Vieles neu

ÉOWYN’S STORM – 30.5×30.5cm – 12x12in – Acrylic on deep canvas by Holger Baehr – 2025

Impuls aus Taizé

Ich will jederzeit hoffen, all deinen Ruhm, Herr, noch mehren. Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden.

Ps 71

Berlin.  Wir beginnen mit einer Andacht von Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Weltkirchenrates. Mit dem Politiker und Autoren Andreas Sturm aus Baden haben wir einen neuen Partner gewonnen. Dann kommt ein Impuls vom Potsdamer Generalsuperintendenten Kristóf Bálint oder direkt von der EKBO. Ein besonderer Impuls kommt von Prälat i. R. Prof. Dr. Traugott Schächtele. Gedanken kommen dieses Mal in einem neuen Format, musikalisch umrahmt von Organistin Barbara Herrberg (Evangelische Weihnachtskirche Spandau), mit Fokus auf das Thema „Neujahr“, diese Woche wieder mit Siegfried Weber, stellv. Dekan in Karlsruhe. Es gibt jede Woche die Rubrik „Wachet und Betet“, und zwar über die Aktion „#createsoundscape“. Zu hören sind die Glocken der Kath. Stadtpfarrkirche St. Johannes Bapt. in Salzburg Aigen. Mit dem Reise Know-How Verlag aus Bielefeld geben wir Impulse für Touren in alle Welt. Ergänzend dazu Impulse von Kerstin Pagel. Dazu kommen historische Impulse aus der Schweiz mit Albrecht Grözinger, emeritierter Professor für Praktische Theologie an der Universität Basel. Es gibt Tipps aus dem und für den Religionsunterricht, manchmal von Mitarbeiterin Angela Schweitzer, auch für die Familie, ab und an eine Koproduktion von Ute Mertens (Evangelische Kirche Mitteldeutschland und Thorsten Fabrizi (Evangelische Kirche im Rheinland), eine Einspielung dieses Mal wieder von Michael Reichert Ann-Helena Schlüter, ab und an auch ein Beitrag von Agita Rando. Es gibt Impulse für Kinder und Jugendliche von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger. Es gibt nun eine Buchempfehlung von Wolfgang Schröck-Schmidt aus Baden, eine Filmempfehlung kommt von Klassikradio. Jazziges kommt über den Experten Marco Reiß.  Nun auch die YouTube-Einspielung der Woche, empfohlen von unserer Mitarbeiterin Joanna Filus-Olenkiewicz. Dazu klassische Noten von Hans-Josef Overmann, Opern- und Konzertsänger, Fagottist, Komponist und Dirigent. Jede Woche präsentiert Prof. Dr. Frank Thissen Momentaufnahmen aus Karlsruhe. Dazu kommen regelmäßig Momentaufnahmen von Pfarrer Erko SturmRegelmäßig gibt es jetzt Noten von der Sopranistin Andrea Chudak. 
Mit dabei eine deutsch-polnische Note über das Pilecki-Institut

Von Frank Bürger

Andacht Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm

Impuls Generalsuperintendent Kristóf Bálint

Trotz erheblichem Glatteises haben sich Viele auf den Weg nach Nikolai Potsdam aufgemacht, um den letzten Gottesdienst im Weihnachtsfestkreis miteinander zu feiern. Ein sorgsam von Pfr. G . Hohberg gestalteter, liturgisch feiner Abendmahlsgottesdienst mit gewohnt guter musikalischer Begleitung durch KMD B.O. Wiede und den beiden Kirchenältesten Viola Gölitz und Ralf Beschorner fand aufmerksame Zuhörer auf das Wort aus Apk 1,9-18. Die Predigt findet sich hier: https://www.ekbo.de/…/2026-02-01_Predigt_zu_Apk_1_9-18…

Facebook, 1. Februar 2026

Prälat i. R. Prof. Dr. Traugott Schächtele. Foto: privat

Wort zum Tag in SWR Kultur (ehemals SWR 2) am 7. Januar 2026

Zeitung meiner Hoffnungen

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Beitrag von Pfarrer Erko Sturm

John Rogers als Bibelherausgeber, Grenzgänger und Märtyrer der Marianischen Restauration

