Auf dem Weg zu Erntedank

ROSCOMMON AUTUMN – 25x25cm – 10x10in – Acrylic & mix medium on deep canvas by Holger Baehr – 2017

Worte zum Tag (Taizé):

Paulus schreibt an Timotheus: Vernachlässige nicht die Gabe, die in dir ist.

1 Tim 4,12-16

Berlin.  Gedanken kommen von Angelika Zädow, Superintendentin im Kirchenkreis Potsdam. Es läuten die Glocken 2-4+6-8 der Stiftskirche in Innsbruck (Tirol) zur Sonntag-Vorabendvesper. Es gibt Tipps zum Religionsunterricht, eine Einspielung gibt es dieses Mal von Ann-Helena Schlüter, eine Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendbereich kommt dieses Mal von der Redaktion, es gibt eine Buchempfehlungeine Filmempfehlung kommt von Klassikradio. Jazziges kommt über Impulse von Till Brönner. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang.

Von Frank Bürger

Neues vom Autoren: Religionslehrer mal anders

Artikel dazu im Newsletter des Evangelischen Kirchenkreises Spandau

Pfarrer im Ehrenamt in Spandau

Mit Zeitung und Bibel – Frank Bürger stellt sich vor

„Pfarrer im Ehrenamt“, seit dem 1. August 2021 darf ich mich so nennen. Was bedeutet das eigentlich?

Ich liebe meinen Job als Religionslehrer in der Spandauer Bernd-Ryke-Schule. Ich fühle mich wohl, dort in enger Kooperation mit der Spandauer Arbeitsstelle für Religionsunterricht unterrichten zu dürfen, wenige Meter von der Haustür entfernt.

Ehrenamtlich bin ich nun als Pfarrer tätig, mit all den Anforderungen und Pflichten. Dazu gehören das Feiern von Gottesdiensten, aber auch das Wahrnehmen von Kasualien und anderen gemeindlichen Aufgaben, in erster Linie in der Weihnachtskirchengemeinde als auch im Kirchenkreis Spandau.

Immer gestärkt durch meine Ehefrau Joanna und mit vielen Impulsen durch meine dreizehnjährige Tochter Anastasia und unserem schon erwachsenen Sohn Sebastian.

Als Bundestagspräsident Wolfgang Thierse einst anregte, in den Schulen sollten doch wieder mehr die Klassiker der Literatur gelesen werden, da erwähnte er neben den Werken Goethes ausdrücklich auch die Bibel. Um es anders zu sagen: Wer in der Bibel liest, versteht die Welt besser. Vom evangelischen Theologen Karl Barth (1886-1968) stammt das Wort: „Wir haben die Bibel und die Zeitung nötig. Die Zeitung gibt uns den täglichen Bericht darüber, was in der Menschheit vorgeht. Die Bibel lehrt uns, was diese Menschheit ist, die von Gott so geliebt wird.“ So haben beide, Bibel und Zeitung, mein Leben begleitet, ja geprägt.

Nach dem Zweiten Theologischen Examen nach dem Studium an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg verließ ich meine Heimat Schwetzingen. Schwetzingen bedeutet für mich die Begegnung mit Bibel, zuerst in Schule, dann in der Jugendarbeit in der Gemeinde.

Angeregt zum Theologiestudium haben mich der Schwetzinger Pfarrer Manfred Dumont und Dekan Werner Schellenberg. Dumonts theologische Literatur steht noch heute in meinem Bücherschrank.

Prägend waren die Begegnungen mit dem ehemaligen Bischof und Ratsvorsitzenden Prof. Dr. Wolfgang Huber. Ich durfte einige seiner Vorlesungen in Heidelberg erleben und es gab Begegnungen in der Landeskirche.

Theologische als auch journalistische Aufgaben durfte ich als Schriftleiter der Zeitschrift „Frohe Botschaft“ wahrnehmen.

Für deutsch-polnische Aktivitäten wurde ich mit der Europamedaille des Landes Brandenburg ausgezeichnet.

