
Berlin. Es gibt weitere Präsentationen des Buches „Kloster Götschendorf“. Am Dienstag, den 27. Juni wird das Buch um 18 Uhr in der Dorfkirche Alt-Staaken, Nennhauser Damm 72, 13591 Berlin vorgestellt. Eine weitere Präsentation gibt es am 11. Juli um 19 Uhr im Gemeindehaus Bergstücken, Mendelssohn-Bartholdystraße 12, 14480 Potsdam-Babelsberg. Doch etwas werden die Präsentationen vom Tod des Wartiner Schlossherrn Charles Elworthy überschattet.
Von Frank Bürger
Die Präsentationen des Buches „Kloster Götschendorf“ gehen weiter. Am 18. Juni schauten wir in der Evangelischen Weihnachtskirchengemeinde den Film „Einer von uns“. Grußworte kamen von Dr. Carola Brückner, Stellv. Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin in Spandau und Leiterin der Abteilungen Bildung, Kultur, Sport und Facility Management. In dem Buch „Kloster Götschendorf“ spielt der Film auch eine Rolle.

Sogar die Universitätsbibliothek Heidelberg hat Exemplare des Buchs erworben.
Schächtele hatte Horst Kasner, den Vater der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel, persönlich kennengelernt.
Es war das Lieblingsjagdschloss von Fürst Leopold IV., dem Vater von Dr. Armin Prinz zur Lippe. Heute hat auf dem Gelände das westlichste Kloster der russisch-orthodoxen Kirche seinen Sitz. Die Rede ist von Schloss Götschendorf in der Uckermark, das der letzte regierende Fürst Lippes 1910/11 erbauen ließ.
Heute sitzt Abt Daniil gerne in einem runden Pavillon aus Holz, in der er gerne Gäste einlädt.
Das Kloster Götschendorf ist das einzige Kloster der Berliner Diözese der russisch-orthodoxen Kirche. Der Russland-Journalist Norbert Kuchinke stieß auf seiner Suche nach einem Standort für ein von ihm geplantes russisch-orthodoxes Kloster in der Nähe Berlins auf das Gelände. Nach anfänglichem Zögern der einheimischen Verantwortlichen halfen schließlich Kontakte in die Potsdamer Staatskanzlei und die Fürsprache von Pfarrer Horst Kasner, Vater der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel, aus Templin bei der Verwirklichung des Projekts. Der Macher vor Ort ist Abt Daniil Irbits. Mit vielen Farbbildern beschreibt das Buch Vergangenheit und Gegenwart des Klosters sowie des Herrenhauses.
Das Gut mit Herrenhaus ist seit dem 15. Jahrhundert im Besitz der Familie von Arnim, 1910 wurde ein neues Gutshaus errichtet, 1942–1945 war es Jagd- und Gästehaus von Hermann Göring und bis 1975 Ferienhaus der Nationalen Volksarmee, danach des Rates des Kreises und des Ministeriums der Staatssicherheit. Seit 1990 stand es leer, 2007 wurde ein Kloster eingerichtet.
Schon seit einigen Jahren bin ich regelmäßig in diesem besonderen Kloster zu Gast. Mit Abt Daniil baute sich ein vertrauensvolles Verhältnis auf. So war er damit einverstanden, dass ich ein Buch über das Kloster und seine Geschichte schreibe. Die Recherche nahm viel Zeit in Anspruch. Aber es hat sich gelohnt: der Blick auf die Geschichte des Herrenhauses, der Blick auf die Gottesdienste im Tempel, der Blick auf die touristische Entwicklung des Geländes mit seiner besonderen Lage.
Dabei kam mir zu Gute, dass ich einige Jahre in der Uckermark journalistisch zu tun hatte. Ich kannte das Umfeld, lernte wunderbare Menschen kennen und schätzen. Der Weg führte mich auch nach Polen. Grenzüberschreitendes Denken. Diese Begegnungen spielen in dem Büchlein mit seinen vielen Abbildungen eine besondere Rolle. Es gibt einen Einblick in Vergangenheit und Gegenwart, wobei auch der Krieg in der Ukraine nicht ausgeblendet wird.
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783949763304
Sprache: Deutsch
Umfang: 144 S., 100 Illustr.
Auflage: 1. Auflage 2023
Preis: 19,90 Euro
Weitere Infos und Internetpräsenz
Die Präsentationen werden überschattet vom Tod des Wartiner Schlossherrn Charles Elworthy, der im Buch auch eine Rolle spielt
