Kloster Götschendorf – das Kleinod in der Uckermark

Wieder Besuch aus der Weihnachtskirche: Karsten Grüneberg, Gisela Scholz, Frank Bürger, Abt Daniil, Ulrich Dohnke. Foto: Michail

Berlin. Der Besuch im Kloster Götschendorf auf Initiative der Spandauer Weihnachtskirche war wieder mit vielen Erlebnissen verbunden.

Von Frank Bürger

Berlin. Schüler lesen aus meinem Buch über das Kloster Götschendorf. Schon auf den ersten Seiten wird deutlich: Hier weht Weltluft. Und das auch fast 80 Jahre nach Kriegsende. Die Begegnung mit Sergej Isakov ist für Schüler eine sehr interessante Geschichte.

Weltenluft brachte der Schöpfer des Kreuzes vor dem Kloster, Sergei Isakov, mit. An seinem Heimatort Rostow am Don hatte er das Kreuz gegossen, das dann nach Götschendorf transportiert und aufgestellt wurde. Das Mitglied der Russischen Akademie der Künste hat rund 60 Denkmäler entwickelt, die unter anderem in Moskau, Kaliningrad, Altea (Spanien), Minsk (Weißrussland) und Badenweiler zu sehen sind. Besonders beeindruckend die Bronzestatue des „Heiligen Nikolaus“ im Franz-Josef-Land 2007, die auch Staatspräsident Wladimir Putin besucht hat.

Kurze Zeit nach diesem Besuch gab es beim ZDF eine Pressekonferenz Putins im Franz-Josef-Land

Sergei Isakov (links) mit Bruder Mikail im Herrenhaus des Klosters

Und immer wieder kommen unter anderem Besucher aus der Spandauer Weihnachtskirche in das Kloster. Und dieses Mal mit dabei die Initiatorin der Fahrten. Gisela Scholz, die nun in einem Seniorenheim in Ückermünde lebt, in der Nähe ihres Bruders Ulrich Dohnke. Sie war in ihrer Zeit in Spandau regelmäßige Besucherin der Weihnachtskirche. Ich durfte ihnen einige historische und wichtige Orte zeigen.

Derzeit ist Glamping auf dem Gelände groß angesagt.

Ein wichtiger Haltepunkt ist auch die inzwischen entwickelte europäische Gartenanlage.

Der europäische Garten auf dem Gelände des Klosters Götschendorf entsteht: Barbara Herrberg, Frank Bürger, Abt Daniil, Renate Dominick und Uschi Höhne mit ökumenischer Begegnung.

In einer Diskussionsrunde am 22. Mai in der Weihnachtskirche, an der unter anderem auch der Spandauer Bürgermeister Frank Bewig und der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Sturm teilnehmen, werden wir uns mit dem Thema „Europa“ beschäftigen.

Historisch interessant auch die Seebühne

Rückblick

„Für Gordiychuk war ein Ausflug in das Kloster St. Georg in Götschendorf ein besonderes Erlebnis. Abt Daniil Irbits hatte die jungen Künstler auf seine Seebühne zum Tanzen eingeladen. Ein Zentrum der Russisch-Orthodoxen Kirche in der Bundesrepublik erlebte vor allem mit Daria Bahlai, Solistin der Oper Lemberg und Ivanna Sulyma, Absolventin der Tanzschule Jaroslavna Kiev einen kulturellen Höhepunkt. Zudem handelte es sich mit dem ersten Tanzauftritt auf der Bühne um eine Premiere.
Ich hatte das Glück bei dieser besonderen Begegnung mit dabei zu sein. Aus Spandau kamen ein paar Zuschauer. Es gab auf dieser besonderen Seebühne auch nicht so viel Platz.“ So zitiert aus dem Buch zum Kloster Götschendorf

So mein Blick auf das Jahr 2014. Wer hätte ahnen können, dass ich an einer Spandauer Schule und der Weihnachtskirche landen würde.

