Reformationsgedanken

ARRIVAL OF THE FOG – 35.5×35.5cm – 14x14in – Acrylic on deep canvas by Holger Baehr – 2017

Impuls aus Taizé:

Jesus sagte: Euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.

Mt 6,7-15

Berlin.  Mit dem Politiker und Autoren Andreas Sturm aus Baden haben wir einen neuen Partner gewonnen. Am Anfang steht ein Impuls vom Potsdamer Generalsuperintendenten Kristóf Bálint. Ein Herbstimpuls kommt von Prälat i. R. Prof. Dr. Traugott Schächtele. Gedanken kommen dieses Malwieder von mir persönlich, mit Fokus das Thema „Stürmische Zeiten“, diese Woche von Siegfried Weber, stellv. Dekan in Karlsruhe. Es gibt jede Woche neu die Rubrik „Wachet und Betet“, und zwar über die Aktion „#createsoundscape“. Zu hören sind die Glocken der Filialkirche Hl. Familie in Tamsweg-Sauerfeld. Dazu kommen historische Impulse aus der Schweiz mit Albrecht Grözinger, emeritierter Professor für Praktische Theologie an der Universität Basel. Es gibt Tipps aus dem und für den Religionsunterricht, manchmal von Mitarbeiterin Angela Schweitzer, auch für die Familie, eine Einspielung dieses Mal wieder von Michael Reichert, von Agita Rando, Organistin an der Melanchthonkirche in Spandau, und Ann-Helena Schlüter. Es gibt Impulse für Kinder und Jugendliche von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger. Es gibt eine Buchempfehlung vom Klotz-Verlag, eine Filmempfehlung kommt von Klassikradio. Jazziges kommt über den Experten Marco Reiß. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang. Nun auch die YouTube-Einspielung der Woche, empfohlen von unserer Mitarbeiterin Joanna Filus-Olenkiewicz. Dazu klassische Noten von Hans-Josef Overmann, Opern- und Konzertsänger, Fagottist, Komponist und Dirigent. Jede Woche präsentiert Prof. Dr. Frank Thissen Momentaufnahmen aus Karlsruhe. Dazu kommen regelmäßig Momentaufnahmen von Pfarrer Erko SturmRegelmäßig gibt es jetzt Noten von der Sopranistin Andrea Chudak.

Von Frank Bürger

What’s that ?

Dieses Originalobjekt befand sich vor der Sprengung auf der obersten Terrasse des Turmes der Garnisonkirche. Im Rückgriff auf die Antike bediente man sich bei der Darstellung militärischer Macht gerne ihrer Bildsprache.

So stellte diese Trophäe einst die dekorative Zusammenstellung erbeuteter Waffen dar.

Symbol des Triumphes, des Sieges, der Macht. Bestandteil der üblichen Ikonographie an repräsentativen Gebäuden im europäischen Mächtekonzert – ob in Verona Paris, Prag, Wien oder Stuttgart.

Also ein „Must“ für das aufsteigende Preussen in der Zeit des Absolutismus.

Bei der Sprengung des Turmes 1968 stürzte die Bronzeskulptur fast 60 m in die Tiefe und konnte als verbogene und teils durch den Kriegsbrand geschmolzene Masse geborgen werden.

Im Rückblick auf die schwierige Geschichte deutscher Staatswerdung steht sie heute als ein Sinnbild für Hochmut und Fall.

In Ihrer heutigen Deformation ist diese Trophäe mit dem initialen Satz des Weltkirchenrates von 1948 verbunden:

„Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein.“

Quelle: Facebookkanal Kristóf Bálint

Prälat i. R. Prof. Dr. Traugott Schächtele. Foto: privat

SWR Kultur Wort zum Tag, vom 5. Oktober 2024

Vor einigen Wochen stand ich ganz oben auf einer Schanze. Der Skiflugschanze in Oberstdorf. Sie ist höher als die meisten Kirchtürme. Man steht da oben ganz schön ungeschützt im Freien. Die Schanze ragt schräg wie ein Pfeil in den Himmel hinein, ohne irgendeinen Pfeiler als Unterstützung. Es ist mir erst nicht leicht gefallen zu entscheiden: Traue ich mich da wirklich hoch?