Als am 4. Februar 1555 in Smithfield ein englischer Geistlicher öffentlich verbrannt wurde, markierte dies mehr als das Ende eines einzelnen Lebens. Der Tod John Rogers’ gilt als Auftakt der protestantischen Märtyrerwelle unter Maria I. Tudor und wurde in der protestantischen Erinnerung zu einem dramatischen Symbol: Hier „bricht das Eis“ der Verfolgung, hier wird exemplarisch sichtbar, wie eng Bibelübersetzung, Predigtamt, Konfessionspolitik und internationale reformatorische Netzwerke im 16. Jahrhundert ineinandergreifen. Ein Fachessay über Rogers muss daher zwei Ebenen zusammenführen: die konkrete Biographie (Studien, Ämter, Texte, Prozesse) und die Frage nach seiner Bedeutung im Kommunikationsraum der Reformation – insbesondere durch seine Jahre in Deutschland, die ihn nicht nur prägten, sondern ihn auch als Vermittler zwischen Wittenberg, Norddeutschland und England erscheinen lassen.

1. Herkunft, Studium und frühe Laufbahn: ein „gewöhnlicher“ Kleriker im Umbruch

Rogers wurde um 1500 in der Gegend von Birmingham (Deritend/Aston) geboren und studierte am Pembroke Hall in Cambridge. Die ältere, aber quellennahe biographische Zusammenstellung der Dictionary of National Biography nennt u. a. den B.A.-Abschluss 1526 und ordnet ihn in das Milieu universitärer Ausbildung ein, in dem humanistische Gelehrsamkeit und erste reformatorische Impulse aufeinandertrafen. Zunächst bewegt sich Rogers in den Bahnen einer kirchlichen Karriere, wie sie im frühen 16. Jahrhundert typisch war: Priesterweihe, Pfarramt, Predigtpraxis. Gerade diese „Normalität“ ist für das Verständnis seines späteren Weges wichtig: Rogers ist kein randständiger Schwärmer, sondern ein theologisch ausgebildeter Kleriker, dessen Kurswechsel – Ehe, reformatorische Bibelarbeit, antirömische Predigt – als bewusste Neuorientierung zu lesen ist, nicht als biographische Laune.

2. Antwerpen als Scharnierort: Exil, Netzwerke und der Zugang zur Bibelarbeit

Der biographische Wendepunkt liegt in den 1530er Jahren. Rogers geht 1534 nach Antwerpen, wo er als Kaplan der englischen Kaufmannschaft (Merchant Adventurers) arbeitet. In der Hafen- und Handelsstadt kreuzen sich Warenströme und Ideenströme – und genau hier trifft Rogers auf die Kreise der englischen Bibelübersetzer im Exil. In Antwerpen begegnet er William Tyndale. Unter dessen Einfluss löst Rogers sich von der römisch-katholischen Bindung; zugleich heiratet er (ein Schritt, der die Rückkehr in eine „normale“ englische Klerikerlaufbahn unter katholischen Vorzeichen praktisch unmöglich macht). Die Verbindung von theologischem Übertritt und biographischem Bruch – Ehe, Exil, Publizistik – ist typisch für die Reformation: Konfessionelle Positionen werden nicht nur gedacht, sondern gelebt.

3. Die „Matthew Bible“ (1537): editorische Leistung als theologische Intervention

Rogers’ Name ist vor allem mit der Bibel verbunden, die 1537 unter dem Pseudonym „Thomas Matthew“ gedruckt wurde (bekannt als „Matthew Bible“). Aus fachlicher Sicht ist dabei weniger das romantische Bild des genialen Einzelübersetzers entscheidend als die editorische und organisatorische Leistung. Die Quellenlage und Forschungsliteratur betonen, dass Rogers vorhandene Übersetzungsarbeit zusammenführte: Tyndales Übersetzungen (u. a. Pentateuch, Neues Testament und Teile des Alten Testaments bis in die Chronikbücher) wurden integriert; für weitere Teile griff man auf Myles Coverdale zurück. Damit wurde ein „komplettes“ Bibelwerk in Englisch in einer Form publizierbar, die im englischen Kirchenraum wirkmächtig werden konnte. Die „Matthew Bible“ ist theologisch-politisch brisant, weil sie (wie die gesamte Volkssprache-Bibelbewegung) Autoritätsverhältnisse verschiebt: Predigt und Lehre stehen nicht länger ausschließlich unter dem Deutungsmonopol lateinischer Gelehrsamkeit und kirchlicher Hierarchie, sondern werden an die Lesbarkeit und Zitierfähigkeit der Schrift gebunden. Rogers’ Bibelarbeit ist daher ein Eingriff in die kirchliche Öffentlichkeit – und macht ihn langfristig zu einem Ziel, sobald die konfessionelle Wetterlage umschlägt.