Eine Station war natürlich auch der Tempel…

Hier setzte ich wie immer ein Zeichen des Friedens

Auch die DPA beschäftigte sich mit dem Kloster und besonderen unrealistischen Ideen

Auch DPA beschäftigte sich mit dem Kloster, unter anderem ein Artikel im Tagesspiegel

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Hier ganz aktuell auf Anfrage der Deutsch-Polnischen Nachrichten eine Rückmeldung von Daniil Irbits

„Heute hatte ich ein angenehmes Treffen mit der Bürgermeisterin von Milmersdorf, Frau Elke Grabowski. Ich danke Frau Grabowski von Herzen für die Zeit, die sie sich für das Treffen im Kloster genommen hat. Von unserer Seite haben wir unser Kloster vorgestellt und hatten die Gelegenheit, alle wichtigen Themen und Aspekte zu besprechen. Ich freue mich über unser persönliches Treffen und den persönlichen Austausch sowie das Kennenlernen. Es ist immer wichtig, gegenseitige Kommunikation zu haben und miteinander zu sprechen!“

Hier die Reaktion von Daniil Irbits auf seinem Facebook-Kanal

🚨 Ich veröffentliche im öffentlichen Raum, um zu zeigen, dass alle Konflikte und Missverständnisse durch das heutige wunderschöne Treffen geklärt sind. ☘️🤗

An Bürgermeisterin von Milmersdorf,

Frau Grabowski Elke.

Sehr geehrte Frau Grabowski,

Mit aufrichtigem Vergnügen möchte ich Ihnen erneut meinen tiefen Dank aussprechen, dass Sie sich die Zeit in Ihrem vollen Terminkalender genommen haben, um unser Kloster zu besuchen. Das persönliche Treffen mit Ihnen war für mich von außergewöhnlicher Bedeutung, da es uns gelang, viele Missverständnisse auszuräumen, die in letzter Zeit entstanden sind. Es hat mich gefreut, Ihnen eine Führung durch unsere im Bau befindliche Kirche zu geben, die, sobald die byzantinischen Fresken abgeschlossen sind, nicht nur eine Bereicherung unserer Region, sondern auch ein bedeutender Ort für Wallfahrten werden soll.

Ihre Reaktion und Ihr Interesse an unserem Kloster haben mir große Freude bereitet, und ich hoffe, dass Sie meinen Optimismus für die Zukunft unseres Klosters teilen. Außerdem möchte ich Ihnen für die wertvollen Ratschläge danken, die Sie mir gegeben haben. In der Leitung des Klosters fehlt es mir oft an Erfahrung und Unterstützung, weshalb alle Empfehlungen von der von Ihnen geleiteten Gemeinde in Milmersdorf für mich von großer Bedeutung sind.

Ich möchte betonen, dass unsere orthodoxe Gemeinschaft und die Brüder unseres Klosters bestrebt sind, eine aktive und nützliche Teil unserer Region und des Milmersdorf zu sein.

Wenn Sie Ideen haben, wie wir gemeinsam zum Wohle aller arbeiten können, sind wir stets offen für Diskussionen und Zusammenarbeit.
Ich wünsche Ihnen Gottes Segen in Ihren Bemühungen und verbleibe Ihnen mit großem Respekt.

Mit freundlichen Grüßen,

Abt Daniil Irbits,

Vorsteher des St. Georg Kloster zu Götschendorf

Ausgangspunkt und Zielpunkt der Reise war das Seniorenheim in Ückermünde, in dem Gisela Scholz lebt.

Auf dem Nachttisch steht ein Kreuz, das Gisela Scholz von den Reisen mitgebracht hat, daneben ein Exemplar des Buches.

Neben der Küsterei in der Spandauer Weihnachtskirche liegt bis zum Dienstag nach Ostern ein Album mit Bildern von der Reise. Hier können Interessierte Grüße für Gisela Scholz hinterlassen.

Historisches von Daniil Irbits

Die Geschichte in Bildern:

Es war einmal, es war einmal. 1994 Weihnachtskathedrale Riga wurde nur an die Kirche zurückgegeben. Ich stehe mit dem Gemeindemitglied am Eingang zum Dom.

In sowjetischer Zeit wurde er unter das Planetarium gebracht, und sie bauten ein Café auf dem Altar. Kulturministerin der UdSSR Furtseva soll selbst die schönste orthodoxe Kathedrale der Stadt initiiert haben. Verwandelt Riga in ein Planetarium. Anfang der 90er Jahre wurde die Kathedrale an die orthodoxe Kirche zurückgegeben.

Zuerst der Archimandrit Kirill (Borodin), der mich zum Messdiener in der neu geschaffenen Kathedrale ernannte, jetzt der Kathedrale der Stadt. Riga.

Dann wurde der Abt Ambrose (Savchenko) zum Aufseher, unter dessen Führung ich bis 1995 den Altargehorsam fortsetzte.

1995 zogen meine Familie und ich nach Deutschland. Wo ich meinen Gehorsam dem Altar weitergeführt habe, ist schon in der Kathedrale. Berlin. Na das ist mal eine andere Geschichte.

Auf dem Foto ist auch eine Kathedrale zu Zeiten der UdSSR und heute dabei.

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