Friedenstreck am Brandenburger Tor

Der Friedensteck vor dem Brandenburger Tor an einem historischen Datum. Foto: Friedensglocken e. V.

Berlin. Der Friedenstreck rollt weiter Richtung Jerusalem. Die Deutsch-Polnischen Nachrichten sind von Anfang an mit dabei.

Von Frank Bürger

Unter dem Motto “Jaget dem Frieden nach mit jedermann” fand am 8. Mai 2024 um 11:00 Uhr auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor eine außergewöhnliche Prozession statt. Anlässlich des 79. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges versammelten sich Menschen aus allen Gesellschaftsschichten, um ein starkes Zeichen für Frieden und Versöhnung zu setzen.

Mit Schirmherr Generalsuperintendent Kristof Balint, zog die Prozession des Friedensglocken e.V. mit einer aus Militärschrott gegossenen Friedensglocke die Aufmerksamkeit auf sich. Diese Glocke soll im nächsten Jahr, am 8. Mai 2025, den Kern einer Begegnungs- und Versöhnungsreise nach Jerusalem bilden.

Carsten Grunwaldt, ein Teilnehmer der Prozession, teilte seine bewegende Begegnung mit einer Gruppe aus Israel: “Als ich unsere Flyer verteilte, traf ich auf Israelis, die von unserer Mission nach Jerusalem tief beeindruckt waren. Ihre Reaktionen waren herzlich und bestärkten uns in unserem Vorhaben.”

Die Prozession zeigte, dass Frieden mehr als nur ein Wort ist; es ist eine Tat, die von jedem Einzelnen ausgeht. Die Teilnehmer, darunter 23 Personen und 10 Pferde, demonstrierten dies eindrucksvoll. Mit drei Kutschen und einem Glockenwagen setzten sie ein wirkmächtiges Zeichen.

Die Mannschaft hinter der Mission

Die Prozession war auch eine Gelegenheit, einen Teil der Mannschaft vorzustellen, die sich auf die Reise nach Jerusalem vorbereitet. Zu den vorgestellten Mitgliedern gehören:

· Hubert Wolf (Bayern) mit zwei Freiberger Pferden

· Markus Sprenger (Mittelrhein) mit Moritzburgern

· Helge Bachmann (Thüringen) mit den Shire Horse

· Viola Köhler (Rathenow) mit zwei Trabern

· Christina Barth Bußmann (Hannover) mit Shetlandponys

Zum Tross gehören:

· Jörg Hauer (Finnland) (Logistik)

· Friedbert Enders (Fläming) (Planung)

· Karl-Dietmar Plentz (Kremmen) (Versorgung und internationale Kontakte)

· Bernd Schulz (Brück) (Kontaktschmied und Versorgung)

· Andreas Kunkel (Thüringen) (Erkundung)

Ein Lied für den Frieden

Gemeinsam sangen die Teilnehmer das Trecklied, ein Symbol der Einheit und des gemeinsamen Strebens nach Frieden. Die Veranstaltung endete mit einem Wort der Ermutigung von Generalsuperintendent Balint, der die Bedeutung des Friedens und der Versöhnung hervorhob.

Die Prozession war nicht nur eine Hommage an die Vergangenheit, sondern auch ein lebendiger Ausdruck der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft. Mit der Friedensglocke als Symbol wird die Botschaft des Friedens bald auf ihrer Reise nach Jerusalem weitergetragen.

Die Vision:

Am 8. Mai 2025, 8o Jahre nach der Befreiung vom Faschismus – setzt sich ein Friedenszug in Richtung Jerusalem in Bewegung. Der Zug soll im Mai 2025 in Deutschland starten und Weihnachten 2025 in Jerusalem eintreffen.

Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke unterstützt das Projekt.

Auch Ministerpräsident Dietmar Woidke unterstützt das Friedensprojekt. Foto: Friedensglocken e. V.

“Von Brandenburg bis ins russische Weliki Nowgorod hat ein Planwagen 2018 eine Friedensglocke gebracht. Pfarrer Helmut Kautz, damals noch in Brück, hat sie gießen lassen und mit einer Gruppe begleitet. 2.300 Kilometer auf dem von Kaltblütern gezogenen Pferdefuhrwerk. Unterwegs für den Frieden! Ein starkes Zeichen. Überall wurde die Gruppe begeistert begrüßt.“ schreibt Bischof Dröge in seiner persönlichen Weihnachtskarte 2018. Dass der Bischof der EKBO eine Aktion aus Brück für so wichtig hält, dass er sie in seiner Grußkarte erwähnt, hätte. Unterstützt wurde er unter anderem von der Bäckerei Plentz.

Das berichtete die MAZ.

Der Prignitzer Pfarrer Helmut Kautz steht an der Spitze des Klosters Marienfließ. Vor diesem Kloster stand die Glocke auf einem Leiterwagen. Das Kloster ist das älteste Zisterzienser-Nonnenkloster im Land Brandenburg. Dem Stiftskapitel gehören unter anderem Angehörige der Familie zu Putlitz, die auch in der Putlitzer Kirche verewigt sind.

Die Friedensglocke. Foto: Frank Bürger
Der Autor vor der Abfahrt des Trecks in Marienfließ. Foto: Frank Bürger

Bankverbindung für die Spenden

Bankverbindung:

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Friedensglocken e.V.

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