Ich hab mir ein Herz genommen. Und bin in den Aufzug gestiegen. Oben wurde ich reich belohnt. Der Blick in die Bergwelt ist gigantisch. Am meisten hat mich der Blick vom Schanzentisch nach unten fasziniert. Ich hab mir vorgestellt, wie die, die sich das Skifliegen zutrauen, da auf ihren beiden Skiern hinunterrasen. Ich bin sicher, die müssen sich jedes Mal einen inneren Ruck geben. Es muss dann aber auch ein tolles Gefühl sein. Ob im Wettkampf überhaupt Raum bleibt, dieses Gefühl bewusst wahrzunehmen? Ich weiß es nicht.

In Gedanken bin ich dann auch die Anlaufspur hinuntergerast und hab mich in die Luft erhoben. Ein tolles Gefühl! So möchte ich manchmal ins Leben springen. Einfach Anlauf nehmen und dann geht’s los. Und „alles, was uns groß und wichtig erscheint, wird plötzlich nichtig und klein!“ Reinhard Mey hat das vor einem halben Jahrhundert mit diesen eindrücklichen Worten besungen. Für mich ist dieser Schanzenflug über alles hinweg und hinein ins Leben ein schönes Bild. Für das, was ich mit meinem Glauben verbinde. Dem Leben zu trauen und intensiv zu leben. Und dabei irgendwie zurechtzukommen mit dem, was mich in meinem Alltag belastet. Nein, durch den vertrauensvollen Sprung ist nicht einfach alles Schwere weg. Wie der Skiflieger lande ich auch irgendwann wieder auf der Erde. Mitten auf dem Boden der Tatsachen. Aber die Erfahrung des Fliegenkönnens. Der Perspektivwechsel durch den Blick von oben lässt mich auch auf der Erde anders an manche Dinge herangehen.

Das Bild des Fliegens ist gar kein neues. „Mein Glaube lässt mich aufsteigen wie ein Adler“ (Jesaja 40,31) – das beschreibt ein Poet und Prophet der Bibel schon vor zweieinhalbtausend Jahren. Da kannte also schon lange vor mir einer das Gefühl, was ich oben auf der Schanze hatte. Ich bin froh, dass ich mutig genug gewesen bin, ganz nach oben zu fahren. Jetzt kann ich mir zumindest besser vorstellen wie das sein könnte: einfach loszufliegen. Und ein wenig kann diese Vorstellung auch meinem Glauben Flügel verleihen.

Quelle: Website „Kirche im SWR“

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Andacht zum 22. Sonntag nach Trinitatis

Evangelische Kirche in Mitteldeutschland

Superintendentin Ute Mertens

Produktion: Thorsten Fabrizi

Impulse aus und für den Religionsunterricht / Kultur

Kulturelle Noten von Andreas Sturm

Tee bei Tiffany mit Andreas T. Sturm

🎭 Es war mir eine große Ehre, meine Lesung »Tea at Tiffany’s: A literary Journey from Shakespeare to Truman Capote« im The Blue Box Cafe im berühmten Tiffany & Co. Landmark an der 5th Avenue in New York City aufzuführen!

📚 Im Frühstück bei Tiffany’s hat Truman Capote eine zeitlose Erzählung erstellt, die Themen wie Identitätskrisen und Selbstentschaltung erforscht – Fragen, die weiterhin universell relevant sind.

🙏Das war ein Programm des »Wolff und Sturm Kulturdiplomatieinstitut«,

Jacquielynn Wolff und ich sind zutiefst berührt und danken allen Gästen, die dieses Ereignis zu einem unglaublichen Ereignis gemacht haben!

🎤 Besondere Anerkennung an Schauspieler und Sänger Michael McGuirk dafür, dass sie dazu beigetragen haben, dieses Programm zu etwas Besonderem zu machen!

