Schweitzer-Zauber in der Festspielstadt

Onkel Hellmut (rechts) mit Autor Frank Bürger in Basel. Albert Schweitzer wird lebendig

Berlin. Der Theologe, Mediziner und Organist Albert Schweitzer steht im Mittelpunkt eines Vortrags vom Autor am 5. Februar 15 Uhr im Lutherhaus Schwetzingen. Schwetzingen mit seiner Hildaschule ist Ausgangspunkt einer langen Reise zum „Kloster Götschendorf“ und zu Albert Schweitzer.

Von Frank Bürger

Im Rahmen des Seniorennachmittags der Evangelischen Kirchengemeinde Schwetzingen am 5. Februar, der um 15 Uhr beginnt, präsentiert Frank Bürger, Pfarrer im Ehrenamt, Religionslehrer und Publizist das Thema „Albert Schweitzer in Schwetzingen“ Hier kommen auch Veröffentlichungen dazu zur Sprache. So auch das Buch „Kloster Götschendorf“, das nicht nur das russisch orthodoxe Kloster in der Uckermark zeigt, das unter anderem von Horst Kasner, dem Vater der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit aufgebaut wurde, sondern auch Bürgers Weg dorthin.

Der in Schwetzingen aufgewachsene Frank Bürger freut sich auf Begegnungen und regen Austausch.

Bild: Frank Bürger zu Gast bei Helmut Cramm, einem Wegbegleiter Albert Schweitzers in Basel

Das ist eine Pressemitteilung der Evangelischen Landeskirche Baden zum anstehenden Besuch in der Festspielstadt Schwetzingen.

Ein weiterer Baustein in der Medienresonanz zur Erscheinung des Buches „Kloster Götschendorf“, in dem Schwetzingen auch eine Rolle spielt. Radio und Zeitung zeigte Interesse an dem Kloster, das Horst Kasner, der Vater der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Aribert Großkopf, Staatskanzleichef des ehemaligen Landesvater Manfred Stolpe und der Journalist Norbert Kuchinke gegründet haben.

Es ist das erste Mal, das das Buch, von dem es nur noch vereinzelt Exemplare in der Erstauflage gibt. in Baden-Württemberg präsentiert wird. Es folgt im kommenden Jahr eine Vorstellung im Roten Haus in Karlsruhe. Dort hat bereits Prof. Dr. Frank Thissen (Universität Stuttgart) und Mitarbeiter der Deutsch-Polnischen Nachrichten referiert.

Am vergangenen Wochenende wurde Heinz Bürger für seine 75 Jahre aktives Mitgliedes des ältesten Vereins in Schwetzingen, des örtlichen Sängerbundes, geehrt. Hier gab es eine Begegnung mit dem ehemaligen CDU-Stadtrates Walter Imhof, der ebenso wie Elena Spitzner und Walter Boll den traditionsreichen Chor leitete. Imhof war Leiter der Hildaschule.

Walter Imhof (rechts) und Jubilar Heinz Bürger

Denn eine Ausgabe des Buches befindet sich in der Schwetzinger Stadtbibliothek.

Lehrer haben sich für die Stadtbibliothek engagiert, und gerade gegenüber ist die Schule, die Generationen geprägt hat.

Das stattliche Schulgebäude wurde 1900 errichtet. Den Namen Hildaschule erhielt die Volksschule zu Ehren der Großherzogin Hilda von Baden erst im Jahre 1912. Eine Erweiterung des Schulgebäudes um zwei Flügelbauten erfolgte 1914. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Schulbetrieb ausgelagert und ein Reservelazarett eingerichtet. Seit Kriegsende dient das Gebäude rein schulischen Zwecken.

Das heute bestehende Privatgymnasium zog ab dem Schuljahr 2015/2016 aus der Carl-Benz-Straße in die Hildaschule um und kann dort fünf Klassenräume, die Technikräume und die Sporthalle nutzen.

Nach einer intensiven Diskussion (Ja: 14, Nein 9, Enthaltungen: 1) hat sich der Gemeinderat mehrheitlich für diese Art der Nachnutzung der Hildaschule ausgesprochen. Oberbürgermeister René Pöltl begrüßt die jetzt gefundene Lösung für das Gebäude der Hildaschule: „Mit dem Auslaufen unserer Werkrealschule würde das Gebäude leer stehen, eine Umnutzung für andere Zwecke wäre nur mit erheblichem Kostenaufwand möglich. Ich freue mich, dass jetzt das historische Gebäude auch weiterhin als Schule genutzt werden kann und danke dem Investor und dem Privatgymnasium für das Vertrauen in den Schulstandort Schwetzingen. Wichtig ist auch, dass wir uns vertraglich sichern konnten, dass uns der Zugriff auf das stadtprägende Gebäude erhalten bleibt, sollte irgendwann einmal die Schulnutzung nicht mehr bestehen“, so damals der Oberbürgermeister.

Geschäftsführender Schulleiter und Schulträger ist Uwe Rahn. Da besteht laut Recherche doch eine Verbindung zu Multimilliardär Dietmar Hopp und Ex-Staatsminister Bernd Schmidbauer, der das Vorwort zu einem weiteren Buch des Autoren schrieb.

Hier das Kapitel zu meinem Lebensweg:

Wie es der Zufall so will, begegnet man auf Reisen Leuten aus der Heimat. Das war auch bei Frank Bürger der Fall. Aber es war nicht in Heidelberg, es war nicht in Schwetzingen, sondern im fernen Berlin. Rein zufällig sind wir uns zum Austausch über das Weihnachtsprojekt „Deutsch-Russischer Weihnachtsmarkt“ bei Facebook begegnet.

