Spargelmuseum im Kulturhaus

Foto: Frank Bürger

Berlin. Der Weg für ein Kulturzentrum in Schwetzingen ist frei. Das städtische Museum, die Touristinformation sowie das städtische Kulturamt haben im historisch besetzten Rothackersche Haus Zukunft. Hier noch ein Kommentar von Schwetzingens Oberbürgermeister René Pöltl im Vorfeld einer Bürgerversammlung am 17. Juli.

Von Frank Bürger

Das geschichtsträchtige und denkmalgeschützte Rothackersche Haus wird nach erfolgter Sanierung das städtische Museum, die Touristinformation sowie das städtische Kulturamt am zentral gelegenen Alten Messplatz bündeln. In seiner Sitzung am 21. Juni stimmte der Gemeinderat mehrheitlich für die weitere Ausarbeitung und Realisierung des Vorentwurfes der beauftragten Architektengemeinschaft rebuild.ing / fischerarchitekten.

Am Montag, 17. Juli, wird der Vorentwurf der interessierten Öffentlichkeit im Palais Hirsch vorgestellt. Nach einer Begrüßung durch Schwetzingens Oberbürgermeister Dr. René Pöltl und einführenden Worten der Projektleitung (Museumsleiter Lars Maurer, Kulturreferentin Dr. Barbara Gilsdorf) wird die Architektengemeinschaft den Vorentwurf für Sanierung und Neunutzung des Rothackerschen Hauses vorstellen. Im Anschluss an die Präsentation haben die Anwesenden die Möglichkeit, Fragen einzubringen, die innerhalb einer Podiumsdiskussion thematisiert werden.

Der Bürgerinformationstermin ist öffentlich, eine Anmeldung vorab nicht erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist aus Platzgründen jedoch begrenzt.“

Hier nun ein Kommentar von Oberbürgermeister René Pöltl auf Anfrage der „Deutsch-Polnischen Nachrichten“: „Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, das für unsere Stadt wichtige Vorhaben eines Stadt- und Spargelmuseums im denkmalgeschützten Rothackerschen Haus trotz der aktuell herausfordernden Konjunktur- und Baurahmenbedingungen realisieren zu können. Schwetzingen wird damit einen wichtigen kulturellen und stadtgeschichtlichen Anlaufpunkt für unsere Bürger*innen und Besucher*innen erhalten. Darauf können wir uns alle freuen.“

Aber es gibt auch kritische Stimmen, unter anderem von der Aktivistin Raquel Rempp:

„Natürlich gibt es viele wichtigere Dinge und viele größere Probleme derzeit auf der Welt, die es zu lösen gilt. Dennoch werden sich viele Schwetzinger*innen freuen, dass zumindest eine finanziell tragfähigere Lösung für das Rothacker´sche Haus vorerst gefunden zu sein scheint. Bleibt zu hoffen, dass es nicht doch einige Milliönchen mehr werden, wenn die Sanierungsarbeiten gestartet werden und man doch vielleicht feststellen muss, dass das Konzept einige Quadratmeter unsaniert zu lassen in der Realität doch nicht wie gewünscht funktioniert. Eine ganz wunderbare Idee fände ich persönlich, wenn man im Rothacker´sche Haus eine kleine Version eines Spargelmuseums einrichten würde mit Geschichten und Hinweisen zum Schwetzinger Spargel, tatsächlich aber ein richtig authentisches Spargelmuseum – vielleicht sogar mit der Möglichkeit selbst zu stechen –  in einem der Höfe bzw. großen Scheunen unserer Schwetzinger Spargelbauern installieren würde. Die vielen Touristen und sonstigen interessierten Besucher könnten mit einer originellen Kutschfahrt – vielleicht in Form eines Spargels – durch Schwetzingen zu den Schwetzinger Spargeläckern und in das dortige Spargelmuseum gefahren werden. Ich bin sicher, dass unsere Spargelbauern diese Idee sicher unterstützen würden.“

Öffentlicher Bürgerinformationstermin Rothackersches Haus 

Montag, 17. Juli 2023, 19:00 – 21:00 Uhr             

Palais Hirsch, Schlossplatz 2, 68723 Schwetzingen    

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