
Impuls aus Taizé:
Als Elija entmutigt war, legte er sich hin und schlief ein. Aber der Engel des Herrn rührte ihn an und sprach: Steh auf und iß! Sonst ist der Weg zu weit für dich. Da stand er auf, aß und trank, und wanderte, durch diese Speise gestärkt, bis zum Gottesberg.
1 Kön 19,1-8
Berlin. Am Anfang steht ein Impuls vom Potsdamer Generalsuperintendenten Kristóf Bálint. Ein Sommerimpuls kommt von Prälat i. R. Prof. Dr. Traugott Schächtele. Gedanken kommen dieses Mal wieder von mir persönlich, mit Fokus das Thema „Erntedank vor der Tür“, diese Woche von Siegfried Weber, stellv. Dekan in Karlsruhe. Es gibt jede Woche neu die Rubrik „Wachet und Betet“, und zwar von Mika Pagels. Es läuten die Glocken auf dem Vorwerker Friedhof in Lübeck. Dazu kommen historische Impulse aus der Schweiz mit Albrecht Grözinger, emeritierter Professor für Praktische Theologie an der Universität Basel. Es gibt Tipps aus dem und für den Religionsunterricht, manchmal von Mitarbeiterin Angela Schweitzer, auch für die Familie, eine Einspielung dieses Mal wieder von Michael Reichert, von Agita Rando, Organistin an der Melanchthonkirche in Spandau, und Ann-Helena Schlüter. Es gibt Impulse für Kinder und Jugendliche von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger. Es gibt eine Buchempfehlung vom Klotz-Verlag, eine Filmempfehlung kommt von Klassikradio. Jazziges kommt über den Experten Marco Reiß. Besonders sind die Orgelnoten der Stiftung Orgelklang. Nun auch die YouTube-Einspielung der Woche, empfohlen von unserer Mitarbeiterin Joanna Filus-Olenkiewicz. Dazu klassische Noten von Hans-Josef Overmann, Opern- und Konzertsänger, Fagottist, Komponist und Dirigent. Jede Woche präsentiert Prof. Dr. Frank Thissen Momentaufnahmen aus Karlsruhe. Dazu kommen regelmäßig Momentaufnahmen von Pfarrer Erko Sturm. Regelmäßig gibt es jetzt Noten von der Sopranistin Andrea Chudak.
Von Frank Bürger











Eine sehr aufmerksame Gottesdienstgemeinschaft in der Wunderblutkirche in Bad Wilsnack mit anschließendem Predigtnachgespräch mit Regionalbischof Kristóf Bálint und der pastora loci, Anna Trapp, am Wahlsonntag in Brandenburg. Die Predigt finden Sie hier:
Quelle: Facebookkanal Kristóf Bálint

Prälat i. R. Prof. Dr. Traugott Schächtele. Foto: privat
23.09.2023
Ich liebe den Herbst! Er hat sonnige Tage. Aber die Wärme der Sonne ist wohltuend und erträglich. Die Blätter haben ihr Grün meist schon eingebüßt. Aber bunt sind sie ja noch viel schöner. Irgendwann wird die Kälte des Winters kommen. Aber bis dahin ist es zum Glück noch lang.
Seit meiner Kindheit hat es mit dem Herbst für mich etwas Besonderes auf sich. Er ist nicht nur der Name einer Jahreszeit. Er ist auch mit einem Tätigkeitswort verbunden. Herbsten, das bedeutet, dass die Trauben in den Weinbergen geerntet werden. Im Moment wird wieder geherbstet! Niemand wintert oder sommert. Aber „herbsten“ – das hat sich als Tätigkeitswort durchgesetzt.
Herbstzeit ist Erntezeit. Der beginnende Herbst – er könnte auch für mich als Mensch, der keinen eigenen Weinberg besitzt, den Einstieg in eine neue Phase im Jahr bedeuten. Ich blicke zurück auf den Anfang des Jahres. Und ich schaue, wo sich vielleicht bald etwas ernten lässt, von dem, was ich gesät und bearbeitet habe. In einer Beziehung. Im Beruf. In einem Projekt, in dem ich mich ehrenamtlich engagiere. Manches ist schon zur Ernte reif. Anderes braucht noch etwas Zeit.
In der Bibel ist das Ernten ein ganz zentrales Thema. Von Oliven und Trauben wird erzählt, die zur Ernte anstehen. Von den reifen Ähren, die geschnitten werden müssen. Im Herbst kommts zum Schwur. Da zeigt sich, was die Menschen zuvor investiert haben. „Der Faule pflügt nicht mehr im Herbst. Er schaut nach der Ernte – und es ist nichts da!“ – so heißt es in einer Sammlung weisheitlicher Sprüche (Sprüche 20,4). Die Versäumnisse des Frühjahrs und des Sommers kommen im Herbst zum Tragen. Aber genauso der Lohn für unermüdlichen Einsatz der letzten Monate.
Ich spüre: Mehr als andere Zeiten wird der Herbst für mich auch zum Bild eines Menschenlebens. Vor allem, wenn’s darum geht zu prüfen, was bleibt. Leben zwischen den Zeiten. Zwischen Sommer und Winter. Zwischen Aufkeimen und Vergehen. Zeit, mit dem, was ich ernten kann, etwas anzufangen, entscheidende Zeit, die mir gewährt wird. Damit ich auch in meinem Leben „herbsten“ kann. Ich hoffe, da lässt sich dann auch einiges an guten Lebensfrüchten ernten. Der heutige Herbstanfang erinnert mich daran.
Prälat i. R. Prof. Dr. Traugott Schächtele.
Quelle: Blog von Traugott Schächtele
Impulse aus und für den Religionsunterricht / Kultur
Musikbeitrag für Klassikfreunde
Wachet und Betet!
Wachet und betet … Es läuten die Glocken auf dem Vorwerker Friedhof in Lübeck.
Wachet und Betet – Historischer Impuls