Zum ersten Mal trafen wir uns zum gemeinsamen Gespräch in den Spandauer Arcaden. Wir sind zwar beide gemeinsam in Schwetzingen aufgewachsen, uns aber nie erkennbar über den Weg gelaufen. Aber wir merkten sehr schnell: „Schwetzelbach“ verbindet.

Wir konnten uns über so vieles austauschen: über die Heimat, über gemeinsame Bekannte und auch über den internationalen Charakter der unterschiedlichen Projekte.

Frank Bürger hat die Heimat 1996 nach Absolvieren des ersten und zweiten theologischen Examens verlassen. Seine Jugendzeit in Schwetzingen fand den Niederschlag in einem Büchlein von Viola Eigenbrodt. Unverkennbar: seine Liebe zu Schwetzingen, dem Schlossgarten und darüber hinaus zu dem, was Schwetzingen und die Region wirklich prägt.

Der Begegnungen dort waren viele. Intensiv geprägt hat ihn die Verbundenheit zu seinem Musiklehrer Werner Boll, der ihm die Türen nach Bayreuth und der damit verbundenen Welt geöffnet hat. Frank Bürger wurde Träger der Hebel-Gedenk-Medaille der Stadt Schwetzingen aufgrund seiner kulturellen Verdienste für die Festspielstadt. Zudem bekam er ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Heidelberg, mit dem er viele Jahre eng verbunden war.

Auch hat er sich sehr intensiv mit der Bedeutung des Besuches von Wolfgang Amadeus Mozart in Schwetzingen beschäftigt, auch im Hinblick auf die Verbreitung freimaurerischer Gedanken in der Region. Der berühmte Komponist Wolfgang Amadeus Mozart (1756 -1791) hat Schwetzingen gleich dreimal besucht:

1763 als siebenjähriges Wunderkind mit seiner Familie und später als Musiker und Dirigent in den Jahren 1777 und 1790.

Frank Bürger ist ein Reisender. Die Partnerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Schwetzingen mit der Kirchengemeinde in Potsdam-Babelsberg führten ihn nach Potsdam, später dann journalistisch in die Uckermark, nach Frankfurt(Oder), nach Berlin und Sachsen-Anhalt. Vier Jahre war er verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Frohe Botschaft“.

Die Frohe Botschaft, 1897 erstmals als Verteilblatt für die „sonntagslosen“ Menschen, die am Sonntag nicht zum Gottesdienst gehen konnten oder wollten, in Berlin erschienen, will auch heute die frohmachende Botschaft von Jesus Christus, die allen Menschen angeboten werden soll, mit den Mitteln einer Zeitschrift weitergeben.

Hierüber wurden die Bande in das Kloster St. Georg in Götschendorf und auch nach Moskau geknüpft. Das war für mich natürlich interessant. Ich begleitete ihn bei Besuchen auf dem deutsch-polnischen Landhof Arche in Groß Pinnow, wo es auch Begegnungen mit Ukrainern und Polen gab. Intensiv waren die Besuche im russisch-orthodoxen Kloster. Hier konnten viele Weichen für den geplanten deutsch-russischen Weihnachtsmarkt gestellt werden. Es gab darüber Berührungspunkte zu wichtigen Playern der Beziehungen, wie den ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck sowie Hertha Däubler-Gmelin, die Mitbegründerin des Petersburger Dialogs.

Eine Begegnung mit weitreichenden Folgen.

So wurde mein Blick noch mehr geweitet für die russische Kultur und das russische Leben. Ein paar Kilometer weiter, auf Schloss Wartin, wurde über die Professoren Mengel und Elworthy die Beziehung intensiviert. Dort ist die Stiftung „Collegium Wartinum“ entstanden, mit europäischem und internationalem Gedanken. Auch Herta Däubler-Gmelin hat in der Stiftung ihre Spuren hinterlassen. Die Studenten dort kommen aus Yale und auch aus Barnaul. Barnaul (russisch: Барнаул) ist die Hauptstadt der russischen Region Altai im Süden Westsibiriens.

Der Journalist lebte und arbeitete als Redakteur auch in Schwedt, wo sich geradenwie im Kloster Götschendorf das Weltunternehmen Rosneft mit Millionensummen einbringt.

Ich lernte Frank Bürger über unsere Verbundenheit zur Stadt Schwetzingen kennen. Es folgten gemeinsame Reisen nach Schwedt, Spandau, Berlin, nach Polen, in das Kloster St. Georg in Götschendorf, wo intensiv an diesem Buch gearbeitet wurde. Inzwischen hat er mit der Familie in Berlin-Spandau Heimat gefunden..“

Zeitgleich zum 70. Geburtstag des Stifters hatte die Dietmar Hopp Stiftung Ende April 2010 zwei neue Projekte in Angriff genommen. Das Förderprogramm „Starke Weggefährten“ möchte die Arbeit ehrenamtlicher Sterbebegleiter in der Rhein-Neckar-Region fördern und dadurch auch die Hospizvereine entlasten. Konkret stellt die Stiftung Weiterbildungsgutscheine im Gesamtwert von 500.000 EUR zur Verfügung. Diese können innerhalb von drei Jahren bei einer der Partnerinstitutionen eingelöst werden.

Weiter hat die Dietmar Hopp Stiftung ein Privatgymnasium am Stiftungssitz in St. Leon-Rot gekauft. Dort löste Uwe Rahn Geschäftsführer Bernd Schmidbauer ab.

Das Privatgymnasium Schwetzingen ist ein allgemeinbildendes, gebundenes Ganztagsgymnasium in freier Trägerschaft mit ca. 240 SchülerInnen und 35 Lehrkräften.

Dietmar Hopp gründete gemeinsam mit Potsdam-Mäzen Hasso Plattner, der gerade 80 Jahre alt wurde, das Unternehmen SAP

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