Friedensglocken-Pferdetreck feiert Bergfest 

Friedenstreck am Brandenburger Tor.. Foto: Frank Bürger

Berlin. Der Friedensglocken-Pferdetreck feiert um den Weltpferdetag am 20.8.25 Bergfest auf der Reise von Berlin nach Jerusalem.

Von Frank Bürger

 Mit rund 2.600 zurückgelegten Kilometern hat der Friedenstreck dann voraussichtlich die Hälfte seiner Reise von Berlin nach Jerusalem hinter sich gebracht. Die Reise ist nicht nur eine Mission für den Frieden, sondern auch ein eindrucksvolles Zeugnis der tiefen Beziehung zwischen Mensch und Pferd.

Eine Botschaft des Friedens, getragen von Pferden
Am 8. Mai startete der Friedensglocken-Pferdetreck in Berlin mit der aus Militärschrott gegossenen Friedensglocke, seit 2 Wochen reist er durch Bulgarien. Bisher führte der Weg von Deutschland durch Tschechien, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Rumänien. Überall erklang die Friedensglocke, die in Jerusalem an die Hand-in-Hand-Schule übergeben werden soll. In dieser Schule lernen Kinder aus jüdischen, christlichen und muslimischen Kindern gemeinsam. Frieden ist möglich, diese Hoffnung teilt der Friedenstreck bei vielen Begegnungen auf der weiten Strecke.  Auch in Bulgarien erleben die Reisenden überwältigende Gastfreundschaft.
Diese weite Reise wäre ohne die treuen Begleiter nicht möglich. Die Pferde sind nicht nur Transportmittel, sondern Botschafter und Partner in dieser Friedensmission. „Wenn Menschen am Wegesrand die Shetlandponys mit Melonen füttern, dann sind das Momente, in denen man spürt, wofür sich die Mühe lohnt“, sagt Kutscherin Christina.
Die überwältigende Gastfreundschaft, die der Treck in den bereisten Ländern erfährt, spiegelt das besondere Verhältnis wider, das die Menschen zu den Tieren aufbauen. In Bulgarien spannten Einheimische sogar ihre eigenen Pferde vor den Glockenwagen, um den Treck zu unterstützen. Mit mehr als 1.700 Gästen auf den ca. 90 Übernachtungsplätzen und unzähligen Menschen am Straßenrand hat die Mission bereits Tausende berührt.

Höchste Sorgfalt für die Pferde
Die Logistik des Trecks ist auf das Wohl der Pferde ausgerichtet. Angesichts der hohen Temperaturen von bis zu 36 Grad starten die 9 Pferde und 15 Teammitglieder bereits in den kühlen Morgenstunden. Tägliche Etappen von durchschnittlich 25 Kilometern werden durch Pausen unterbrochen, in denen immer wieder getränkt wird.
Die Gesundheit der Tiere steht an erster Stelle: die Hufe werden regelmäßig kontrolliert. Die Freiberger Kaltblüter sind mit Eisen beschlagen, während die Ponys Hufschuhe tragen. Die Ernährung ist sorgfältig geplant, mit Heu und individuell abgestimmtem Kraftfutter, ergänzt durch Elektrolyte bei anspruchsvollen Passagen.
Vor jeder Etappe liefert ein Scout detaillierte Routenbeschreibungen, damit die Kräfte der Pferde optimal eingeteilt werden können. Zudem unterliegt der Treck der Kontrollen der Amtsveterinärämter, um die Einhaltung internationaler Vorschriften und die Gesundheit der Pferde sicherzustellen.

Ausblick auf die nächste Etappe
Nachdem der Treck das „Bergfest“ in Bulgarien gefeiert hat, bereitet er sich nun intensiv auf den Übergang in die Türkei vor, der für den 28. August geplant ist. Dieser Grenzübergang ist besonders, da der Treck damit die Europäische Union verlässt.
Unterstützt von Schirmherren wie Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Generalsuperintendent Kristóf Bálint, zeigt der Friedensglocken-Pferdetreck, wie Kreativität, Ausdauer und der unermüdliche Einsatz von Mensch und Tier eine kraftvolle Botschaft in die Welt tragen können. Jeder zurückgelegte Kilometer und jedes Läuten der Friedensglocke bringen die Vision einer friedlicheren Welt ein Stück näher.

Weitere Informationen: Aktuelle Route, GPS-Standort unter:
🔗 https://friedenstreck.de/friedenstreck-2025

Quelle: Helmut Kautz (Pfarrer der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Heilig-Geist-Nordprignitz, Prior vom ev. Stift Marienfließ, Vorsitzender des Friedensglocken e.V., Vorsitzender CVJM Prignitz e.V. und Landgedeihen i.G.)

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