Ich lese gerade das Buch des langen Interviews mit Jürgen Habermas zu seiner persönlichen Bildungsgeschichte, die zugleich eine intellektuelle Geschichte der alten Bundesrepublik Deutschland ist. Für alle geistesgeschichtlich Interessierten sehr lesenswert.
Dieser Satz – von Habermas gesprochen – hat mich sehr berührt…
Albrecht Grözinger, Basel (Facebookkanal)
Das YouTube der Woche von Mitarbeiterin Joanna Filus-Olenkiewicz
Impuls aus Karlsruhe von Pfarrer Siegfried Weber
Impuls aus Karlsruhe von Prof. Dr. Frank Thissen

»Was macht mich aus? Was macht mich glücklich? Wovon lebe ich? Wovon träume ich? Die Liebe zu den Menschen, die Begegnung mit dem Müllmann, dem Porschefahrer, die verschiedenen Bildungsschichten. Ich liebe die Vielfalt der Kulturen in Karlsruhe, im CVJM, auf der Straße, beim Bäcker, in Kunst und Theater. Das sind wertvolle Begegnungen. Ich mag spontane Überraschungen, Neues, Fremdes, interessantes asiatisches Essen, Kinder, Sport und Bewegung. All das macht mich glücklich. Und all das macht mich zu einem Menschen. Das macht mich auch unglücklich und traurig: technische und politische Entwicklungen, Hass, Neid, Unterdrücktheit. Die Liebe zu den Menschen bleibt. Und am liebsten bin ich draußen in der Natur.« Christine Lobitz
Foto: Frank Thissen
Quelle: https://menschen-in-karlsruhe.eu/
Zeitenreise mit Hans-Josef Overmann
Impuls von Pfarrer Erko Sturm (Melanchthongemeinde Spandau)

Buchempfehlung
Eine weitere Präsentation meines Buches „Kloster Götschendorf“ gibt es am 28. September um 16 Uhr auf Einladung des Diakonischen Werkes Karlsruhe in der Villa der verstorbenen Grand Dame der badischen Metropole in der Riefstahlstraße: Melitta Büchner-Schöpf.
Impressionen von Abt Daniil Irbits
So war es, so ist es und so wird es sein. Es gibt zwei Arten von Menschen in unserer Welt. Die einen leben einfach, die anderen suchen immer Leute, die für alles verantwortlich sind…
Empfehlung für Kinder und Jugendliche
Die Empfehlung kommt von Redaktionsmitarbeiterin Juliane Heger
Als Lily mit ihrer Familie zu ihrer Halmoni zieht, ihrer kranken Großmutter, taucht auf einmal ein Tiger auf. Ein sprechender Tiger. Ein magischer Tiger. Der Tiger aus Halmonis koreanischen Märchen. Nur Lily kann ihn sehen. Er behauptet, dass Halmoni vor vielen Jahren Geschichten gestohlen und sie in Gläser gesperrt hat. Und er schlägt Lily einen Handel vor: Wenn sie die Geschichten zurückholt, wird ihre Großmutter wieder gesund. Das Angebot klingt verlockend, doch wenn Lily eines weiß, dann, dass man magischen Tigern niemals trauen sollte …
„Tae Keller ist eine Autorin, von der ich unbedingt mehr lesen möchte!“ – Bettina Stiebel, DEIN SPIEGEL
»Eine mythische Geschichte, in der ganz viel Lebensweisheit steckt und die sensibel schwere Themen wie Mut, Freundschaft, Liebe, Unsterblichkeit, Tod und das Loslassen aufgreift. Für nachdenkliche Kinder ab elf Jahren und ihre Eltern.« Neue Presse, 10.09.2021
»Ein Buch, das mich überrascht, fasziniert, getröstet und begeistert hat.« »Keller erzählt poetisch, immer weise, anrührend und an keiner Stelle schwer.« Birgit Franz, Eselsohr, 01.2022
Mit Andrea Chudak unterwegs

