
Berlin. Die Heiligen Drei Könige, die Sternsinger, sie machen jetzt die Runder. Im Schulunterricht spielen sie eine Rolle, in Politik und Kirche.
Von Frank Bürger
Die Sternsinger sind derzeit überall unterwegs, sie prägen das Bild in Stadt, Land und Kirche.
Bezirksbürgermeister Frank Bewig hat heute gemeinsam mit den Bezirksstadträtinnen Dr. Carola Brückner und Tanja Franzke den Segen der Sternsinger-Kinder der
Pfarrei Heilige Familie für die Spandauer Bezirksverwaltung empfangen.
Der Empfang der Sternsinger ist mittlerweile schon eine Tradition im Bezirksamt. Mit traditionellen Liedern und dem Kreidezeichen „20*C+M+B+24“ brachten sie
die Segenswünsche. Diese traditionelle Geste symbolisiert den christlichen Glauben und die Hoffnung auf ein segensreiches Jahr für die Gemeinschaft.

Einer guten Tradition folgend, besuchen am Montag, dem 8. Januar 2024, die Sternsinger das Bildungs-, Jugend- und Sportministerium in Potsdam und werden beide Dienstgebäude segnen. Die Sternsinger kommen aus den Gemeinden St. Bonifatius in Erkner und St. Joseph in Trebbin.
Empfangen werden die Sternsinger von Minister Steffen Freiberg, Staatssekretärin Claudia Zinke und vielen Mitarbeitenden des MBJS, die zudem die diesjährige Sammlung mit Spenden unterstützten.
Überall in Deutschland sind rund um den Tag der Heiligen Drei Könige die Sternsinger unterwegs. Sie besuchen auch verschiedene Einrichtungen im Land Brandenburg. Die Aktion Dreikönigssingen wird vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) getragen. Das Sternsingen in Deutschland ist die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Auch in evangelischen Gottesdiensten spielen die „Heiligen Drei“ eine Rolle, beispielhaft am Sonntag, 7. Januar um 10 Uhr in der evangelischen Weihnachtskirche Spandau. Dort werden Organistin Barbara Herrberg und der Autor des Textes die“Könige“ im Weihnachtsspecial 3 lebendig werden lassen.
Hier die einfach gehaltene Erzählung der Erzählung gemäß der Bibel.
Am Tag der Heiligen Drei Könige feiern Christen den Besuch der Heiligen drei Könige beim Jesuskind. Die drei weisen Männer aus dem Morgenland hießen Kasper, Melchior und Balthasar.
Die Bibel erzählt, dass einige kluge Männer kurz nach der Geburt des Jesuskindes einen neuen, hellen Stern entdeckten. Sie vermuteten, dass darunter ein neuer König geboren sein müsse. Sie folgten dem Stern und fanden so in einem Stall in Bethlehem Maria mit ihrem Baby. Laut Überlieferung erkannten die Sterndeuter Jesus in dem Kind und beschenkten das Baby mit Gold, Weihrauch und Myrrhe.
In älteren Übersetzungen der Bibel ist nicht von Sterndeutern, sondern von Königen die Rede. Daher spricht man auch heute noch von den „Heiligen drei Königen“ Kaspar, Melchior und Balthasar.
Im Andenken an die drei Männer ziehen am 6. Januar in vielen Orten Kinder, Jugendliche und manchmal auch Erwachsene als Sternsinger durch die Gemeinden. In jeder Gruppe gibt es einen Kaspar, einen Melchior und einen Balthasar. Sie klingeln an den Türen, segnen die Häuser und sammeln Spenden.
Der 6. Januar wird auch Dreikönigstag oder Epiphanias genannt. Letzteres bedeutet „ Erscheinung des Herrn“. Damit ist gemeint, dass der Welt an diesem Tag durch die Sterndeuter offenbart wurde, dass Jesus der Sohn Gottes ist.
