
Berlin. Die Deutsch-Polnischen Nachrichten waren zu Gast bei der „Welconomy 2024“ im polnischen Toruń, es war viel europäisches Flair nach dem Regierungswechsel zu spüren. Zu Gast bei Freunden.
Von Frank Bürger
Wirtschaft, Politik und Kultur waren zu Gast auf der diesjährigen Welcomony in Thorn, der Stadt, die so geprägt ist durch den Astronomen Nikolaus Kopernikus.
Das Kopernikanische Weltbild, das die Sonne ins Zentrum des Weltalls stellt, revolutionierte in der Renaissance die Astronomie. Es geht auf den Domherren und Münzreformer Nikolaus Kopernikus zurück, der sich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts intensiv mit den Planetenbahnen und rückläufigen Bewegungen der Himmelskörper auseinandersetzte. Erst einige Jahrzehnte nach seinem Tod führten seine Ausarbeitungen zu einer vehementen Ablehnung durch die römische-katholische Kirche, die bis ins 18. Jahrhundert bestehen blieb. Dennoch veranlasste das heliozentrische Weltbild, das Kopernikus zu verdanken ist, die Wissenschaftler der folgenden Generationen dazu, die bestehenden Dogmen der Kirche zu hinterfragen und damit die Grundlagen der modernen Astronomie zu schaffen.
Von diesem Aufbruchsgeist war viel zu spüren beim Kongress.
Zu den Themen des Kongresses gehören die Analyse der wichtigsten Herausforderungen, vor denen Polen steht, darunter die Kommunalwahlen, die europäische und globale Wirtschaft sowie die Prozesse der Integration und Globalisierung.
Bei jedem Zusammenkommen von Welconomy nehmen Politiker, Kommunalbeamte, Wissenschaftler, Geschäftsleute, Experten und Journalisten teil. Die Konferenz ist zu einem festen Bestandteil der sozioökonomischen Landschaft von Toruń und der gesamten Region Kujawien-Pommern geworden. Sie ist auch eine der wichtigsten Veranstaltungen auf der Landkarte der polnischen Wirtschaftskonferenzen. „Polen, Europa, die Welt – eine Ära des Wandels“. – so lautet das Motto der diesjährigen Veranstaltung. An dem zweitägigen Welconomy Forum nahmen mehr als 1.000 Gäste aus Polen und dem Ausland teil, darunter mehr als 200 Redner und rund 50 Journalisten. Darüber hinaus verfolgen viele Menschen die Veranstaltung online. Die diesjährige 31. Ausgabe hat eine besondere Dimension. Das Wirtschaftsforum fand an zwei Orten statt: die Eröffnung mit dem Titel: „Polen, Europa, Welt – eine Ära des Wandels“ im Kultur- und Kongresszentrum Jordanki am 25. März 2024 und thematische Panels im Copernicus Hotel.
Einer der wichtigen Gäste und neuen Gesichter war Magdalena Sobkowiak-Czarnecka
Sie absolvierte ein Studium der Weltwirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Poznań, ein Aufbaustudium in Diplomatie am Collegium Civitas und ein Promotionsstudium an der Warsaw School of Economics.
Sie absolvierte einen Multimedia-Journalismuskurs bei Reuters in London, die School of Political Leaders, die Leadership Academy für Polen (ein Programm in Zusammenarbeit mit der Harvard Kennedy School) und die CEU Democracy Institute Leadership Academy in Budapest.
Sie wurde durch den German Marshall Fund als eine der zukünftigen Führungskräfte Europas im Rahmen des The German Marshall Fund Brussels Forum Young Professionals Summit Programms anerkannt. Sie ist gern gesehener Gast bei Konferenzen wie der UCL Leaders Conference in London oder dem Europäischen Wirtschaftskongress in Katowice. Sie ist Mitglied des Programmrats des Wirtschaftsforums in Karpacz, Expertin des Projekts Team Europe Direct, das sich mit der Ausbildung von Fachleuten für die Europäische Union in Polen befasst. Zudem gilt sie als Gründerin des landesweiten Vereins „Kobiety w Centrum“, der die Gleichberechtigung fördert und unterstützt.
2016-2018 arbeitete sie bei der Europäischen Kommission in Brüssel, wo sie sich auf Wirtschaftsthemen, Verteidigung und Raumfahrtpolitik spezialisierte. Zuvor war sie Korrespondentin von „Wiadomości“ TVP in Brüssel, Reporterin von Panorama TVP2 und „Wydarzeń“ Polsat. Sie berichtete über nationale und internationale Politik, unter anderem über die Wahlen in den USA, die Terroranschläge in Paris und Brüssel, die EU-Gipfel und den Brexit.
In den Jahren 2019-2023 war sie Leiterin des Beraterteams von Władysław Kosiniak-Kamysz und im Jahr 2020 Leiterin des Stabes in seiner Präsidentschaftskampagne.
Am 4. Januar 2024 wurde sie zur Unterstaatssekretärin in der Abteilung für Angelegenheiten der Europäischen Union ernannt
Auf der Konferenz gab es auch internationale Themen mit deutscher Beteiligung. Hier agierte Agnieszka Odachowska-Piosik als Moderatorin


Sie wurde im Rahmen des Kongresses für ihr soziales und wirtschaftliches Engagement ausgezeichnet.