Nach vielen Stationen landete ich schließlich über die Schule in der Weihnachtskirchengemeinde. Nach der Ernennung zum Prädikanten folgte der Vorschlag zur Ordination ins Ehrenamt. Selten habe ich so wohltuende Gespräche erlebt wie mit der Kirchenleitung.

Dabei bin ich auch für die Unterstützung des badischen Prälaten Traugott Schächtele dankbar.

Vor allem im Gebet finde ich immer wieder Kraft für meine Aufgaben.

Musikbeitrag für Klassikfreunde

Wachet und betet!

Hier zum Innehalten und Gebet  … Es läuten die Glocken 2-4+6-8 der Stiftskirche in Innsbruck (Tirol) zur Sonntag-Vorabendvesper. 

Hier ein Link zum Stift

Buchempfehlung

Die Empfehlung kommt von Juliane Heger aus der Redaktion.

Diesmal widme ich meiner Empfehlung dem Buch „Die Frau in der Themse“ von Steven Price. Für echte Leseratten mit 915 Seiten eine wahre Freude. Es führte mich durch die Straßen Londons des 19. Jahrhunderts, des sogenannten viktorianischen Zeitalters, zum Bürgerkrieg zwischen der Union und den Konföderierten nach Amerika sowie nach Port Elisabeth. Der amerikanische Detektiv William Pinkerton, der die Detektei seines Vaters übernommen hatte, wird nach dem Fund von Leichenteilen einer Frau in die Ermittlungen des Scotland Yards einbezogen. Sein kriminalistisches Gespür wird hier auf besondere Weise auf die Probe gestellt, als sich herausstellt, dass dieser Fall zur Lösung eines bisher nie aufgeklärten Falls der Detektei beitragen kann. Hinzu kommen neben anderen Personen ein trickreicher Dieb namens Adam Foole und der geisterhafte Edward Shade. Die Beschreibung der einzelnen Szenerien und Figuren des Romans werden sehr anschaulich und detailreich geschildert. Das führt dazu, dass ich mich beim Lesen fühle, als würde ich in dieser Zeit wandeln. Ich rate jedem davon ab, wer nur die schönen Seiten Londons kennenlernen möchte. Hier geht es schon oft in die tiefsten Abgründe, im wahrsten Sinne des Wortes. Und doch sorgt die besondere Art, wie die einzelnen Schauplätze miteinander verbunden wurden, zu einer Neugier, die mich das Buch zu Ende lesen ließ.

Weitere Infos und Kauf

Empfehlung für Kinder und Jugendliche

Diese Schule ist wahrlich wirbelig-wundervoll!

Willkommen an der Schule der Wunderdinge! Hier erhält jedes Kind einen magischen Gegenstand, den es beschützen muss. Einen mechanischen Schmetterling, einen Zauberkompass, ja sogar einen Tarnumhang. Das kann ja nur ein wundersames Schuljahr werden! Doch als Tilly Bohnenstängel den Kerzenständer Lux überreicht bekommt, hält sich ihre Begeisterung in Grenzen. Denn Lux ist nicht nur frech, er kokelt auch alles an. Kaum, dass Tilly ihrem neuen magischen Freund näherkommt, passiert das Undenkbare: Lux ist verschwunden! Und der einzige Hinweis für Tilly und ihre Freunde Pip und Nico ist ein rauchig-kokeliges S-O-S!

Der Auftakt einer magischen Kinderbuchreihe von Bestseller-Autorin Kira Gembri („Ruby Fairygale“). Humorvoll, liebenswert und wahrlich wunderbar! Für Fans von „Die Schule der magischen Tiere“ und „Der zauberhafte Wunschbuchladen“ und alle Leserinnen ab 8 Jahren.

Weitere Infos und Kauf

Filmtipp / Hörspieltipp

Am 28. September gibt/gab es abends mit geladenen Gästen die Uraufführung des 25. Film mit James Bond. Klassikradio wird berichten.

Jazziges

Impulse hierfür kommen von Jazz-Genie Till Brönner.

Orgelnoten

Auf Youtube immer wieder sehens- und hörenswert ist natürlich der Kanal von Martin Jetschke (alias Lingualpfeife). Wir sagen Dankeschön Ulrich Hacke von der Stiftung Orgelklang.

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