Potsdamer Einhornprojekt

Die Bücherkinder bei der Abnahme des Einhornteppichs

Berlin. Einzigartig in Europa: der Einhornteppich in der Brandenburger St. Gotthardt-Kirche. Zum Thema Einhorn gib es vom 25.10.2025 bis 1.2.2026 im Potsdamer Barberini-Museum eine Ausstellung. Auch die Bücherkinder sind beteiligt.

Von Frank Bürger

2025 startete nun das elfte Buchprojekt. Ein großes Thema ist die Bedeutung des Einhorns. Das Fabeltier ist in Kunst und Kultur weit verbreitet. Dieses Projekt wird zur Freude aller vom Fernsehsender Arte/ZDF als Jahresfilmprojekt begleitet. Dieser Film mit den Bücherkindern wird dann zusammen mit der internationalen Ausstellung im Museum Barberini in Potsdam zu sehen.

Am 20. März gab es nun einen intensiven Schreibtag zu dem Thema

Fotos Armin Schubert

Der Einhornteppich in St. Gotthardt

In der St. Gotthardtkirche wird der historische Einhornteppich aufbewahrt und ausgestellt. Dieses seines Gleichen suchende, wertvolle Ausstattungsstück ist gelistet im Dehio-Handbuch (Verzeichnis der kunsthistorisch bedeutendsten Kunstdenkmäler und ihrer Ausstattung im deutschsprachigen Raum) und gelang als Stiftung im Jahr 1470/75 in die St. Gotthardtkirche mutmaßlich als Antependium.

Eine inzwischen erfolgte restauratorische Untersuchung hat ergeben, dass Schimmel- und Schädlingsbefall sowie dringender Restaurierungsbedarf besteht und dass eine neue Vitrine notwendig ist, um dieses Kunstwerk unter optimalen konservatorischen Bedingungen aufzubewahren und für Besucher*innen zugänglich zu machen. Die bisherige Vitrine ist aus baulichen Gründen nicht mehr geeignet, um dieses wertvolle Ausstattungsstück aufzubewahren.

Der Bereich, in dem die Vitrine mit dem Einhornteppich in der St. Gotthardtkirche steht (historische Taufkapelle), bedarf einer Sanierung aufgrund von Feuchteschäden.   Mit der Ausstellung der Einhorn-Tapisserie in der internationalen Ausstellung im Museum Barberini in Potsdam wird dem Objekt eine weitreichende Aufmerksamkeit zuteil.

Die Kosten übersteigen unser Budget bei weitem und wir bitten um Spenden für die Restaurierung dieser wertvollen Einhorn-Tapisserie und für die Herstellung einer neuen Vitrine, damit dieses Kunstwerk weiterhin der Öffentlichkeit in der St. Gotthardtkirche präsentiert werden kann.

Spendenkonto:

Kontoinhaber: KVA Potsdam Brandenburg,

Bank: Evangelische Bank,

IBAN: DE56 5206 0410 0103 9098 59

BIC: GENODEF1EK1

Verwendungszweck: RT 3040 – Restaurierung Einhornteppch Gotthardtkirche

Spendenquittungen werden gern aufgestellt. Bitte Namen und Adresse angeben.

Die Ausstellung im Museum Barberini

Wie kein anderes Tier hat das Einhorn die Phantasie angeregt. Seit Jahrhunderten ist es in vielen Kulturen belegt. Seine Faszination hält bis heute an. Das mythische Tier ist ein vielschichtiges Zeichen, von dem eine assoziative Energie ausgeht. Die Spur des Einhorns zeigt sich in der christlichen und außereuropäischen Kunst, in Naturwissenschaft und Medizin und einer vielfältigen Symbolik. Die Beschäftigung mit der Ikonographie des Einhorns lädt ein zu Reflexionen über Phantasie, Weltwissen, Ambivalenzen und Projektionen. 

Die Ausstellung Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst präsentiert über 100 Werke von internationalen Leihgebern, darunter das Rijksmuseum, Amsterdam, das Museo Nacional del Prado, Madrid, das Kunsthistorische Museum, Wien, das Museum der Schönen Künste, Budapest, sowie zahlreiche weitere Sammlungen aus vor allem Deutschland und Frankreich. 

Die Bandbreite der Exponate bildet eine Zeitspanne vom zweiten Jahrtausend vor Christus bis in die Gegenwart ab und umfasst neben Gemälden und Grafiken auch Skulpturen, Manuskripte, Tapisserien und Kunstkammerobjekte. Gezeigt werden dabei Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Arnold Böcklin, Albrecht Dürer, Angela Hampel, Gustave Moreau, Joachim Sandrart oder Marie Cecile Thijs.

Die Ausstellung Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst ist vom 13. März bis 12. Juli 2026 im Musée de Cluny in Paris zu sehen.

Quelle: Museum Barberini.

Bücherkinder in der Gotthardt-Kirche…Fotos: Armin Schubert

Kandinsky noch im Barberini

Wassily Kandinsky
Oben und links, 1925
Öl auf Karton
70 × 50 cm
Privatsammlung

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