4. Studien- und Wirkungsjahre in Deutschland: Wittenberg als Ausbildungsraum, Meldorf als Praxisfeld

4.1 Wittenberg: Theologie aus dem Zentrum der lutherischen Reformation

Nach der Antwerpener Phase verlagert sich Rogers’ Lebensraum in den deutschsprachigen Bereich. Verschiedene biographische Darstellungen nennen eine Zeit in University of Wittenberg; eine verbreitete Angabe (auch in zusammenfassenden Darstellungen) lautet, er habe sich 1540 immatrikuliert und mehrere Jahre dort verbracht. Für die Einordnung ist wichtig, was „Wittenberg“ um 1540 bedeutet: nicht nur Universität, sondern Knotenpunkt eines europaweiten reformatorischen Netzwerkes. Studium heißt hier nicht bloß Vorlesungen, sondern Teilnahme an einem Kommunikationsraum, in dem Bekenntnisbildung, Predigtkultur, Kirchenordnung und politische Kompromissfragen (Reich, Fürsten, Städte) permanent verhandelt werden. In diesem Kontext wird auch Rogers’ Nähe zu Philipp Melanchthon plausibel: Melanchthon steht für eine Reformtheologie, die akademische Systematisierung, Bildungsreform und kirchenpolitische Vermittlung verbindet. Genau diese Prägung wird später sichtbar, wenn Rogers Melanchthon-Texte ins Englische überträgt und damit kontinentale Debatten in die englische Situation einspeist.

4.2 Meldorf/Dithmarschen: Superintendent im norddeutschen Kirchenaufbau

Noch deutlicher als in Wittenberg zeigt sich Rogers’ Deutschlandbezug in seiner Tätigkeit als Prediger und kirchlicher Leiter in Meldorf (Region Dithmarschen). Eine ausführliche deutschlandbezogene Notiz (Trinitarian Bible Society, auf älteren Forschungsbezügen fußend) berichtet, Rogers sei 1543 Pastor in Meldorf geworden und bis zum Frühjahr 1548 Superintendent des Distrikts gewesen. Auch wenn man die wertende Sprache solcher biographischen Skizzen kritisch lesen muss, ist der Kernbefund historisch aufschlussreich: Rogers ist nicht bloß Exilant, sondern übernimmt Leitungsverantwortung in einem lutherisch geprägten Kirchenraum. Superintendentenämter sind typisch für die sich institutionalisierende Reformation: Visitation, Lehraufsicht, Predigt- und Sakramentsordnung – kurz: die Übersetzung theologischer Reform in stabile kirchliche Praxis. Dass ein englischer Geistlicher in Norddeutschland ein solches Amt ausübt, zeigt, wie international die Personal- und Ideenbewegungen der Reformationszeit tatsächlich waren. Ein weiterer interessanter Aspekt: In der Studie „John Rogers, Melanchthon’s English Friend“ wird erwähnt, dass es Versuche bzw. Bitten gab, Rogers nach seiner Verhaftung wieder nach Dithmarschen zurückzuholen, und dass norddeutsche Akteure (u. a. mit Blick nach Hamburg) offenbar für ihn intervenieren wollten. Das unterstreicht, dass Rogers in Deutschland nicht nur „durchgereist“ ist, sondern Beziehungen und Reputation aufgebaut hat.

