
Berlin. Das Jubiläumsjahr 2025 bietet für Freunde des Theologen, Arztes und Musikers Albert Schweitzer viele Haltepunkte, in Schwetzingen und Berlin.
Von Frank Bürger
Schon viele Jahre ziert das Konterfei von Albert Schweitzer meinen Internetauftritt.

https://www.odernet.com/index.php/start.html
„Der denkend gewordene Mensch erlebt die Nötigung, allem Willen zum Leben die gleiche Ehrfurcht vor dem Leben entgegen zu bringen wie dem seinen. Er erlebt das andere Leben in dem seinen. Als gut gilt ihm, Leben erhalten, Leben fördern, entwickelbares Leben auf seinen höchsten Wert bringen. Als böse: Leben vernichten, Leben schädigen, entwickelbares Leben niederhalten. Dies ist das denknotwendige, universelle, absolute Grundprinzip des Ethischen.“
Diese Worte zieren die Startseite, ein Motto für das Leben.
In diesem Jahr stand und steht ein herausgehobenes Jubiläum an: Der 150. Geburtstag (14.01.2025) / 60. Todestag (04.09.2025) Albert Schweitzers.
Der Theologe, Philosoph, Musiker, Arzt und Friedensnobelpreisträger Dr. Albert Schweitzer war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
Dieses Jubiläum bietet eine besondere Gelegenheit, das Lebenswerk Albert Schweitzers wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Im Zentrum von Schweitzers geistigem Erbe steht seine Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben. Diese Ethik weiß sich einer ins universelle erweiterten Verantwortung gegenüber allem Leben verpflichtet. Angesichts der fortschreitenden Bedrohung der Lebensgrundlagen sowie von Anfeindungen aufgrund ethnisch-religiöser Konflikte und Kriegen ist diese Ethik aktueller denn je.
Albert Schweitzer hat als Spitalgründer und Arzt im äquatorialafrikanischen Urwald (Lambarene, Gabun), als Kulturphilosoph, Theologe, Orgelbauexperte und Bachinterpret sowie als Friedensaktivist bedeutende Werke und Botschaften hinterlassen, die für uns heute zukunftsweisend sind.
Quelle: Albert Schweitzer heute
Wir haben versucht deutschlandweit das Thema zu fokussieren. Es sollte das Wiederfinden eines losen Albert-Schweitzer-Clubs werden. Im Februar 2024 begann die Findungssuche im Lutherhaus Schwetzingen

Nun wurde in Oftersheim von Wolfgang Schröck-Schmidt von der edition Schröck-Schmidt die erste Druckfahne überreicht. Es war ein langer Weg zum Buch. Schwetzinger Note auch zu Beginn der Recherche. Denn der Potsdamer Literat Klaus Hugler inspirierte mich mit einem Geschenk zur Ordination zu der Recherche.

Mit dabei der damalige Schwetzinger Prälat Prof. Dr. Traugott Schächtele

Prälat Traugott Schächtele (Landeskirche Baden) und der ordinierte Pfarrer Frank Bürger in der Nikolaikirche

Die Journalistin Carla Thompkins verewigte ihre Geschichte in einem Büchlein, mit meinem Foto auf dem Titel.

Carla Thompkins gastiert am 20. September, 16.30 Uhr und referiert zur Beziehung von Hellmut Cramm zu Albert Schweitzer in der Stadtbibliothek, am 21. September um 11 Uhr im Palais Hirsch zu Tennisbaron Gottfried von Cramm.. Das teilte Stephan Bauer von der Stadt Schwetzingen mit.
Verbindendes Glied war der Schwetzinger Kantor Ernst Wacker. Bereits als Jugendlicher wurden ihm in Edingen bei Heidelberg Organisten- und Chorleiterdienste in der Heimatgemeinde übertragen. Wacker erhielt als Schüler Orgelunterricht bei Ludwig Mayer, dem Kantor der Mannheimer Trinitatiskirche und legte 1943 am humanistischen Gymnasium in Heidelberg seine Abiturprüfung ab. Nach zweijährigem Kriegseinsatz nahm er 1945 das Studium am Kirchenmusikalischen Institut in Heidelberg auf. Zu seinen Lehrern gehörten u.a. Poppen, Fortner und Siegfried Hermelink; von letzterem empfing er starke Impulse für seine eigenen Forschungen zum Werk Bachs. Begleitend studierte er Musikwissenschaft und Theologie an der Universität Heidelberg. Mit seinem Kommilitonen Enrico Raphaelis, dem langjährigen Bezirkskantor in Lörrach, verband ihn eine lebenslange Künstlerfreundschaft. Nach einer ersten Kantorenstelle in Schwetzingen wurde Ernst Wacker 1959 die neu geschaffene Bezirkskantorenstelle an der Stiftskirche in Lahr übertragen.
Während der Zeit in Schwetzingen reiste Wacker nach Gunsbach, um dort Albert Schweitzer zu besuchen, der selbst einmal in Schwetzingen weilte. Recherchen ergaben, dass es auch weiteren Briefkontakt mit Schweitzer über die Schwetzinger Kirchengemeinde gegeben hat.
In Kooperation mit Carla Thompkins beschäftigten sich die Deutsch-Polnischen Nachrichten auch mit Gottfried von Cramm.

