Potsdamer Musikfestspiele in den Startblöcken

Die Nikolaikirche, ein Wahrzeichen Potsdams. Foto: Stefan Gloede

Berlin. Diesen Freitag starten die diesjährigen Musikfestspiele Potsdam Sanssouci. Im Zeitraum vom 7. bis zum 23. Juni finden mehr als 41 Konzerte an den historischen Orten der Schlösser und Gärten Sanssoucis statt.

Von Frank Bürger

Diesen Freitag starten die diesjährigen Musikfestspiele Potsdam Sanssouci. Im Zeitraum vom 7. bis zum 23. Juni finden mehr als 41 Konzerte an den historischen Orten der Schlösser und Gärten Sanssoucis statt. Viele Konzerte gelten bereits seit Wochen als „derzeit ausverkauft“, doch es lohnt sich immer, einen Blick auf die Website http://www.musikfestspiele-potsdam.de zu werfen. Aktuell sind durch Kontingent-Auflösungen von Reservierungen wieder Restkarten für einige Höhepunkte erhältlich.

Das teilte Eliana Opel, Assistentin der Chefdramaturgie und verantwortlich für die Presse, mit.

Unter anderem für die Opernaufführungen des „Adriano in Siria“ von Carl Heinrich Graun mit Festspielintendantin Dorothee Oberlinger am Pult sind derzeit wieder ein paar der begehrten Plätze erhältlich.

Einen Blick auf die Blütezeit des Berliner Hofballetts werfen das Eröffnungskonzert und die moderne Erstaufführung von Carl Heinrich Grauns Oper »Adriano in Siria« mit dem Ensemble 1700 unter der künstlerischen Leiterin der Festspiele, Dorothee Oberlinger; die Barockstars Valer Sabadus, Bruno de Sá und Roberta Mameli singen die Hauptrollen.

Das Potsdamer Schlosstheater: csm_K34-K38-K39_Le_Mariage_force_BY_Hans_Bach_f18b05780e.jpg
Heike Bohmann, Geschäftfsührerin (links) & Dorothee Oberlinger, Künstlerische Leiterin (rechts). © Musikfestspiele Potsdam Sanssouci/ Foto: analog Credit

Auch das Eröffnungskonzert am Freitag, den 7. Juni mit dem Ensemble Zefiro und Ballet Rococo oder das Konzert „Tweets aus Versailles“ mit der Lautten Compagney Berlin sind wieder zu kriegen.
Hinweisen möchten wir auch auf das absehbar schöne Wetter bei den „Alehouse Sessions“ auf dem Alten Markt am Samstag, den 8. Juni, der „Tanzlust“ im Neuen Garten am Samstag den 7. Juni und dem Abschlusskonzert „Tarantella!“, das mit Théotime Langlois de Swarte, Luciana Mancini und Holland Baroque am Sonntag den 23. Juni zum Festspielfinale den heißen Süden Italiens heraufbeschwört.
Die Musikfestspiele stehen dieses Jahr unter dem Motto „Tanz“. Das Programm beleuchtet in einem großen Bogen mit Konzerten von der Renaissance bis in die Moderne und Gegenwart die unterschiedlichen Facetten der Bewegung in Musik.

Zudem gibt es dieses Jahr zum ersten Mal ein „Ensemble in Residence“: die Cappella Mediterranea, geleitet von Leonardo García Alarcón. In insgesamt vier Veranstaltungen sind sie bei den Musikfestspielen zu erleben, unter anderem mit dem spanisch-mittelamerikanischen Chorprogramm „Carmina Latina“ in der Friedenskirche von Sanssouci.

Historisch für die Entwicklung der Deutsch-Polnischen Nachrichten ist der Weberplatz in Potsdam

csm_Jana_Semeradova_2019_24__c__PetraHajska_3fdf299e6c.jpeg

Musik ist immer noch der beste Weg zu friedlicher Kontaktaufnahme, sagten sich die jesuitischen Missionare der Barockzeit und hatten stets Noten und Instrumente im Gepäck. So landeten damals auch Werke des Böhmen Jan Josef Ignác Brentner in Südamerika. Von dieser überraschenden Connection ließ sich das Collegium Marianum aus Prag zu einem Programm inspirieren, das lateinamerikanische und europäische Barockmusik mit traditionellen Liedern und Tänzen aus Böhmen, Mähren und Peru kurzschließt. Als gemeinsamer Nenner fungiert dabei der allzeit sprudelnde Inspirationsquell Volksmusik, an dem auch Telemann & Co. sich gern erfrischten. Das passt zu Babelsbergs böhmischem Herzen: dem einstigen Weberdorf Nowawes.

23.06.2024
So 17 Uhr
Friedrichskirche Babelsberg
Kirchenkonzerte
€ 40 | 30 | 25
Junges Festspielticket: 15 €

Programm:
Latinobarock trifft auf Lieder aus Böhmen & Mähren sowie Kompositionen von Georg Philipp Telemann, Jan Antonín Losy, Jan Josef Ignác Brentner u.a.

Mitwirkende
COLLEGIUM MARIANUM
Jana Semerádová Flöten, Gesang
Vojtêch Semerád Barockvioline, Gesang, Perkussion
Jirí Sycha Barockvioline, Charango, Gesang
Marcel Comendant Cimbalom
Ján Prievoznik Violone

Die Künstlerinnen und Künstler
der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci 2024
(Auswahl):

Chor und Orchester Cappella Mediterranea und Leonardo García Alarcón
Ensemble 1700 und Dorothee Oberlinger
Barokksolistene und Bjarte Eike
Holland Baroque mit Théotime Langlois de Swarte, Violine
und Luciana Mancini, Mezzosopran
Ensemble Zefiro und Alfredo Bernardini
Les Musiciens de Saint-Julien und François Lazarevitch
Doulce Mémoire und Denis Raisin Dadre
Les Malins Plaisirs mit Le Concert Spirituel und La Cie de Danse L‘Eventail
Andreas Staier, Cembalo
Chouchane Siranossian, Violine
Enrique Solinís, Barockgitarre und David Mayoral, Perkussion
Valer Sabadus, Bruno de Sá, Roberta Mameli, Federico Fiorio,
Keri Fuge, David Tricou (Sänger der Graun-Oper)
Deda Cristina Colonna (Regie)
Vincent Tavernier (Regie)
Accademia del Piacere und Fahmi Alqhai mit Ana Morales, Flamenco-Tanz
Capella de la Torre und Katharina Bäuml (Renaissance-Ensemble)
The Birkin Tree und Fabio Rinaudo feat. Derek Hickey (Irish Folk)
Les Haulz et les Bas (Renaissance-Ensemble)
Bach Consort Wien und Rubén Dubrovsky
The Davidsson Dance and Organ Collaborative
Ballet Rococo mit Mojca Gal
Flautando Köln
Two4Piano Klavierduo
Gismo Graf Trio feat. Cheyenne
Salonorchester „Frollein Karla“
Reinhard Goebel, Musikwissenschaftler und Dirigent
Volker Hagedorn (Autor, Journalist)
Hubert Hazebroucq (Choreograf für hist. Tänze)
Heidi Weiss, Jennifer Mann (Choreografin)
An Boekmann, Maja Hilke (Tanzvermittlung)

Kartenverkauf hier klicken

Hinterlasse einen Kommentar