürgermeister Steffan und die amtierende Spargelkönigin Emilia I. auf den Spargelacker der Familie Renkert um das begehrte „Schwetzinger Gold“ zu ernten.

Auch kulinarisch wird dem Spargel gefrönt, und ein buntes Programm für Groß und Klein unterhält die Gäste.

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Am 9. Mai 2026 steigt als ein Höhepunkt der Saison der Spargelsamstag. Hier wird auch das Projekt „Weimarer Dreieck“ mit Leben erfüllt. Zu Gast sein werden auch Vertreter der Partnerstädten. Hier werden auch der Hobbyhistoriker Werner Euskirchen und die ehemalige Luneviller Beigeordnete Marie Viroux vor Ort sein, die sich für das städtepartnerschaftliche Projekt auf den Spuren von Stanislaus I. Leszczyński stark machen. Marie wird dabei für ihr langjähriges Engagement geehrt.

Marie Viroux und Werner Euskirchen in Luneville

Hier nun ein Blick voraus

Geht es um den Spargel, gibt es eine andere wichtige Partnerstadt: Schrobenhausen mit seinem Europäischen Spargelmuseum

In einem Turm der Stadtmauer, dem früheren Gefängnis- und Amtsturm, befindet sich seit 1991 das Europäische Spargelmuseum, in seiner Art immer noch einmalig in Europa. Bereits einige Jahre vorher war hier in Schrobenhausen, im Zentrum des bekanntesten bayerischen Spargelanbaugebiets, die erste deutsche Spezialsammlung zum Thema Spargel eingerichtet worden. Das Europäische Spargelmuseum zeigt alles rund um das Thema Spargel: Geschichte, Botanik, Anbau, Kunst und Kuriositäten.

Im Erdgeschoss finden sich ausgewählte Exponate über Geschichte, Botanik und Anbau des Spargels. Alte Kräuterbücher und Kupferstiche zeigen die Pflanze und deren Bedeutung für die Wissenschaft und für die Medizin. Eines der wohl schönsten Bücher hier ist das außergewöhnlich umfangreiche Werk von Jakob Theodor Tabernaemontanus aus dem Jahr 1664. Spezielle Arbeitsgeräte und Werkzeuge zeigen die mühevolle Kultivierung des Spargels, ein interessanter Kurzfilm informiert über die Herkunft und Bedeutung des edlen Gemüses.

Das erste Obergeschoss steht unter dem Motto „Spargelessen“. Neben Rezepten und Kochbüchern ist hier eine einzigartige Sammlung von Spargelgeschirren zu sehen: so zum Beispiel eine wertvolle Spargeldeckeldose aus Meißen aus dem Jahr 1780, von der es weltweit nur noch zwei Exemplare gibt, ferner ein Teller mit Spargelmotiven des bekannten Jugendstilkünstlers Emile Gallé oder die wunderschöne Spargelzange des russischen Hofjuweliers Carl Peter Fabergé von 1890.

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In Schwetzingen selbst zeigt das „Museum frei Haus“ offiziell Flagge.

Das Museum der Stadt Schwetzingen geht mit Museumsleiter Lars Maurer neue Wege! Während das Karl-Wörn-Haus für mehrere Jahre schließt, bleibt die Geschichte lebendig – und kommt direkt zu Ihnen.

Mit dem neuen Format „Museum frei Haus. Kultur da, wo Du bist“ bringt das Museum seine Inhalte in die Stadt: durch interaktive Workshops, spannende Vorträge und kreative Aktionen für alle Altersgruppen.

So bleibt Schwetzingens Geschichte sichtbar, erlebbar – und vor allem nah.

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Das einzige begehbare Museum ist das „Museum Blau“ an attraktiver Stelle gegenüber dem Rathaus der Stadt Schwetzingen

Dietmar Schuth

Hier ein Interview mit Dietmar Schuth vom November 2025

Dann ist der Weg zu Richard Wagner kein weiter, der am 3. März 1877 Schwetzingen suchte. Denn Dietmar Schuth hat sich auch intensiv mit Bayreuth beschäftigt.

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