
Berlin. Pilgern, ein wichtiger Punkt zum Atemholen, zum Beispiel zwischen Görlitz und Bauzen, in Karlsruhe, zwischen Magdeburg und Gnesen und in Spandau. Die Deutsch-Polnischen Nachrichten auf Spurensuche.
Von Frank Bürger
„Hier noch einmal eine Zusammenfassung meiner Pilgerreise. Die Stationen waren Görlitz, Arnsdorf, Nechern und zuletzt Bautzen. Vor allem der eiskalte böhmische Wind und der Südwind machten mir zu schaffen. Die Einsamkeit beim Wandern mit dem Pilgerbüchlein in der Hand waren Zeiten des Nachdenkens, inneren Singens, des Büßens und des Betens. Ich bin den Gastfamilien dankbar für die so fruchtbaren Gespräche und auch Impulse. Die zu sehenden Stationen…Spandau … der Cottbuser Bahnhof, die Altstadt Görlitz…das Heilige Grab …das Wasserschloß Döbschütz … das Holzkreuz bei Melaune …die Gröditzer Skala … Kubschütz und Bautzen (Dom St. Petri und Gedenkstätte)…“ So fasste ich vor etwas mehr als zehn Jahre meine Pilgerreise auf dem Facebook-Account zusammen.
Hier dazu eine Diashow
Und noch eine Erinnerung an das Pilgern in Karlsruhe mit Siegfried Weber, stellvertretender Dekan in der Evangelischen Kirche in Karlsruhe. Er ist Partner der Deutsch-Polnischen Nachrichten. Wir erleben hier die Geburt des Oekumenewegs in Hagsfeld wieder.
Kommen wir zur Gegenwart.
„Es muss nicht immer Santiago de Compostela sein – auch in Spandau gibt es Ziele für Pilgernde. Seit dem 5. September 2020 gibt es einen Pilgerweg in Spandau, der 24 evangelische Kirchen und zwei katholische Kirchen des Bezirks miteinander verbindet.
Der knapp 75 km lange Weg ist in drei Rundwege – STADT, LAND, FLUSS – unterteilt mit einer jeweiligen Strecke zwischen 21 und 30 Kilometern. Zusätzlich gibt es eine 63 Kilometer lange FAHRRAD-Rundtour und eine 4 Kilometer lange erprobte Pilgerstrecke für Familien von der Gnadenkirche zur Dorfkirche Gatow (siehe Landweg).
Der Weg bleibt dauerhaft bestehen. Pilgerinnen und Pilger können sich mit Pilgerpass, Pilgerführer und Karte auf den Weg machen, den Pilgerzeichen folgen und Stempel an den Kirchen sammlen.
Im Pilgerführer finden Sie die genaue Streckenbeschreibung, viele Informationen und Anregungen rund ums Pilgern, Wissenwertes über die Spandauer Kirchen und den Bezirk“, so ist es auf der Homepage des evangelischen Kirchenkreises Spandau zu lesen.
Alle Infos dazu
Hier noch ein Clip auf YouTube dazu

„2003 haben sich Menschen unterschiedlicher Konfessionen aus Richtung Gniezno und aus Richtung Magdeburg aufgemacht, um aus Anlass des Ökumenischen Kirchentags in Berlin zusammenzukommen. Nichts unbedingt Übliches im deutsch-polnischen Verhältnis, gerade wenn wir an die beiden vergangenen Jahrhunderte denken. Seither ist der Weg zu einer liebgewordenen Tradition geworden, der alljährlich auf wechselnden Wegstrecken stattfindet, mit Ausnahme der (zwei) drei Corona-Jahre, diesjährig zum 21. Mal.
Wir greifen alljährlich frühe Zeichen deutsch-polnischer Verständigung auf und wenden sie in die heutige Zeit hinein. Das europäische Zusammenwachsen versinnbildlicht, dass das deutsch-polnische Verhältnis – anders als früher – nur im Zeichen von Gleichwertigkeit und Ebenbürtigkeit stehen kann.
Sie sind herzlich eingeladen, den Ökumenischen Pilgerweg gemeinschaftlich mit uns zu gehen – die ganze Wegetappe, 2024 vom 18. – 25. Juli oder auch Teilabschnitte davon, sollten Sie es nicht anders einrichten können. Die polnische oder umgekehrt die deutsche Sprache ist keine Voraussetzung zu pilgern; zumal wir auch immer Menschen dabei haben, die beider Sprachen mächtig sind. Wir nähern uns auch im Singen der anderen Sprache an“, informieren die Organisatoren des 21. Ökumenischen Pilgerwegs von Magdeburg nach Gnesen, zu denen auch Pfarrer i. R. Dr. Justus Werdin gehört
Alle Infos und Anmeldung
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