Als Musikerin gehöre ich zum sogenannten „fahrenden Volk“ und komme durch meine Arbeit mit vielen Menschen in Kontakt. Und wo Menschen sind, geschehen auch Irrtümer, wie jeder von uns sicherlich schon selbst erfahren hat.
Ich muss gestehen, ich liebe diese zwischenmenschlichen Begegnungen mit all den Irrtümern, Fehleinschätzungen aber auch dem herzserwärmenden Miteinander.
In diesem Jahr habe ich einige meiner denkwürdigsten Erlebnisse in zwei Anekdotenbüchern herausbringen dürfen und möchte hier gleich mal aus dem Nähkästchen plaudern. Im Grunde genommen sind es tatsächlich erlebte Unwahrscheinlichkeiten.
Oft beginnt eine (Konzert)Reise mit einer Anfrage per Mail oder Telefon – und auch da habe ich ein kleines Kapitel den „Fehlanfragen“ widmen können. Hier ein kleiner Ausschnitt daraus. Viel Freude beim Lesen!
„Manchmal bekommt man Anfragen für Engagements, die offenbar fehlgeleitet sind. Zum Teil, weil jemand die falsche Telefonnummer weitergeleitet hat, zum Teil aber auch, weil im Internet nach den Kontaktdaten bestimmter Künstlerinnen gesucht wurde, beim Sichten der Suchergebnisse aber nicht darauf geachtet wurde, ob es wirklich die gesuchte Künstlerin ist oder nur zufällig der gleiche Vorname. So entstehen manchmal sehr komische Gespräche, bis der Irrtum endlich auffliegt. ( …)
Viel Freude bereitete mir der Anruf eines Veranstalters, der mir in hektischem Duktus mitteilte, dass er meine Nummer von „Thomas“ erhalten und auch schon erfahren habe, dass ich heute Abend einspringen könne, was ihn sehr freuen würde. Ich war verwirrt: welcher Thomas? Und heute Abend hatte ich doch schon ein Konzert?
Er redete ohne Punkt und Komma, und es war schwer eine Atempause zu finden, in der ich eine Frage loswerden konnte.
Es wären ja nur 20 Minuten Auftritt und ich sei ihm so heiß empfohlen worden. Die Nummer, die in dem Programm ausgefallen ist, sei so dermaßen wichtig für das Gesamtprogramm! Aber ich könne das mit meinem Auftritt ja retten. Da war sie – die Lücke – und ich konnte endlich fragen, wo das denn überhaupt stattfinden sollte, und auch gleich noch einwerfen, dass ich am Abend schon in Berlin auf der Bühne erwartet wurde.
Und zack! war die Pause wieder vorbei: Es würde schon um 16:00 Uhr beginnen, ich wäre gegen 17:00 Uhr dran, danach wäre ich dort in der Nähe von Lübeck auch schon fertig, und er freut sich sehr, dass ich mit meiner Bauchtanznummer einspringe.
Kurz schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass ich ja gar keinen Bauchtanz kann, aber wenn ich ihm empfohlen worden bin – vielleicht muss ich nur so tun, als ob ich Bauchtanz könnte? Aber in der Nähe von Lübeck? Das schaffe ich auf keinen Fall!
Da, die zweite Lücke – schnell genutzt: also ich bin Sopranistin und habe bislang noch keine Bauchtanzerfahrung, aber das soll nicht das größte Problem sein. Schwieriger ist, dass die Entfernung Berlin–Lübeck innerhalb dieser kurzen Zeit einfach nicht schaffen ist.
Nun gab es eine richtige Pause am anderen Ende der Telefonleitung. „Ach, du bist gar nicht die Bauchtänzerin Andrea? Da hat mir Thomas wohl die falsche Nummer gegeben.“
Schade, wer weiß, wie ich mich im Bauchtanz geschlagen hätte …“
Die Bücher „Keine Sorge, wir machen das zum ersten Mal!“ und „Lassen Sie mich durch, ich muss hier singen!“ sind überall im Buchhandel zu bekommen oder auch direkt über den Verlag:
tegeverlag – Shop
Filmtipp / Hörspieltipp
Eine Empfehlung vom Team Klassikradio
