Europäische Note in der Weihnachtskirche

Berlin. In der Weihnachtskirchengemeinde gab es einen regen Austausch zum Thema Europa mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Andreas Sturm (Baden-Württemberg), dem ehemaligen stellv. Integrationsbeauftragten des Landkreises Uckermark Lothar Priewe. Es moderierte Pfarrer im Ehrenamt Frank Bürger. Fazit: Es gibt noch viel zu tun.

Von Frank Bürger

Sonntag Rogate, das bedeutet Gottesdienst in der evangelischen Weihnachtskirchengemeinde. Bereits hier gab es Premieren. So wurde zum ersten Mal das Lied „Albert Schweitzer, großer Mann“ vorgetragen und gesungen. Musikalisch umrahmte Organistin Barbara Herrberg den Gottesdienst. Die Predigt fokussierte den vorgegebenen Text zum Thema Beten. Zudem gab es Bezüge zum Lied und auch die Beschäftigung der Gemeinde mit dem Thema „Albert Schweitzer“

Lektor Karsten Grüneberg hatte eine Melissenpflanze mitgebracht, symbolisch steht sie für den Anbau des Albert-Schweitzer-Tees. Diese übergab Pfarrer im Ehrenamt Frank Bürger dem Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates Detlev Hesse. Die Melisse dazu wird in Sachsen-Anhalt in Zerben vom Landwirt und Kreistagsabgeordneten Daniel Ladwig und seinem Team angebaut. Im Schloss Zerben wuchs Elisabeth von Plotho auf. Ihre Lebensgeschichte ist das Vorbild für Theodor Fontanes Effi Briest. Regelmäßig finden dort Schlosskonzerte statt.

Zudem gab es einen digitalen Bildrückblick mit einer Improvisation zum neuen Schweitzerlied. An der Orgel der Spandauer Marienkirche nahm dazu Michael Reichert Platz. Er ist Organist an der Kirche sowie auch im Evangelischen Johannesstift Berlin.

Nach dem Gottesdienst gab es in im Gemeinderaum eine Podiumsdiskussion zum Thema Europa. Beteiligt waren der Landtagsabgeordnete und Autor Andreas Sturm sowie der ehemalige stellv. Integrationsbeauftragte des Landkreises Uckermark, Lothar Priewe.

Hier wurde der Unterschied der Regionen Brandenburg, Berlin und Baden-Württemberg herausgearbeitet, mit dem Fokus auf die Bereiche Kultur, Bildung, Politik und Soziales. Die Gelder werden immer knapper. Aber das Weimarer Dreieck lebt.

Fazit von Andreas Sturm

„Durch die europäischen politischen Institutionen wird der Blickwinkel oftmals verstellt und es gerät aus dem Blick: Europa ist zuerst eine europäische Gemeinschaft. Der europäische Geist ist dabei getragen von gemeinsamen kulturellen Werten, die europäische Dialektik von Rede und Gegenrede. Wer Europa bewahren will, der muss den kulturellen Austausch bewahren.“

Als besondere Überraschung gab es dazu eine „Schweitzer-Torte“, geschmückt mit dem Cover zum Albert-Schweitzer-Buch, das im Oktober erscheinen wird und in Berlin und Schwetzingen präsentiert wird.

Bildimpressionen

Impression zum Schweitzer-Lied

Das Schweitzer-Lied, gespielt und gesungen

Hinterlasse einen Kommentar