5. Rückkehr nach England (1548) und Transfer von Kontroversen: Melanchthon, Interim, Kirchenpolitik

1548 kehrt Rogers nach England zurück – in eine Phase, in der unter Edward VI protestantische Reformen institutionell vorangetrieben werden. Rogers erhält kirchliche Ämter in London und wird mit Lehr- und Predigtaufgaben betraut (u. a. in Verbindung mit St Paul’s Cathedral). Besonders aussagekräftig für Rogers’ Profil als Kontinent-England-Vermittler ist seine Übersetzungsarbeit zu Melanchthon und dem Augsburg Interim. 1548 veröffentlicht Rogers eine englische Übersetzung von Melanchthons „A Weighing and Considering of the Interim“ (auch in digitalen Bibliotheken nachweisbar). Warum ist das wichtig? Das „Interim“ steht für die Zwangslage evangelischer Territorien nach dem Schmalkaldischen Krieg: Wie weit darf man in zeremonielle oder lehrmäßige Kompromisse gehen, ohne das Evangelium zu verraten? Genau diese Frage – Kompromiss versus Bekenntnistreue – wird später auch in England virulent, wenn politische Machtwechsel die religiöse Richtung drehen. Rogers’ Beschäftigung mit dem Interim ist damit nicht nur Textarbeit, sondern Teil einer europaweiten Debatte über das Verhältnis von Wahrheit, Kirche und politischer Ordnung.

6. Sturz der protestantischen Reform und Verfolgung: von Hausarrest zu Newgate

Mit Maria Tudors Thronantritt (1553) kippt das konfessionelle Kräftefeld. Rogers, als öffentlicher Prediger und als mit der Bibelbewegung verbundene Figur, gerät schnell unter Druck. Biographische Darstellungen berichten, er sei zunächst zum Verbleib im Haus verpflichtet worden; bald darauf wird er in Newgate Prison gebracht. In den Verhören und der Anklage bündeln sich zwei klassische Streitpunkte der Reformationszeit: (1) die Frage nach der „wahren Kirche“ (Rogers wird vorgeworfen, Rom als antichristlich bezeichnet zu haben) und (2) die Abendmahlslehre (Vorwurf der Leugnung der Realpräsenz bzw. der „substanziellen“ Gegenwart im Sinne der katholischen Lehre). Solche Punkte sind nicht Nebenschauplätze, sondern Kernmarker konfessioneller Identität – und unter einer restaurativen Politik werden sie justiziabel. In der zeitgenössischen Wahrnehmung ist zudem zentral, dass Rogers die Möglichkeit zur Rettung durch Widerruf ausgeschlagen habe. Selbst wenn man die späteren Märtyrernarrative mit Quellenkritik liest, bleibt der Grundzug plausibel: Der Staat bietet Konformität an; Rogers entscheidet sich für Bekenntnistreue – und nimmt den Tod in Kauf.

7. 4. Februar 1555: Hinrichtung und frühe Märtyrererzählung

Am 4. Februar 1555 wird Rogers in Smithfield verbrannt. Dass er in vielen Darstellungen als „erster“ protestantischer Märtyrer der Marianischen Verfolgungen gilt, ist nicht nur eine chronologische Notiz, sondern ein erinnerungskultureller Hebel: Der „erste Fall“ setzt einen Ton, erzeugt Schock, sammelt Sympathie oder Abschreckung – je nach politischem Standpunkt. Die Nachricht vom öffentlichen Tod eines Predigers wirkt als Signal an die protestantische Szene: Die Phase, in der man sich mit Predigt und Druckschriften exponieren konnte, ist vorbei. Für die Überlieferung ist die protestantische Märtyrerchronik von entscheidend, besonders sein Werk John Foxe Actes and Monuments. Foxe dokumentiert Prozesse, Verhöre, Briefe und gestaltet daraus eine Sinn-Erzählung: Standhaftigkeit gegen tyrannische Verfolgung, Wahrheit der Schrift gegen Irrtum, „wahre Kirche“ gegen falsche. Moderne digitale Editionsprojekte (wie die Online-Edition des Book of Martyrs) zeigen zudem, wie stark Bild- und Textüberlieferung zusammenwirken: Die ikonische Darstellung der Verbrennung in Smithfield ist Teil der politischen Theologie der Erinnerung.

8. Historische Einordnung: Wofür steht Rogers – jenseits der Ikone?

Rogers’ Nachwirkung ist doppelt: Er ist einerseits ein Schlüsselfigur in der Geschichte der englischen Bibel, andererseits ein frühes Symbol protestantischen Leidens unter einer katholischen Restaurationspolitik.