Mit dem Albert-Schweitzer-Tee wollte das Team, nennen wir ihn Club, Albert Schweitzer ein Denkmal setzen.
„Die Kirchengemeinde Greiffenberg lud zum Erntedankfest 2013 ein. In diesem Rahmen präsentierte eine Initiativgruppe, zu der Pfarrer Dr. Justus Werdin, zugleich stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Uckermark, und die Berliner Ideengeber Frank Bürger und Jürgen Lindner als auch der Samaritergarten der Kirchengemeinde Greifenberg gehörten, erstmals den Albert-Schweitzer-Tee.
„Mit dieser Initiative unterstützen wir das Urwaldhospital in Lambaréné“, sagt Frank Bürger als Sprecher der Initiativgruppe.
Doch zehn Jahre später wird ein Neuanfang gewagt. Der Samaritergarten existiert nicht mehr. Jürgen Lindner verdient sich seinen wohlverdienten Unruhestand. Wir werden versuchen nach der Markenverlängerung das Produkt neu zu beleben.
1913 hatte der Mediziner, Theologe und Musiker Albert Schweitzer in Französisch-Äquatorialafrika (heute Gabun) das Urwaldhospital Lambaréné gegründet.„
Hier in der Uckermark war der Anfang mit Dr. Justus Werdin gesetzt.
Aktuell wird die Melisse zum Tee in der Nähe des historischen Schlosses Zerben von Landwirt und Kreistagsabgeordneten Daniel Ladwig angebaut.

Melissenpflanzen
Ursprünglich sollte die Melisse in zwei Hochbeeten der Kita Haselhorster Damm angepflanzt werden. Doch nun wachsen die Melisse bei Detlev Hesse, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates der evangelischen Weihnachtskirche, am Darß in Mecklenburg-Vorpommern, bei Carolin Richter, die den Tee mit kreiert hat, in Berlin, und in erster Linie in Sachsen-Anhalt am historischen Schloss in Zerben auf einem Feld bei Daniel Ladwig.
Ab September macht sich Markeninhaber Jürgen Lindner an die Arbeit und produziert aus der Melisse einige Päckchen des Tees




Mit in Zerben auch unterwegs Kenneth Eze vom Management des Olympiastadions und engagiertes Mitglied in der Spandauer Weihnachtskirche.

In den Gemeinderäumen der Weihnachtskirche wurde der Tee von Carolin Richter kreiert

Caroline Richter mit der ersten Tasse vom Albert-Schweitzer-Tee
In den Räumlichkeiten der Weihnachtskirche sind Bilder der Bernd-Ryke-Schule zum Buch „Freunde für immer“ von Kenneth Eze. Gerade vor wenigen Tagen kam Kenneth Eze dazu mit dem Spandauer Bürgermeister Frank Bewig ins Gespräch.

Bereits am 19. Januar läuteten wir in der Weihnachtskirche das Schweitzer-Jahr 2025 ein.
Voraus geht der Blick schon in den Oktober. Wolfgang Schröck-Schmidt gibt dann mein neues Schweitzer-Buch heraus, das nun gerade fertig gestellt wurde, auch mit Beteiligung der Bernd-Ryke-Schule. Das Buch wird am 4. Oktober in Berlin und am 26. Oktober in Schwetzingen präsentiert



Die musikalischen Noten
Kantor Jürgen Lindner ist von Anfang an mit dem Projekt verbunden. Diese Aufnahmen entstanden vor 10 Jahren zu den Schweitzer-Jubiläumsfeierlichkeiten im Evangelischen Johannesstift.
Und hier nun die Einspielung von Bach zur Jubiläumsfeier am 19. Januar 2025
Das Schweitzer-Lied
Schweitzer-Erinnerung am 25. Mai 2025 in der Weihnachtskirche
Zu Sonntag Rogate 2025 gab es in der Weihnachtskirche Gottesdienst mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema Demokratie und Europa. Mit dabei auch der Landtagsabgeordnete
Andreas Sturm, der den Kontakt zu dem Herausgeber Wolfgang Schröck-Schmidt herstellte.

https://www.andreas-sturm.com/
Jubiläumsveranstaltung am 19. Januar in der Weihnachtskirche
Cineastisches
Als besondere Kostbarkeit wird am 26. Oktober um 16 Uhr im Hebelhaus die neunminütige DEFA-Produktion „Besuch in Lambarene“ gezeigt. Das Drehbuch schrieb Robert Havemann, der im Film auftritt und 1964 von der SED ausgeschlossen wurde. Die Villa Havemanns liegt direkt neben der Brandenburger Fabrik von Elon Musk.
Aktuelles
Albert Schweitzer und Albert Einstein ermahnten zum Frieden, vor der drohenden Gefahr atomarer Vernichtung, die Glocken der Weihnachtskirche läuteten in Gedenken an die Opfer und Angehörigen der Bombenexplosionen von Hiroshima und Nagasaki. Eine Friedenskerze wurde entzündet.