🎂 Ein großes Dankeschön geht an unsere Partner und Team des Blue Box Cafés mit ihren leckeren Kuchen, das war unvergesslich!

👨🎨 Danke Dominik Göhlich alias Dom Symanowski für das tolle Plakat!

Quelle: Facebook-Kanal Andreas Sturm

Musikbeitrag für Klassikfreunde

Wachet und Betet!

 Urheber: Josef Kral

Wachet und betet …  Über den Link gibt es allen zu den Glocken der Filialkirche Hl. Familie in Tamsweg-Sauerfeld

Hier der Link dazu

#createsoundscape ist Teil der Kampagne „Hörst du nicht die Glocken?“.

Diese informiert über den Sinn und Zweck des Läutens überhaupt, über seine Geschichte und darüber, wie das Läuten heute wieder als Zeichen von Frieden, Freiheit und persönlicher Spiritualität verstanden werden kann.

Wachet und Betet – Historischer Impuls

Bono / Wikipedia

Kleine hermeneutische Anmerkung zur gegenwärtigen spannenden Diskussion um Dietrich Bonhoeffer. Bonhoeffer hat eine rasante theologischen Entwicklung gemacht, die manche scharfe Kurve hinlegte (wohl noch mehr als bei dem ebenfalls kurvenschneidenden Karl Barth). Das lässt sich nicht in eine einheitliche, konsistente Bonhoeffer-Theologie zurückbinden. Deshalb ist es immer hilfreich, genau darzulegen, was Bonhoeffer wann und in welchem Kontext gesagt hat.

Albrecht Grözinger, Basel (Facebookkanal)

Das YouTube der Woche von Mitarbeiterin Joanna Filus-Olenkiewicz

Impuls aus Karlsruhe von Pfarrer Siegfried Weber

Impuls aus Karlsruhe von Prof. Dr. Frank Thissen

»Vom hessischen Land in die badische Metropole; Karlsruhe ist definitiv ein Ort, wo man wurzeln und sich wohlfühlen kann. Hier habe ich meine Frau geheiratet, hier wächst unser Sohn auf. Wir leben in der Oststadt und genießen besonders die Nähe zum Hardtwald. Meine Leidenschaft zum Fußball kann ich quasi um die Ecke noch regelmäßig in der Kreisklasse (beim DJK Ost) ausleben. Ich arbeite im CVJM, dem Christlichen Verein Junger Menschen, und investiere in die unterschiedlichsten Angebote für Kinder und Jugendliche. Besonders für Glauben, Kirche und Gesellschaft ist mir wichtig, dass man nicht bei angestaubten Traditionen und Ansichten stehenbleibt, sondern mutig, neu und innovativ nach vorne denkt.« Jan-Paul Herr

Foto: Frank Thissen

Quelle: https://menschen-in-karlsruhe.eu/

Zeitenreise mit Hans-Josef Overmann

Buchempfehlung

Der Rückblick auf Karlsruhe ist zugleich auch ein Ausblick…Zum Thema Albert Schweitzer gehört auch Schwetzingen

Bildquelle: Glücksschwein auf dem Schwetzinger Schlossplatz. Copyright
Tobias Schwerdt

Impressionen von Abt Daniil Irbits

Es ist schön zu sehen wie sich unser Tempel im Kloster verwandelt. Vielen Dank für die Unterstützung all unserer Gemeindemitglieder, allen, die sich an dieser Schönheit beteiligen! Danke Gott für alles!