(a) Bibel und Öffentlichkeit. Als Herausgeber der „Matthew Bible“ steht Rogers für die Infrastruktur der Reformation: Übersetzung, Redaktion, Druck, Finanzierung, Distribution. Reformation ist nicht nur Predigt, sondern Medienereignis. Dass Rogers über Antwerpener Druck- und Exilnetzwerke in diese Sphäre hineinwächst, verweist auf die materialgeschichtliche Seite theologischer Umbrüche.

(b) Deutschland als Präge- und Bewährungsraum. Rogers’ deutsche Jahre sind mehr als ein biographisches Intermezzo. Wittenberg liefert ihm die theologische und akademische Verankerung; Meldorf/Dithmarschen gibt ihm Leitungspraxis in einer lutherischen Kirchenordnung. In England tritt er später nicht als Provinzpfarrer auf, sondern als jemand, der die europäischen Debatten kennt – bis hin zur InterimKontroverse. Gerade dieses Profil macht ihn für eine restaurative Regierung gefährlich: Er ist nicht nur „andersgläubig“, sondern publizistisch und institutionell anschlussfähig.

(c) Märtyrertod als Verdichtung von Konfessionskonflikten. Dass Rogers wegen Kirchen- und Abendmahlsfragen verurteilt wird, zeigt den Charakter der Konflikte: Es geht nicht um „kleine Unterschiede“, sondern um konkurrierende Modelle von Autorität (Schrift und frühe Kirche vs. römische Lehrinstanz) und Sakramententheologie. Rogers’ Tod wird darum rasch zu einem Lehrstück: Was ist „Kirche“? Was ist „Wahrheit“? Was darf der Staat erzwingen?

Schluss: Rogers als europäischer Reformationsakteur

John Rogers lässt sich als europäischer Reformationsakteur lesen, dessen Lebensweg die Verkehrswege der Konfessionen abbildet: Cambridge – Antwerpen – Wittenberg – Meldorf – London – Smithfield. Seine Bibelarbeit steht für die mediale Durchsetzung reformatorischer Theologie; seine deutsche Amtszeit zeigt die internationale Mobilität reformatorischer Eliten; sein Tod macht ihn zur Ikone einer Verfolgungsgeschichte, die den englischen Protestantismus nachhaltig prägt.

Persönlicher Impuls

Rückblick auf die Weihnachtszeit

Ausblick

Screenshot

Aktuelle Deutsch-Polnische Note

Wir trauern um Rita Süssmuth, die sich mit außergewöhnlicher Konsequenz für die deutsch-polnischen Beziehungen eingesetzt hat. Sie zeigte, dass der Einsatz für gute deutsch-polnische Beziehungen aus einer tieferen politischen Überzeugung und einem bürgerlich-europäischen Idealismus erwächst. Rita Süssmuth trat immer wieder für ein besseres Morgen ein – gegen verkrustete Mehrheitsverhältnisse und auch dann, wenn ihre Positionen politisch unbequem waren.

Seit den 1980er-Jahren engagierte sich Rita Süssmuth nachhaltig für die Verständigung zwischen Deutschland und Polen. Tief beeindruckt von der Solidarność-Bewegung und der demokratischen Entwicklung Polens besuchte sie das Land vielfach und setzte sich unermüdlich für Dialog, politische Annäherung und historische Verantwortung ein. Sie unterstützte deutsch-polnische Jugend- und Bildungsprojekte ebenso wie die europäische Integration Mittel- und Osteuropas und trat entschieden für die EU-Osterweiterung ein. Bereits in den 1990er-Jahren stärkte sie die deutsch-polnischen Parlamentariergruppen – zu einer Zeit, als viele die ehemals kommunistischen Staaten noch vor allem als mit Vorsicht und Distanz zu betrachtende „Transformationszone“ wahrnahmen.

Besonders am Herzen lag ihr ein würdiges Gedenken an die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs. In diesem Zusammenhang unterstützte sie die Idee eines zentralen Gedenkorts für die polnischen Opfer des deutschen Besatzungs- und Vernichtungskriegs in Berlin und setzte sich für eine Erinnerungskultur ein, die polnische Erfahrungen sichtbar anerkennt.

