Start in die Spargelsaison

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Städtepartnerschaftliches Treffen in Schwetzingen Foto: Frank Bürger

Schlagenthin. Die Spargelsaison steht kurz vor dem Start in die neue Saison. Zeit, einen Blick auf die Vorbereitungen zu schauen, auch auf das europäisch bedeutsame Spargelmuseum in Schwetzingen.

Von Frank Bürger

Die Zukunft des Rothacker’schen Hauses am Alten Messplatz in Schwetzingen ist endlich gesichert. Nach jahrelangem Dornröschenschlaf und diversen Plänen machte der Gemeinderat nun Nägel mit Köpfen: Die Stadt als Eigentümer wird das unter Denkmalschutz stehende Gebäude komplett sanieren und erweitern. Künftig soll dort ein Spargelmuseum seine Heimat haben. Eine weitere europäische Note wird gesetzt.

König Ludwig XIV ließ in Versailles Spargel anpflanzen, um fortan die königliche Tafel mit dem Gemüse zu veredeln, das schon in der Antike als besonderer Leckerbissen galt. Der Pfälzer Kurfürst Karl Ludwig wollte dieser Liebhaberei nicht nachstehen, und ließ ab 1668 das „weiße Gold“ in seinem Gemüsegarten auf dem Areal des Jagdschlosses in Schwetzingen anbauen. Kurfürst Carl Theodor, der das Schloss in eine prachtvolle Sommerresidenz verwandelt hatte, ließ den Spargel um die Mitte des 18. Jahrhundert bis zu seinem Wegzug nach München (1778) kultivieren.

Es sollte einige Jahrzehnte dauern, bis Gartendirektor Johann Michael Zeyher im Jahre 1820 den Anbau von Spargel im Schwetzinger Schlossgarten wieder aufleben ließ. Von nun an folgte die zweite Blüte des Spargels in Schwetzingen, die bis heute fortwährt. Zeyher und seine Nachfolger verfeinerten zunehmend die Qualität. Nachdem bereits 1853 die weltweit erste Spargelgenossenschaft gegründet worden war, wurden ab 1870 Großkulturen angelegt, zeitgleich begann das Exportgeschäft.

Max Bassermann gründete 1875 die gleichnamige Konservenfabrik, die sich auf das Konservieren von Spargel spezialisiert hatte. Damit war der ganzjährige Genuss des königlichen Gemüses für weite Bevölkerungsschichten garantiert. 1894 fand der erste Spargelmarkt statt und die erste Spargel-Ordnung wurde niedergeschrieben.

In Verhandlung mit den Großmärkten ist auch die Agrargenossenschaft Hohenseeden / Zerben. An der Spitze steht Geschäftsführer Patrick Wolter. Ihm macht die Dürre in Sachsen-Anhalt schon zu schaffen

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Dennoch setzt der Unternehmer auf den Spargel und auch auf seine Spargelkönigin kurz vor dem Beginn der Ernte.

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Spagrelkönigin Enola (links) und Elbauenkönigin Laura

 

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Auch in Schwetzingen gibt es eine Spargelkönigin, wie ein Facebook-Aufritt gemeinsam mit dem Mäzen Dietmar Hopp bei Facebook zeigt

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Mit dem Einrichten des  Spargelmuseums ist man dem Miteinander auf internationaler Ebene ein Schritt näher. Die SPargelzeit kann kommen.

 

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