Quelle: Facebookkanal Daniil Irbits

Empfehlung für Kinder und Jugendliche

Die Empfehlung kommt von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger

Die elfjährige Maybelle Lane sammelt Geräusche: das Quietschen ihrer Wohnwagentür, das Gitarrenspiel ihrer Mutter, das Klickern von Eiswürfeln … Das wertvollste Stück ihrer Sammlung ist aber das warme Lachen ihres Vaters auf einer alten Anrufbeantworternachricht. Dieses Lachen ist das Einzige, was sie von ihm hat. Doch eines Tages hört sie genau dieses Lachen im Radio: Ihr Vater hat eine eigene Musiksendung. Und als er dort einen Song-Contest ankündigt, bei dem er Teil der Jury ist, meldet Maybelle sich unverzüglich an. Doch zu dem Wettbewerb ist es ein weiter Weg – und dazu braucht sie die Hilfe einiger Menschen, von denen Maybelle nie geahnt hätte, dass sie Freunde werden können …

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Mit Andrea Chudak unterwegs

1965 schrieb Mikis Theodorakis (1925-2021) die „Mauthausen–Kantate“. Mit diesem Stück kam ich vor einiger Zeit in Berührung und bin nicht nur von der Komposition sondern auch von den Texten bzw. dem Thema und dem Umgang damit schwer beeindruckt.
In dem Konzert, in dem ich diese Musik singen durfte, entschloss ich mich, das selbst verfasste Beiwort, das Theodorakis über 30 Jahr nach der Komposition – im Jahr 1999 – selbst verfasste, laut vorzulesen. Die Worte hatten mich extrem berührt und ich fand es wichtig, diese Gedanken in die Öffentlichkeit zu tragen. Dieser Art von offener Positionierung ist man als klassischer Musiker eigentlich nie ausgesetzt – für mich war es auf der Bühne das erste Mal. (Das ist abseits der Bühne natürlich anders.) Das Publikum reagierte nach dem Vortrag zum großen Teil mit lang anhaltendem Applaus und Zustimmungsbekundungen. Aber ein älteres Ehepaar sprach mich nach dem Konzert an, dass „sowas nicht in ein Konzert gehöre“ und „damit doch endlich mal Schluss sein müsste“, „die Geschichte doch endlich mal in Ruhe gelassen werden muss.“
Für mich ein deutliches Zeichen dafür, dass damit noch lange nicht Schluss sein darf! Aus jeder Betrachtungsrichtung war das für mich ein sehr denkwürdiger Abend.

Hier das Beiwort:
„Ein guter Freund von mir, der Dichter Iacovos Kambanellis, war während des 2. Weltkriegs Gefangener im KZ Mauthausen. Anfang der sechziger Jahre schrieb er seine Erinnerungen auf. Sie tragen den Titel „Mauthausen“. 1965 verfasste Iacovos außerdem vier Gedichte zu diesem Thema, die er mir gab, damit ich sie vertone. Ich habe das sehr gern gemacht, erstens weil mir die Poesie dieser Texte gefallen hat und zweitens weil ich während der Besatzungszeit selbst inhaftiert war, in Gefängnissen der Italiener und der Deutschen; vor allem aber, weil ich sah, dass wir die Möglichkeit haben würden, mit Hilfe dieser Kompositionen den Jugendlichen die Geschichte in Erinnerung zu rufen, Ereignisse, die niemals vergessen werden dürfen.
Die Mauthausen-Lieder richten sich natürlich vor allem an diejenigen, die unter dem Faschismus gelitten und gegen ihn gekämpft haben. Wir alle müssen uns aber immer wieder die Verbrechen der Nazis vor Augen halten, weil das eine Grundbedingung dafür ist, dass sich solche Dinge nicht wiederholen können. Wir sehen täglich, dass der faschistische Geist noch längst nicht erloschen ist. Oft zeigt er nicht sein wahres Gesicht, aber faschistische Kulturen und Mentalitäten gibt es überall auf der Welt. Für uns, die diese Schreckenszeit durchleben mussten, ist die wichtigste Aufgabe, unsere Kinder vor dieser Gefahr zu schützen.“

Filmtipp / Hörspieltipp

Eine Empfehlung vom Team Klassikradio

Jazziges – von Marco Reiß empfohlen

Orgelnoten

Auf Youtube immer wieder sehens- und hörenswert ist natürlich der Kanal von Martin Jetschke (alias Lingualpfeife). Wir sagen Dankeschön Ulrich Hacke von der Stiftung Orgelklang

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