Dieser bürgerliche Idealismus prägte auch andere Facetten ihres politischen Lebens. Noch in ihren letzten Jahren veröffentlichte sie trotz schwerer Krankheit das beinahe prophetische Buch Iran im Wandel, in dem sie ihre Begegnungen mit der im Exil lebenden iranischen Politikerin Maryam Rajavi schilderte. In den 1980er- und 1990er-Jahren setzte sie sich entschieden dafür ein, die Aids-Krankheit zu bekämpfen – nicht die Erkrankten – und trat damit öffentlich gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung ein. Obwohl sie lange als „Lovely Rita“ bezeichnet wurde, war sie das Gegenteil einer stromlinienförmigen Karrierepolitikerin: Mit Helmut Kohl, in dessen Regierung sie Bundesfamilienministerin war, geriet sie wiederholt in offenen Konflikt, etwa über ein modernes, offenes Familienbild.

Sie war Bundestagspräsidentin während Mauerfall, Wiedervereinigung und der Neuordnung Europas. Parlamente bezeichnete sie als „Werkstätten der Demokratie“ – ein Verständnis, das ihr politisches Handeln leitete und bis heute nachwirkt.

Reisetipps mit Reise Know-How Verlag

Unterwegs mit Kerstin Pagel

Willkommen im Februar 2026! ❄️🌷

Der Winter zeigt sich nach wie vor von seiner intensiven Seite, während die Tage bereits spürbar länger werden. Der kürzeste Monat des Jahres ist nun da und bringt uns ein kleines bisschen näher an den Frühling heran. 🥰 Machen wir das Beste aus diesen 28 Tagen. ❄️⭐

Genießt die kühle und klare Luft und nehmt Euch Zeit für die Dinge, die Eure Herzen erwärmen und passt bitte auch bei der Glätte auf Euch auf! Herzlichst, Kerstin 🥰❄️⚓🤓🌷💫🌹🤗

Foto: K. B. Page-l

Facebook 1. Februar 2026

Impulse aus und für den Religionsunterricht / Kultur

Die Bücherwelt bleibt für die Deutsch-Polnischen Nachrichten eine Herausforderung

Buchpräsentation in Pyritz. Foto: privat

Kulturelle Noten von Andreas Sturm

Was bleibt von Albert Schweitzer nach dem Doppeljubiläumsjahr 2025 (150. Geburtstag und 60. Todestag)

🦁 Über nach Nachwirken von Albert Schweitzer und seine heutige Relevanz habe ich beim Lions Club #Schwetzingen gesprochen.

💪🏻 Sein Ethos in Wort und Tat ist immer noch inspirierend! Das passt zu den Lions, die für gesellschaftliche Projekte anpacken.

#albertschweitzer#LionsClub

Musikbeitrag für Klassikfreunde

Mit Andrea Chudak unterwegs

Auf meiner allerersten CD findet sich ein Zyklus von 3 Duetten für Sopran, Tenor und Klavier, den Hans Stähli für mich geschrieben hat.

Die Duette haben tolle (fröhliche) Texte und machen einfach Spaß.

1. Sie Haushaltung (G.E. Lessing)

2. Das Maskenschein (R. Presber)

3. Motetto, als der erste Zahn da war (M. Claudius)

Eingesungen haben wir (Andrea Chudak – Sopran, Holger Schumacher – Tenor und Barbara Baun – Klavier) das im SWR-Studio in Karlsruhe.

…auf der CD finden sich auch noch Duette von Joseph Haydn, Claudio Monteverdi (dafür waren dann auch noch die beiden Violinistinnen Viktoria Kaunzner und Anna Sophie Dauenhauer dabei), Heinz Schröter und Re Gina Wittermeier.

Es lohnt sich wirklich das Repertoire kennenzulernen! Hört doch mal rein….

„Zwiegespräche“ (erschienen 2003 bei Bella Musica Edition).

Facebook 2. Februar 2026

Wachet und Betet!

Wachet und betet …  Über den Link gibt es alles zu den Glocken der Kath. Stadtpfarrkirche St. Johannes Bapt. in Salzburg Aigen

Hier der Link dazu

#createsoundscape ist Teil der Kampagne „Hörst du nicht die Glocken?“.

Diese informiert über den Sinn und Zweck des Läutens überhaupt, über seine Geschichte und darüber, wie das Läuten heute wieder als Zeichen von Frieden, Freiheit und persönlicher Spiritualität verstanden werden kann.

Wachet und Betet – Historischer Impuls

Heimfahrt mit dem Zug von Poschiavo nach Basel – Winterwunderland

Facebook, 28. Januar 2026

Das YouTube der Woche von Mitarbeiterin Joanna Filus-Olenkiewicz

Impuls aus Karlsruhe von Pfarrer Siegfried Weber

Impuls aus Karlsruhe von Prof. Dr. Frank Thissen

»Als Jugendlicher fand ich diese Zeilen Nietzsches magisch: „Ja! Ich weiß, woher ich stamme! Ungesättigt gleich der Flamme Glühe und verzehr’ ich mich.“ Hier sah ich mich wieder. Ein viel verschlingender getriebener Sapiens-Geist bin ich immer noch. Ich will immer mehr Licht und zwar schnell. Seit mehr als zwei Jahrzehnten haben mich die digitalen Technologien gepackt. The Singularity is near!!! Wann endlich! Wann endlich verschmilzt der Sapiens mit der technologischen Intelligenz. Ich sehe darin so viel Potential, das alte Tumbe an uns, alte Verhaltensmuster und Denkfiguren zu überwinden, alle Formen des Gespensterglaubens abzustreifen, die Gier nach Geld und Macht zu überwinden. Hin zu Erkenntnis, zu Freude, zu Menschlichkeit, Liebe und Kreativität – am besten auch noch berauschend. Oft wundere ich mich, dass ich immer noch da bin! Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, auf Wein, Weib und Gesang zu verzichten. Ich will weiter, denn Flamme bin ich sicherlich.« Jörg Schumacher

Foto: Frank Thissen

Quelle: https://menschen-in-karlsruhe.eu/

Zeitenreise mit Hans-Josef Overmann

Buchempfehlung

Die Deutsch-Polnischen Nachrichten haben einen neuen Partner, die Edition Schröck-Schmidt…hier gibt es weitere Empfehlungen

Die Überarbeitung des Buches dauert länger, Termine ändern sich schnell, aber der Schweitzer-Zauber ist noch nicht zu Ende. Damit verbunden ist auch der Blick auf die sich ändernde Museumslandschaft in Schwetzingen. Derzeit heißt es noch Innehalten, mit Bildern von Annemarie Bürger und der Musik von Michael Reichert, an der bekannten Max-Reger-Orgel in der Spandauer Weihnachtskirche.

Hier ein Blick nach Zerben.

Hier der Autor vor der Carl-Theodor-Straße 16 in Schwetzingen, hier war Albert Schweitzer einmal zu Gast. Heute befindet sich hier die Teeinsel, wie passend. Frank Bürger überbrachte ein Päckchen Albert-Schweitzer-Tee.

Impuls von Abt Daniil Irbits

Es gibt derzeit neue Gespräche mit Kloster Götschendorf. Das Buch ist seit einigen Tagen nur noch über mich zu beziehen. Eine Arbeitsaufgabe für das Jahr 2026

Empfehlung für Kinder und Jugendliche

Die Empfehlung kommt von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger

»Es ist eine Walnuss aus Syrien. Aus dem Garten meiner Großmutter. Alles ist darin, alles … Der Duft, das Zwitschern der Vögel, all seine Schönheit. Ich hatte diese Nuss bei mir, den ganzen Weg von Syrien nach Deutschland. Und nun habe ich sie verloren.« Als die 11-jährige Leila mit ihren Brüdern und der Mutter aus Syrien flieht, bleiben ihr Vater und ihre Großmutter zurück. Nur eine Walnuss aus dem Garten ihrer Oma hat Leila als Erinnerung bei sich. Es ist ein Stück Heimat, das sie mitnehmen kann. Umso schlimmer ist es für sie, als die Nuss eines Tages verschwunden ist. Max, auch 11 Jahre alt, ist in einer Kleinstadt in Niedersachsen aufgewachsen. Was es bedeutet, aus seiner Heimat fliehen zu müssen, begreift er zunächst nicht. Aber er mag Leila und möchte sie kennenlernen. Als er ihr geduldig bei der Suche nach ihrer Walnuss hilft, entwickelt sich eine Freundschaft, die alles überstehen kann.

Weitere Infos und Kauf

Film- oder Hörspieltipp für gemütliche Stunden

Eine Empfehlung von Sabrina Gander (Klassikradio)

Jazziges – von Marco Reiß empfohlen

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